Zürich Sozialversicherungsgericht

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Entscheide



IV.2007.01473

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Pfiffner Rauber

Sozialversicherungsrichter Walser

Gerichtssekretär Wilhelm
Urteil vom 6. Februar 2008
in Sachen
B.___
 
Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin


Sachverhalt:
1.      
1.1     B.___, geboren 1959, angelernter Maurer, war über Jahrzehnte im Baugewerbe tätig (Urk. 11/2 S. 4 Ziff. 6, Urk. 11/13 S. 4 Ziff. 6, Urk. 11/29, Urk. 11/36 S. 3 Ziff. 2.1). Zuletzt, das heisst ab 1. Juni 2001, arbeitete er als Verkäufer bei A.___. Per 23. August 2001 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis während der Probezeit (Urk. 11/11, Urk. 11/36 S. 7 f. Ziff. 2.1). Hernach bezog der Versicherte bei einer vollen Vermittlungsfähigkeit innert einer Rahmenfrist von 28. November 2001 bis 27. November 2003 Arbeitslosenentschädigung bei der Arbeitslosenkasse C.___ (Urk. 11/16). Innerhalb dieser Rahmenfrist leistete der Versicherte mehrere temporäre Arbeitseinsätze als Bauarbeiter (Zwischenverdienst; Urk. 11/20). Seit Erschöpfung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung und der darauf folgenden Aussteuerung (vgl. Urk. 11/43/1) wird der Versicherte von der Sozialhilfe unterstützt. Er lebt zusammen mit seiner gehörlosen Mutter und betreut diese (vgl. Urk. 11/25, Urk. 11/36 S. 14 f.).
1.2     Am 28. Januar 2002 meldete sich der Versicherte ein erstes Mal bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2/2). Dieses Leistungsgesuch wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 16. September 2002 ab, nachdem sich der Versicherte den angeordneten medizinischen Abklärungen nicht unterzogen hatte (Urk. 11/9). Am 19. September 2003 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung, Rente) an (Urk. 11/13). Die zur Abklärung des Leistungsanspruchs erforderlichen medizinischen und beruflich/erwerblichen Abklärungen konnten in der Folge vorgenommen werden (Urk. 11/11, Urk. 11/16-21). Mit Verfügung vom 17. Februar 2004 wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch materiell ab (Urk. 11/26). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.3     Am 5. August 2005 ersuchte der Versicherte bzw. der Sozialdienst der Gemeinde D.___ unter Hinweis auf eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustands um Neubeurteilung des Leistungsgesuchs (Urk. 11/27). Die IV-Stelle tätigte zusätzliche medizinische Abklärungen (vgl. Urk. 11/30). Insbesondere holte sie das interdisziplinäre (orthopädisch-chirurgische, rheumatologische, psychiatrische) Gutachten der Gutachterstelle E.___ vom 23. Januar 2007 ein (Urk. 11/36). Am 17. August 2007 erliess die IV-Stelle die Vorbescheide, mit welchen sie die Abweisung des Leistungsgesuchs sowohl hinsichtlich des Anspruchs auf berufliche Massnahmen als auch hinsichtlich des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht stellte (Urk. 11/41-42). Gegen diese Vorbescheide erhob der Versicherte in der Folge Einwände (Urk. 11/44). Mit Verfügungen vom 31. Oktober respektive 1. November 2007 hielt die IV-Stelle an der Abweisung des Leistungsgesuchs fest (Urk. 11/46-47 = Urk. 2/1-2).

2.       Gegen die Verfügungen vom 31. Oktober und 1. November 2007 (Urk. 2/1-2) erhob der Versicherte mit Eingabe vom 26. November 2007 Beschwerde (Urk. 1). Diese ergänzte er am 10. Dezember 2007 (Urk. 6). Er beantragte sinngemäss, die angefochtenen Verfügungen seien aufzuheben und die Leistungsgesuche gutzuheissen. In der Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2008 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Am 30. Januar 2008 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 12).


Das Gericht zieht in Erwägung:
1.       Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Weil die angefochtenen Verfügungen am 31. Oktober und am 1. November 2007 ergingen, gelangen die revidierten materiellen Vorschriften des IVG, der IVV und des ATSG im vorliegenden Fall noch nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts anderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis Ende 2007 in Kraft gewesen sind

2.      
2.1     Die allgemeinen Voraussetzungen (Gesetzesbestimmungen und Rechtsgrundsätze) für die Zusprechung einer Invalidenrente und diejenigen für die Gewährung einer Umschulungsmassnahme hat die Beschwerdegegnerin in den angefochtenen Verfügungen zutreffend dargelegt (Urk. 2/1 S. 1, Urk. 2/2 S. 1). Darauf ist zu verweisen.
2.2     Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b.cc).
         Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).
2.3     Eine für die Arbeitsvermittlung massgebende Invalidität liegt vor, wenn die versicherte Person bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen Schwierigkeiten hat, das heisst es muss für die Bejahung einer Invalidität im Sinne von Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG zwischen dem Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit der Arbeitsvermittlung ein Kausalzusammenhang bestehen. Gesundheitliche Schwierigkeiten bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle erfüllen den leistungsspezifischen Invaliditätsbegriff, wenn die Behinderung bleibend oder während voraussichtlich längerer Zeit Probleme bei der - in einem umfassenden Sinn verstandenen - Stellensuche selber verursacht. Zur Arbeitsvermittlung nach Art. 18 Abs. 1 IVG ist im Weiteren berechtigt, wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an den Arbeitsplatz (z.B. Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhepausen) stellen muss und demzufolge aus invaliditätsbedingten Gründen für das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden angewiesen ist. Bei der Frage der Anspruchsberechtigung nicht zu berücksichtigen sind demgegenüber invaliditätsfremde Probleme bei der Stellensuche wie etwa Sprachschwierigkeiten (im Sinne fehlender Kenntnisse der Landessprache). Vorausgesetzt für den Anspruch auf Arbeitsvermittlung ist sodann, dass die versicherte Person objektiv und subjektiv eingliederungsfähig ist (SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 Erw. 4.1.1 mit Hinweisen). Die Änderung von Art. 18 Abs. 1 IVG Satz 1 IVG im Rahmen der 4. IVG-Revision hat zwar die Rechte der Versicherten auf aktive Beratung und Unterstützung verstärken wollen, aber die Umschreibung der anspruchsberechtigten Personen beibehalten (SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 Erw. 4.2).
2.4     Gemäss Art. 15 IVG haben Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch auf Berufsberatung. Der Leistungsanspruch setzt voraus, dass die versicherte Person an sich zur Berufswahl oder zur beruflichen Neuorientierung fähig ist, infolge ihres Gesundheitszustandes aber darin behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können (ZAK 1977 S. 191 Erw. 2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen A. vom 15. Februar 2000, I 431/99). In Betracht fällt jede körperliche oder psychische Beeinträchtigung, die den Kreis der für die versicherte Person nach ihrer Eignung und Neigung möglichen Berufe oder Betätigungen einengt oder die Ausübung der bisherigen Aufgabe unzumutbar macht. Ausgeschlossen sind geringste Behinderungen, die keine nennenswerte Beeinträchtigung zur Folge haben und deshalb die Inanspruchnahme der Invalidenversicherung nicht rechtfertigen (BGE 114 V 29 f. Erw. 1a mit Hinweisen).

3.
3.1     Die Beschwerdegegnerin vertritt den Standpunkt, die fachärztlichen Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer seit März 2005 in der bisherigen Tätigkeit als Hilfsmaurer erheblich eingeschränkt sei. Hingegen bestehe für körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeiten ohne lange dauernde Zwangshaltungen, ohne repetitives Heben und Tragen von Lasten über 8 kg und ohne 500 Meter übersteigende Gehstrecken auf unebenem Gelände eine volle Arbeitsfähigkeit. Die Differenz zwischen dem Einkommen vor Eintritt des Gesundheitsschadens (Valideneinkommen) in der Höhe von Fr. 57'831.-- und dem Einkommen von Fr. 52'047.--, das in einer angepassten Tätigkeit realisiert werden könnte (Invalideneinkommen), betrage lediglich 10 %. Damit bestehe kein Anspruch auf eine berufliche Umschulung. Dafür bräuchte es einen invaliditätsbedingten Minderverdienst von mindestens 20 %. Auch ein Rentenanspruch bestehe nicht. Hierfür bedürfte es einer Erwerbseinbusse von mindestens 40 % (Urk. 2/1 S. 1 f., Urk. 2/2 S 1, Urk. 10).
3.2     Der Beschwerdeführer macht geltend, gemäss ärztlichen Zeugnissen sei er vollständig arbeitsunfähig. Die IV-ärztliche Untersuchung liege mehr als ein Jahr zurück. Es sei erneut eine Untersuchung anzuordnen, die den jetzigen gesundheitlichen Zustand berücksichtige (Urk. 1). Gemäss den Feststellungen der Arbeitslosenversicherung sei er bereits seit 27. November 2003 nicht mehr vermittelbar und seit diesem Zeitpunkt Sozialhilfeempfänger (Urk. 6).

4.
4.1     Zur gesundheitlichen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers äussert sich das polydisziplinäre (orthopädisch-chirurgische, rheumatologische, psychiatrische) E.___-Gutachten vom 23. Januar 2007 (Urk. 11/36). Die mit der Begutachtung befassten Haupt- und Konsiliargutachter kamen nach Einsicht in die Vorakten (S. 1 ff. Ziff. 1), gestützt auf eine ausführliche Anamnese (S. 3 ff. Ziff. 2) sowie aufgrund detaillierter Befunderhebungen (S. 7 ff. Ziff. 3) zu objektiv nachvollziehbaren Diagnosen (S. 17 Ziff. 4) und überzeugenden Schlussfolgerungen (S. 17 ff. Ziff. 5 ff.).
Gemäss diesen wirken sich das lumbospondylogene Schmerzsyndrom rechts mit/bei Osteochondrosen, Spondylarthrose und beginnender Segmentdegeneration sowie die allgemeine Hyperlaxität mit/bei Status nach rezidivierenden Distorsionen beider oberen Sprunggelenke (OSG) auf die Arbeitsfähigkeit aus. Ohne Auswirkungen sind hingegen die rezidivierenden Gichtarthridien der unteren Extremitäten, das metabolische Syndrom (Adipositas, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie), ein Alkoholmissbrauch und die Narbenkeloide der Thoraxregion und des rechten Arms nach Verbrennungen 2. und 3. Grades aus dem Jahr 1995 (Urk. 11/36 S. 17 Ziff. 4).
         Die Gutachter stellten fest, die degenerativ bedingte Rückenproblematik führe zu tieflumbalen, belastungsabhängigen und ins rechte Bein ausstrahlenden Schmerzen. Die Hyperlaxität der Sprunggelenke erkläre die früheren Distorsionen. In der angestammten Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Uneingeschränkt zumutbar seien dem Beschwerdeführer hingegen Verrichtungen ohne langdauernde Haltungsstereotypien des Rumpfes und ohne repetitives Heben und Tragen von Lasten über 8 kg respektive von Einzellasten über 20 kg. Zu unterlassen sei ferner ein körperstammfernes Behändigen von Gewichten über 10 kg. Ungünstig sei ferner das Begehen von unebenem Gelände und die mehrzeitige Erbringung von Gehstrecken mit einer Distanz von mehr als 500 Metern ohne das Tragen von Stabilschuhen. Der Gefahr weiterer Distorsionen an den OSG könne durch das Tragen dieser Schuhe ebenfalls entgegengewirkt werden.
         Die Keloidbildung im Narbenbereich nach Verbrennung im Thoraxbereich vorne und am rechten Arm sei nicht arbeitsrelevant, denn es resultiere daraus keine Funktionseinschränkung. Dasselbe gelte für das metabolische Syndrom (Adipositas, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie). Somatische Folgeerscheinungen des jahrelangen Alkoholmissbrauchs seien nicht festzustellen gewesen. Internistisch sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht eingeschränkt. Auch die psychiatrische Exploration habe keine Befunde ergeben, welche eine Einschränkung der erwerblichen Leistungsfähigkeit bewirkten. Insgesamt bestehe für die frühere Tätigkeit eine anhaltende und gänzliche Arbeitsunfähigkeit. Eine Tätigkeit, bei der die beschriebenen Einschränkungen berücksichtigt seien, könne hingegen vollumfänglich ausgeübt werden (Urk. 11/36 S. 18 f. Ziff. 5).
4.2     Das Gutachten vermag nach dem Gesagten in jeder Hinsicht zu überzeugen. Es genügt den in vorstehender Erwägung 2.2 erwähnten beweisrechtlichen Grundsätzen vollumfänglich. Die vom Beschwerdeführer erhobenen Einwände vermögen die Aussagekraft des Gutachtens nicht zu erschüttern. Der Beschwerdeführer macht zu Recht geltend, dass eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. Der Begriff der Arbeitsunfähigkeit, auf den sich auch die vom Beschwerdeführer in der Beschwerde erwähnten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse beziehen (vgl. Urk. 1), betreffen indessen das Leistungsvermögen in der bisherigen Tätigkeit als Maurer und Schaler. Der vorliegend massgebende Begriff der Invalidität hat aber auch zu berücksichtigen, was die versicherte Person im gesamten ihr aus medizinisch-theoretischer Sicht offen stehenden Tätigkeits- respektive Erwerbsbereich zu leisten vermöchte. In dieser Hinsicht ergab die ärztliche Abklärung, dass der Beschwerdeführer nach wie vor eine angepasste, das heisst körperlich leichte Tätigkeit auszuüben vermöchte. Dieses zumutbare Leistungsprofil ist der Einkommensbemessung zu Grunde zu legen. Dass sich am Zumutbarkeitsprofil seit der Begutachtung etwas geändert hätte, ist nicht ersichtlich. Neue Abklärungen, wie sie der Beschwerdeführer sinngemäss beantragt, sind daher entbehrlich.

5.
5.1     Für die Bemessung des Valideneinkommens griff die Beschwerdegegnerin auf die Angaben der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004, Neuenburg 2006, S. 53, Tabelle A1, Niveau 4, zurück (vgl. Urk. 11/39 S. 5), denn, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführte, die etlichen und zum Teil nur sehr kurzen und unterschiedlich entlöhnten Arbeitseinsätze des Beschwerdeführers in den letzten Jahren lassen keine zuverlässige Einkommensschätzung zu. Nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin auf das Total aller Wirtschaftszweige (Ziff. 1-93) und nicht ausschliesslich auf den produktiven Sektor (Ziff. 10-45) abstellte. Zwar arbeitete der Beschwerdeführer in der Vergangenheit schwergewichtig im produktiven Sektor, indessen dehnte er 2001 seine Erwerbstätigkeit in den Dienstleistungssektor aus.
Abweichend von der Berechnung der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 11/39 S. 5), ergibt sich das folgende Valideneinkommen: Gemäss LSE 2004 beträgt der Zentralwert der Löhne aller Wirtschaftszweige für Männer auf dem tiefsten Anforderungsniveau Fr. 4'588.--. Dieser Lohn basiert auf einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Im Durchschnitt betrug diese im Jahr 2007 effektiv 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 12-2007, S. 98 T. B 9.2). Entsprechend beträgt der durchschnittliche Monatslohn Fr. 4’783.-- (Fr. 4'588.-- : 40 x 41,7). Des Weiteren ist das Einkommen der Lohnentwicklung bis zum Jahr 2007 anzupassen. 2005 betrug die Nominallohnentwicklung 1 % und 2006 1,2 % (Die Volkswirtschaft, 12-2007, S. 99 T. B 10.2). 2005 wuchs der monatliche Lohn somit um Fr. 48.-- auf Fr. 4'831.-- (Fr. 4’783.-- x 0,01) und 2005 um Fr. 58.-- auf Fr. 4'889.-- (Fr. 4'831.-- x 0,012). Das Valideneinkommen beläuft sich demgemäss auf Fr. 58'668.--.
5.2 Nicht zu beanstanden ist die Bemessungsweise des Invalideneinkommens, das heisst, dass der Beschwerdeführer trotz der gesundheitlichen Einschränkung an sich dasselbe Einkommen zu erzielen vermöchte, abzüglich eines behinderungsbedingten Einschlags von 10 % (Urk. 11/39 S. 5). Das Invalideneinkommen beträgt somit Fr. 52'801.--.
5.3 Aufgrund der Einkommensdifferenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen von 10 % besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Die angefochtene Verfügung vom 31. Oktober 2007, mit der die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine Rente verneinte, ist somit korrekt.

6.      
6.1     Angesichts der invaliditätsbedingten Einkommenseinbusse von 10 % ist, wie die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 1. November 2007 betreffend berufliche Massnahmen zutreffend festgehalten hat (Urk. 2/2 S. 1), die praxisgemässe Erheblichkeitsgrenze von rund 20 % für den Anspruch auf Gewährung einer Umschulungsmassnahme (vgl. BGE 130 V 488 Erw. 4.2, 124 V 110 f. Erw. 2a und b mit Hinweisen auf u.a. AHI 1997 S. 80 Erw. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 Erw. 3) nicht erreicht. Die Verneinung des Anspruchs auf eine Umschulungsmassnahme ist mithin nicht zu beanstanden.
6.2     Zu Recht verneint hat die Beschwerdegegnerin auch den Anspruch auf Arbeitsvermittlung. Entgegen den Feststellungen im Protokoll betreffend das Abschlussgespräch im Rahmen der Arbeitsvermittlung durch die Arbeitslosenversicherung (vgl. Urk. 7), kann das Scheitern der Vermittlungsbemühungen, soweit sie eine angepasste Tätigkeit betrifft, nicht den gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers zugeschrieben werden. Diese wirken sich in einer angepassten Tätigkeit höchstens geringgradig zusätzlich behindernd aus. Eine solche Tätigkeit vermöchte der Beschwerdeführer grundsätzlich vollzeitlich auszuführen.
         Des weiteren gilt es zu beachten, dass im Bereich der Invalidenversicherung nicht die Verhältnisse auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt massgebend sind, sondern diejenigen auf einem sogenannt ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. AHI 1998 S. 290 f. Erw. 3b; Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen S. vom 29. März 2005, I 273/04, in Sachen V. vom 5. Mai 2004, I 591/02, in Sachen K. vom 13. März 2000, I 285/99, und in Sachen K. vom 17. April 2000, U 176/98). Insgesamt sind die Voraussetzungen gemäss vorstehender Erwägung 2.3 nicht erfüllt.
6.3     Formell nicht befunden hat die Beschwerdegegnerin über den Antrag des Beschwerdeführers auf Berufsberatung (vgl. Urk. 11/13 S. 6 Ziff. 7.8). Tatsächliche Auswirkungen hat dieses Versäumnis indessen keine. Es ist nicht ersichtlich, dass bei der Wahl der künftigen Tätigkeit gesundheitlich bedingte Schwierigkeiten bestehen. Für den Beschwerdeführer kommen, wie bereits früher, weiterhin schwergewichtig Hilfstätigkeiten respektive ungelernte Tätigkeiten in Frage. Die Voraussetzungen gemäss vorstehender Erwägung 2.4 sind nicht gegeben.
         Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die angefochtenen Verfügungen vom 31. Oktober und 1. November 2007 nicht zu beanstanden sind. Die dagegen erhobene Beschwerde ist demgemäss abzuweisen.


Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.         Zustellung gegen Empfangsschein an:
- B.___
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
- die Gerichtskasse (nach Eintritt der Rechtskraft)
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
           Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
           Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).