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I 2025 5
 
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Entscheid vom 16. Oktober 2025
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Besetzung
Dr.iur. Vital Zehnder, Präsident
 
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
 
MLaw Pascal Pfeifhofer, Gerichtsschreiber
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Parteien
A.________,
\n Klägerin,
\n vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,
 
gegen
 
C.________ AG,
\n Beklagte,
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Gegenstand
Krankenversicherung (Krankentaggeld nach VVG)
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Sachverhalt:
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  1.         A.________ (Jg. 1973) war ab dem 1. Juni 2021 in einem Vollzeitpensum als Transformations-Managerin und Projektleiterin bei der D.________ SE angestellt (KB 4). Im Rahmen dieser Anstellung war sie auf Grund eines Kollektivvertrages bei der C.________ AG (nachfolgend C.________) krankentaggeldversichert.
  2. \n
  3.         Ab dem 16. Januar 2023 wurde A.________ von Dr.med. F.________, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin FMH, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit auf Grund von Krankheit attestiert (KB 6). Am 14. April 2023 erstattete die Arbeitgeberin der C.________ eine Krankheitsmeldung (KB 4). Mit Arztzeugnis vom 19. Juni 2023 wurde sie von neu Dr.med. univ. E.________ (Oberarzt a.i., J.________) ab dem 1. Juli 2023 weiterhin zu 100% arbeitsunfähig geschrieben (KB 6); für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Januar 2024 attestierte ihr PD Dr.med. G.________ (Oberarzt, J.________) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (KB 6) und ab dem 1. Februar 2024 wurde ihr wiederum von Dr.med. univ. E.________ eine 100% Arbeitsunfähigkeit bis zum 30. April 2024 und danach eine 50 % bis zum 31. Mai 2024 attestiert (KB 6).
  4. \n
  5.         Die C.________ leistete nach einer 90-tägigen Wartefrist ab dem 16. April 2023 bis zum 31. Januar 2024 Taggelder in der Höhe von Fr. 515.48/Tag (KB 7). Auf Verlangen der C.________ wurde A.________ durch Dr.med. H.________ Phd, Facharzt Psychiatrie/Psychotherapie, am 5. Juli 2023 und am 13. November 2023 versicherungspsychiatrisch abgeklärt (KB 8, 10). Am 7. Dezember 2023 fand eine verhaltensneurologisch - leistungspsychologische Abklärung durch Dr.med. I.________, FMH Neurologie/Neuropsychologie, statt (KB 12).
  6. \n
  7.         Nach einer Kündigung vom 27. April 2023 per 31. Oktober 2023 (krankheitsbedingt verlängert bis 31.12.2023; BB 1, 5) einigten sich die D.________ SE und A.________ in der Aufhebungsvereinbarung vom 19. Dezember 2023 auf eine einvernehmliche und abschliessende Regelung der Vertragsbedingungen, ihre gegenseitigen Ansprüche und die übrigen Beendigungsmodali­täten mit einem definitiven Beendigungsdatum des Arbeitsverhältnisses per 31. Dezember 2023 (BB 5).
  8. \n
  9.          Mit Schreiben vom 12. Januar 2024 teilte die C.________ A.________ mit, dass ab dem 31. Januar 2024 keine Taggelder mehr ausgerichtet werden, da sie aus versicherungsmedizinischer Sicht spätestens ab dem 1. Februar 2024 zu 80 - 100% arbeitsfähig sei (KB 5). Dagegen opponierte A.________ am 7. Februar 2024 und forderte die Weiterausrichtung der Taggelder (KB 13). Die C.________ hielt mit Schreiben vom 25. März 2024 an ihrer Feststellung und Taggeldeinstellung fest (KB 15). Der damalige Rechtsvertreter von A.________ forderte die C.________ mit Schreiben vom 3. Juni 2024 auf, ihr das Taggeld für die Monate Februar bis April 2024 zu 100% und für Mai 2024 zu 50% nachzuzahlen (KB 16). Die C.________ hielt am 25. Juli 2024 an der Verweigerung der Nachzahlung fest (KB 17).
  10. \n
  11.          Am 23. Januar 2025 (Postaufgabe: 24.1.2025) lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz gegen die C.________ Klage einreichen mit den Rechtsbegehren:
  12. \n
\n Die Beklagte sei zu verurteilen, A.________
\n -          Krankentaggelder für den Zeitraum vom 1. Februar 2024 bis zum 31. Mai 2024 zu bezahlen, im Umfang von Fr. 62'373.08
\n -          nebst Zins von 5 % pro Jahr seit dem 16. April 2024.
\n Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der Beklagten.
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  1.         Mit Klageantwort vom 27. März 2025 beantragt die C.________:
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  1. Die Klage vom 23. Januar 2025 sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
  2. \n
  3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin.
  4. \n
\n Die Klägerin und die Beklagte replizierten und duplizierten, wobei beide an ihren Anträgen festhalten.
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  1.         Am 18. September 2025 ergänzt die Klägerin ihre Eingabe und reicht einen neuen Bericht von Dr.med. univ. E.________ vom 4. September 2025 ein.
  2. \n
\n Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
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  1.              Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass es sich bei vorliegender Streitigkeit um eine solche aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung handelt, dass hierfür im Kanton Schwyz das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zuständig ist (