Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/IV.2009.00592.html 

Entscheide



IV.2009.00592

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter

Gerichtssekretärin Kobel
Urteil vom 10. Dezember 2010
in Sachen
X.___

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring
Anwaltskanzlei Kieser Senn Partner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin


Sachverhalt:
1.
1.1     X.___, geboren 1955, ist gelernter Carrosserie-Spengler und führte seit 1979 einen eigenen Betrieb in Z.___.
         Am 28. August 2003 meldete X.___ der "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft ("Zürich"), bei der er über eine Taggeldversicherung nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; vgl. das Schreiben der "Zürich vom 4. März 2004, Urk. 12/16/9) sowie über verschiedene weitere Versicherungen nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) verfügt (vgl. die beigezogenen Akten der "Zürich" in Urk. 12/1-26), dass er am 18. Juni 2003 beim Laufen auf der Einfahrt zu seinem Betrieb ein plötzliches Knacken und einen heftigen Schmerz im linken Fuss verspürt habe (Unfallmeldung UVG, Urk. 8/21 S. 3). Die magnetresonanztomographische Untersuchung des linken Mittelfusses führte zur Diagnose einer Teilruptur des medialen Abschnittes der Plantaraponeurose (Bericht des Medizinisch Radiodiagnostischen Instituts A.___ vom 26. August 2003, Urk. 8/21 S. 13; Zeugnisse des Hausarztes Dr. med. B.___, Spezialarzt für Innere Medizin, vom 8. September 2003 und vom 24. Oktober 2003, Urk. 8/21 S. 35 und S. 33; Bericht von Dr. B.___ an die "Zürich" vom 12. März 2004, Urk. 8/21 S. 28). Die "Zürich" anerkannte das gemeldete Ereignis als Unfall und richtete dem Versicherten unter anderem ab dem 19. Juli 2003 Taggelder aus, bis Mitte August 2003 auf der Basis einer 100%igen und danach auf der Basis einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit (vgl. die Abrechnungen in Urk. 8/21 S. 39-53).
1.2     Als die Schmerzen im Fuss persistierten, wurde im Mai 2004 auf Zuweisung von Dr. med. C.___, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Fusschirurgie, eine Untersuchung in der Klinik D.___ durchgeführt (Berichte der Klinik vom 2. Juni und vom 11. August 2004, Urk. 8/21 S. 23-24 und Urk. 8/5 S. 7), danach fand im Oktober 2004 eine Konsultation bei Dr. med. E.___, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, statt (Bericht vom 25. Oktober 2004, Urk. 8/10 S. 6-7), und im Januar 2005 sprach der Versicherte ein weiteres Mal in der Klinik D.___ vor, wo nach erneuter Magnetresonanztomographie im linken Fuss neu ein 12 mm grosses Ganglion entdeckt wurde, wogegen keine Läsion der Plantaraponeurose mehr gefunden werden konnte (Bericht vom 13. Januar 2005, Urk. 8/21 S. 11; Berichte von Dr. C.___ vom 19. Januar 2005, Urk. 8/21 S. 6-7 und S. 8-9). Daneben wurden Röntgenaufnahmen des Beckens gemacht (Bericht der Klinik D.___ vom 13. Januar 2005, Urk. 8/21/12).
1.3     Am 22. Juli 2004 hatte sich X.___ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle, beschaffte die Berichte von Dr. B.___ vom 30./31. August 2004 und vom 3. Januar 2005 (Urk. 8/5 S. 1-5 und Urk. 8/9), den Bericht der Klinik D.___ vom 25./26. August 2004 (Urk. 8/6 S. 1-5), den Bericht von Dr. E.___ vom 27. Januar 2005 (Urk. 8/10 S. 1-5) und den Bericht von Dr. C.___ vom 3. Februar 2005 (Urk. 8/13). Des Weiteren liess sie sich vom Versicherten die betrieblichen Jahresrechnungen der Jahre 2000-2004 zustellen (Urk. 8/8 und Urk. 8/23) und zog von der "Zürich" verschiedene Unterlagen bei (Urk. 8/21 S. 1-53).
1.4     Am 10. Mai 2005 meldete X.___ der "Zürich", dass er am 24. März 2005 in Q.___ einen Verkehrsunfall erlitten habe, bei dem ein Pickup-Truck ins Heck seines stehenden Wagens gefahren sei, als er zum Linksabbiegen eingespurt gewesen sei (Urk. 8/86, Urk. 12/21/1). Dr. B.___, in dessen Behandlung sich der Versicherte am 30. März 2005 - nach seiner Rückkehr aus Q.___ - begab, diagnostizierte Distorsionen beziehungsweise Kontusionen der Hals- und der Lendenwirbelsäule (Zeugnis vom 21. April 2005, Urk. 8/31 S. 33, und "Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" vom 27. Mai 2005, Urk. 8/31 S. 31-32). Er überwies den Versicherten in der Folge zur Abgabe einer Zweitmeinung in die Klinik D.___ (Bericht vom 9. Juni 2005, Urk. 8/31 S. 28-29), und es wurden dort Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule, der Lendenwirbelsäule und des Beckens erstellt (Berichte vom 2. und vom 3. August 2005, Urk. 8/31 S. 25 und S. 23-24). Ausserdem wurde im August 2005 eine Computertomographie der Lendenwirbelsäule angefertigt (Bericht des Medizinisch Radiodiagnostischen Instituts A.___ vom 23. August 2005, Urk. 8/31 S. 17).
         Die IV-Stelle besuchte den Versicherten am 9. August 2005 im Betrieb (Bericht vom 12. August 2005, Urk. 8/38) und hielt weitere Abklärungen zur medizinischen und beruflichen Situation für notwendig (Urk. 8/38 S. 7).
1.5     Die "Zürich", die im März 2004 sowie im Juli und im Oktober 2005 Besuche am Wohnort des Versicherten hatte durchführen lassen (Urk. 12/20/2, Urk. 12/21/2 und Urk. 12/21/3), liess durch Dr. med. F.___, Spezialarzt für Neurologie, das Gutachten vom 17. Januar 2006 erstellen (Urk. 8/31 S. 11-14); im Rahmen dieser Begutachtung wurden unter anderem eine Computertomographie der Halswirbelsäule (Bericht des neuroradiologischen und radiologischen Instituts G.___ vom 16. Januar 2006, Urk. 8/31 S. 16) und eine EMG-Untersuchung durchgeführt (Bericht vom 17. Januar 2006, Urk. 8/31 S. 15). Ausserdem liess Dr. F.___ nachträglich Röntgenaufnahmen der rechten Schulter erstellen (Bericht des neuroradiologischen und radiologischen Instituts G.___ vom 2. Februar 2006, Urk. 8/31 S. 10; Zusatzbericht von Dr. F.___ vom 3. Februar 2006, Urk. 8/31 S. 9).
         Im Zeitraum von März bis August 2006 liess die "Zürich" den Versicherten durch eine Überwachungsfirma observieren (vgl. den 1. Ermittlungsbericht vom 6. März 2006, Urk. 8/27, den 2. Ermittlungsbericht vom 25. Mai 2006, Urk. 8/30, und den 3. Ermittlungsbericht vom 14. August 2006, Urk. 8/34, sowie die DVD-Videozusammenschnitte in Urk. 8/88/1-4) und unterbreitete die Erhebungsresultate Dr. med. H.___, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie und Sportmedizin. Dieser gab am 9. Oktober 2006 seine Stellungnahme dazu ab (Urk. 12/23/2). Nachdem die "Zürich" überdies nochmals Angaben von Dr. B.___ vom 6. September 2006 eingeholt hatte (Urk. 12/21/ZM25), eröffnete sie dem Versicherten mit Brief vom 3. November 2006, dass sie sämtliche Leistungen - sie hatte neben beziehungsweise nach den Taggeldern auch Rentenleistungen erbracht (vgl. das Schreiben der "Zürich" vom 29. Juni 2005, Urk. 12/25/3) - per sofort einstellen und nicht wieder aufnehmen werde (Urk. 12/25/17). Auf diese Leistungseinstellung folgten Auseinandersetzungen zwischen dem Versicherten und der "Zürich" (vgl. hierzu die Korrespondenz in Urk. 12/25/1-30).
1.6     Die IV-Stelle zog die Ermittlungsberichte und weitere Unterlagen der "Zürich" (vgl. Urk. 8/31 S. 1-33) bei, liess durch Dr. B.___ den Verlaufsbericht vom 13. Juli 2006 verfassen (Urk. 8/33) und holte Stellungnahmen ihres regionalärztlichen Dienstes und ihres Rechtsdienstes ein (Feststellungsblatt vom 12. März 2007, Urk. 8/39). Mit Vorbescheid vom 12. März 2007 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten, dass sie seinen Anspruch auf eine Rente zu verneinen gedenke (Urk. 8/41). Dieser, vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring, liess mit Eingabe vom 23. April 2007 Einwendungen erheben und die Zusprechung mindestens einer halben Rente, eventuell die Durchführung weiterer Abklärungen, beantragen (Urk. 8/45). Im Nachgang dazu liess er mit Eingabe vom 12. Juli 2007 (Urk. 8/48) einen Bericht des Zentrums für Medizinische Radiologie J.___ vom 28. Juni 2007 über eine Magnetresonanztomographie mit indirekter Arthrographie der rechten Schulter einreichen (Urk. 8/47). Sodann liess er auf die Aufforderung der IV-Stelle hin die Stellungnahme vom 18. September 2007 zu den Überwachungsaufnahmen abgeben (Urk. 8/51).
         Die IV-Stelle gab in der Folge bei Dr. med. K.___, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, das Gutachten vom 21. Januar 2008 in Auftrag (Urk. 8/54 und Urk. 8/56). Der Versicherte liess dazu mit Eingabe vom 14. August 2008 Stellung nehmen (Urk. 8/68) und ein selber in Auftrag gegebenes Kurzgutachten von Dr. med. L.___, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, vom 4. Juli 2008 beibringen (Urk. 8/67). Da Dr. L.___ unter anderem festhielt, der Versicherte habe im April 2006 eine Unterschenkelvenenthrombose am linken Bein erlitten (Urk. 8/67 S. 3), liess die IV-Stelle durch Dr. med. M.___, Spezialarzt für Gefässmedizin, das Gutachten vom 12. Oktober 2008 erstellen (Urk. 8/72). Ausserdem liess sie durch Dr. med. N.___, Spezialärztin für Orthopädische Chirurgie, nochmals ein orthopädisches Gutachten verfassen (Gutachten vom 20. Oktober 2008, Urk. 8/75). Der Versicherte äusserte sich zu diesen beiden Gutachten mit Eingabe vom 20. November 2008 (Urk. 8/77). Nach Eingang der regionalärztlichen Beurteilung und der berufsberaterischen Überlegungen (Urk. 8/78-80) entschied die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. April 2009 im Sinne ihres Vorbescheids und verneinte den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk. 2 = Urk. 8/81).
2.       Gegen diese Verfügung liess X.___ durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring mit Eingabe vom 15. Juni 2009 Beschwerde erheben (Urk. 1) und die Zusprechung einer Invalidenrente ab Juni 2004, eventuell die Vornahme zusätzlicher Abklärungen, beantragen (Urk. 1 S. 2). Als neue Beweismittel liess er die Jahresrechnungen 2005-2007 einreichen (Urk. 3/3-5). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2009 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom 3. Juli 2009 (Urk. 9) wurden die Akten der "Zürich" betreffend die beiden Unfälle vom 18. Juni 2003 und vom 24. März 2005 beigezogen (Urk. 12/1-26). Der Versicherte liess in der Replik vom 23. November 2009 (Urk. 17) an seinen Standpunkten festhalten und einen weiteren Bericht von Dr. L.___ vom 20. November 2009 sowie einen Bericht der Klinik D.___ vom 24. September 2009 über eine Arthro-MRI-Untersuchung der rechten Schulter einreichen (Urk. 18/1 und Urk. 18/2). Die IV-Stelle blieb in der Duplik vom 4. Januar 2010 ebenfalls bei ihrer Auffassung (Urk. 21), was dem Versicherten am 5. Januar 2010 mitgeteilt wurde (Urk. 22).
         Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.


Das Gericht zieht in Erwägung:
1.       Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Die umstrittene Rentenverfügung ist am 9. April 2009 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Juni 2006 in Sachen M., I 428/04, Erw. 1). Dies fällt materiellrechtlich jedoch nicht ins Gewicht, weil die 5. IV-Revision hinsichtlich der Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat, so dass die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (Urteil des Bundesgerichts in Sachen A. vom 19. Mai 2009, 8C_76/2009, Erw. 2). Im Folgenden werden die massgeblichen Gesetzesbestimmungen - soweit nichts anderes vermerkt ist - in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung zitiert.

2.
2.1         Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
2.2     Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind. Bis Ende 2003 war der Anspruch auf eine ganze Rente bereits bei einem Invaliditätsgrad von 66 2/3 % und der Anspruch auf eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad zwischen 50 % und 66 2/3 % gegeben, wogegen die Dreiviertelsrente noch nicht eingeführt gewesen war (Art. 28 Abs. 1 IVG in der damals in Kraft gewesenen Fassung).
2.3
2.3.1   Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen).
         Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV) ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen.
2.3.2   Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von der versicherten Peson nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 28 Erw. 4a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; ZAK 1989 S. 214 Erw. 1c; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen W. vom 8. Januar 2004, I 336/03, Erw. 6.2).
         Unter diesem Aspekt kann von einer versicherten Person unter gewissen Umständen verlangt werden, dass sie ihre Tätigkeit als Selbständigerwerbende aufgibt und eine gesundheitlich besser angepasste unselbständige Tätigkeit aufnimmt. Auch hier sind bei der Zumutbarkeitsbeurteilung sämtliche Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen, in subjektiver Hinsicht etwa die verbliebene Leistungsfähigkeit, das Alter, die berufliche Stellung und die Verwurzelung am Wohnort und in objektiver Hinsicht beispielsweise der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen W. vom 8. Januar 2004, I 336/03, Erw. 6.2).
2.4     Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 29 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2007 in Kraft gewesenen Fassung frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person mindestens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig geworden ist (lit. a) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig war (lit. b). Eine entsprechende Regelung ist in Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG in der ab Anfang 2008 gültigen Fassung statuiert. Die einjährige Wartezeit gilt in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist, was nach der Rechtsprechung bei einer Beeinträchtigung im Umfang von 20 % der Fall ist (AHI-Praxis 1998 S. 124 Erw. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit liegt gemäss Art. 29ter IVV vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war.

3.
3.1     Strittig und zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls ab welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
3.2
3.2.1   Am Anfang der gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers standen nach dem Ereignis vom 18. Juni 2003 Schmerzen im linken Fuss. Während aufgrund der ersten MRI-Aufnahme vom August 2003 eine Teilruptur der Plantaraponeurose erkannt beziehungsweise vermutet wurde (vgl. Urk. 8/21 S. 13 und die Ausführungen der Klinik D.___ vom Juni und vom August 2004, Urk. 8/21 S. 23-24 und Urk. 8/6 S. 5), hielt Dr. E.___ diese Diagnose später in seinem Bericht vom 25. Oktober 2004 für ungewiss (Urk. 8/10 S. 6). Die zweite MRI-Untersuchung vom Januar 2005 zeigte dann anstelle einer Läsion der Plantaraponeurose ein Ganglion (Urk. 8/21 S. 11), und Dr. C.___ riet zu einer operativen Entfernung (Urk. 8/21 S. 6, Urk. 8/13 S. 6), die indessen nicht durchgeführt wurde (vgl. Dr. L.___ in Urk. 8/67 S. 6), nachdem Dr. C.___ auf das Risiko eines Rezidivs hingewiesen hatte.
3.2.2   Nach dem Verkehrsunfall in Q.___ vom März 2005 bildeten Beschwerden in der Hals- und in der Lendenwirbelsäule Anlass zu Abklärungen. Dabei ergaben die Röntgenaufnahmen in der Klinik D.___ vom Juni 2005 keine Hinweise auf knöcherne Läsionen, sondern zeigten nur gewisse degenerative Veränderungen (Urk. 8/31 S. 24 und S. 25), die Computertomographie der Lendenwirbelsäule vom August 2005 brachte eine rechtsbetonte Bandscheibenprotrusion, jedoch ohne erhebliche Raumforderung und Tangierung neuraler Strukturen zu Tage (Urk. 8/31 S. 17), und bei der computertomographischen Untersuchung der Halswirbelsäule vom Januar 2006 zeigten sich gemäss dem Bericht des neuroradiologischen und radiologischen Instituts G.___ altersentsprechende zervikale Degenerationen ohne nachweisbare Diskushernien oder traumatische Veränderungen (Urk. 8/31 S. 16). Die Beckenaufnahmen, die im Zusammenhang mit langjährigen Hüftschmerzen schon im Januar 2005, also schon vor dem Verkehrsunfall, und wiederum im Juni 2005 erstellt wurden (Urk. 8/21 S. 12 und Urk. 8/31 S. 24), ergaben leichte Coxarthrosen, im Übrigen aber ein altersentsprechendes Erscheinungsbild.
         Dr. F.___ stellte anlässlich seiner Begutachtung vom Januar 2006 zusätzlich eine Problematik an der rechten Schulter fest (Urk. 8/31 S. 13), und die von ihm veranlasste Röntgenuntersuchung vom 2. Februar 2006 führte zum Verdacht auf eine Tendinopathie der Supraspinatussehne (Urk. 8/31 S. 9 und S. 10). Die Magnetresonanzuntersuchung vom Juni 2007 ergab dann gemäss dem Bericht des Zentrums für Medizinische Radiologie J.___ den Befund einer stark aktivierten AC-Gelenksarthrose mit starkem Ödem und kleinen humeruskopfseitigen Partialrupturen am Supraspinatussehnenansatz und in der Subskapularissehne (Urk. 8/47). Dr. N.___ bestätigte im Gutachten vom 20. Oktober 2008 diesen Befund angesichts von Röntgenaufnahmen vom 14. Oktober 2008 (Urk. 8/75 S. 12), währenddem die Klinik D.___ bei der weiteren, von Dr. L.___ veranlassten Arthro-MRI-Untersuchung vom September 2009 in Abweichung davon nur eine leichte bis mässige AC-Gelenksarthrose und dafür eine schwere Labrum-Läsion mit Ganglienausbildung und einen Verdacht auf eine SLAP-Läsion beschrieb (Urk. 18/2; vgl. auch Urk. 18/1 S. 2).
3.2.3   Dr. N.___ stellte zudem bei der Begutachtung vom 20. Oktober 2008 erstmals eine eingeschränkte Beweglichkeit im rechten Ellbogen fest (Urk. 8/75 S. 7 und S. 13). Sie wies darauf hin, dass die bisherigen Gutachter Dr. K.___ und Dr. L.___ diesen Befund nicht erhoben beziehungsweise dazu keine Stellung genommen hätten (Urk. 8/75 S. 14), und konnte mittels Röntgenaufnahme eine mittelgradige Arthrose im Ellbogengelenk nachweisen und den Verdacht auf einen freien Gelenkkörper im Humeroulnargelenk begründen (Urk. 8/75 S. 12).
3.2.4         Schliesslich steht fest, dass der Beschwerdeführer im April 2006 eine Unterschenkelvenenthromobose am linken Bein erlitten hat und dass seither an dieser Stelle gemäss dem Gutachten von Dr. M.___ eine chronische Veneninsuffizienz mit Venenverschlüssen im Sinne eines postthrombotischen Syndroms besteht (Urk. 8/72 S. 2 f.).
3.3     Wie die dargelegte Chronik der Befunderhebung und Diagnostik zeigt, gelangten nicht alle mit dem Beschwerdeführer befassten medizinischen Fachpersonen zu genau denselben Resultaten, sondern im linken Fuss wurde zuerst eine Läsion der Plantaraponeurose und später ein Ganglion beschrieben, im Jahr 2006 trat im linken Unterschenkel die Thrombose mit den erwähnten Folgen auf, und in Bezug auf die rechte obere Extremität ergaben sich im Zeitverlauf die Zusatzbefunde einer arthrotischen Einschränkung im Ellbogen und einer SLAP-Läsion in der Schulter. Dennoch ist es aufgrund des Folgenden möglich, die invalidenversicherungsrechtlich massgebenden gesundheitlich bedingten Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit und die Einflüsse auf die Erwerbsfähigkeit festzulegen.
         Neben den medizinischen Feststellungen und Beurteilungen sind für diese Festlegung auch die Gegebenheiten und Möglichkeiten im Betrieb des Beschwerdeführers massgebend. Anhaltspunkte dafür sind namentlich dem Bericht der Beschwerdegegnerin über den Betriebsbesuch vom August 2005 (Urk. 8/38), den Jahresrechnungen der Zeit von 2000-2007 (Urk. 3/3-6 und Urk. 8/8 und Urk. 8/23) sowie auch den Eintragungen im individuellen Konto (Auszug vom 4. August 2004, Urk. 8/4) und den Berichten der "Zürich" über die Gespräche mit dem Versicherten an dessen Wohnort vom März 2004 sowie vom Juli und vom Oktober 2005 (Urk. 12/20/2, Urk. 12/21/2 und Urk. 12/21/3) zu entnehmen. Daneben liefern die Videoaufnahmen eine gewisse Vorstellung von den betrieblichen Verhältnissen und von der Tätigkeit des Beschwerdeführers; dem Beschwerdeführer ist jedoch darin zuzustimmen (vgl. Urk. 8/51), dass diese Aufnahmen - wie nachfolgend noch näher auszuführen ist - nichts zeigen, was auf ein inkonsistentes Verhalten hinweisen und die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme in Frage stellen würde.
3.4     Die Beschwerdegegnerin ging gemäss der Begründung der angefochtenen Verfügung sehr schematisch davon aus, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen, selbständigen Tätigkeit nur noch zu 50 % arbeitsfähig sei, dass ihm hingegen eine optimal angepasste Tätigkeit zu 100 % zuzumuten sei. Dabei definierte sie diese angepasste Tätigkeit aufgrund der Formulierung ihres Regionalarztes Dr. med. O.___, Spezialarzt für Chirurgie, vom 15. Dezember 2008 (Urk. 8/79 S. 7) als mittelschwere, wechselbelastende Arbeit ohne Überkopf-Verrichtungen, mit der Möglichkeit, das linke Bein hochzulagern und gelegentlich umherzugehen, und ohne häufiges Stehen, Bücken oder Kauern sowie längeres Gehen, besonders in der Hitze (Urk. 2 S. 2). Wie sodann den Ausführungen in der Beschwerdeantwort und in der Duplik (Urk. 7 und Urk. 21) zu entnehmen ist, mutete die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu, seinen Betrieb zugunsten einer derart umschriebenen angepassten Tätigkeit aufzugeben. Damit unterliess die Beschwerdegegnerin indessen wesentliche Überlegungen, die bei der Invaliditätsbemessung Selbständigerwerbender anzustellen sind. Namentlich ging sie, obwohl sie im Jahr 2005 eine entsprechende Abklärung durchgeführt hatte, nicht mehr auf die näheren betrieblichen Verhältnisse im Unternehmen des Beschwerdeführers ein und setzte sich nicht mit den dortigen verschiedenen Tätigkeitsbereichen, den Möglichkeiten, diese an seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen anzupassen, und den finanziellen Konsequenzen einer allfälligen Umstrukturierung auseinander. Auf diese Fragen, die der Beschwerdeführer in seinen Rechtsschriften richtigerweise diskutierte (vgl. Urk. 1 S. 9 ff. und Urk. 17 S. 5), ist nachfolgend näher einzugehen.
3.5     Was die Betriebsstruktur betrifft, so führte die Beschwerdegegnerin in ihrem Bericht vom 12. August 2005 über die betriebliche Abklärung drei Tätigkeitsfelder des Beschwerdeführers auf, nämlich Carrosseriearbeiten im zeitlichen Umfang von 50 %, mechanische und elektronische Arbeiten im zeitlichen Umfang von 30 % und Handel/Verkauf von Fahrzeugen im zeitlichen Umfang von 20 % (Urk. 8/38 S. 3). Dabei gab der Beschwerdeführer gegenüber der Abklärungsperson an, vor dem Autounfall im März 2005 habe er in der Werkstatt noch im Ausmass von etwa 50 % gearbeitet, seither betrage seine eigene Arbeitsleistung in diesem Bereich noch etwa 10 % und er beanspruche für die Reparatur- und Spenglerarbeiten Fremdhilfe von einem langjährigen Kollegen, der regelmässig an Nachmittagen, Abenden oder Samstagen in seinem Betrieb anwesend sei. Da er den Betrieb auf keinen Fall aufgeben wolle, mache er sich Gedanken über eine Umstrukturierung; er habe erwogen, jemanden fest anzustellen für die Arbeit in der Werkstatt, was jedoch eher schwierig sei; daneben ziehe er in Betracht, das Tätigkeitsfeld des Handels zu forcieren und damit vermehrt im Büro tätig zu sein (Urk. 8/38 S. 3). Die gleiche Absicht äusserte der Beschwerdeführer auch gegenüber dem Schadenbearbeiter der "Zürich" in den Gesprächen vom März 2004 und vom Oktober 2005 (Urk. 12/20/2 S. 3, Urk. 12/21/3 S. 2 und S. 3).
         Ein Blick in die Jahresrechnungen seit 2000 zeigt, dass der Beschwerdeführer bereits in den Jahren 2000-2003 (vgl. Urk. 8/8 S. 1-9), also schon vor dem Ereignis vom Juni 2003, mit dem Fahrzeugverkauf einen grösseren Umsatz erzielt hatte als mit den Werkstattarbeiten. Daraus lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres ableiten, dass der Fahrzeughandel auch einen entsprechend hohen Anteil am Gewinn ausmachte, denn aus den genannten Jahresrechnungen ist ersichtlich, dass der direkte Aufwand für die Handelstätigkeit mit den Auslagen für den Einkauf der Fahrzeuge einiges höher ist als der Aufwand, der den anderen Bereichen zuzuordnen ist. Ebenso wenig kann aus dem Verhältnis zwischen den Ertragszahlen der Werkstattarbeiten und des Fahrzeugverkaufs direkt auf den prozentualen Zeitaufwand geschlossen werden, der für die Ertragserwirtschaftung eingesetzt worden ist.
         Die Geschäftszahlen lassen demnach nicht etwa den Schluss zu, der Beschwerdeführer sei schon vor dem Auftreten der verschiedenen gesundheitlichen Probleme überwiegend im Handel tätig gewesen und damit in jenem Bereich, in dem sich die körperlichen Einschränkungen eingestandenermassen weniger stark auswirken. Hingegen deuten, wie zu zeigen ist, verschiedene Angaben des Beschwerdeführers in Verbindung mit den Geschäftszahlen ab dem Jahr 2003 und unter Berücksichtigung der medizinischen Beurteilungen darauf hin, dass der Beschwerdeführer dazu in der Lage ist, die Struktur seines Betriebs in einer Weise seinen Behinderungen anzupassen, dass er mit dessen Weiterführung ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag.
3.6
3.6.1         Entsprechend den zutreffenden Berechnungen der Beschwerdegegnerin im Abklärungsbericht vom 12. August 2005 (Urk. 8/38 S. 5 ff.) zeigt sich, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2003 bis 2006 im Vergleich zu den Jahren 2000 bis 2002 einen eindeutigen Gewinneinbruch erlitten hat. So belief sich der Gewinn im Jahr 2000 auf Fr. 75'334.70, im Jahr 2001 auf Fr. 81'044.26 und im Jahr 2002 auf Fr. 87'639.97 (Urk. 8/8 S. 3, S. 6 und S. 9). Demgegenüber betrug der Gewinn - nach Abzug der in die Jahresrechnung einbezogenen Erwerbsausfallentschädigung - im Jahr 2003 nur noch Fr. 50'514.93 (Fr. 72'082.93 minus Fr. 21'568.00; Urk. 8/8 S. 11-12), im Jahr 2004 resultierte gar ein Verlust von Fr. 4'210.07 (Fr. 54'710.93 minus Fr. 58'921.00; Urk. 8/23 S. 3-4), im Jahr 2005 wiederum ein Gewinn von Fr. 8'233.86 (Fr. 73'819.26 minus Fr. 65'585.40; Urk. 3/3 S. 3-4) und im Jahr 2006 schliesslich ein solcher von Fr. 21'236.80 (Fr. 60'464.80 minus Fr. 39'228.00; Urk. 3/4 S. 3-4).
3.6.2   Bereits vom Jahr 2001 auf das Jahr 2002, also vor dem Ereignis vom Juni 2003, war allerdings sowohl der Ertrag aus Werkstattarbeiten als auch derjenige aus dem Verkauf von Fahrzeugen markant zurückgegangen (vgl. Urk. 8/8 S. 5 und S. 8), nämlich von Fr. 208'629.13 auf Fr. 180'851.35 (Werkstatt) beziehungsweise von Fr. 327'694.70 auf Fr. 218'994.40 (Verkauf), und der Gewinn war im Jahr 2002 nur deswegen höher ausgefallen als im Jahr 2001, weil sowohl der Aufwand für den Wareneinkauf (Fr. 60'194.82 im Vergleich zu Fr. 104'153.09; Urk. 8/8 S. 8 und S. 5) als auch der Aufwand für den Fahrzeugeinkauf (Fr. 135'792.15 im Vergleich zu Fr. 266'469.50; Urk. 8/8 S. 8 und S. 5) erheblich reduziert worden war. Demgegenüber verminderten sich die Erträge des Unfalljahres 2003 gegenüber denjenigen des Jahres 2002 in viel geringerem Mass, nämlich auf Werkstatteinnahmen von Fr. 167'830.95 und auf Verkaufseinnahmen von Fr. 197'879.55 (Urk. 8/8 S. 11), und die Gewinnreduktion von Fr. 87'639.97 auf Fr. 50'514.93 erklärt sich etwa zur Hälfte durch den um rund Fr. 20'000.00 höheren Aufwand von Fr. 80'799.95 für den Wareneinkauf (Urk. 8/8 S. 11). Zudem fällt auf, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2003 für Drittarbeiten mit Fr. 35'296.35 einen geringeren Betrag eingesetzt hat als im Jahr 2002 mit Fr. 41'657.00 (Urk. 8/8 S. 11 und S. 8), was darauf hindeutet, dass er im Unfalljahr 2003 trotz seiner Fussbeschwerden etwa im gleichen Mass Werkstattarbeiten zu verrichten in der Lage war wie im Vorjahr. Gleich verhält es sich diesbezüglich im Jahr 2004; den Einnahmen für Werkstattarbeiten von Fr. 193'649.55 - vergleichbar mit denjenigen der Jahre 2001 und 2002 - steht ein Personalaufwand von Fr. 31'374.00 gegenüber (Urk. 8/23 S. 3), wogegen der Personalaufwand in den Jahren 2001 und 2002 Fr. 32'852.21 beziehungsweise Fr. 41'657.00 betragen hatte (Urk. 8/8 S. 5 und S. 8), also nicht geringer gewesen war als nach dem Ereignis vom Juni 2003. Dass im Jahr 2004 Fahrzeugverkaufseinnahmen von lediglich Fr. 73'178.45 verbucht werden konnten (Urk. 8/23 S. 3), war gemäss den eigenen Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der Betriebsabklärung vom August 2005 auf eine bescheidene Nachfrage zurückzuführen und stand somit gemäss der zutreffenden Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Zusammenhang (vgl. Urk. 8/38 S. 6).
         Gemäss der Jahresrechnung 2005 sodann gingen die Einnahmen aus Werkstattarbeiten nochmals etwas zurück, lagen aber mit Fr. 172'077.85 (Urk. 3/3 S. 3) nicht erheblich unter denjenigen von Fr. 180'851.35 im Jahr 2002 (vgl. Urk. 8/8 S. 8). Immerhin waren die Kosten für Drittarbeiten im Jahr 2005 mit Fr. 52'545.55 (Urk. 3/3 S. 3) um etwa 25 % höher als diejenigen von Fr. 41'657.00 im Jahr 2002 (vgl. Urk. 8/8 S. 8), was einen gewissen gesundheitlich bedingten Ertragsrückgang im Jahr 2005, dem Jahr des Verkehrsunfalls, plausibel macht. Dafür vermochte der Beschwerdeführer aus dem Fahrzeugverkauf einen Ertrag von Fr. 254'995.35 zu erzielen, dem allerdings der hohe Betrag von Fr. 164'484.35 für den Fahrzeugeinkauf gegenüberstand (vgl. Urk. 3/3 S. 3). Insgesamt erwirtschaftete der Beschwerdeführer aber mit einem Gesamtertrag von Fr. 428'499.80 einen Betrag, der demjenigen von Fr. 411'939.35 des Jahres 2002 gleichkommt. Dies deutet darauf hin, dass der bescheidene Gewinn des Jahres 2005 zu einem kleineren Teil gesundheitsbedingt und zum grösseren Teil konjunkturbedingt ist. Dies gilt umso mehr, als gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto vom 4. August 2004 (Urk. 8/4) sämtliche Einkommenseinträge des Beschwerdeführers im Zeitraum von 1979 bis 1993 unter dem Betrag von Fr. 40'000.00 lagen, und damit auch teuerungsbereinigt weit unter den Verhältnissen lagen wie sie sich ab 1994/95 entwickelten mit Gewinnen zwischen Fr. 104'600.00 (in den Jahren 1994/1995) und Fr. 70'800.00 (im Jahr 2000).
         Im Jahr 2006 stiegen die Werkstatteinnahmen wieder auf die Höhe von Fr. 236'979.75 bei Auslagen für Drittarbeiten im Betrag von Fr. 42'392.92 (Urk. 3/4 S. 3). Dies weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer in diesem Jahr eher wieder mehr Eigenleistung mit den Werkstattarbeiten zu erbringen vermochte. Demgegenüber resultierte aus dem Fahrzeugverkauf unter Berücksichtigung der direkten Auslagen für den Einkauf ein eher bescheidener Gewinn (Fr. 86'891.95 minus Fr. 51'469.70), der jedoch aufgrund der Ausführungen in der Beschwerdeschrift (Urk. 1 S. 9 f.) als konjunkturbedingt erscheint.
3.6.3         Schliesslich ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2007, nachdem die "Zürich" ihre Leistungen eingestellt hatte, seinen Gewinn bei einem Ertrag von Fr. 434'773.55 auf Fr. 58'517.80 zu steigern vermochte (Urk. 3/5 S. 3 und S. 5). Dabei sanken die Einnahmen aus Werkstattarbeiten wieder auf Fr. 151'591.40, wobei sich die Kosten für Drittarbeiten ebenfalls - auf Fr. 27'881.07 - verminderten (Urk. 3/5 S. 3). Dafür konnte der Beschwerdeführer, wie er in der Beschwerdeschrift vorbrachte (vgl. Urk. 1 S. 9 und den eingereichten Mietvertrag, Urk. 3/6), seine Fixkosten durch die Untervermietung seiner Räumlichkeiten reduzieren.
3.6.4         Zusammengefasst im Sinne eines Zwischenergebnisses ist somit aus den Geschäftszahlen zwar ein Gewinneinbruch in der Zeit von 2003 bis 2006 ersichtlich, dieser erscheint jedoch allein aufgrund des Zahlenstudiums nicht als eindeutig und auf jeden Fall nicht als überwiegend gesundheitsbedingt, wie dies mit ähnlichen Überlegungen wie den vorstehenden auch die "Zürich" in einem Brief an den damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vom 6. Februar 2007 darlegte (Urk. 12/25/19). Denkbar ist indessen, dass der Beschwerdeführer die Zeit, in der er infolge seiner - unbestrittenen - gesundheitlichen Leistungseinbusse Zahlungen der "Zürich" erhielt, zur Vornahme von betrieblichen Umstrukturierungen nutzte. Dies zeigt etwa der Umstand, dass der Beschwerdeführer bei der betrieblichen Abklärung vom August 2005 darauf hinwies, dass er vor eineinhalb Jahren - also nur einige Monaten nach dem Ereignis vom Juni 2003 - an einen neuen Standort umgezogen sei und dort über einen Showraum verfüge, welcher der Handelstätigkeit diene (Urk. 8/38 S. 2).
3.7
3.7.1   Für eine ausreichende Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit genügt indessen die Analyse des diskutierten Zahlenmaterials allein nicht, sondern es ist eine Plausibilisierung anhand der medizinischen Aussagen vorzunehmen.
3.7.2   Die Beschwerdegegnerin hielt das selber in Auftrag gegebene Gutachten von Dr. K.___ vom 21. Januar 2008 (Urk. 8/54 und Urk. 8/56) gestützt auf die Überlegungen des Regionalarztes Dr. O.___ vom 19. August 2008 (Urk. 8/79 S. 4 f.) zu Recht nicht für genügend aussagekräftig. Denn Dr. K.___ unterliess es nicht nur, entsprechend der Beanstandung durch Dr. O.___ auf die Auswirkungen des postthrombotischen Syndroms näher einzugehen, sondern er befasste sich auch mit dem Zustand der rechten Schulter nur unzureichend, indem er im Diagnosekatalog einzig die im Jahr 2006 röntgenologisch festgestellte Tendinopathie aufführte und diese als geringgradig bezeichnete (Urk. 8/54 S. 9), ohne sich zur späteren Magnetresonanzaufnahme vom Juni 2007 mit den neuen Befunden einer AC-Gelenksarthrose und eines starken Ödems (Urk. 8/47) zu äussern. Auch beschränkte sich Dr. K.___ bei der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung und der Attestierung einer vollumfänglichen Leistungsfähigkeit für alle denkbaren Tätigkeiten darauf, eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen den subjektiv geklagten Beschwerden und den objektiven Befunden zu konstatieren (Urk. 8/54 S. 10) und davon abweichende ärztliche Beurteilungen als bar jeder Grundlage zu bezeichnen (Urk. 8/54 S. 11).
3.7.3   Dem Beschwerdeführer ist sodann darin zuzustimmen (vgl. Urk. 1 S. 6 und S. 16, Urk. 17 S. 3 f.), dass auch das Gutachten von Dr. N.___ vom 20. Oktober 2008 insoweit eher knapp ausgefallen ist, als die Ärztin zugegebenermassen gewisse medizinische Unterlagen nicht zur Verfügung gehabt hatte (vgl. Urk. 8/75 S. 13) und namentlich offenbar den Bericht des Zentrums für medizinische Radiologie vom 28. Juni 2007 über die Magnetresonanztomographie der rechten Schulter nicht hatte einsehen können (Urk. 8/47; von Dr. N.___ und Dr. L.___ fälschlicherweise als Bericht des lediglich zuweisenden Arztes Dr. med. P.___ bezeichnet). Abgesehen davon ging jedoch Dr. N.___ bei der Befunderhebung sorgfältig vor, sie liess neue Aufnahmen beider Schultergelenke erstellen, ging auch der Frage nach einer Ellbogenproblematik nach, die bis anhin noch nicht diskutiert worden war, und gab im Gegensatz zu Dr. K.___ an, welche Befunde sich bei welchen Verrichtungen in welcher Art auswirkten. Wenn sie dabei zum Schluss gelangte, der Beschwerdeführer sei für schwere körperliche Arbeit mit Belastung des rechten Armes in Überkopfhöhe nur noch zu 50 % einsetzbar, vermöge aber andere, der Behinderung besser angepasste Tätigkeiten zu 100 % zu verrichten und sei von Seiten des linken Fusses nicht mehr wesentlich eingeschränkt (Urk. 8/75 S. 13 f.), so leuchtet dies aufgrund des Folgenden auch unter Berücksichtigung der weiteren medizinischen Berichte ein und steht zudem etwa im Einklang mit dem, was der Beschwerdeführer bei der Weiterführung seines Betriebs tatsächlich praktiziert und noch zu leisten vermag.
3.7.4   Was zunächst die Problematik am linken Fuss betrifft, die der Beschwerdeführer im Jahr 2008 gegenüber Dr. N.___ und Dr. L.___ vergleichbar schilderte wie bereits in früheren Jahren, etwa im Jahr 2004 gegenüber der Klinik D.___ und gegenüber Dr. E.___ (vgl. Urk. 8/21 S. 23, Urk. 8/5 S. 7 und Urk. 8/10 S. 6) und wiederum anlässlich des Abklärungsgesprächs der "Zürich" vom Oktober 2005 (Urk. 12/21/3 S. 1), so unterschied sich die linke untere Extremität bei der Untersuchung durch Dr. N.___ in ihrer grundsätzlichen Beschaffenheit - abgesehen von Verfärbungen infolge der andernorts beurteilten Thrombose - nicht von der rechten, sondern sowohl die Umfangmasse, die Muskulatur und die Beweglichkeit der Sprunggelenke waren auf beiden Seiten gleich (Urk. 8/75 S. 9 ff.); ausserdem präsentierte sich das Gangbild unauffällig (Urk. 8/75 S. 4). Unter diesen Umständen leuchtet auch ein, dass Dr. M.___ dem Beschwerdeführer im Gutachten vom 12. Oktober 2008 aufgrund des thrombotischen Befundes eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit um nicht mehr als 30 % attestierte (Urk. 8/72 S. 3), zumal der Beschwerdeführer gegenüber dem Gutachter selber darlegte, aufgrund der Beinprobleme (erst) nach etwa drei Stunden Arbeit eine Pause einlegen zu müssen (Urk. 8/72 S. 2).
         Als diejenigen Problematiken mit den stärksten einschränkenden Auswirkungen stufte Dr. N.___ die Veränderungen im rechten Schultergelenk und im rechten Ellbogen ein, wobei sie dem Beschwerdeführer im Gegensatz zur Beurteilung von Dr. L.___ vom 4. Juli 2007 (vgl. Urk. 8/67 S. 7) für die schwereren, den rechten Arm beanspruchenden Verrichtungen keine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit attestierte, sondern ihm diese Arbeiten immerhin noch zu etwa 50 % zumutete (Urk. 8/75 S. 13). Diese Einschätzung erscheint ungeachtet der neuesten Beurteilung von Dr. L.___ vom 20. November 2009 (Urk. 18/1 S. 2) auch unter Berücksichtigung des Zusatzbefundes einer SLAP-Läsion vom 24. September 2009 (Urk. 18/2) noch als plausibel. Denn Dr. N.___ konstatierte einen kräftigen Aufbau der Schulternackenmuskulatur, befand das rechte Schultergelenk zwar als bewegungsschmerzhaft, jedoch als gleich beweglich wie das linke und beschrieb einen auf beiden Seiten symmetrischen Aufbau der Armmuskulatur mit seitengleicher Beschwielung der Hände (Urk. 8/75 S. 6 f.).
         Demgegenüber standen Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule bei der Begutachtung durch Dr. N.___ nicht im Vordergrund, und auch gegenüber Dr. L.___ tat der Beschwerdeführer im Juli 2008 dar, die lumbalen und zervikalen Beschwerden seien erträglich (vgl. Urk. 8/67 S. 4).
3.8     Damit lässt es die Einschätzung von Dr. N.___ als einleuchtend erscheinen, dass der Beschwerdeführer, wie es die diskutierten Geschäftszahlen vermuten lassen, nach den Ereignissen vom Juni 2003 und vom März 2005 immer noch dazu in der Lage war und weiterhin ist, gewisse Werkstattarbeiten selber zu verrichten und daraus Erträge zu generieren, und zwar auch unter Berücksichtigung der Beschwerden im linken Bein und im linken Fuss. Zieht man zudem in Betracht, dass der Beschwerdeführer gemäss dem Betriebsabklärungsbericht vom 12. August 2005 bereits vor den Ereignissen vom Juni 2003 und vom März 2005 nur zu 50 % Carrosseriearbeiten verrichtet hatte (Urk. 8/38 S. 3) und dass er den Bereich der mechanischen und elektronischen Arbeiten, der ebenfalls mit ungünstigen Körperhaltungen verbunden ist, gemäss dem Gesprächsbericht der "Zürich" vom Juli 2005 schon vor damals drei Jahren an einen befreundeten Mechaniker abgegeben hatte (Urk. 12/21/2 S. 4), dass er sich gemäss den eigenen Angaben in der Beschwerdeschrift (Urk. 1 S. 9) in der Lage sieht, die Fixkosten zu senken und den Bereich des Autohandels auszudehnen, und dass er (bei einem Gewinn von Fr. 58'517.80 im Jahr 2007; vgl. Urk. 3/5 S. 4) selber davon ausgeht, auf diese Weise mit den marktbedingten Schwankungen im Bereich des Handels einen durchschnittlichen Gewinn von mindestens Fr. 53'000.00 im Jahr erwirtschaften zu können (vgl. Urk. 1 S. 12), so ist eine rentenrelevante gesundheitlich bedingte Leistungs- beziehungsweise Einkommenseinbusse (im Sinne eines erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs) von mindestens 40 % nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.
         In Bezug auf das Valideneinkommen ist nochmals darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto vom 4. August 2004 (Urk. 8/4) bis 1993 ein sehr tiefes, unter Fr. 40'000.00 liegendes Jahreseinkommen hatte und dass die Einkünfte in der Zeit danach erheblichen Schwankungen unterworfen waren. Dabei beläuft sich der Durchschnittsgewinn der letzten drei Jahre vor dem Unfalljahr 2003 auf gerundet Fr. 81'400.00 ([Fr. 75'334.70 + Fr. 81'044.26 + Fr. 87'639.97] : 3; vgl. Urk. 8/8). Stellt man diesen Betrag dem mutmasslichen Gewinn von mindestens Fr. 53'000.00 gegenüber, so resultiert eine Einbusse von höchstens 35 %. Nichts Abweichendes ergäbe sich, wenn man richtigerweise (vgl. das Vorgehen der Beschwerdegegnerin in Urk. 8/38 S. 7) auf beiden Seiten die persönlichen Beiträge von 9,5 % aufrechnen würde.
         Dass die so bemessene Leistungsfähigkeit im gesamten massgebenden Zeitraum ab Juni 2003 bis zum Datum des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 9. April 2009 wesentlich tiefer gewesen wäre, lässt sich aufgrund der medizinischen Unterlagen nicht sagen. Die Fussbeschwerden änderten sich wenig, die Beschwerden im Bereich der Lenden- und der Halswirbelsäule fielen nach einer gewissen Zeit nicht mehr wesentlich ins Gewicht, und dafür nahmen die Schulter- und Armbeschwerden sowie auch die postthrombotischen Beschwerden im Zeitverlauf bis zur Begutachtung von Dr. N.___ vom Oktober 2008 eher zu.
3.9     Damit kann dem Beschwerdeführer eine Geschäftsaufgabe angesichts der verbliebenen Leistungsfähigkeit, der guten Möglichkeiten der Betriebsanpassung und des etwa 30jährigen, erfolgreichen Bestehens des Betriebs nicht zugemutet werden, es sind jedoch auch die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Rente nicht erfüllt.
         Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
4.         Gestützt auf Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren für den unterliegenden Beschwerdeführer kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen.


Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.           Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwalt Kaspar Gehring
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
- die Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
           Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
           Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).