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I 2023 52
 
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Urteil vom 11. April 2024
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
 
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Kläger,
\n vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,
 
gegen
 
C.________ AG,
\n Beklagte,
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Gegenstand
Krankenversicherung (Krankentaggeld nach VVG)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (Jg. 1989; nachfolgend: Kläger) war vom 23. Ok­tober 2012 bis 31. Januar 2022 bei der D.________ AG als Elektroinstallateur angestellt (vgl. BK-act. 1, 11, 45 12-1/9), welche bei der C.________ AG (nachfolgend: Beklagte) über eine Kollektiv-Kran­kentaggeldversicherung nach VVG verfügte. Am 16. Juni 2021 wurde der Kläger krankheitsbedingt arbeitsunfähig sowie anspruchsberechtigt für Krankentaggeld (BK-act. 1, 17, 61; vgl. Klageantwort S. 2 B.b.I.1).
\n B. Nachdem die Beklagte bei ihrem beratenden Arzt Dr.med. E.________ (MBA; Facharzt für Physikalische Medizin & Rehabilitation, Orthopädie und Traumatologie, Rheumatologie; zertifizierter Gutachter SIM; Fähigkeitsausweis Vertrauensarzt SKV) eine Begutachtung des Klägers veranlasst hatte bzw. nach Vorliegen dieser Expertise vom 13. Juni 2022 (BK-act. 39 = K-act. 9), informierte sie den Kläger am 30. Juni 2022, in der angestammten Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, in angepasster Tätigkeit jedoch volle Arbeitsfähigkeit; das Krankentaggeld werde - damit der Kläger den beruflichen Wiedereinstieg bzw. einen Berufswechsel möglichst gut umsetzen könne - in Gewährung einer Übergansfrist noch bis zum 30. September 2022 erbracht auf Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 100%. Danach schliesse die Beklagte den Leistungsfall ab. Der Kläger wurde sodann aufgefordert, seiner \"Schadenminderungspflicht nachzukommen und sich spätestens per 01.10.2022 bei der Arbeitslosenver­sicherung anzumelden\"; (BK-act. 42 = K-act. 3). Hieran hielt die Beklagte nach Einwänden des Rechtsvertreters des Klägers vom 21. Dezember 2022 bzw. 15. März 2023 mit jeweils beigelegten Berichten des den Kläger behandelnden Arztes pract.med. F.________ (vom 18.10.2022 [K-act. 10] bzw. 14.3.2023 [K-act. 12]) (BK-act. 50) mit Schreiben vom 3. Februar 2023 bzw. 3. April 2023 fest (K-act. 5 ff.).
\n C. Am 13. Juni 2023 lässt der Kläger beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Klage einreichen mit den Rechtsbegehren:
\n 1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 45'309.60 nebst 5% Zins seit dem 1. Februar 2023 zu bezahlen.
\n 2.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
\n D. Mit Klageantwort vom 3. August 2023 beantragt die Beklagte:
\n 1. Die Klage vom 13. Juni 2023 sei abzuweisen.
\n 2. Unter Kostenfolge zu Lasten des Klägers.
\n E. Am 16. Oktober 2023 reicht der Kläger eine schriftliche Replik mit gegenüber der Klage unveränderten Rechtsbegehren ein und verzichtete damit auf eine mündliche Hauptverhandlung. Innert angesetzter Frist reicht die Beklagte keine Duplik ein.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass es sich bei vorliegender Streitigkeit um eine solche aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung handelt, dass hierfür im Kanton Schwyz das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zuständig ist (