Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/IV.2006.00619.html 

Entscheide



IV.2006.00619

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
I. Kammer
Sozialversicherungsrichter Spitz, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Grünig

Sozialversicherungsrichter Meyer

Gerichtssekretärin Tanner Imfeld
Urteil vom 31. Oktober 2007
in Sachen
M.___
 
Beschwerdeführerin

vertreten durch A.___

 

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17,  8087 Zürich
Beschwerdegegnerin


Nachdem M.___, geboren 1967, sich am 8. Januar 2004 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, für den Bezug von Versicherungsleistungen, nämlich für die Berufsberatung, eine Umschulung und den Bezug einer Rente angemeldet hat (Urk. 8/2 S. 6 f.), und nachdem die IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen vorgenommen und dabei insbesondere das Gutachten der B.___ (nachfolgend: B.___), vom 21. Februar 2006 eingeholt hat (Urk. 8/27),
nachdem die IV-Stelle mit Verfügung vom 15. März 2006 (Urk. 8/30 S. 1 und 2) beim ermittelten Invaliditätsgrad von 27 % den Anspruch auf eine Invalidenrente verneint und die Gewährung der beantragten beruflichen Massnahmen abgelehnt hat,
da die Versicherte im Einspracheverfahren den Bericht des behandelnden Dr. med. C.___, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und von lic. phil. D.___, Psychotherapeutin FSP, vom 22. April 2006 hat einreichen und zusätzlich auch die Zusprache von Arbeitsvermittlung hat geltend machen lassen (Urk. 8/35 und 8/37; Urk. 8/36 S. 2), und da die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 9. Juni 2006 an der Verfügung vom 15. März 2006 festgehalten hat (Urk. 2),
nach Einsicht in die Beschwerde vom 12. Juli 2006 (Urk. 1), mit welcher die Versicherte die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides, die Durchführung einer Abklärung in einer Beruflichen Abklärungsstelle, die Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab August 2003 sowie eventualiter die Gewährung von Berufsberatung und Arbeitsvermittlung hat geltend machen lassen, und in die auf Abweisung schliessende Beschwerdeantwort der IV-Stelle vom 23. August 2006 (Urk. 7),
da das Sozialversicherungsgericht den Schriftenwechsel mit Verfügung vom 25. August 2006 geschlossen hat (Urk. 9), und die Versicherte am 8. Dezember 2006 den Bericht des E.___ vom 14. November 2006 hat einreichen lassen (Urk. 11), wozu die IV-Stelle sich nicht ergänzend geäussert hat (vgl. Urk. 12),

in Erwägung,
         dass in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben und der materielle Anspruch auf eine Invalidenrente für die Zeit bis zum 31. Dezember 2003 daher aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen ist (BGE 130 V 447 Erw. 1.2.1, 127 V 467 Erw. 1),
         dass Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) ist und diese Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]),
dass Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen (seit 1. Januar 2004: oder psychischen) Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt ist (Art. 7 ATSG),
         dass Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken können, dass aber nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit gelten, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte, wobei das Mass des Forderbaren dabei weitgehend objektiv bestimmt wird,
         dass festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist und dass also ein psychischer Gesundheitsschaden nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) führt, als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 50 Erw. 1.2 mit Hinweisen),
         dass wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 127 V 299 Erw. 5 unter Hinweis auf die Rechtsprechung präzisierend festgehalten hat, Art. 4 Abs. 1 IVG (seit 1. Januar 2003: in Verbindung mit Art. 8 ATSG) zu Erwerbsunfähigkeit führende Gesundheitsschäden versichert, worunter psychosoziale und soziokulturelle Umstände nicht zu begreifen sind,
         dass Versicherte gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) Anspruch auf eine ganze Rente haben, wenn sie mindestens zu 66 2/3 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind, und dass die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente geben (Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung),
         dass bei erwerbstätigen Versicherten der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (seit 1. Januar 2004 in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen ist, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen),
         dass der Einkommensvergleich in der Regel in der Weise zu erfolgen hat, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen),
         dass im Falle einer Rente die Invalidität in dem Zeitpunkt als eingetreten gilt, in dem der Anspruch nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht, das heisst frühestens wenn die versicherte Person mindestens zu 40 Prozent bleibend erwerbsunfähig geworden ist (lit. a) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen war und wenn sich daran eine Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleicher Höhe anschliesst (BGE 129 V 418 Erw. 2.1, 126 V 243 Erw. 5, 121 V 274 Erw. 6b/cc, 119 V 115 Erw. 5a mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2001 S. 154 Erw. 3b),
         dass bei der Versicherten am 15. August 2002 im Rahmen ihrer Tätigkeit als Hilfspflegerin nach dem Heben eines Pflegepatienten beziehungsweise beim Sturz auf den Rücken lumbale Rückenschmerzen aufgetreten sind (vgl. Urk. 8/18/41, 8/18/34), wobei sie trotz von med. prakt. F.___, praktische Ärztin, Akupunktur-TCM, attestierter (teilweiser) Arbeitsunfähigkeit bis Ende Dezember 2002 bei der auf diesen Zeitpunkt hin aufgelösten Alterspension weitergearbeitet hat (vgl. Urk. 8/18/41, 8/18/17, 8/16, 8/14),
         dass die Versicherte am 9. Februar 2003 wegen subjektiv unerträglicher Lumbalschmerzen eine erhebliche Dosis verschiedener Analgetika eingenommen, das Bewusstsein verloren und sich beim anschliessenden Sturz ein supraorbitales Hämatom links zugezogen hat, woraufhin sie sich wegen der immobilisierenden lumbosakralen Schmerzen bis zum 21. Februar 2003 in stationärer Behandlung im G.___ befunden hat (Urk. 8/18/45),
         dass die Ärzte des G.___ ein lumboradikuläres Reizsyndrom L5 rechts bei Diskushernie L4/5 mediolateral rechts mit Tangierung der Nervenwurzel L5 rechts, bei diskreter medianer Diskushernie L5/S1 und bei erosiver Osteochondrose L4/5 sowie einen Verdacht auf eine somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung bei psychosozialer Belastungssituation festgehalten haben (Urk. 8/18/44),
         dass bei der Versicherten am 30. Juli 2003 in der E.___ eine Dekompression auf der Höhe L4/5 vorgenommen worden ist (Urk. 8/17 S. 3), wobei die lumbalen Rückenschmerzen auch nach dem operativen Eingriff (teilweise) fortbestanden (vgl. Urk. 8/17 S. 5, 8/8 S. 2, 8/9 S. 2, 8/19 S. 1, 8/27 S. 5),
         dass die Versicherte sich ab 29. Oktober 2003 in psychotherapeutische Behandlung begeben hat und lic. phil. D.___ im Bericht vom 2. Februar 2004 eine nach den Angaben der Beschwerdeführerin seit März 2003 bestehende, längere depressive Reaktion im Zusammenhang und als Folge der somatischen Beschwerden festgehalten hat (Urk. 8/8),
         dass die Versicherte nach den Einschätzungen von lic. phil. D.___ und med. prakt. F.___ im März 2004 nicht arbeitsfähig gewesen ist (Urk. 8/8 und 8/9), und med. prakt. F.___ am 5. September 2004 von einem zwischenzeitlich verschlechterten Gesundheitszustand berichtet hat (Urk. 8/19),
         dass die Versicherte im Januar 2006 im B.___ internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch abgeklärt worden ist, wobei im Gutachten vom 21. Februar 2006 an Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte depressive Episode mit/bei Teilremission bei Status nach mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10 F 32.0) sowie ein chronisches, lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts mit/bei Status nach operativer Dekompression L4/L5 am 30. Juli 2003, mit regelrechtem postoperativem Situs ohne Zeichen einer Neurokompression und bei muskulärer Dekonditionierung mit Haltungsinsuffizienz angeführt sind (Urk. 8/27 S. 16),
         dass die begutachtenden Personen des B.___ unter anderem die Frage der IV-Stelle, wie die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in ihrer angestammten Tätigkeit respektive in einer angepassten Tätigkeit bis heute und auf weitere Sicht beurteilt werde, zu beantworten hatten (vgl. Urk. 8/27 S. 19),
         dass sie dazu in ihrer Gesamtbeurteilung anführten, für die angestammte Tätigkeit als Küchenhilfe und Hilfspflegerin bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, für eine behinderungsangepasste Tätigkeit demgegenüber, z.B. als Mitarbeiterin in einer Schokoladenfabrik, könne eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiert werden, wobei bei weiterer Remission der Depression im Verlauf die Arbeitsfähigkeit bis auf 100 % gesteigert werden könnte (Urk. 8/27 S. 18 f.; vgl. auch Urk. 8/27 S. 12 und 16),
         dass die behandelnden Dr. C.___ und lic. phil. D.___ im Bericht vom 22. April 2006 festgehalten haben, sie teilten die Einschätzung der begutachtenden Psychiaterin des B.___, wonach bei der Versicherten eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.01) nach Teilremission bei Status nach mittelgradiger Episode (ICD-10 F32.11) vorliege,
         dass sie weiter festhielten, zu Beginn der Behandlung hätten sie die depressive Episode lediglich als im Zusammenhang mit somatischen Beschwerden stehend beurteilt und erst im Verlaufe der Therapie hätten sie von rezidivierenden, schweren, traumatischen Erlebnissen, die sich während der Ehe der Versicherten zugetragen hätten, erfahren, den Erlebnissen, die auch die Psychiaterin des B.___ im Gutachten festhalte (Urk. 8/35 S. 1 f.), und dass aufgrund dieser Ereignisse ihrer Ansicht nach die Diagnose um den Tatbestand der posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) mit beginnender Chronifizierung (ICD-10 F62.0) zu ergänzen sei (Urk. 8/35 S. 2; vgl. dazu die Stellungnahme von Dr. med. H.___ vom Regionalärztlichen Dienst der IV-Stelle vom 7. Juni 2006, Urk. 8/40),
         dass sie davon ausgingen, dass die Versicherte möglicherweise einer ihrer psychischen und körperlichen Leiden angepasste Tätigkeit im Umfange von 30 bis 50 % nachgehen könnte, wobei sich dies ohne vorgängige, seriöse, behinderungsgerechte berufliche Abklärung nicht beurteilen lasse (Urk. 8/35 S. 2),
         dass zudem gemäss von der Versicherten eingereichtem Bericht des I.___ vom 14. November 2006 nach wie vor ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom besteht und bei dem am 20. Juni 2006 durchgeführten MRI der Lendenwirbelsäule keine Kompression nervaler Strukturen gefunden werden konnte (Urk. 11),
         dass die Beurteilung der Ärzte des B.___ jedenfalls insoweit unvollständig ist, als sie sich trotz der entsprechenden Fragestellung der IV-Stelle nicht dazu äussert, von welcher Arbeitsfähigkeit insbesondere bei angepassten Tätigkeiten im Verlauf nach der ab 15. August 2002 erstmals attestierten Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist (Urk. 8/27 S. 19; vgl. Urk. 8/18/41),
         dass von psychiatrischer Seite im Januar 2006 von einer Teilremission bei Status nach mittelgradiger depressiver Episode auszugehen war und nach den ärztlichen Angaben bei einer weiteren Remission der Depression mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen ist (Urk. 8/27 S. 15, 16 und 19), was die Frage aufwirft, ob die Arbeitsfähigkeit während der mittelschweren depressiven Episode in erheblicherem Umfange eingeschränkt gewesen war, und dass auf eine erheblichere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch bei körperlich angepassten Tätigkeiten insbesondere die Berichte von med. prakt. F.___ vom 10. März 2004 und vom 5. September 2004 sowie der Bericht von lic. phil. D.___ vom 2. Februar 2004 hindeuten (Urk. 8/8, 8/9 S. 4, 8/19),
         dass die Versicherte eine erheblich belastete Anamnese mit einem gewalttätigen Ehemann (vgl. Urk. 8/27 S. 13 und 15), von welchem sie seit dem Jahr 2000 getrennt lebt und von welchem sie seit Januar 2006 geschieden sei (vgl. Urk. 8/5 und 8/27 S. 13), sowie mit der seit 1. Januar 2003 bestehenden Arbeitslosigkeit aufweist, dass aber jedenfalls gestützt auf das Gutachten des B.___ nicht davon auszugehen ist, dass das Beschwerdebild vorwiegend auf nach wie vor andauernde psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführen ist (Urk. 8/27 S. 14; vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen IV-Stelle Luzern gegen R. vom 26. Juni 2007, Erw. 3.3), wobei sich das B.___ diesbezüglich ergänzend zu äussern haben wird,
         dass die bei der Versicherten diagnostizierte Depression sich durch die konsequent durchgeführte medizinische Therapie positiv hatte beeinflussen lassen (Urk. 8/27 S. 15 f.; vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 6. Februar 2007, I 397/06, Erw. 4.1),
         dass im Ergebnis damit nicht auszuschliessen ist, dass bei der Versicherten (zumindest) ein vorübergehender Rentenanspruch bestanden hat,
         dass die IV-Stelle nach der Rückweisung der Sache somit beim B.___ eine Ergänzung des Gutachtens einzuholen hat, welches sich insbesondere zum Verlauf und zur Arbeitsunfähigkeit im Verlauf ab 15. August 2002 aus somatischer und psychischer Sicht (in der angestammten und in einer angepassten Tätigkeit) zu äussern haben wird,
         dass dabei auch klar zu stellen ist, ob von rein somatischer Seite von einer 80%igen (rheumatologische Beurteilung; Urk. 8/27 S. 12 und 18) oder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit (Gesamtbeurteilung bei weiterer Remission der Depression; Urk. 8/27 S. 19) in leidensangepassten Tätigkeiten auszugehen ist,
         dass die Psychiaterin des B.___ auf die Einholung fremdanamnestischer Auskünfte verzichtet hat, obwohl vom behandelnden Psychiater Dr. C.___ kein Bericht bei den Akten lag und derjenige von lic. phil. D.___ bereits zwei Jahre vor den durchgeführten Untersuchungen datiert (Urk. 8/27 S. 14), und die IV-Stelle deshalb vor der Gutachtensergänzung beim behandelnden Psychiater Dr. C.___ einen ausführlichen Verlaufsbericht beizuziehen hat,
         dass dieser beizuziehende Bericht von Dr. C.___ sowie der im Verfahren eingereichte vom 22. April 2006 (vgl. Urk. 8/35) der Psychiaterin des B.___ zusammen mit den vollständigen Akten vorzulegen ist, und sie sich auch zu der darin enthaltenen zusätzlichen Diagnosestellung zu äussern haben wird, wobei aber festzuhalten ist, dass bei Vorliegen von belastenden Lebensereignissen nicht notwendigerweise eine posttraumatische Belastungsstörung ausgewiesen sein muss, dass für eine solche Diagnose vielmehr klar bestimmte Diagnosekriterien erfüllt sein müssten, was im vorliegenden Fall gemäss der nachvollziehbaren Beurteilung von Dr. H.___ vom Regionalärztlichen Dienst der IV-Stelle vom 7. Juni 2006 nicht erstellt ist (vgl. Urk. 8/35, 8/40; vgl. auch Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V, 4. Auflage, Bern 2000, S. 169 und S. 234 f.),
         dass die Versicherte unter Hinweis auf den Bericht von Dr. C.___ und lic. phil. D.___ vom 22. April 2006 hat beantragen lassen, es sei zur Bestimmung der Restarbeitsfähigkeit die Durchführung einer Abklärung in einer beruflichen Abklärungsstelle durchzuführen (Urk. 1 S. 2),
         dass es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin (und nicht der Berufsberatung oder einer beruflichen Abklärung) ist, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist und welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4, 107 V 20 Erw. 2b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 Erw. 1 mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen V. vom 27. April 2006, I 588/05, Erw. 3), und dass dabei ein weitgehend objektivierter Massstab zur Anwendung kommt (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen D. vom 29. September 2005, I 204/05, Erw. 3),
         dass die IV-Stelle deshalb nicht zur Durchführung einer beruflichen Abklärung verpflichtet wird (vgl. Urk. 1 S. 4 f.), sie sich vielmehr für die Frage der Arbeitsfähigkeit auf die medizinischen Abklärungen und insbesondere das B.___-Gutachten abstützen kann,
         dass die Beschwerdeführerin eventualiter auch die Gewährung von Berufsberatung und Arbeitsvermittlung hat beantragen lassen (Urk. 1 S. 2),
         dass gemäss Art. 15 IVG Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch auf Berufsberatung haben, wobei der Leistungsanspruch voraussetzt, dass die versicherte Person an sich zur Berufswahl oder zur beruflichen Neuorientierung fähig ist, infolge ihres Gesundheitszustandes aber darin behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können (BGE 114 V 29 f. Erw. 1a mit Hinweisen; ZAK 1977 S. 191 Erw. 2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen A. vom 15. Februar 2000, I 431/99),
         dass die versicherte Person, um Anspruch auf Massnahmen nach Art. 15 IVG zu haben, über die erforderlichen schulischen Grundvoraussetzungen für einen erfolgsversprechenden Beginn einer beruflichen Massnahme (Berufslehre, Anlehre, Umschulung) verfügen muss (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen E. vom 12. Oktober 2001, I 547/99, Erw. 6), welche Voraussetzungen bei der Versicherten, welche nur über eine minimale Schulbildung verfügt, nicht geltend gemacht werden (vgl. Urk. 8/2 S. 2, 8/9 S. 4),
         dass nach Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG (in der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung) eingliederungsfähige invalide Versicherte Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes sowie auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung eines bestehenden Arbeitsplatzes haben,
         dass gesundheitliche Schwierigkeiten bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle den leistungsspezifischen Invaliditätsbegriff erfüllen, wenn die Behinderung bleibend oder während voraussichtlich längerer Zeit Probleme bei der - in einem umfassenden Sinn verstandenen - Stellensuche selber verursacht und dass zur Arbeitsvermittlung nach Art. 18 Abs. 1 IVG im Weiteren berechtigt ist, wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an den Arbeitsplatz (z.B. Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhepausen) stellen muss und demzufolge aus invaliditätsbedingten Gründen für das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen ist (SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 Erw. 4.1.1 mit Hinweisen),
         dass die Beschwerdegegnerin über den Anspruch auf Arbeitsvermittlung bis anhin auch im Einspracheentscheid vom 9. Juni 2006 (Urk. 2) nicht ausdrücklich entschieden hat, obwohl sich dies aufgrund der Ausführungen im Gutachten des B.___ vom 21. Februar 2006, wonach die Versicherte bei der Stellensuche auf die Unterstützung der Invalidenversicherung angewiesen und eine Berufsberatung in diesem Sinne zu empfehlen sei (Urk. 8/27 S. 19), und aufgrund der Vorbringen in der Einsprache vom 28. April 2006 (Urk. 8/36) aufgedrängt hätte (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen S. vom 31. Oktober 2000, I 558/99, Erw. 1b und 1c),
         dass sie dies nun nachzuholen haben wird, zumal die Versicherte gesundheitlich zumindest insoweit bei der Arbeitssuche behindert ist, als es ihr bei Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit idealerweise ermöglicht werden sollte, alle zwei Stunden kurze Pausen einzulegen (vgl. Urk. 8/27 S. 19; vgl. demgegenüber Urk. 7 S. 2),
         dass die Sache damit zusammenfassend an die Beschwerdegegnerin zur Ergänzung der medizinischen Akten und zum anschliessenden neuen Entscheid über den Anspruch auf Invalidenrente und zum Entscheid über die Arbeitsvermittlung zurückzuweisen ist,
         dass das Verfahren kostenpflichtig ist, da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, und die Gerichtskosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung), ermessensweise auf Fr. 400.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens, in welchem die Beschwerdeführerin grösstenteils obsiegt, der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind,

erkennt das Gericht:
1.         Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 9. Juni 2006 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Anspruch auf eine Invalidenrente erneut sowie über den Anspruch auf Arbeitsvermittlung verfüge. Bezüglich des Anspruches auf Berufsberatung wird die Beschwerde abgewiesen.
2.         Die Gerichtskosten von Fr. 400.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.           Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- A.___
- Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
- die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
           Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
           Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).