Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/IV.2004.00954.html 

Entscheide



IV.2004.00954

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
I. Kammer
Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Grünig

Ersatzrichterin Maurer Reiter

Gerichtssekretärin Werner
Urteil vom 30. August 2005
in Sachen
Z.___
 
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin Bernadette Zürcher
Dahliastrasse 5, Postfach, 8034 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA)
IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin


Sachverhalt:
1.       Z.___, geboren 1954, besuchte die Grundschule in Serbien und Montenegro. Ab Juni 1974 bis Dezember 1982 war er in der Schweiz als Saisonnier auf dem Bau tätig. Von 1979 bis 1981 absolvierte er eine Anlehre als Maschinist im Strassen- und Tiefbau (Urk. 8/35). Seit 10. März 1983 ist er bei der N.___ AG angestellt, anfänglich als Baumaschinenführer, dann als Vorarbeiter im Tief- und Strassenbau (Urk. 8/31, Urk. 8/25). Der Versicherte leidet seit mehreren Jahren an belastungsabhängigen Dauerschmerzen im cervikothorakalen Übergang sowie cervikal links bis in den Kopf und entlang der gesamten Wirbelsäule. Zudem bestehen tieflumbale belastungsabhängige Dauerschmerzen mit Ausstrahlung in beide Flanken sowie Dysästhesien im linken Bein. Im Weiteren leidet der Versicherte seit Jahren unverändert an einem Brennen der linken Gesichtshälfte (Urk. 8/15, Urk. 8/14/2-3). Infolge der Rückenbeschwerden wurde er vom 11. März bis 7. April 2002 und vom 3. Februar bis 23. März 2003 als zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. Seit dem 24. März 2003 ist er mit einem Pensum von 50 % bei ganztägiger Anwesenheit weiterhin als Vorarbeiter im Tief- und Strassenbau bei der N.___ AG tätig, wobei ihm ab diesem Zeitpunkt bis Februar 2005 zu 50 % Krankentaggelder ausgerichtet wurden (Urk. 8/14/1, Urk. 8/15, Urk. 8/31, Urk. 8/25, Urk. 1 S. 4).
         Am 26. Januar 2004 (Urk. 8/35) meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle, klärte die erwerblichen (Urk. 8/25, Urk. 8/26, Urk. 8/30-31) und medizinischen Verhältnisse (Urk. 8/14/1, Urk. 8/15) ab und erlangte Kenntnis vom Bericht des Spitals A.___, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 21. Oktober 2003 (Urk. 8/14/3), einschliesslich des Berichts dieser Klinik zu den Basistests der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit vom 25. September 2003 (EFL; Urk. 8/14/4), und vom Bericht des Dr. med. B.___, Spezialarzt für Innere Medizin, vom 18. Februar 2004 (Urk. 8/13). Gestützt auf diese Unterlagen sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. August 2004 (Urk. 8/6) gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 43 % mit Wirkung ab 1. Februar 2004 eine Viertelsrente zu. Die dagegen am 6. September 2004 (Urk. 8/5) erhobene Einsprache wurde, nachdem der Fall dem Rechtsdienst (RD; Stellungnahme vom 21. Oktober 2004, Urk. 8/1 S. 2) und dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Stellungnahme vom 5. November 2004, Urk. 8/1 S. 3) unterbreitet worden war, mit Entscheid vom 24. November 2004 (Urk. 2) abgewiesen.

2.       Gegen den Einspracheentscheid liess Z.___, vertreten durch Rechtsanwältin Bernadette Zürcher (Urk. 4), mit Eingabe vom 21. Dezember 2004 (Urk.  1) Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen:
"Der Entscheid der SVA Zürich vom 24. November 2004 sei aufzuheben, und       es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer mindestens eine halbe Rente zuzusprechen;
unter Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin."
         In der Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2005 (Urk. 7) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. In der Replik vom 22. Februar 2005 (Urk. 12) liess die Versicherte am bisherigen Standpunkt festhalten. Nachdem die Beschwerdegegnerin innert Frist keine Duplik eingereicht hatte, wurde der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 22. April 2005 (Urk. 15) als geschlossen erklärt.
         Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.


Das Gericht zieht in Erwägung:
1.      
1.1     Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
1.2     Gemäss der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung von Art. 28 Abs. 1 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente.
1.3     Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (seit 1. Januar 2004 in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen).
         Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht jedoch wiederholt betont hat, bildet der von invaliden Versicherten tatsächlich erzielte Verdienst für sich allein betrachtet grundsätzlich kein genügendes Kriterium für die Bestimmung der Erwerbsunfähigkeit, das heisst des Invaliditätsgrades. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidität vielmehr nur dann überein, wenn - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen, wenn die versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder DAP-Zahlen herangezogen werden (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen R. vom 8. Juli 2004, I 365/03, Erw. 4.1 mit Hinweisen).
1.4     Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b.cc).

2.       In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs rügen. Der angefochtene Einspracheentscheid bestehe grösstenteils aus wieder verwendbaren Maskenbestandteilen und sei materiell äusserst rudimentär begründet (Urk. 1 S. 6).
         Dem angefochtenen Entscheid lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin - zumindest kurz - die wesentlichen Überlegungen dargelegt hat, von denen sie sich bei ihrem Entscheid hat leiten lassen. Es ist nicht erforderlich, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 V 181 Erw. 1a). Dem angefochtenen Entscheid lässt sich entnehmen, dass die Verwaltung die Beurteilung des Spitals A.___ im Bericht zu den Basistests der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit vom 25. September 2003 (EFL) als massgebend erachtete. Aufgrund dieses Berichts, dessen Inhalt dem Versicherten infolge des Akteneinsichtsrechts bekannt sein musste (Urk. 8/12), lässt sich auch erklären, weshalb die Beschwerdegegnerin die aktuelle Arbeitssituation längerfristig als nicht ideale Lösung betrachtete. Was die Reduktion des Tabellenlohnes und die Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes anbelangt, hat die Verwaltung auch zu diesen Einwendungen zwar in knapper, aber hinreichender Form Stellung genommen. Hinsichtlich des leidensbedingten Abzuges sind zudem im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 5. Juli 2004 (Urk. 8/12) nähere Angaben zu finden. Auch davon hatte der Versicherte vor der Beschwerdeerhebung Kenntnis (Urk. 8/18). Somit konnte er den Entscheid sachgerecht anfechten. Im Weiteren hat die Beschwerdegegnerin eine detaillierte Beschwerdeantwort (Urk. 7) verfasst, zu welcher der Versicherte in der Replik (Urk. 12) Stellung nehmen konnte. Nach dem Gesagten erweist sich der Einwand einer Verletzung des rechtlichen Gehörs als unbegründet.

3.
3.1     Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf den Bericht des Spitals A.___, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 21. Oktober 2003 (Urk. 8/14/3) und dem diesem zugrunde liegenden Bericht über die EFL vom 25. September 2003 (Urk. 8/14/4) davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten, mittelschweren Tätigkeit vollständig arbeitsfähig ist (Urk. 2, Urk. 7). Im Weiteren hat die IV-Stelle das Einkommen ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) anhand des zuletzt erzielten Verdienstes (Urk. 8/31) und das Einkommen nach Eintritt der Invalidität (Invalideneinkommen) aufgrund der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) festgesetzt, was zu einem Invaliditätsgrad von 43 % führte (Urk. 8/11, Urk. 8/12 S. 2, Urk. 8/25 S. 2). Dementsprechend wurde dem Versicherten nach Ablauf des Wartejahres mit Wirkung ab 1. Februar 2004 eine Viertelsrente zugesprochen (Urk. 2, Urk. 8/6).
3.2     Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, er sei in seiner aktuellen Arbeitsstelle bei einem Pensum von 50 % und einer Präsenzzeit von 100 % optimal eingegliedert, was auch durch den IV-internen Arzt Dr. C.___ und die übrigen medizinischen Akten bestätigt werde. Angesichts des langjährigen Arbeitsverhältnisses, seines Alters, aber auch der fehlenden beruflichen Ausbildung, sei es unverhältnismässig und unzumutbar, ihn aus seinem sicheren Arbeitsfeld zu reissen, zumal er die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpfe und überdies ein angemessenes Einkommen erziele. Schliesslich sei das von der Beschwerdegegnerin angenommene Invalideneinkommen von Fr. 57'806.-- (ohne Abzüge) zu hoch (Urk. 1, Urk. 12).

4.
4.1     Den medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen an einem Panvertebralsyndrom mit einem lumbospondylogenen bis lumboradikulären Reizsyndrom L5 links bei degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS) mit einer Diskushernie L5/S1 links und einer schweren Osteochondrose L3/L4, an einem cervikospondylogenen/-cephalen Syndrom bei degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule (HWS) mit kleiner Diskushernie C5/C6 und Osteochondrose C5/C6 und C6/C7 sowie an einem thorakospondylogenen Syndrom bei Wirbelsäulenfehlform/-haltung mit thorakaler Hyperkyphose leidet (Urk. 8/13, Urk. 8/14/1-3, Urk. 8/15).
4.2     Was die Auswirkungen dieser Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit anbelangt, ging das Spital A.___, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, im Bericht vom 21. Oktober 2003 (Urk. 8/14/3) und im diesem zugrundeliegenden Bericht über die EFL vom 25. September 2003 (Urk. 8/14/4) hinsichtlich des angestammten Berufs als Vorarbeiter im Tief- und Strassenbau angesichts der deutlich unter den Arbeitsanforderungen liegenden Belastungslimiten (Heben vom Boden bis zur Taillenhöhe maximal 22,5 Kilogramm [kg], Tragen vorne maximal 27,5 kg, Heben von der Taillen- zur Kopfhöhe maximal 15 kg, Arbeit über Kopfhöhe und längeres Sitzen maximal drei Stunden sowie Arbeit in vorgeneigten Positionen maximal eine halbe Stunde, jeweils verteilt über den ganzen Arbeitstag, längeres Stehen und Schaufeln mit Unterbrüchen maximal fünf Stunden möglich) von einer halbtägigen, das heisst fünfstündigen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Zwar kam das Spital A.___ zum Schluss, dass seine Belastungsfähigkeit mit einer arbeitsbezogenen Rehabilitation gesteigert werden könne, jedoch sei die Wiedererlangung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf nicht zu erwarten. Für eine behinderungsangepasste, mittelschwere Tätigkeit bestehe hingegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, wobei dem Versicherten Tätigkeiten über Kopfhöhe und Sitzen höchstens im Umfang von drei Stunden sowie vorgeneigtes Sitzen höchstens im Ausmass einer halben Stunde, verteilt auf den ganzen Arbeitstag, zumutbar seien (Urk. 14/4 S. 2). Nach Durchführung weiterer Abklärungen, unter anderem in internistischer und neurologischer Hinsicht, kam das Spital A.___ im Bericht vom 28. April/10. Mai 2004 (Urk. 8/15) zum Schluss, dass der Beschwerdeführer im angestammten Beruf vom 3. Februar bis zum 23. März zu 100 % und seit dem 24. März 2003 zu 50 % arbeitsunfähig sei. In Bezug auf den Umfang und die Umschreibung einer leidensangepassten Tätigkeit wurde im Wesentlichen an der früheren Einschätzung festgehalten (Urk. 8/14/3-4) und zudem ausgeführt, dass die eingeschränkte Belastbarkeit mindestens seit Februar 2003 gegeben sei.
         Der Beschwerdegegnerin ist darin beizupflichten, dass auf die Beurteilung des Spitals A.___, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, im Bericht vom 21. Oktober 2003 (Urk. 8/14/3) und im diesem zugrunde liegenden Bericht über die EFL vom 25. September 2003 (Urk. 8/14/4) abgestellt werden kann. Dieser Bericht ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen (insbesondere auf einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit) und berücksichtigt die geklagten Beschwerden. Zudem ist er für die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enthält begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Insbesondere vermag es zu überzeugen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Rückenproblematik hinsichtlich Arbeiten in gebeugten Körperpositionen und beim Heben von schweren Lasten beeinträchtigt, jedoch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig ist. Somit kommt dieser Expertise grundsätzlich volle Beweiskraft zu.
4.3     Der Bericht des Dr. D.___, Spezialarzt für Physikalische Medizin, Rehabilitation und Rheumatologie, vom 22./25. Februar 2004 (Urk. 8/14/1) vermag keine Zweifel an der Richtigkeit der Beurteilung des Spitals A.___ aufkommen zu lassen. So attestierte er dem Beschwerdeführer im angestammten Beruf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bei ganztägiger Anwesenheit. Hingegen lässt der Bericht Angaben zur Frage, in welchem Umfang und ab welchem Zeitpunkt dem Versicherten eine leidensangepasste Tätigkeit möglich und zumutbar ist, vermissen. Insbesondere geht daraus nicht hervor, hinsichtlich welcher körperlicher Belastungen er in welchem Ausmass eingeschränkt ist. Sodann handelt es sich bei der unter den geklagten Beschwerden an erster Stelle erwähnten Sensibilitätsstörung im Gesichtsbereich, bezüglich welcher insbesondere die Diagnose einer Trigeminusneuropathie genannt wurde, nicht um ein neues Leiden. Vielmehr hatte bereits das Spital A.___ am 21. Oktober 2003 (Urk. 8/14/3) von einem brennenden Gefühl im Gesichtsbereich berichtet, welche Beschwerden trotz zweimaliger spezialärztlicher Abklärung (vgl. Urk. 8/13) keiner sicheren neurologischen Diagnose hätten zugeordnet werden können. Auch aus dem in der Folge erstellten Bericht des Spitals A.___ vom 28. April/ 10. Mai 2004 (Urk. 8/15) ergibt sich, dass der Versicherte bereits seit Jahren unverändert an ungeklärten Beschwerden in diesem Bereich leidet. Somit ist nachvollziehbar, dass das Spital A.___ der Diagnose einer Trigeminus-Neuralgie keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beimass (Urk. 8/15).
4.4     Schliesslich spricht der Bericht des Dr. B.___ vom 18. Februar 2004 (Urk. 8/13) nicht gegen die Zuverlässigkeit der Einschätzung des Spitals A.___ im Bericht vom 21. Oktober 2003 (Urk. 8/14/3), macht der Hausarzt doch keine eigenen Angaben zur rheumatologisch bedingten Arbeitsfähigkeit des Versicherten, sondern überlässt dies Dr. D.___ als Spezialisten in diesem Bereich.
4.5     Nach dem Gesagten ist gestützt auf den Bericht des Spitals A.___ vom 21. Oktober 2003 (Urk. 8/14/3) und den Bericht über die EFL vom 25. September 2003 (Urk. 8/14/4) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten mittelschweren Tätigkeit auszugehen.
        
5.
5.1     Massgeblich für die Verwertung der Arbeitsfähigkeit ist der hypothetische ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG). Nach der Rechtsprechung handelt es sich dabei um einen theoretischen und abstrakten Begriff, der dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von demjenigen der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen, anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Letzteres gilt auch im Bereich der un- und angelernten arbeitnehmenden Personen. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht. Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann oder nicht, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitsplätzen entsprechen würden (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen K. vom 30. Dezember 2004, I 297/04 Erw. 2.3 mit Hinweisen).
         Bezogen auf einen in diesem Sinne ausgeglichenen Arbeitsmarkt kann nicht zweifelhaft sein, dass dem Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen ein weiter Kreis an Beschäftigungen, insbesondere leichtere Hilfs-, Kontroll- und Überwachungstätigkeiten offen stehen, so dass nicht von realitätsfremden und in diesem Sinne unmöglichen oder unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten ausgegangen wird. Denn die zumutbare Tätigkeit ist vorliegend nicht nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder nur unter nicht realistischem Entgegenkommen einer durchschnittlichen arbeitgebenden Person ausgeübt werden kann. Die Argumentation in der Beschwerde, wonach der Versicherte bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation keine behinderungsangepasste Tätigkeit finden würde (Urk. 1 S. 6, Urk. 12 S. 2 und S. 3), verkennt somit, dass es beim als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt nicht um reale, geschweige denn offene Stellen, sondern um (gesundheitlich zumutbare) Beschäftigungsmöglichkeiten geht, welche der Arbeitsmarkt von seiner Struktur her, jedoch abstrahiert von      den konjunkturellen Verhältnissen, umfasst (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen K. vom 30. Dezember 2004, I 297/04 Erw. 2.3 mit Hinweisen).
5.2     Die Beschwerdegegnerin ist zu Recht davon ausgegangen, dass für die Festsetzung des Invalideneinkommens nicht auf das nach Eintritt des Gesundheitsschadens tatsächlich erzielte Einkommen abzustellen ist (vgl. Erw. 1.3). Zum einen ist fraglich, ob das Arbeitsverhältnis mit der N.___ AG als besonders stabil gelten kann. So ist aktenkundig, dass es vor kurzem zu einer Stellenreduktion von 15 auf 4 Arbeitsplätze gekommen ist und neuerdings mehr Hilfsarbeiter aus anderen Firmen beschäftigt werden. Sodann wird das Unternehmen wahrscheinlich von einer grösseren Firma übernommen, weshalb der weitere Einsatz des Beschwerdeführers noch als unklar zu betrachten ist (Urk. 8/14/3 S. 3, Urk. 8/14/4 S. 2). Im Lichte dieser Angaben kann bezüglich der tatsächlichen Arbeitssituation zumindest mittelfristig nicht von besonders stabilen Verhältnissen ausgegangen werden. Zum andern wird die dem Versicherten verbleibende Restarbeitsfähigkeit mit einer Beschäftigung im Umfang von 50 % nicht zumutbarerweise voll ausgeschöpft, weshalb er am bisherigen Arbeitsplatz nicht als optimal eingegliedert gelten kann. Denn nach der massgebenden ärztlichen Beurteilung vermöchte der Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste mittelschwere Tätigkeit zu 100 % auszuüben. Daran ändert nichts, dass die IV-Stelle gemäss der Stellungnahme des IV-internen Arztes, Dr. med. C.___, vom 2. Juli 2004 (Urk. 8/12 S. 2) ausführte, der Versicherte sei mit der Tätigkeit am bisherigen Arbeitsplatz in einem 50%-Pensum optimal eingegliedert. Diese Feststellungen der IV-Stelle vermögen jedenfalls nicht zu genügen, um eine bessere Selbsteingliederung des Beschwerdeführers als unmöglich oder unzumutbar zu erachten, zumal kein Grund zur Annahme besteht, dass die bestehende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist (vgl. Erw. 5.1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen D. vom 3. Juni 2004, I 252/03 Erw. 2.2.3). Damit erübrigen sich weitere Ausführungen zur Unverhältnismässigkeit beziehungsweise zur Unzumutbarkeit der Aufgabe der gegenwärtig ausgeübten Arbeitstätigkeit (Urk. 1 S. 8, Urk. 12 S. 2).
5.3     Demnach wurde für die Festsetzung des Invalideneinkommens zu Recht auf die praxisgemäss anzuwendenden (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb) Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE 2002) abgestellt (Urk. 8/12, Urk. 8/25). Da dem Beschwerdeführer diverse Hilfsarbeiterstellen offen stehen würden, ist entgegen seiner Ansicht (Urk. 1 S. 7) nicht auf eine branchenspezifische Zahl, sondern auf den Zentralwert abzustellen (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen D. S. vom 5. Februar 2003, I 411/02, Erw. 4.2). Somit ist vom im gesamten privaten Sektor von männlichen Arbeitnehmern in der Kategorie 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) erzielten, auf eine 40-Stundenwoche standardisierten Bruttoeinkommen (inkl. 13. Monatslohn) in der Höhe von Fr. 4'557.-- (Tabelle TA1 S. 43) auszugehen, was einem Jahreseinkommen von Fr. 54'684.-- entspricht. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2002 (Die Volkswirtschaft 7/8-2005, S. 98 Tabelle B9.2), ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 57'008.--.
         Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in BGE 126 V 75 seine bisherige Rechtsprechung zu den Abzügen von Tabellenlöhnen zusammengefasst und festgehalten, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass solche Abzüge zu gewähren seien, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhänge. Dabei seien nicht für jedes zur Anwendung gelangende Kriterium separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen und zu addieren, da auf diese Weise Wechselwirkungen ausgeblendet würden. Vielmehr seien die jeweiligen Merkmale (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei es sich rechtfertige, den Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Abzug eine Schätzung darstellt und das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen darf (BGE 126 V 81 Erw. 6).
         In Anbetracht der Umstände kann nicht davon gesprochen werden, dass der von der Beschwerdegegnerin auf 15 % festgesetzte behinderungsbedingte Abzug (Urk. 8/12, Urk. 8/25) anders hätte ausfallen sollen, da die für den Entscheid notwendigen Gesichtspunkte berücksichtigt worden sind. So wurden sowohl dem Umstand, dass der Versicherte gesundheitsbedingt nur noch mittelschwere Arbeiten verrichten kann, als auch der eingeschränkten beruflichen Umstellungsfähigkeit Rechnung getragen. Die in der Beschwerde angeführten sprachlichen Probleme und die fehlende berufliche Ausbildung stellen invaliditätsfremde Faktoren dar, welche bei der Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigen sind (BGE 107 21 Erw. 2c, AHI 1999 S. 238 f. Erw. 1). Sodann fällt das Alter des Versicherten (im massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides vom 24. November 2004 war er 50 Jahre alt) hier nicht stark ins Gewicht, da Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden und sich das Alter in diesen Tätigkeiten auch nicht lohnsenkend auswirkt. Die im Weiteren beschwerdeweise vorgebrachten praktischen Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden, betreffen den realen Arbeitsmarkt; Erwerbslosigkeit wegen Alters vermag jedoch keinen Rentenanspruch zu begründen, und ein Alter von 50 Jahren verunmöglicht nicht das Finden einer Arbeitsstelle auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen D. vom 20. Juli 2004, I 39/04, Erw. 2.4).
         Damit ist vom zuvor ermittelten Invalideneinkommen von Fr. 57'008.-- ein behinderungsbedingter Abzug von 15 % vorzunehmen, was zu einem massgebenden Einkommen nach Eintritt des Gesundheitsschadens von gerundet Fr. 48'457.-- führt.
5.4     Die Beschwerdegegnerin bemass das Valideneinkommen mit Fr. 86'385.-- (Urk. 2). Dieses Einkommen errechnete sie aus dem von der Arbeitgeberin im Bericht vom 13. Februar 2004 (Urk. 8/31) für das Jahr 2004 angegebenen Monatslohn von Fr. 6'645.-- (x 13), den der Versicherte ohne Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hätte. Diese Festsetzung ist grundsätzlich korrekt, da für die Einkommensverhältnisse der Zeitpunkt des Rentenbeginns massgebend ist. Da das Invalideneinkommen jedoch aufgrund der finanziellen Verhältnisse im Jahr 2002 festgesetzt wurde (vgl. Erw. 5.3), gilt dies auch für die Bemessung des Valideneinkommens. Aus dem Arbeitgeberbericht (Urk. 8/31) ergibt sich, dass der Versicherte im Jahr 2002 einen Lohn von monatlich Fr. 6'545.-- (x 13), somit Fr. 85'085.-- pro Jahr, erzielt hat. Auf dieses Einkommen ist abzustellen.
5.5     Wird das hypothetische Invalideneinkommen von Fr. 48'457.-- in Beziehung gesetzt zum Valideneinkommen von 85'085.--, so resultiert bei einer Differenz von Fr. 36'628.-- ein Invaliditätsgrad von 43 %, was zu einer Viertelsrente berechtigt. Daran änderte sich auch nichts bei Annahme eines Valideneinkommens von Fr. 86'385.--
         Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.



Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Das Verfahren ist kostenlos.
3.         Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwältin Bernadette Zürcher
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- Bundesamt für Sozialversicherung
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.
Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).