Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/BV.2007.00009.html 

Entscheide



BV.2007.00009

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Annaheim

Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer

Gerichtssekretärin Fischer
Urteil vom 27. Februar 2009
in Sachen
X.___
 
Kläger

vertreten durch Rechtsanwältin Christine Kessi
Holbeinstrasse 34, Postfach, 8034 Zürich 8

gegen

Y.___

 
Beklagte


Sachverhalt:
1.
1.1     Der 1973 geborene X.___ war vom 1. Januar 1999 bis 31. Januar 2001 - zuerst vollzeitlich und dann mit einem Pensum von 80 % - als Call Center Agent bei der W.___ (heute: V.___) angestellt (vgl. Urk. 9/1, Urk. 9/4, Urk. 9/6, Urk. 9/7, Urk. 9/9, Urk. 2/6, Urk. 14/42) und bei der Pensionskasse der W.___ (heute: Y.___ [vgl. Urk. 10/2]; nachfolgend: Y.___ oder Beklagte) berufsvorsorgeversichert (vgl. Urk. 9/2). Nachdem er vom 1. März bis 11. Mai 2001 im Rahmen einer temporären Anstellung und ohne genau definiertes Arbeitspensum eine Tätigkeit als administrative Aushilfe (Dateneingabe) bei der U.___ ausgeübt hatte (vgl. Urk. 2/8, Urk. 1 S. 5) und in der Folge noch während zweier Tage an einer neuen Stelle tätig gewesen war (vgl. 14/43 S. 2), bezog er vom 8. Juni bis 26. Juli 2001 - gestützt auf einen Vermittlungsgrad von 100 % - Leistungen der Arbeitslosenversicherung (vgl. Urk. 2/2, Urk. 2/3 = Urk. 9/8).
1.2     Am 15. März 1998 meldete sich X.___ unter Hinweis auf eine seit zirka Juli 1997 bestehende Schizophrenie zum Bezug von Leistungen (Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Arbeitsvermittlung) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (vgl. Urk. 14/16 = Urk. 14/18). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die dem Versicherten bereits mit Verfügung vom 23. Mai 1984 (Urk. 14/12) im Zusammenhang mit einer seit dem Kleinkindalter bestehenden neurotisch depressiven Persönlichkeitsentwicklung (vgl. Urk. 14/11) für die Zeit von April 1983 bis April 1985 Eingliederungsmassnahmen in Form einer Sonderschulung zugesprochen hatte, verneinte am 30. März 1999 dessen Anspruch auf berufliche Massnahmen mangels eines Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) beziehungsweise mangels einer Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit aus invaliditätsbedingten Gründen (vgl. Urk. 14/33).
         Im Zusammenhang mit einer seit etwa Juli 1997 bestehenden psychischen Störung (Schizophrenie, Paranoia und Depression) ersuchte X.___ die IV-Stelle am 8. August 1999 um Ausrichtung einer Rente (vgl. Urk. 14/34). Unter Hinweis darauf, dass der Versicherte nach einer rund sechswöchigen Phase 100%iger Arbeitsunfähigkeit seit Mitte September 1999 wieder in der Lage sei, im Umfang von 80 bis 100 % einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und damit das Erfordernis einer über ein Jahr dauernden mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit nicht erfülle, wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit Verfügung vom 28. September 1999 (Urk. 14/39) ab.
         Das vom Versicherten unter Hinweis darauf, dass er seit zirka 1997 unter einer psychotischen paranoiden Schizophrenie leide, am 9. August 2001 gestellte Gesuch um Umschulung auf eine neue Tätigkeit (Urk. 14/40) wies die IV-Stelle, nachdem sie erwerbliche und medizinische Abklärungen getroffen hatte, am 12. Dezember 2001 mit der Begründung, dass sich berufliche Massnahmen angesichts des derzeitigen Gesundheitszustands nicht durchführen liessen, ebenfalls ab (vgl. Urk. 14/49).
         Auf dessen am 13. September 2002 eingereichtes erneutes Leistungsgesuch hin (Urk. 14/51) sprach die IV-Stelle, nachdem sie entsprechende Abklärungen getätigt hatte, X.___ am 6. November 2002 mit Wirkung ab 1. Juni 2002 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % beruhende Rente zu (vgl. Urk. 14/64, Urk. 14/61). Diese bestätigte sie im Rahmen eines von Amtes wegen durchgeführten Revisionsverfahrens (vgl. Urk. 14/72) am 27. April 2005 (vgl. Urk. 14/80).
1.3     Auf entsprechendes Gesuch des Versicherten hin liess die Y.___ diesem am 1. Dezember 2004 mitteilen, dass sie angesichts der erst nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses eingetretenen invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit keine Leistungspflicht treffe (vgl. Urk. 9/12). Daran hielt sie - auf Opponieren von X.___ hin (vgl. Urk. 9/14) - am 25. Mai 2005 fest (vgl. Urk. 9/21).

2.       Am 31. Januar 2007 liess der Versicherte mit folgenden Rechtsbegehren Klage gegen die Y.___ erheben (vgl. Urk. 1 S. 2 und S. 11, Urk. 2/10):
              1.     Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger aus dem Vorsorgeverhältnis spätestens ab dem 1. Juni 2002 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 100 % gemäss den gesetzlichen Bestimmungen auszurichten.
              2.     Die Beklagte sei zu verpflichten, den Kläger auf den frühest möglichen Zeitpunkt von der Beitragspflicht zu befreien.
              3.     Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger auf den Invalidenleistungen einen Verzugszins von 5 % spätestens ab dem Zeitpunkt der Klageeinreichung zu bezahlen.
              4.     Unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.
                   Dem Kläger sei die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen und in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen.
         Die Y.___ schloss am 8. März 2007 [richtig wohl: 6. März 2007] auf Klageabweisung (vgl. Urk. 8). Nachdem mit Verfügung vom 8. März 2007 (Urk. 11) die Akten der IV (Urk. 14/1-84) beigezogen worden waren und dem Kläger Rechtsanwältin Christine Kessi als unentgeltlicher Rechtsbeistand für das vorliegende Verfahren bestellt worden war, der Kläger replicando an seinen Rechtsbegehren festgehalten (vgl. Urk. 19) und die Beklagte auf Erstattung einer Duplik verzichtet hatte (vgl. Urk. 22), wurde der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 21. September 2007 (Urk. 23) geschlossen.
         Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen einzugehen.


Das Gericht zieht in Erwägung:
1.       Am 1. April 2004 beziehungsweise am 1. Januar 2005 sind die Normen der ersten Revision des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; Änderung vom 3. Oktober 2003) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 126 V 136 Erw. 4b mit Hinweisen). Demnach ist die rechtliche Beurteilung der Klage anhand der bis 31. März 2004 beziehungsweise 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Rechtsvorschriften vorzunehmen, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

2.
2.1     Nach Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) hat der Versicherte Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn er im Sinne der Invalidenversicherung mindestens zu zwei Dritteln, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zur Hälfte invalid ist. Gemäss Abs. 1 von Art. 26 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Art. 29 IVG). Die Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die den Anspruch erhebende Person bei Eintritt des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge fällt dieser Zeitpunkt nicht mit dem Eintritt der Invalidität nach IVG, sondern mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat (vgl. Art. 23 BVG). Auf diese Weise wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte Person meistens erst nach einer längeren Zeit der Arbeitsunfähigkeit (nach einer Wartezeit von einem Jahr gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 26 BVG) invalid wird. Damit nämlich der durch die zweite Säule bezweckte Schutz zum Tragen kommt, muss das Invaliditätsrisiko auch dann gedeckt sein, wenn es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krankheit eintritt, während welcher die Person unter Umständen aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschieden ist und daher nicht mehr dem Obligatorium unterstanden hat (BGE 123 V 264 Erw. 1b, 121 V 101 Erw. 2a, 120 V 116 Erw. 2b, je mit Hinweisen).
2.2         Anspruch auf Invalidenleistungen haben gemäss Art. 23 BVG Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 50 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren. Nach Art. 23 BVG versichertes Ereignis ist einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. Diese wörtliche Auslegung steht in Einklang mit Sinn und Zweck der Bestimmung, nämlich denjenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Versicherungsschutz angedeihen zu lassen, welche nach einer längeren Krankheit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden und erst später invalid werden. Für eine einmal aus - während der Versicherungsdauer aufgetretene - Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft kein Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrario; BGE 123 263 Erw. 1a, 118 V 45 Erw. 5).
2.3     Art. 23 BVG kommt auch die Funktion zu, die Haftung mehrerer Vorsorgeeinrichtungen gegeneinander abzugrenzen, wenn eine in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits beeinträchtigte versicherte Person ihre Arbeitsstelle (und damit auch die Vorsorgeeinrichtung) wechselt und ihr später eine Rente der Invalidenversicherung zugesprochen wird. Der Anspruch auf Invalidenleistungen nach Art. 23 BVG entsteht in diesem Fall nicht gegenüber der neuen Vorsorgeeinrichtung, sondern gegenüber derjenigen, welcher die Person im Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit angehörte.
         Damit eine Vorsorgeeinrichtung, der eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer beim Eintritt der Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für das erst nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses eingetretene Invaliditätsrisiko aufzukommen hat, ist indes erforderlich, dass zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht (BGE 130 V 275 Erw. 4.1). In sachlicher Hinsicht liegt ein solcher Zusammenhang vor, wenn der der Invalidität zu Grunde liegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen derselbe ist, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat. Sodann setzt die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig wurde. Die frühere Vorsorgeeinrichtung hat nicht für Rückfälle oder Spätfolgen einer Krankheit einzustehen, die erst Jahre nach Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit eintreten. Demnach darf nicht bereits eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs angenommen werden, wenn die Person bloss für kurze Zeit wieder an die Arbeit zurückgekehrt ist. Ebenso wenig darf die Frage des zeitlichen Zusammenhangs zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität in schematischer (analoger) Anwendung der Regeln von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilt werden, wonach eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich andauern wird. Zu berücksichtigen sind vielmehr die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische ärztliche Beurteilung und die Beweggründe, die die versicherte Person zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (BGE 123 V 264 Erw. lc, 120 V 117 f. Erw. 2c/aa und; bb mit Hinweisen).
2.4     Das Erfordernis des sachlichen und zeitlichen Konnexes als Kriterium für die Leistungspflicht einer Vorsorgeeinrichtung spielt nicht nur dann eine Rolle, wenn ein Versicherter aus einer Vorsorgeeinrichtung aus- und in eine neue eintritt, sondern gilt in jedem Fall, also auch dann, wenn ein Versicherter während der Dauer der Versicherteneigenschaft arbeitsunfähig und später invalid wird (beziehungsweise sich der Invaliditätsgrad erhöht), ohne zuvor nochmals in eine neue Vorsorgeeinrichtung eingetreten zu sein. Der sachliche Konnex ist dann gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, auch Ursache für den Eintritt der Invalidität oder der Erhöhung des Invaliditätsgrades ist. Dieses Erfordernis geht aus Art. 23 BVG hervor. Der zeitliche Konnex ist zu bejahen, wenn die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten nicht durch eine Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit unterbrochen wird (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen B. vom 6. Juni 2001, B 64/99, Erw. 5.a).
2.5     Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 271 Erw. 2a, 120 V 108 Erw. 3c, je mit Hinweisen).
Praxisgemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 126 V 311 Erw. 1 in fine).
         Diese Bindungswirkung setzt voraus, dass die IV-Stelle allen in Betracht fallenden Vorsorgeeinrichtungen ihre Rentenverfügung von Amtes wegen eröffnet. Dem BVG-Versicherer steht ein selbständiges Beschwerderecht im Verfahren nach IVG zu. Unterbleibt ein solches Einbeziehen der Vorsorgeeinrichtungen, ist die IV-rechtliche Festsetzung des Invaliditätsgrades (grundsätzlich, masslich und zeitlich) berufsvorsorgerechtlich nicht verbindlich (BGE 130 V 273 Erw. 3.1).
         Hält sich die Vorsorgeeinrichtung demgegenüber im Rahmen des invalidenversicherungsrechtlich Verfügten, ja stützt sie sich darauf ab, ist das Problem des Nichteinbezugs des Vorsorgeversicherers ins Verfahren der Invalidenversicherung gegenstandslos. In diesem Fall kommt ohne Weiterungen die vom Gesetzgeber gewollte, in den Art. 23 ff. BVG zum Ausdruck gebrachte Verbindlichkeitswirkung unter Vorbehalt offensichtlicher Unrichtigkeit des Entscheids der Invalidenversicherung zum Zuge. Mit anderen Worten: Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise ab, muss sich die versicherte Person dies entgegenhalten lassen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend war, und zwar ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im Verfahren der Invalidenversicherung beteiligt war oder nicht. Vorbehalten sind jene Fälle, in denen eine gesamthafte Prüfung der Aktenlage ergibt, dass die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung offensichtlich unhaltbar war (BGE 130 V 270 Erw. 3.1, mit Hinweisen).

3.
3.1     Der Kläger führte zur Klagebegründung im Wesentlichen aus, er leide schon seit Jahren unter psychischen Beschwerden, die aber lange Zeit weder behandlungsbedürftig gewesen seien noch eine Arbeitsunfähigkeit gezeitigt hätten. Während er nach einem - im Zusammenhang mit einem anfangs 1998 erfolgten Drogenexperiment stehenden - rund zweiwöchigen stationären Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik wieder uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen sei (vgl. Urk. 1 S. 7), sei er nach einer erneuten - mit Körperhalluzinationen und Wahnvorstellungen einhergehenden - massiven psychischen Dekompensation, die am 5. August 1999 wiederum eine Hospitalisation zur Folge gehabt habe, nie mehr in der Lage gewesen, ein Vollzeitpensum zu erfüllen (vgl. Urk. 1 S. 7 f.). So habe sich sein psychischer Zustand nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses mit der W.___ aufgrund des Fehlens einer Tagesstruktur gar noch verschlechtert, und ein in der Folge unternommener Arbeitsversuch bei einer Informatikfirma sei aus gesundheitlichen Gründen bereits nach zwei Tagen gescheitert (vgl. Urk. 1 S. 10, Urk. 19 S. 2). Demnach bestehe zwischen der während der Dauer der Vorsorgedeckung der Beklagten eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der mittlerweile eingetretenen Invalidität - trotz eines behandlungsfreien Intervalls vom 21. Dezember 2000 bis 17. Mai 2001 - nicht nur ein sachlicher, sondern auch ein zeitlicher Konnex (vgl. Urk. 1 S. 10).
3.2     Die Beklagte stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit sei - wie von der IV-Stelle zu Recht festgestellt - erst am 26. Juni 2001 und damit nach dem Ende des Versicherungsschutzes eingetreten. Die gegenteiligen Ausführungen des Klägers entbehrten angesichts des Fehlens echtzeitlicher Arztberichte, die diesem für die Zeit vom 28. Oktober 2000 bis zum Ende der Vorsorgedeckung eine Arbeitsunfähigkeit attestierten, jeglicher Grundlage. Aufgrund dieser Gegebenheiten falle auch eine Beitragsbefreiung ausser Betracht (vgl. Urk. 8).

4.
4.1     Streitig ist, ob in der Zeit, während derer der Kläger bei der Beklagten vorsorgeversichert war (1. Januar 1999 bis 28. Februar 2001; vgl. Urk. 14/42 S. 1 und Ziffer 24.3 des Reglements der Beklagten [Urk. 10/1]), eine Arbeitsunfähigkeit eintrat, deren Ursache später eine Invalidität zeitigte.
4.2     Die IV-Stelle hat es unterlassen, ihre Rentenverfügung vom 6. November 2002 (Urk. 14/64) der Y.___ zuzustellen. Auch wenn sich die Beklagte auf den fraglichen Entscheid beruft, indem sie den Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit am 26. Juni 2001 [richtig: 27. Juni 2001] - dem von der IV-Stelle festgesetzten Beginn der einjährigen Wartezeit (vgl. Urk. 14/64, Urk. 14/60 S. 2) - behauptet (vgl. Urk. 8 S. 2), kommt dem Rentenentscheid der IV-Stelle vom 6. November 2002 (Urk. 14/64, Urk. 14/60) vorliegend - zumindest hinsichtlich des Beginns des Wartejahres - aus verschiedenen Gründen keine bindende Wirkung zu. Einerseits liegt nämlich der Schwellenwert für den Anspruch auf eine Invalidenrente der beruflichen Vorsorge gemäss dem Reglement der Beklagten - anders als bei der IV, die erst ab einer 40%igen Invalidität einen Rentenanspruch gewährt (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) - bei einem Invaliditätsgrad von 25 % (vgl. Ziff. 18.1 des Reglements, Urk. 2/9 = 10/1), weshalb das Vorliegen einer durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres, wie es Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung für einen Rentenanspruch gegenüber der Invalidenversicherung vorsieht (Erfüllung der Wartezeit), keine Voraussetzung für die Begründung eines Anspruchs auf Invalidenleistungen gegenüber der Beklagten sein kann. Andererseits bestand beim Kläger, wie im Folgenden darzulegen sein wird, während längerer Zeit eine Arbeitsunfähigkeit relativ geringfügigen Ausmasses, was denn auch dazu führte, dass die IV-Stelle das Leistungsgesuch vom 8. August 1999 (Urk. 14/34) am 28. September 1999 noch unter Hinweis darauf, dass angesichts der dem Kläger nach einer Phase vollumfänglicher Arbeitsunfähigkeit wieder zumutbaren Ausübung einer Tätigkeit im Rahmen von 80 bis 100 % das Wartejahr nicht erfüllt sei, abgewiesen hatte (vgl. Urk. 14/39). Eine Bindung der Berufsvorsorgeeinrichtung an die Festlegungen der IV-Stelle betreffend die Bestimmung des Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit entfällt, wenn - wie es die IV-Stelle vorliegend annahm - während längerer Zeit eine unter 40 % liegende Arbeitsunfähigkeit bestand. Diesfalls gibt der Entscheid der IV-Stelle nämlich nicht wieder, wann die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit erstmals auftrat, erfolgt doch die Rentenzusprechung erst, wenn die massgebende Arbeitsunfähigkeit während zwölf Monaten einen Wert von durchschnittlich 40 % erreicht hat (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Version; Kieser, in: Schaffhauser/Schlauri (Hrsg.), Sozialversicherungsrechtstagung 2008, St. Gallen 2009, S. 83). Schliesslich erweist sich, wie sich aus den nachstehenden Ausführungen ergibt, der der Rentenverfügung der IV-Stelle zugrunde gelegte Beginn des Wartjahres auch als offensichtlich unrichtig, weshalb im vorliegenden Verfahren davon abgewichen werden kann (vgl. Erw. 2.5).

5.
5.1     Aus den vorliegend relevanten medizinischen Akten geht im Wesentlichen Folgendes hervor:
         Vom 17. Februar bis 4. März 1998 war der Kläger im Psychiatrie-Zentrum T.___ hospitalisiert. Gestützt auf ihre anlässlich dieses Klinikaufenthalts erhobenen Befunde stellten die Ärzte im Bericht vom 26. September 2002 folgende Diagnosen (vgl. Urk. 14/55 S. 1):
- Akute polymorphe psychotische Störung mit Symptomen einer Schizophrenie
- Schädlicher Gebrauch von Halluzinogenen (Magic Mushrooms)
- Differentialdiagnose: Verdacht auf Schub einer paranoiden Schizophrenie
         Erste psychotische Symptome hätten sich schon kurz vor Klinikeintritt im Februar 1998 gezeigt. Der stationäre Aufenthalt habe im Zusammenhang mit einem - in einer psychotischen Dekompensation resultierenden - Drogenexperiment mit Magic Mushrooms gestanden. Unter neuroleptischer Behandlung habe sich die Situation sukzessive stabilisiert; der Austritt sei bei grober psychopathologischer Unauffälligkeit, bei geplanter - in der Folge aber offenbar nicht realisierter - ambulanter Weiterbehandlung und bei günstiger Prognose erfolgt (vgl. Urk. 14/55 S. 2 f.). Da der Patient die Klinik am 4. März 1998 vorzeitig verlassen habe, sei der während der Hospitalisation geplante Arbeitsversuch im klinikinternen Arbeitszentrum nicht zustande gekommen. Hinweise für eine verminderte Arbeitsfähigkeit hätten damals keine bestanden (vgl. Urk. 14/55 S. 2).
5.2     Die Ärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ stellten am 30. Juli 1998 die Diagnose eines Status nach akuter psychotischer Episode mit Symptomen einer Schizophrenie (vgl. Urk. 14/23 S. 2). Vor dem stationären Aufenthalt im Psychiatrie-Zentrum T.___ vom 17. Februar bis 4. März 1998 sei der Patient, der gemäss eigenen Angaben schon seit drei Jahren immer wieder unter depressiven Zuständen leide und der jegliche Behandlung verweigere (vgl. Urk. 14/23 S. 1, S. 3), nie hospitalisiert worden (vgl. Urk. 14/23 S. 1 f.). Der Kläger fühle sich weder krank noch in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Es sei unklar, ob und gegebenenfalls inwieweit die häufigen Stellenwechsel beziehungsweise Kündigungen im Zusammenhang mit einer gesundheitlichen Störung stünden. Aufgrund der vorhandenen Angaben lasse sich die aktuelle Arbeitsfähigkeit nicht beurteilen; entsprechende Abklärungen seien sinnvollerweise im Rahmen eines Arbeitsversuchs zu tätigen (vgl. Urk. 14/23 S. 1).
5.3     Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte am 27. Oktober 1998 eine - vermutlich seit 1997 bestehende (vgl. Urk. 14/27 S. 1) - paranoid-psychotische Erkrankung nach Halluzinogenmissbrauch (vgl. Urk. 14/27 S. 2). Nachdem der Patient vom 17. Februar bis 4. März 1998 im Zusammenhang mit einer polymorph-psychotischen Störung mit Symptomen einer Schizophrenie respektive wegen schädlichen Gebrauchs von Halluzinogenen im Psychiatrie-Zentrum T.___ hospitalisiert gewesen sei, habe er sich vom 26. August bis 11. September 1998 wegen einer depressiven Verstimmung von ihm - Dr. Z.___ - behandeln lassen (vgl. Urk. 14/27 S. 2). Während dieser Zeit habe eine maximal 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. An sich bedürfe der Patient, der nach wie vor unter einer paranoiden Symptomatik (gelockerte Gedankenassoziationen, Lautwerden von Gedanken) leide (vgl. Urk. 14/27 S. 2), die Therapie aber nach drei Konsultationen abgebrochen habe, weiterhin einer psychiatrischen Behandlung, nehme eine solche jedoch nicht in Anspruch (vgl. Urk. 12/27 S. 1).
5.4         Nachdem sie den Kläger vom 5. bis 27. August 1999 stationär behandelt hatten (vgl. Urk. 14/38 S. 6), stellten die Ärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ in ihrem Bericht vom 16. beziehungsweise 17. September 1999 (Urk. 14/38) folgende Diagnosen (vgl. Urk. 14/38 S. 4):
- Paranoide Schizophrenie, unvollständige Remission (ICD-10 F20.04)
- Schädlicher Gebrauch von multiplen psychotropen Substanzen (Alkohol, Cannabis, Halluzinogene, Kokain)
         Der Patient habe schon bald nach dem Austritt aus dem Psychiatrie-Zentrum T.___ am 4. März 1998 die verordnete Medikation (Risperdal 6 mg) abgesetzt. In der Folge habe die psychotische Symptomatik persistiert; allerdings habe der Kläger sich mittels Kommunikation mit anderen Personen und seiner Arbeitstätigkeit gut davon ablenken und auf diese Weise eine 100%ige Arbeitsfähigkeit aufrecht erhalten können (vgl. Urk. 14/38 S. 6).
         Während der drei Tage vor seinem Klinikeintritt am 5. August 1999 habe der Patient täglich 1-2 dl Spirituosen sowie Cannabis und einmalig 1,5 g Heroin und Kokain konsumiert. Im Rahmen von Körperhalluzinationen respektive eines Wahns habe er in seinem Kopf - ihm die Seele entziehende - "Seelenparasiten" wahrgenommen. Um sich wieder mit seiner abgeschnittenen Seele zu vereinen, habe er zirka 7 dl Wodka getrunken und sich dann in suizidaler Absicht in den linken Unterarm geschnitten (vgl. Urk. 14/38 S. 6).
         Im Verlauf der Hospitalisation hätten sich die Parästhesien im Bereich des Unterarms sowie des rechtsseitigen Unterschenkels vollständig zurückgebildet, und die Wunde am linken Unterarm sei gut verheilt. In psychischer Hinsicht sei es unter medikamentöser Behandlung zu einer deutlichen Besserung des Zustandsbildes gekommen. Der Patient sei ruhiger geworden, seine optischen Illusionen und Körperhalluzinationen seien verschwunden, und er habe sich teilweise von seinem psychotischen Erleben distanzieren können. Allerdings hätten die akustischen Halluzinationen, die Gedankeneingebung und -ausbreitung sowie das Wahnsystem persistiert, weshalb die Medikation mit Haldol 3 mg ergänzt worden sei (vgl. Urk. 14/38 S. 6). Die Ursache der Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei unklar. Bei Austritt habe sich der Patient sehr gut von seinem - nach wie vor bestehenden - psychotischen Erleben ablenken können (vgl. Urk. 14/38 S. 7).
         Vom 5. August bis 14. September 1999 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Welche Leistungsfähigkeit der Patient in der darauf folgenden Zeit aufgewiesen habe, müsse durch den nachbehandelnden Arzt beurteilt werden. Die Prognose sei günstig; bei entsprechender Compliance mit einem Psychiater betrage die Arbeitsfähigkeit wohl ab etwa zwei Wochen nach Klinikaustritt 80 bis 100 %. Der Patient sei in seiner Motivation beeinträchtigt und zeige - im Rahmen einer leichten Negativsymptomatik - eine Lustlosigkeit. Möglicherweise bestünden zudem eine leichte Einschränkung der Konzentration, der Belastbarkeit und der sozialen Handlungsfähigkeit. Augrund der genannten Funktionseinschränkungen erwiese sich allenfalls ein Wechsel an eine etwas weniger hektische und stressbelastete Arbeitsstelle als sinnvoll (vgl. Urk. 12/38 S. 7). Betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seien ergänzende medizinische Abklärungen indiziert (vgl. Urk. 14/38 S. 3).
5.5     Dr. med. A.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, die den Beschwerdeführer ab dem 13. September 1999 behandelte, diagnostizierte am 25. September 2001 eine paranoid-halluzinatorische schizophrene Störung (ICD-10 F 22.0), die 1996 erstmals exazerbiert habe (vgl. Urk. 14/43 S. 1). Nach dem Austritt aus der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ am 27. August 1999 sei es in der Tätigkeit als Call Center Agent immer wieder zu krankheitsbedingten Arbeitsunterbrüchen gekommen. Von Februar bis Mitte April 2001 habe der Patient temporär als administrative Aushilfe gearbeitet. Ein in der Folge unternommener Arbeitsversuch als Helpdesk-Mitarbeiter sei bereits nach zwei Tagen gescheitert (vgl. Urk. 14/43 S. 2).
         Der Kläger leide unter einer Neigung zu sozialem Rückzug, Stimmenhören, Gedankenausbreiten, starken Ängsten, Schlaf- und Ich-Störungen sowie dem Gefühl, nicht eine Person zu sein. Unter medikamentöser Behandlung habe eine Besserung der Symptomatik erzielt werden können. Trotz psychotischer Symptome habe der Beschwerdeführer früher immer wieder eine erstaunlich gute Arbeitsfähigkeit gezeigt. Mittlerweile habe er sich allerdings eher zurückgezogen. Den Wiedereinstieg in die freie Wirtschaft sei er ohne Hilfe nicht zu meistern in der Lage; insofern erschienen berufliche Massnahmen, allenfalls im PC-Bereich, als indiziert. Bedingt durch das Stimmenhören könne es zu Konzentrationsstörungen und zu Schwankungen in der Belastbarkeit kommen. Es sei zu erwarten, dass der Patient, der derzeit arbeitsunfähig sei, nach Durchführung einer geeigneten beruflichen Massnahme wieder eine Arbeitsfähigkeit erlangen werde (vgl. Urk. 14/43 S. 2).
5.6     Dr. A.___ gab am 27. September 2002 an, die Symptomatik der paranoid-halluzinatorischen Psychose sei mittlerweile derart ausgeprägt vorhanden, dass seit dem 27. Juni 2001 (vgl. Urk. 14/56 S. 1, S. 4) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Nebst den bereits im Bericht vom 25. September 2001 (Urk. 14/43) geschilderten Symptomen sei es in den vergangenen zwei Monaten zeitweise auch zu Phasen depressiven Rückzugs mit Antriebslosigkeit und weiterer Negativsymptomatik gekommen, weshalb vorübergehend auch ein Antidepressivum eingesetzt worden sei. Die psychische Störung beeinträchtige sowohl die Konzentrationsfähigkeit als auch die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu fokussieren. Berufliche Massnahmen seien vorläufig und bis auf Weiteres nicht durchführbar (vgl. Urk. 14/56 S. 2). Aktuell sei der Beschwerdeführer höchstens in der Lage, teilzeitlich in geschütztem Rahmen einer Tätigkeit nachzugehen (vgl. Urk. 14/56 S. 4).
5.7     In ihrem Bericht vom 22. April 2005 (Urk. 14/78) schilderte Dr. A.___ im Wesentlichen unveränderte Beschwerden und gab an, wenn sich auch die Kontrolle über die produktiv-psychotische Symptomatik etwas verbessert habe, sei der Patient weiterhin ausserstande, einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft nachzugehen. Berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt. Gegenwärtiges Behandlungsziel sei es, mittels stützender und strukturierender Gespräche, die in einer der Nähe-Distanz-Problematik Rechnung tragenden Frequenz stattfänden, die Kompensationsfähigkeit zu fördern, eine Kontrolle über die produktiv-psychotische Symptomatik zu erreichen und die Medikamentencompliance aufrecht zu erhalten (vgl. Urk. 14/78 S. 2).
5.8     Dr. med. B.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, die den Beschwerdeführer ab dem 3. Juni 2005 behandelte (vgl. Urk. 14/83 S. 2), diagnostizierte am 5. Dezember 2006 eine seit zirka 1996 bestehende paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0), deretwegen seit dem Jahr 2001 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe (vgl. Urk. 14/83 S. 1). Die gesundheitliche Situation habe sich nicht wesentlich verändert. Es bestünden ausgeprägte Verwahrlosungstendenzen. Ohne die Unterstützung seiner Schwester, die ihm wöchentlich die Wohnung reinige und seine finanziellen Angelegenheiten regle, müsste der Kläger verbeiständet werden und wohl in eine betreute Wohngelegenheit umziehen (vgl. Urk. 14/83 S. 2).

6.
6.1     Aus den zitierten medizinischen Berichten geht hervor, dass der Kläger seit einigen Jahren unter einer psychischen Störung leidet, die mittlerweile zur vollständigen Invalidität geführt hat. Zwar kam es bereits vom 17. Februar bis 4. März 1998 erstmals zu einer Hospitalisation aus psychischen Gründen (vgl. Bericht Psychiatrie-Zentrum T.___ vom 26. September 2002 [Urk. 14/55], Bericht Psychiatrische Universitätsklinik S.___ vom 30. Juli 1998 [Urk. 14/23]). Diese ist aber - zumindest vordergründig - im Zusammenhang mit dem damals erfolgten Experiment mit halluzinogenen Pilzen zu sehen (vgl. Urk. 14/55 S. 2). Die Ärzte des Psychiatrie-Zentrums T.___ hatten gemäss ihrer nachträglich verfassten Beurteilung vom 26. September 2002 zwar eine ambulante Nachbehandlung für angezeigt gehalten, im Zeitpunkt des Klinikaustritts am 4. März 1998 jedoch keine Hinweise für eine beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit festgestellt (vgl. Urk. 14/55 S. 2 f.). In der Folge ging der Kläger - soweit aktenkundig - denn auch wieder in unvermindertem Umfang seiner gewohnten Arbeitstätigkeit nach, und bis zum Beginn des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten am 1. Januar 1999 (vgl. Urk. 14/42 S. 1) wurde ihm aus psychischen Gründen (depressive Verstimmung) lediglich noch für die Zeit vom 26. August bis 11. September 1998 eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50 % attestiert (vgl. Bericht Dr. Z.___ vom 27. Oktober 1998, Urk. 14/27). Nach dem Antritt der Stelle bei der W.___ anfangs 1999 arbeitete der Kläger während rund sieben Monaten ohne Unterbruch zu 100 % (vgl. Urk. 9/3, Urk. 9/17 S. 1), bis die psychische Symptomatik Ende Juli 1999 exazerbierte und - nach einem Suizidversuch - zum stationären Aufenthalt vom 5. bis 27. August 1999 in der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ führte (vgl. Urk. 14/38, Urk. 9/3 S. 7). Angesichts dieser Gegebenheiten und des Umstands, dass die Ärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ am 16. respektive 17. September 1999 retrospektiv festhielten, nach der stationären Behandlung im Psychiatrie-Zentrum T.___ im Februar/März 1998 habe bis zur erneuten Hospitalisation anfangs August 1999 wieder eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestanden (vgl. Urk. 14/38 S. 6), machte die Beklagte zu Recht nicht geltend, zwischen der vor Beginn des Vorsorgeverhältnisses bestandenen Phase psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeit und der inzwischen eingetretenen Invalidität bestehe ein zeitlicher Konnex (vgl. Erw. 2.3; Urk. 2; vgl. dazu auch SZS 2000, S. 471 f. E. 4c).
6.2
6.2.1
         Während aufgrund der medizinischen Akten feststeht und unbestritten ist (vgl. Urk. 2, Urk. 9/17 S. 2), dass dieselbe psychische Störung, die mittlerweile zur Invalidität geführt hat, auch Ursache der Ende Juli (vgl. Urk. 9/3 S. 7) beziehungsweise anfangs August 1999 (vgl. Urk. 14/38 S. 7) eingetretenen Arbeitsunfähigkeit war, mithin ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen damaliger Arbeitsunfähigkeit und nunmehr bestehender Invalidität besteht (vgl. Erw. 2.3), stellt sich die Frage, ob der Kläger - wie von der Beklagten geltend gemacht (vgl. Urk. 8) - nach dem Austritt aus der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ Ende August 1999 (vgl. Urk. 14/38 S. 6) und noch über das Ende der beklagtischen Vorsorgedeckung hinaus wieder eine dauerhafte Arbeitsfähigkeit erlangte, bevor er schliesslich vollständig invalid wurde.
6.2.2         Nachdem er vom 5. bis 27. August 1999 in der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ hospitalisiert gewesen war (vgl. Urk. 14/38), reduzierte der Kläger sein Arbeitspensum in der bis dahin ausgeübten Tätigkeit per 1. Januar 2000 auf 80 % (vgl. Arbeitgeberbericht vom 29. August 2001, Urk. 14/42 S. 2).
         Was die rund viermonatige Zeitspanne, während derer der Kläger nach dem Klinikaustritt am 27. August 1999 bis Ende 1999 noch im Vollpensum angestellt war, betrifft, attestierten die Ärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ noch für eine rund dreiwöchige Dauer nach dem Klinikaustritt (vgl. Ärztliches Zeugnis vom 24. August 1999, Urk. 9/3 S. 7) respektive bis 14. September 1999 (vgl. Bericht vom 17. September 1999, Urk. 14/38 S. 3) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, und die in der Folge behandelnde Psychiaterin Dr. A.___ bescheinigte dem Kläger - bei zwischenzeitlicher vollständiger Arbeitsunfähigkeit vom 18. bis 25. Oktober 1999 (vgl. Ärztliches Zeugnis vom 18. Oktober 1999, Urk. 9/3 S. 4) - für die Zeit vom 13. September bis 4. November 1999 eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Ärztliche Zeugnisse vom 13. September 1999 und vom 4. Oktober 1999, Urk. 9/3 S. 6). Nicht nur Dr. A.___, sondern auch die Ärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ gingen von einer - noch über die Zeit unmittelbar nach dem Klinikaustritt am 27. August 1999 hinaus bestehende (vgl. Urk. 9/3 S. 7) - Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus. So wiesen Letztere in ihrem Bericht vom 16. September 1999 darauf hin, dass der Kläger zwar grundsätzlich weiterhin in der Lage sei, einer Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt nachzugehen, dabei aber insofern Einschränkungen bestünden, als einerseits die angestammte Arbeit als Call Center Agent angesichts der psychischen Störung wohl mit zu viel Hektik und Stress verbunden sei und andererseits das zumutbare Pensum noch 80 bis 100 % respektive - bei guter Compliance mit dem nachbehandelnden Psychiater - "gegen 100 %" betrage, wobei die tatsächlich noch bestehende Arbeitsfähigkeit vom nach dem Klinikaustritt behandelnden Psychiater zu beurteilen sei (vgl. Urk. 14/38 S. 7).
         Dass der Kläger in der Folge wieder eine - in qualitativer wie auch quantitativer Hinsicht - uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit erreicht hätte, ist keinem Arztbericht zu entnehmen. Aufgrund der Akten ist vielmehr davon auszugehen, dass der Kläger sein Arbeitspensum bei der W.___ - entsprechend der von Dr. A.___ aktenkundig zumindest bis 4. November 1999 attestierten (vgl. Urk. 9/3 S. 6) und sich mit der Beurteilung der Ärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ vom 16. September 1999 (Urk. 14/38 S. 7) ohne Weiteres vereinbaren lassenden 80%igen Restarbeitsfähigkeit - aus gesundheitlichen Gründen per 1. Januar 2000 um 20 % reduzierte (vgl. dazu auch Urk. 2/8). Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Herabsetzung des Pensums für den Kläger in der Folge nicht etwa einen zusätzlichen freien Tag pro Woche bedeutete, sondern dessen tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden auf 6,4 Stunden verkürzte (vgl. Arbeitgeberbericht vom 29. August 2001, Urk. 14/42 S. 2). Statt sich - entsprechend der Empfehlung der Ärzte der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ (vgl. Urk. 14/38 S. 7) - eine weniger hektische und stressbelastete Arbeitsstelle zu suchen, passte der Kläger demnach seine Arbeitstätigkeit insofern seinen gesundheitlichen Defiziten an, als er mittels Verminderung seiner täglichen Arbeitszeit - zumindest in zeitlicher Hinsicht - die mit seiner Arbeit einhergehende Belastung reduzierte beziehungsweise sich regelmässig längere Erholungsphasen schuf. Dass der Kläger zwischen dem 1. Januar 2000 und der Kündigung der Arbeitsstelle bei der W.___ per 31. Januar 2001 uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen wäre, kann demnach nicht gesagt werden (vgl. dazu Urteile des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen N. vom 28. Dezember 2004, B 63/04 Erw. 3, und in Sachen K. vom 24. August 2006, B 14/06 Erw. 5). So ging denn auch die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 28. September 1999 von einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus und verneinte den Rentenanspruch damals lediglich, weil die Einschränkung sich für die Erfüllung des Wartejahrs als zu geringfügig erwies (vgl. Urk. 14/39 S. 2). Anzumerken ist, dass es selbst nach der Pensumsreduktion auf 80 % - aus psychischen Gründen - insbesondere gegen Ende des Jahres 2000 noch zu länger dauernden Phasen - weiter gehender - Arbeitsunfähigkeit kam. So wurde dem Kläger von Dr. A.___ für die Dauer vom 16. bis 29. Mai 2000 (vgl. Urk. 9/3 S. 3), vom 14. bis 21. August 2000 (vgl. Urk. 9/3 S. 5) sowie vom 25. September bis 23. Oktober 2000 (vgl. Urk. 9/3 S. 5, S. 2) und - direkt anschliessend daran - von Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, für die Zeit vom 24. bis 27. Oktober 2000 (vgl. Urk. 3/9 S. 1) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Nur wenige Tage später kündigte der Kläger am 2. November 2000 seine Stelle bei der W.___ per 31. Januar 2001 (vgl. Urk. 9/6). Aus den Akten geht hervor, dass er daraufhin ab dem 22. November 2000 Ferien bezog beziehungsweise Überstunden kompensierte (vgl. Urk. 9/17), wobei unklar ist, ob er in der Folge bis zum 31. Januar 2001 überhaupt noch einmal arbeitete. Wenn der Kläger als Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses auch fehlende Entwicklungsmöglichkeiten anführte (vgl. Urk. 9/4), so ist nicht nur angesichts des aufgezeigten gesundheitlichen Verlaufs, sondern auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass dem Kläger offenbar unmittelbar nach seinem Aufenthalt in der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ vom 4. bis 27. August 1999 (vgl. Urk. 14/38) - und insofern wohl nicht zuletzt im Hinblick auf seine psychischen Beeinträchtigungen - gewisse Aufgaben entzogen worden waren (vgl. Urk. 9/6, Urk. 1 S. 5), die psychische Störung zumindest als Teilursache der Auflösung des Arbeitsverhältnisses anzusehen.
         Nach dem 31. Januar 2001 ging der Kläger nie mehr in uneingeschränktem Umfang einer Erwerbstätigkeit nach. So geht zwar aus den Akten hervor, dass er von Februar bis Mitte April 2001 noch temporär als administrative Aushilfe arbeitete (vgl. Urk. 14/43 S. 2, Urk. 1 S. 5, Urk. 2/8), allerdings beschränkten sich seine Einsätze dabei auf wenige Stunden wöchentlich. Die in der Folge während zweier Tage ausgeübte Tätigkeit als Help-Desk Mitarbeiter wurde denn von der Psychiaterin Dr. A.___ lediglich noch als gescheiterter Arbeitsversuch qualifiziert (vgl. Bericht vom 25. September 2001, Urk. 14/43 S. 2). Damit brachte die genannte Ärztin auch klar zum Ausdruck, dass - entgegen ihrer expliziten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im nämlichen Bericht (Urk. 14/43 S. 1) - bereits vor dem 27. Juni 2001 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden hatte, womit auch gesagt ist, dass die Terminierung des Wartezeitbeginns auf den 27. Juni 2001 durch die IV-Stelle offensichtlich unrichtig war. Dass Dr. A.___ den Eintritt der 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf den 27. Juni 2001 festsetzte, ist insofern nicht mit einer bis dahin - zwischenzeitlich seit dem Behandlungsabbruch Ende 2000 bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urk. 2/8, Urk. 9/3 S. 5 und S. 2, Urk. 3/9 S. 1) - bestehenden unbeeinträchtigten Leistungsfähigkeit zu erklären, sondern wohl mit der Wiederaufnahme der Behandlung an diesem Datum.
         Der Umstand, dass der Kläger Mitte 2001 noch während rund eineinhalb Monaten Arbeitslosentaggelder aufgrund einer - wohl auf seiner eigenen Deklaration beruhenden - Vermittelbarkeit von 100 % bezog (vgl. Urk. 2/2), lässt ebenso wenig auf den Wiedereintritt einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit schliessen (vgl. dazu etwa Urteil des Bundesgerichts in Sachen B. vom 2. Juli 2007, B 147/06 Erw. 4.2) wie die Tatsache, dass er sich zwischen dem 21. Oktober beziehungsweise 21. Dezember 2000 und dem 17. Mai 2001 keiner Behandlung unterzog (vgl. Urk. 2/8, Urk. 8 S. 1, Urk. 1 S. 10). Einerseits geht aus den medizinischen Akten klar hervor, dass sich sein Gesundheitszustand während der fraglichen Zeit eher verschlechtert als verbessert hatte, andererseits ist es geradezu charakteristisch für von Schizophrenie Betroffene, dass sie eine - an sich durchaus indizierte - Psychotherapie für nicht erforderlich halten, wie dies offenbar auch beim Kläger, der sich mittels Meditation selbst heilen zu können glaubte, der Fall war (vgl. Urk. 2/8, Urk. 1 S. 5, Urk. 14/83 S. 2; Urteile des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen N. vom 28. Dezember 2004, B 63/04 Erw. 3.3.1, und in Sachen S. vom 20. Juli 2005, B 30/04 Erw. 4.3.3). Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass der Kläger am 4. März 1998 bereits vorzeitig aus dem Psychiatrie-Zentrum T.___ ausgetreten war (vgl. Urk. 14/55 S. 2), die verordnete Medikation in der Folge schon bald absetzte (vgl. Urk. 14/38 S. 6), die ambulante Weiterbehandlung, für die er angemeldet war, nicht aufnahm (vgl. Urk. 14/55 S. 3), und, nachdem er in der Folge grundsätzlich jegliche Behandlung verweigert hatte (vgl. Urk. 14/23 S. 1), die am 26. August 1998 dennoch begonnene Therapie bei Dr. Z.___ nach lediglich drei Konsultationen am 11. September 1998 bereits wieder abbrach (vgl. Urk. 12/27). Hinzuweisen ist schliesslich auf die von Dr. A.___ erwähnte Nähe-Distanz-Problematik, der bei der Festsetzung der Frequenz der therapeutischen Gespräche Rechnung zu tragen sei (vgl. Bericht vom 22. April 2005, Urk. 14/78 S. 2) und der wohl teilweise auch der zwischenzeitliche Behandlungsabbruch Ende des Jahres 2000 zuzuschreiben ist.
6.2.3   In Würdigung der gesamten Umstände ist daher davon auszugehen, dass der Kläger nach dem stationären Aufenthalt in der Psychiatrischen Universitätsklinik S.___ im August 1999 (vgl. Urk. 13/38 S. 6) die vollständige Arbeitsfähigkeit nicht dauerhaft wieder erlangte. Er war demnach bei Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit bei der Beklagten berufsvorsorgeversichert, weshalb diese leistungspflichtig ist.
6.2.4   Auf Invalidenleistungen sind vom Tage der Anhebung der Betreibung oder der gerichtlichen Klage an Verzugszinsen geschuldet (vgl. Art. 105 Abs. 1 des Obligationenrechts [OR]; BGE 119 V 131 Erw. 4). Dem Kläger sind folglich für die bis zur Klageerhebung am 31. Januar 2007 (vgl. Urk. 1) fällig gewordenen Rentenbetreffnisse ab diesem Zeitpunkt und für die weiteren Rentenleistungen ab deren jeweiligem Fälligkeitsdatum Verzugszinsen von 5 % zuzusprechen.
6.2.5   Da der Zeitpunkt des Eintritts der entscheidrelevanten Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 18.1 2. Satzteil des Reglements der Beklagten, Urk. 2/9 = 10/1) nach dem Gesagten noch vor der am 31. Januar 2001 erfolgten Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der Beklagten (vgl. Urk. 14/42) liegt, ist auch der Anspruch des Klägers gestützt auf Ziff. 25.2 des Reglements der Beklagten (Urk. 2/9 = 10/1) auf eine Verminderung seiner Beitragspflicht (Beitragsbefreiung) zu prüfen (vgl. Urk. 1 S. 2, S. 11).

7.         Ausgangsgemäss ist dem anwaltlich vertretenen Kläger gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) eine Prozessentschädigung zuzusprechen. Der in der - sich auf Fr. 4'541.90 belaufenden - Honorarrechnung der Rechtsvertreterin des Klägers vom 6. Februar 2008 (Urk. 25) geltend gemachte Aufwand von insgesamt 6 Stunden und 35 Minuten für das Aktenstudium beziehungsweise von insgesamt 6 Stunden und 45 Minuten für das Verfassen der Klageschrift erscheint als zu hoch. Unter Berücksichtung eines angemessenen Zeitaufwands von je 4 Stunden für das Aktenstudium und das Verfassen der Klageschrift ist dem Kläger eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 3'610.10 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung ist damit gegenstandslos geworden.


Das Gericht erkennt:
1.         In Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, dem Kläger Invalidenleistungen zu erbringen, wobei die einzelnen Rentenbetreffnisse im Sinne der Erwägungen zu verzinsen sind. Die Sache wird an die Beklagte zurückgewiesen, damit diese in masslicher und zeitlicher Hinsicht über den Leistungsanspruch sowie über eine Beitragsbefreiung befinde.
2.         Das Verfahren ist kostenlos.
3.         Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 3'610.10 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
4.           Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwältin Christine Kessi
- Y.___
- Bundesamt für Sozialversicherungen
5.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
           Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
           Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).