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I 2023 60
 
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Entscheid vom 22. August 2024
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Besetzung
lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53,
6431 Schwyz,
Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Invalidenrente)
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Sachverhalt:
\n A. A.________ (geb. am […]1976, aus dem Irak, seit Juni 1999 in der Schweiz) (nachfolgend: der Versicherte) wurde mit Verfügung vom 14. Mai 2008 eine ganze IV-Rente zugesprochen (IV-Grad 100%). Er ist Vater von zwei Söhnen (Jahrgang 2006 und 2009), die bei seiner Ex-Gattin im Ausland leben.
\n B. Nach einer Observation und nach Eingang eines daraufhin bei Dr.med. C.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich) in Auftrag gegebenen psychiatrischen Gutachtens (IV-act. 130) verfügte die IV-Stelle am 18. Juni 2015 die rückwirkende Aufhebung der ganzen IV-Rente per 30. Juni 2013 und forderte mit Verfügung vom 19. Juni 2015 vom Versicherten insgesamt Fr. 24'840.-- zurück (IV-act. 137 f.). Eine dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Entscheid VGE I 2015 81 vom 3. März 2016 abgewiesen (IV-act. 152). Mit Verfügung vom 24. August 2016 hat die IV-Stelle das Erlassgesuch betreffend die zurückgeforderten Rentenleistungen abgewiesen (IV-act. 159).
\n C. Am 12. September 2016 reichte der Versicherte der Ausgleichskasse Schwyz zwei Berichte des Spitals E.________ ein und ersuchte um die Ausrichtung einer Rente (IV-act. 161, 162). Nachdem die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 16. November 2016 Nichteintreten in Aussicht gestellt hatte (IV-act. 163), reichte er u.a. Berichte der Klinik D.________ über stationäre Behandlungen im Zeitraum von 17. November 2016 bis 30. Dezember 2016 und vom 12. Oktober 2017 bis 7. Dezember 2017 ein (IV-act. 172, 175, 186). Am 28. Mai 2018 trat die IV-Stelle auf das Leistungsbegehren des Versicherten vom 12. September 2016 nicht ein (IV-act. 190). Eine dagegen von ihm am 26. Juni 2018 erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid VGE I 2018 52 vom 11. September 2018 im Sinne der Erwägungen abgewiesen (IV-act. 193). Das Bundesgericht hat eine hiergegen erhobene Beschwerde mit Urteil 9C_732/2018 vom 4. März 2019 teilweise gutgeheissen, den angefochtenen VGE I 2018 52 vom 11. September 2018 sowie die Verfügung der IV-Stelle vom 28. Mai 2018 aufgehoben und die Sache zu neuer Verfügung im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurückgewiesen; im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen (IV-act. 197).
\n D. Im Nachgang zum Urteil BGer 9C_732/2018 vom 4. März 2019 liess die
\n IV-Stelle am 5. Juli 2019 um Bekanntgabe der aktuellen Behandler des Versicherten ersuchen und von diesen Verlaufsberichte einfordern (IV-act. 203 ff.; 211 ff.).
\n E. Am 6. Oktober 2020 informiert die IV-Stelle, es sei eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung vorgesehen (IV-act. 270). Der Begutachtungsauftrag wurde am 8. Februar 2021 per SuisseMED@P der Gutachterstelle der G.________ AG zugelost (IV-act. 276). Nachdem der Versicherte am 2. März 2021 gegen den vorgeschlagenen Gutachter in den Disziplinen Psychiatrie und Psychotherapie Einwand erheben und daran festhalten liess (IV-act. 293; 298) hielt die IV-Stelle mit unangefochten gebliebener Zwischenverfügung vom 24. März 2021 an der Abklärung durch die zugeloste Gutachterstelle und den angekündigten Gutachter, insbesondere auch an jenem in den Disziplinen Psychiatrie und Psychotherapie fest (IV-act. 300). Der Versicherte wurde am 24. August 2021 von verschiedenen Fachärzten begutachtet (IV-act. 320-142/196). Das interdisziplinäre Gutachten wurde am 13. Oktober 2021 erstattet (IV-act. 320).
\n F.1 Mit Urteil SGO 2020 vom 9. November 2020 verurteilte das Strafgericht des Kantons Schwyz den Versicherten wegen gewerbsmässigen Betrugs zu einer Gefängnisstrafe (BVM-act. 54). Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Urteil STK 2021 7 vom 1. Februar 2022 hat das Kantonsgericht des Kantons Schwyz dieses Urteil aufgehoben und den Versicherten von Schuld und Strafe freigesprochen.
\n F.2 Mit Entscheid VGE I 2021 33 vom 9. Juni 2021 hat das Verwaltungsgericht das Begehren des Versicherten vom 19. Mai 2021, den Entscheid VGE I 2015 81 vom 3. März 2016 in Revision zu ziehen, im Sinne der Erwägungen abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist (IV-act. 199). Eine dagegen erhobene Beschwerde hat das Bundesgericht mit Urteil 9C_402/2021 vom 15. September 2021 abgewiesen.
\n G. Zuerst mit Vorbescheid vom 22. April 2022 (IV-act. 346) und - nach Einwendungen des Versicherten vom 2. Mai 2022 (IV-act. 347) - mit Verfügung(en) vom 9./26. Juni 2023 (IV-act. 354-1ff./25) sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 1. September 2017 bis 29. Februar 2020 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zu, ab 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 eine ganze Rente und ab 1. November 2020 wiederum eine Viertelsrente.  
\n H. Gegen diese Verfügungen vom 9./26. Juni 2023 erhebt der Versicherte am 28. Juli 2023 rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen:
\n 1. Es sei dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 1. März 2017 bis zum 29. Februar 2020 eine halbe Rente, vom 1. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020 eine ganze Rente und ab dem 1. November 2020 eine unbefristete halbe Rente zuzusprechen.
\n 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
\n I. Die IV-Stelle beantragt mit Vernehmlassung vom 14. August 2023, die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge zu Lasten des Versicherten. Letzterer lässt mit Replik vom 31. August 2023 an den Anträgen in der Beschwerde festhalten.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (