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I 2024 52
 
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Entscheid vom 4. Dezember 2024
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
 
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
 
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin
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Parteien
E.________,
\n Beschwerdeführer,
\n vertreten durch Rechtsanwalt MLaw F.________,
 
gegen
 
IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
\n Vorinstanz,
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Gegenstand
Invalidenversicherung (Rente)
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Sachverhalt:
\n A. Am 2. Mai 2015 reichte E.________ (Jg. 1965) die Anmeldung zum Bezug einer Invalidenrente bei der IV-Stelle Schwyz ein (IV-act. 3). Im Rahmen der Abklärungen hat die IV-Stelle bei der ZVMB GmbH MEDAS Bern ein Gutachten eingeholt, das am 2. Oktober 2017 erstattet wurde. Nach negativem Vorbescheid vom 2. Mai 2018 (IV-act. 100) und Einwand von E.________ (IV-act. 104, 108, 113, 116) beauftragte die IV-Stelle die ZVMB GmbH MEDAS Bern mit einem Verlaufsgutachten (IV-act. 131-136). Gestützt auf das am 8. April 2020 erstattete Verlaufsgutachten (IV-act. 156) verneinte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 29. April 2020 einen Anspruch auf Invalidenrente (IV-act. 160) und nach erfolgtem Einwand (IV-act. 164, 166) wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 7. Mai 2021 ab (IV-act. 181). Hiergegen reichte E.________ am 4. Juni 2021 Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein, welche mit VGE I 2021 37 am 17. November 2021 abgewiesen wurde. Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 9C_33/2022 am 7. Februar 2022 ebenso wenig ein (IV-act. 207) wie auf ein darauffolgendes Revisionsgesuch (Urteil 9F_9/2022 vom 10.5.2022; IV-act. 224 und 227).
\n B. Am 16. Februar 2022 reichte E.________ der IV-Stelle einen weiteren ärztlichen Bericht ein und machte neue, bislang unberücksichtigt gebliebene gesundheitliche Beschwerden geltend (Schulter); er sei diesbezüglich in Behandlung (IV-act. 200). Die IV-Stelle teilte E.________ am 4. März 2022 mit, seine Eingabe als Wiederanmeldung zu betrachten (IV-act. 208). Nach weiteren Abklärungen empfahl der RAD-Arzt Zentralschweiz am 7. November 2022, offene Fragen im Rahmen einer Verlaufsbegutachtung neuerlich durch die ZVMB GmbH MEDAS Bern zu klären (IV-act. 241). Am 8. November 2022 informierte die IV-Stelle E.________ hierüber (IV-act. 245) und am 15. März 2023 informierte sie ihn über die Gutachter (IV-act. 271). Nachdem E.________ am 22. März 2023 sowohl gegen die Gutachterstelle als auch die vorgeschlagenen Gutachter opponierte, bestätigte die IV-Stelle mit Zwischenverfügung vom 29. März 2023 die Gutachterstelle und Gutachter (IV-act. 269, 274, 277). Hiergegen erhob E.________ am 21. April 2023 Verwaltungsgerichtsbeschwerde (IV-act. 282). Mit VGE I 2023 34 vom 12. Juli 2023 hiess das Gericht die Beschwerde gut; die IV-Stelle wurde verpflichtet, den Gutachtensauftrag nach dem Zufallsprinzip zu vergeben (IV-act. 299).
\n C. Am 15. August 2023 wurde der IV-Stelle die Zufallsvergabe des Gutachtens an die SMAB AG St. Gallen mitgeteilt (IV-act. 306), worüber E.________ am 17. August 2023 informiert wurde (IV-act. 312). Am 22. November 2023 hat die SMAB AG St. Gallen das bidisziplinäre Gutachten vorgelegt (IV-act. 334) sowie am 9. Januar 2024 eine Rückfrage beantwortet (IV-act. 337, 338). Mit Vorbescheid vom 31. Januar 2024 informierte die IV-Stelle E.________ über ihre Absicht, das Begehren um eine IV-Rente abzulehnen (IV-act. 342). Am 15. Februar 2024 (ergänzt am 20. März 2024) liess E.________ Einwand erheben und die Zusprache einer Rente beantragen (IV-act. 345, 348). Mit Verfügung vom 23. Mai 2024 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (IV-act. 360).
\n D. Am 24. Juni 2024 lässt E.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben:
\n I. RECHTSBEGEHREN
\n 1. Die Verfügung vom 23. Mai 2024 sei aufzuheben und es sei der Invaliditätsgrad neu zu bemessen und dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zuzusprechen.
\n 2. Eventualiter sei die Verfügung vom 23. Mai 2024 aufzuheben und die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.
\n 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. gesetzlicher MwSt. zu Lasten der Vorinstanz.
\n II. PROZESSUALE ANTRÄGE
\n 4. Es seien die vorinstanzlichen Akten in das Verfahren zu edieren.
\n Mit Vernehmlassung vom 5. September 2024 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge inkl. MwSt. zu Lasten des Beschwerdeführers. Mit Replik vom 14. Oktober 2024 resp. Duplik vom 30. Oktober 2024 halten die Parteien je an ihren gestellten Anträgen fest.
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
\n 1. Mit angefochtener Verfügung vom 23. Mai 2024 erwog die IV-Stelle, gesamthaft bestehe aufgrund des Gutachtens der SMAB AG SG aus medizinisch-theoretischer Sicht mit Blick auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit eine gegenüber der letzten Verfügung vom 7. Mai 2021 (bestätigt durch VGE I 2021 37 am 17.11.2021) unveränderte Situation. In der bisherigen Tätigkeit werde eine Arbeitsfähigkeit von unverändert 70% attestiert, in einer angepassten Tätigkeit unverändert eine solche von 100%. Zumutbar seien Tätigkeiten mit maximal leichter bis mittlerer körperlicher Belastung, keine Nachtschichttätigkeiten. Weiter wurde ein Valideneinkommen gemäss Tabellenlohn (LSE 2020, Bereich Energieversorgung [35], Kompetenzniveau 3, Männer, aufgerechnet auf 41.2 Std und indexiert) von Fr. 108'350.20 ermittelt, sowie ein Invalideneinkommen bei 70% Arbeitsfähigkeit von Fr. 75'845.15, was einen Invaliditätsgrad von 30% ergab. Zugleich wurde der Invaliditätsgrad auch unter Berücksichtigung der IVV-Revision per 1. Januar 2024 ermittelt mit neuem Pauschalabzug von 10% (vgl.