Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/IV.2008.00935.html 

Entscheide



IV.2008.00935

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichterin Bürker-Pagani

Ersatzrichterin Maurer Reiter

Gerichtssekretärin Sager
Urteil vom 30. November 2009
in Sachen
X.___
 
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin Maria-Luisa Fuentes
Schmidt Eugster Rechtsanwälte
Bahnhofstrasse 10, Postfach 1491, 8700 Küsnacht ZH

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin


Sachverhalt:
1.       Der 1964 geborene X.___ schloss im Jahr 1984 eine Lehre als Elektromechaniker mit einem eidgenössischen Fähigkeitsausweis ab (Urk. 11/3 S. 4, Urk. 11/32 S. 5). Seine weitere berufliche Laufbahn war durch verschiedene Tätigkeiten und Unterbrüche gekennzeichnet (vgl. Urk. 11/7).
         Am 10. Januar 2006 meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung für Berufsberatung und eine Umschulung an (Urk. 11/3; vgl. Urk. 11/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), klärte daraufhin die medizinischen und beruflichen Verhältnisse ab (Urk. 11/7-8, Urk. 11/12, Urk. 11/13-14, Urk. 11/18). Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens (Urk. 11/21, Urk. 11/23) holte sie einen weiteren medizinischen Bericht ein (Urk. 11/30) und veranlasste die Berufsberatung (vgl. Urk. 11/49). In der Folge teilte sie dem Versicherten mit Schreiben vom 13. August 2007 mit, sie übernehme die Kosten für eine dreimonatige Abklärung in der Y.___ (Urk. 11/40). Mit Verfügung vom 1. Oktober 2007 wurde ihm sodann ein Taggeld von Fr. 88.-- für die Dauer der beruflichen Abklärung vom 1. September bis zum 2. Dezember 2007 zugesprochen (Urk. 11/47). Die Abklärung liess den Eintritt in die freie Wirtschaft und die gewünschte Umschulung im IT-Bereich kurzfristig als nicht realistisch erscheinen (Urk. 11/56 S. 7; vgl. auch Urk. 11/60 S. 3), weshalb dem Versicherten mit Schreiben vom 9. Januar 2008 mitgeteilt wurde, es würden die Kosten für ein Arbeitstraining im Bürobereich in der Y.___ übernommen (Urk. 11/59). Mit Verfügungen vom 14. Januar 2008 wurden ihm daraufhin ein Taggeld von Fr. 104.-- für die Dauer des Arbeitstrainings vom 7. Januar bis zum 6. April 2008 und vom 3. bis zum 31. Dezember 2007 ein Wartetaggeld von Fr. 88.-- sowie vom 1. bis zum 6. Januar 2008 ein solches von Fr. 104.-- zugesprochen (Urk. 11/65-67). Gegen diese Verfügungen liess der Versicherte am Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Beschwerde erheben mit dem Antrag auf Zusprache höherer Taggelder (Verfahren Nr. IV.2008.00177; vgl. Urk. 11/74 S. 5-14). Mit Schreiben vom 10. April 2008 stellte der Versicherte sodann ein Gesuch um Umschulung zum Applikationsentwickler (Urk. 11/79). Nachdem die Y.___ den zweiten Bericht vom 1. Mai 2008 verfasst hatte (Urk. 11/81), führte die IV-Stelle das Vorbescheidverfahren durch (Urk. 11/86, Urk. 11/90) und wies das Gesuch des Versicherten um Gewährung beruflicher Massnahmen mit Verfügung vom 16. Juli 2008 ab (Urk. 2).

2.       Gegen diese Verfügung liess der Versicherte mit Eingabe vom 15. September 2008 Beschwerde erheben und die folgenden Anträge stellen (Urk. 1):
"1. Die Verfügung vom 16.07.2008 sei aufzuheben.
 2.  Es sei der aktuelle Berufsberater durch eine/n andere/n zu ersetzen.
 3.  Es sei eine Verfügung zu erlassen, die dem Versicherten so bald als möglich ein Arbeitstraining bei der Y.___ mit begleiteter externer Schulung in ECDL-Core und anschliessend externer Schulung in ECDL advanced gemäss IVG 17 i.V.m. IVV 6 bewilligt.
 4.  Es sei eine Verfügung zu erlassen, die dem Versicherten eine zweijährige Ausbildung zum Applikationsentwickler gemäss IVG 17 i.V.m. IVV 6 bewilligt.
 5.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin."
         Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 8. Dezember 2008 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Mit Schreiben vom 14. August 2009 wurde dem Versicherten eine Kopie der Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 12).


Das Gericht zieht in Erwägung:
1.      
1.1     Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.    diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.    die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Abs. 1).
         Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in:
a.    medizinischen Massnahmen;
a.bis Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung;
b.    Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe);
d.    der Abgabe von Hilfsmitteln (Abs. 3).
1.2     Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Abs. 1). Als Umschulung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
         Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der "annähernden Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 Erw. 4.2 S. 489 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts in Sachen M. vom 8. August 2008, 8C_163/2008, Erw. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 130 V 488 Erw. 4.2, 124 V 110 f. Erw. 2a und b mit Hinweisen auf u.a. AHI 1997 S. 80 Erw. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 Erw. 3).
1.3     Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen).

2.       Die IV-Stelle hielt fest, der Beschwerdeführer habe nach Abschluss der Lehre als Elektromechaniker im Jahr 1987 nie auf dem erlernten Beruf gearbeitet und sich immer mit unterdurchschnittlich bescheidenen Einkommen begnügt. Ein solches könne er weiterhin erzielen, weshalb es an der Voraussetzung der invaliditätsbedingten Notwendigkeit einer Umschulung fehle. Aus diesem Grunde könne die Frage der Befangenheit des Berufsberaters offen gelassen werden (Urk. 2).
         Dagegen macht der Beschwerdeführer zusammengefasst geltend, er könne aus gesundheitlichen Gründen die Tätigkeit als Elektromechaniker nicht mehr ausüben. Er habe daher Anspruch auf eine Umschulung zum Applikationsentwickler. Da er aus gesundheitlichen Gründen seit 1994 kein zu berücksichtigendes Erwerbseinkommen mehr erzielt habe, sei für das Valideneinkommen auf das im Jahr 1994 erzielte Einkommen abzustellen. Bis zum Beginn der Umschulung sei ihm ein überbrückendes Arbeitstraining zu gewähren. Die anfänglich gute Zusammenarbeit in der Berufsberatung sei sodann durch einen Beraterwechsel verunmöglicht worden. Das Vertrauensverhältnis sei zerstört. Es sei daher ein Berufsberaterwechsel vorzunehmen (Urk. 1).

3.      
3.1     Aus dem Bericht von Dr. med. Z.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. März 2008 geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer vom 4. Mai 1992 bis zum 21. Januar 1993 wegen einer neurotischen Depression (ICD-10: F34.1) mit einzelnen Zügen einer Persönlichkeitsstörung bei ihm in psychiatrischer Behandlung befand (Urk. 3/7).
        
         Am 6. Dezember 1994 überwies der behandelnde Hausarzt Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, den Beschwerdeführer an den Psychiater Dr. med. T.___ mit der Bitte um Weiterbehandlung. Es sei unter schweren Arbeitsbedingungen zu einem ausgeprägten depressiven Zustandsbild gekommen (Urk. 3/8).
         Im Bericht der psychiatrischen Klinik B.___ vom 15. Januar 2004 wurde festgehalten, dass zwischen 1992 und 1994 fast durchgehend eine depressive Symptomatik vorgelegen habe. Seither bestünden circa zwei depressive Phasen pro Jahr, welche saisonal nicht gebunden und für welche keine auslösenden Faktoren eruierbar seien. In C.___ habe der Beschwerdeführer allerdings keine depressive Symptomatik. Seit Mitte Dezember 2003 habe er wieder eine depressive Entwicklung gehabt. Klare auslösende Faktoren seien nicht zu eruieren. Eine Aggravierung durch die psychosoziale Belastung im Rahmen beruflicher, psychischer und physischer Überforderung habe bestanden. Es sei von einer rezidivierenden depressiven Erkrankung auszugehen (ICD-10: F33.2). Aktuell bestehe eine schwere Episode ohne psychotische Symptome sowie der Verdacht auf eine Dysthymie (ICD-10: F34.1) (Urk. 3/9).
         Aus dem Bericht betreffend das Vorgespräch in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie D.___ vom 25. Februar 2005 gehen die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (IDC-10: F33.10), eines Verdachts auf akzentuierte Persönlichkeitszüge mit passiv-aggressiven und depressiven Zügen sowie die Differentialdiagnose einer Persönlichkeitsstörung hervor (Urk. 11/14 S. 5 f.).
         Dr. med. E.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, bei welcher sich der Beschwerdeführer vom 19. April 2005 bis zum 31. Januar 2006 in Behandlung befand, führte in ihrem Bericht vom 14. April 2006 die Diagnose rezidivierender depressiver Vestimmungszustände bei etwas infantiler Persönlichkeit auf. Der Beschwerdeführer klage über ständige Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Schmerzen im Rücken und Nacken. Er brauche als medizinische Massnahme weniger Gespräche als vielmehr eine geregelte Tagesstruktur und Beschäftigungstherapie, also Behandlungen, welche in einer Klinik angeboten würden (Urk. 11/14 S. 1 f.).
         Im Bericht der Psychiatrischen Klinik F.___ vom 8. Juni 2006, wo der Versicherte vom 15. Februar bis zum 2. Juni 2006 teilstationär behandelt worden war, wurde die Diagnose eines Verdachts auf eine mittelschwere depressive Episode (ICD-10: F32.2) bei narzisstischen Persönlichkeitszügen aufgeführt. Seit der Kindheit habe eine depressive Grundstimmung bestanden. Im Jahr 1991 habe eine erste ambulante Behandlung stattgefunden, im Jahr 1994 sei es zu einer erneuten Verschlechterung mit anschliessender zweijähriger Arbeitslosigkeit gekommen. Nach einem Arbeitsunfall im Jahr 2003 im Rahmen einer Temporärarbeit als Lagerarbeiter sei eine Krankschreibung erfolgt, die aufgrund einer depressiven Episode bis heute mehr oder weniger kontinuierlich fortbestanden habe. Nach einer einmonatigen Reise nach G.___ im März 2005 habe der Krankentaggeldversicherer die Fortzahlung der Taggelder eingestellt. Durch die entstandenen finanziellen Schwierigkeiten habe sich der Gesundheitszustand massiv verschlechtert. Im Rahmen der Behandlung sei psychotherapeutisch einerseits der Aktivitätenaufbau wichtig gewesen, da der Versicherte immer wieder Phasen mit starker Antriebshemmung und Müdigkeit, die zu Verspätungen und Abwesenheiten geführt hätten, aufgewiesen habe. Im Rahmen des intensiven Therapieprogramms habe eine partielle Besserung der Anfangssymptomatik erreicht werden können, weshalb die Arbeitsfähigkeit bei Klinikaustritt auf ein Pensum von 20 % ab Juni 2006 eingeschätzt worden sei (Urk. 3/6).
         Nach dem Klinikaustritt erfolgte die Weiterbetreuung durch Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie (vgl. Urk. 3/6 S. 1 und S. 3). Dieser führte in seinem Bericht vom 13. Oktober 2006 die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, derzeit leichte Episode (ICD-10: F33.20) bei einem Status nach mittelschwerer Episode (vgl. Urk. 11/30 S. 6 f.) und einer Diskushernie L4/L5 auf. Die Depressionen könnten in ursächlichem Zusammenhang mit der beruflichen Situation des Versicherten gesehen werden. In den letzten Jahren der geregelten beruflichen Tätigkeit habe er für geraume Zeit keinen Sinn mehr in seiner Arbeit gesehen und habe diese als unnütz, unbefriedigend und nicht erfüllend erlebt. Auf der anderen Seite habe der Versicherte in seinem Entwicklungshilfeprojekt deutliche Energien entwickelt. Wünschenswert sei eine berufliche Abklärung. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Weiterbildung zu unterstützen, da sich die beruflich anhaltend unbefriedigende Situation als Hauptbedingungsfaktor für die bisherigen depressiven Episoden herauskristallisiert habe (Urk. 11/18).
         Aus dem Bericht des I.___ vom 18. Februar 2007 gehen die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1) sowie eines chronischen lumbovertebralen Syndroms bei Verdacht auf Diskusprolaps L5/S1 hervor. Aktueller Auslöser der Depression sei die Mitteilung des IV-Berufsberaters, dass der Beschwerdeführer keine Umschulung machen könne. Aufgrund des protrahierten Verlaufs sei eine ambulante tagestherapeutische Rehabilitationsbehandlung indiziert. Eine Umschulung wäre zur Verhinderung eines Dauerrenten-/Arbeitsunfähigkeitsfalles sehr wichtig. Es müsse verhindert werden, dass der Beschwerdeführer ein Renten-/Sozialamtdasein fristen müsse (Urk. 3/10). Im Wesentlichen gleichen Inhalts ist der Bericht des I.___ vom 17. Juni 2008 (Urk. 11/91 S. 2 f.).
         Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Chirurgie, führte in seinem Bericht vom 14. März 2008 die Diagnosen eines chronischen lumbo-vertebralen Syndroms bei im MRI nachgewiesener Dikushernie L4/5, eines zerviko-cephalen Schmerzsyndroms und einer mittelgradigen depressiven Episode auf. Im Ursprungsberuf als Elektromechaniker sei der Beschwerdeführer wegen der vor allem belastungsabhängigen Rückenbeschwerden permanent zu 100 % arbeitsunfähig. Aus somatischer Sicht sei er in einer leichten, wechselbelastenden Arbeit mit wahlweise Sitzen oder Stehen und ohne Heben von schweren Lasten - nicht mehr als 10 kg kurzfristig und 2 kg längerfristig -, ohne Überkopfarbeit und ohne Arbeit in vornübergeneigter Haltung voll arbeitsfähig. Diese leidensangepasste Tätigkeit schliesse Büroarbeiten aus. Die Arbeit als Informatiker erfülle hingegen die Anforderungen, da insbesondere die Bedingungen der Wechselbelastung und der freien Arbeitsgestaltung erfüllt seien. Ausserdem müsse er keine schweren Lasten heben (Urk. 11/78 S. 1 f.). Aus Dr. J.___s Arbeitszeugnissen vom 7. und 16. November 2006, vom 16. Dezember 2006 und vom 2. Januar 2007 geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer für mittelschwere bis schwere Arbeit (insbesondere Zeitungsaustragen) aus medizinischen Gründen vom 7. November 2006 bis zum 1. März 2007 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei (Urk. 11/22 S. 1 ff.).
3.2    
3.2.1   Aus den oben erwähnten Akten ergibt sich im Wesentlichen übereinstimmend, dass beim Beschwerdeführer seit der Kindheit eine depressive Grundstimmung besteht, es im Jahr 1992 zu einer ersten ambulanten Behandlung und im Jahr 1994 zu einer kurzfristigen Verschlechterung der Symptomatik kam (Urk. 3/6 S. 1, Urk. 3/7, Urk. 3/8, Urk. 3/9 S. 2, Urk. 3/10 S. 2, Urk. 3/11, Urk. 11/14 S. 1 f.). Mit Ausnahme des Zeitraums von September bis Oktober 1994 (vgl. Urk. 3/8 S. 1, Urk. 11/18 S. 1) geht jedoch aus keinem der ärztlichen Berichte eine Arbeitsunfähigkeit für die Zeit bis Dezember 2003 hervor. Darauf ist abzustellen und es ist festzuhalten, dass für die Zeit bis Dezember 2003 keine relevante und zu berücksichtigende Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen vorlag. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass insbesondere die im Zusammenhang mit Problemen am Arbeitsplatz bei der K.___ (vgl. Urk. 3/3) eingetretene kurzfristige Verschlechterung der Symptomatik im September und Oktober 1994 zu keiner längerdauernden Arbeitsunfähigkeit geführt hatte (Urk. 3/8). So hielt Dr. A.___ bereits in seinem Bericht vom 6. Dezember 1994 fest, es sei zu einer erfreulichen Stabilisierung mit Rückkehr an den Arbeitsplatz gekommen (Urk. 3/8; vgl. auch Urk. 11/18 S. 1). Ausserdem lassen die gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) bezogenen Arbeitslosentaggelder (zum Beispiel Fr. 50'919.-- im Jahr 1995) in den Jahren 1994 bis 1996 auf eine 100%ige Vermittlungsfähigkeit und mithin 100%ige Arbeitsfähigkeit schliessen (Urk. 11/29 S. 2). Auch die diversen vom Beschwerdeführer selber organisierten und wahrgenommenen längeren Auslandsreisen nach L.___ und C.___ sowie die Fähigkeit, ein Entwicklungshilfeprojekt zu gründen und aufzubauen (Urk. 3/6 S. 2 f., Urk. 3/9 S. 1, Urk. 3/10 S. 2, Urk. 11/18 S. 2, Urk. 11/32 S. 1), lassen eine Arbeitsunfähigkeit als unwahrscheinlich erscheinen. Für die vom Beschwerdeführer behauptete seit 1994 bestehende Unmöglichkeit, aus gesundheitlichen Gründen einer Erwerbstätigkeit längerfristig und nachhaltig nachzugehen (Urk. 1 S. 5, S. 9 f., S. 14, S. 17), bestehen somit keine medizinischen Gründe. Der zu Handen der Vertreterin des Beschwerdeführers erstellte Bericht des I.___ vom 17. Juni 2008 (Urk. 11/91 S. 2) vermag daran nichts zu ändern, da dieser Bericht beziehungsweise die darin enthaltene Einschätzung, der Beschwerdeführer sei seit 1994 praktisch arbeitsunfähig, als reine Gefälligkeit einzustufen ist. Denn es wurde darin weder eine Diagnose genannt noch dargelegt, inwiefern diese die Arbeitsfähigkeit seit 1994 einschränken soll. Auch wurde nicht zu den früheren Arztberichten Stellung genommen, welche für die Zeit ab 1994 keine Arbeitsunfähigkeit attestieren. Ausserdem wurde im Bericht der gleichen Institution vom 17. Mai 2006 ausdrücklich festgehalten, dass eine Arbeitsunfähigkeit erst seit 2004 bestehe (Urk. 11/30 S. 6).
         Dass der Beschwerdeführer in der Zeit bis Dezember 2003 aus somatischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen wäre, ergibt sich ebenfalls aus keinem der medizinischen Berichte.
3.2.2   Für die Zeit von Dezember 2003 bis 2. Juni 2006 bestand hingegen - insbesondere gestützt auf die Einschätzung Dr. H.___s vom 13. Oktober 2006 (Urk. 11/18 S. 2) - anfänglich aus somatischen und mit dem Arbeitsunfall vom Dezember 2003 zusammenhängenden Gründen und ab März 2004 aus psychischen Gründen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit mit zwei kurzfristigen Arbeitsversuchen mit einem 50%igen Pensum. Ab dem 3. Juni 2006 ist sodann ebenfalls gestützt auf die Einschätzung Dr. H.___s von einer Besserung der psychischen Erkrankung auszugehen, welche eine schrittweise Erhöhung der Arbeitsfähigkeit ermöglichte (Urk. 11/13 S. 1, Urk. 11/14 S. 1, Urk. 11/18 S. 2, Urk. 11/30 S. 6).
3.2.3   Gestützt auf die Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr. H.___ vom 13. Oktober 2006 ist sodann festzuhalten, dass ab dem 1. Oktober 2006 in psychischer Hinsicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorlag (Urk. 11/18 S. 2). Dass Dr. H.___ in der medizinischen Beurteilung der Arbeitsbelastbarkeit im gleichen Bericht eine lediglich 40%ige Arbeitsfähigkeit attestierte und als Ziel eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab 2007 formulierte (Urk. 11/18 S. 5), vermag daran nichts zu ändern. Denn es ist davon auszugehen, dass in der medizinischen Beurteilung der Arbeitsbelastbarkeit im Gegensatz zur medizinisch-theoretischen Einschätzung (Urk. 11/18 S. 2) auch unbeachtliche subjektive Gesichtspunkte einflossen. So gab Dr. H.___ an, die Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit seien nicht eingeschränkt, hielt aber bei den Bemerkungen fest, sie seien abhängig von der jeweiligen Tätigkeit (Urk. 11/18 S. 5). Schliesslich ergibt sich auch aus den Berichten des I.___ vom 18. Februar 2007 und vom 17. Juni 2008, welche eine Zunahme der Depression attestieren, keine medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, zumal ausdrücklich festgehalten wurde, dass eine Umschulung nötig, wichtig und unterstützenswert sei (Urk. 3/10, Urk. 11/91 S. 2).
3.2.4   In somatischer Hinsicht besteht schliesslich - gestützt auf die Einschätzung Dr. J.___s - in einer leichten, wechselbelastenden, angepassten Arbeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/30 S. 2-5, Urk. 11/90 S. 11 f.).

4.       In Bezug auf den beruflichen Werdegang ergibt sich aus dem Lebenslauf des Beschwerdeführers (Urk. 11/32), dem Bericht der psychiatrischen Klinik B.___ vom 15. Januar 2004 (Urk. 3/9), dem Bericht der Psychiatrischen Klinik F.___ vom 8. Juni 2006 (Urk. 3/6 S. 2; vgl. auch den Bericht vom 12. März 2006, Urk. 11/13), dem Bericht von Dr. H.___ vom 13. Oktober 2006 (Urk. 11/18 S. 1 f.) und dem Bericht des I.___ vom 18. Februar 2007 (Urk. 3/10), welche zudem den Angaben im IK-Auszug vom 4. April 2007 (Urk. 11/29) entsprechen, im Wesentlichen übereinstimmend, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1984 die Lehre zum Elektromechaniker abschloss und anschliessend von 1985 - 1986 der Tätigkeit als technischer Zeichner nachging. Von 1986 bis 1990 war der Beschwerdeführer selbständig erwerbstätig (vgl. auch Urk. 3/3-4). Nach einem halbjährigen Sprachaufenthalt in M.___ im Jahr 1991 nahm er eine Tätigkeit bei der K.___ im Rahmen eines 50%-Pensums auf (vgl. Urk. 11/29). In seiner freien Zeit versuchte er, Projekte aufzuziehen (zum Beispiel den Verkauf von Autoersatzteilen und Tanzschuhen; vgl. Urk. 3/6 S. 2). Nach einer Teilzeittätigkeit für die N.___ im Jahr 1993 wurde er von der K.___ ab 1. August 1993 zu 100 % angestellt (Urk. 3/3). Im Dezember 1994 erfolgte die Kündigung wegen Schwierigkeiten mit den Vorgesetzten (vgl. Urk. 3/8). Daraufhin bezog der Beschwerdeführer bis 1996 Arbeitslosentaggelder. Ab 1996 ging er lediglich verschiedenen Temporärarbeiten nach (vgl. Urk. 3/10 S. 2). Dazwischen unternahm er viele Auslandsreisen in O.___ und C.___. Entsprechend bezeichnet der Beschwerdeführer den Zeitraum von 1995 bis 1998 als Lehr- und Wanderjahre (Urk. 11/32). Aus dem IK Auszug ergeben sich für die Zeit von 1998 bis 2002 sodann keine Einkünfte (Urk. 11/29). Dem Lebenslauf ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer von 1999 bis 2006 als Projektleiter für den Aufbau eines Entwicklungshilfeprojektes in G.___ und P.___ verantwortlich war (Urk. 11/32). Vom 6. Oktober 2003 bis zum 30. Juni 2004 bezog er einen Lohn aufgrund einer Teilzeittätigkeit bei der Q.___. Seinen letzten Arbeitstag hatte er jedoch wegen eines Unfalls am Arbeitsplatz (Urk. 3/6 S. 1) bereits am 9. Dezember 2003 gehabt (vgl. Urk. 11/12 S. 6 f.). In der Folge bezog er Unfall- und Krankentaggelder (Urk. 11/18 S. 1). Aus dem IK-Auszug ergibt sich schliesslich im Jahr 2005 ein Einkommen von Fr. 6'921.-- des R.___, im Jahr 2006 ein solches von Fr. 4'403.-- der S.___ (Urk. 11/29 S. 2 f.).

5.
5.1     Der Anspruch auf Umschulung setzt - wie in Erw. 1.2 erwähnt - voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet. Für die Bemessung der Erwerbseinbusse ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen.
5.2    
5.2.1   Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 Erw. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen). Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen Saisonnierstatus) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte (BGE 125 V 146 Erw. 5c/bb S. 157 mit Hinweisen). Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 Erw. 4.4 S. 225). Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch Abstellen auf die statistischen Werte (vgl. SVR 2008 IV Nr. 2 S. 3, I 697/05 und Urteil I 750/04 vom 5. April 2006, Erw. 5.5) oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes (vgl. Urteil U 454/05 vom 6. September 2006, Erw. 6.3.3 mit Hinweisen) erfolgen (BGE 134 V 322 Erw. 4.1 mit Hinweisen).
5.2.2   Wie bereits erwähnt (vgl. Erw. 3.2.1), war der Beschwerdeführer bis Dezember 2003 zu 100 % arbeitsfähig. Der von vielen Wechseln und Unterbrüchen gekennzeichneten beruflichen Situation in der Zeit von 1994 bis Dezember 2003 liegen somit - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1) - keine medizinischen Gründe zugrunde. Damit ist für die Bemessung des Valideneinkommens auch nicht auf das im Jahr 1994 bei der K.___ erzielte Einkommen abzustellen. Das Valideneinkommen ist vielmehr ausgehend von dem in den Jahren 2003 und 2004 bei der Q.___ erzielten Einkommen zu beziffern, da das Einkommen des R.___ des Jahres 2005 (Fr. 6'921.--, vgl. Urk. 11/29 S. 3) aufgrund der Geringfügigkeit als nicht massgeblich betrachtet werden kann und die Tätigkeit bei der S.___ aufgrund gesundheitlicher Beschwerden nur sehr kurz ausgeübt werden konnte (vgl. Urk. 11/22 S. 1 ff, Urk. 11/29 S. 3). Gemäss den Angaben der Q.___ vom 5. April 2006 arbeitete der Beschwerdeführer teilzeitlich circa 30 Stunden pro Woche zu einem Stundenlohn von Fr. 25.50 (Urk. 11/12 S. 6). Hochgerechnet auf ein Jahr resultiert daraus für das Jahr 2004 ein Einkommen von Fr. 39'780.-- (30 x Fr. 25.50 = Fr. 765.--; Fr. 765.-- x 52 Wochen = Fr. 39'780.--). Von diesem Einkommen ist auszugehen, denn es bestehen - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1) - Hinweise dafür, dass er sich aus freien Stücken mit einem bescheidenen Einkommensniveau begnügen wollte. So ging der Beschwerdeführer über viele Jahre hinweg trotz einer 100%igen Arbeitsfähigkeit nur sporadisch und teilzeitlich einer Erwerbstätigkeit nach. In der zur Verfügung stehenden freien Zeit verfolgte er private Projekte und unternahm Auslandsreisen. Dass der Beschwerdeführer im Hinblick auf die Gründung einer Familie eine Erwerbseinbusse nicht freiwillig hingenommen habe (Urk. 1 S. 4 f.), vermag nicht zu überzeugen. Denn er hätte viele Jahre Zeit gehabt, die Situation zu verbessern, bevorzugte jedoch die von ihm gewählte Lebensweise. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Männerlöhne von 1975 Punkten im Jahr 2004 auf 2092 Punkte im Jahr 2008 (Die Volkswirtschaft, 9-2009, Tabelle B10.3, S. 95) ergibt sich damit für das Jahr 2008 ein Valideneinkommen von Fr. 42'137.--.
5.3     Beim Beschwerdeführer besteht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten, wechselbelastenden Arbeit ohne Heben von schweren Lasten und ohne Arbeit in vornübergeneigter Haltung. Damit steht ihm auch ohne zusätzliche berufliche Ausbildung zumindest eine sehr breite Palette an Überwachungs- und Hilfstätigkeiten offen. Für die Ermittlung des Einkommens, welches er in den für ihn ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten erzielen könnte, ist daher auf den Totalbetrag des Anforderungsniveaus 4 der Tabellenlöhne gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Jahres 2006 (LSE 2006, Tabelle TA1, Total Anforderungsniveau 4, S. 25) abzustellen. Unter Berücksichtigung der im Jahr 2008 geltenden wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden sowie der Nominallohnentwicklung für Männerlöhne von 2014 Punkten im Jahr 2006 auf 2092 Punkte im Jahr 2008 (Die Volkswirtschaft, 9-2009, Tabelle B9.2 und B10.3, S. 94 f.) ergibt sich somit ein Invalideneinkommen von Fr. 61'343.--.
         Da das Invalideneinkommen von Fr. 61'343.-- das Valideneinkommen von Fr. 42'137.-- übersteigt, kann offen gelassen werden, ob und in welcher Höhe ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen wäre. Denn selbst bei einem leidensbedingten Abzug von 25 % ist das Invalideneinkommen (Fr. 61'343.-- - 25 % = Fr. 46'007.--) noch immer höher als das Valideneinkommen.
         Damit erleidet der Beschwerdeführer keine Erwerbseinbusse. Es besteht weder ein Anspruch auf eine Umschulung noch ein solcher auf das beantragte Arbeitstraining mit externer Schulung.

6.      
6.1     Gemäss Art. 15 IVG haben Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch auf Berufsberatung. Der Leistungsanspruch setzt voraus, dass die versicherte Person an sich zur Berufswahl oder zur beruflichen Neuorientierung fähig ist, infolge ihres Gesundheitszustandes aber darin behindert ist, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können (ZAK 1977 S. 191 Erw. 2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen A. vom 15. Februar 2000, I 431/99). In Betracht fällt jede körperliche oder psychische Beeinträchtigung, die den Kreis der für die versicherte Person nach ihrer Eignung und Neigung möglichen Berufe oder Betätigungen einengt oder die Ausübung der bisherigen Aufgabe unzumutbar macht. Ausgeschlossen sind geringste Behinderungen, die keine nennenswerte Beeinträchtigung zur Folge haben und deshalb die Inanspruchnahme der Invalidenversicherung nicht rechtfertigen (BGE 114 V 29 f. Erw. 1a mit Hinweisen).
6.2     Wie erwähnt, steht dem Beschwerdeführer eine sehr breite Palette an Überwachungs- und Hilfstätigkeiten offen. Es ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer infolge seines eher geringfügigen somatischen Gesundheitsschadens in der Berufswahl behindert sein soll, weil die Kenntnisse über Neigungen, berufliche Fähigkeiten und Möglichkeiten nicht ausreichen, um einen der Behinderung angepassten Beruf wählen zu können. Es besteht daher auch kein Anspruch auf Berufsberatung. Damit wird das Gesuch des Beschwerdeführers um einen Berufsberaterwechsel hinfällig.
         Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

7.       Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.



Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.         Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwältin Maria-Luisa Fuentes
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
           Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
           Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).