Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/IV.2009.01163.html 

Entscheide



IV.2009.01163

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Sozialversicherungsrichterin Bürker-Pagani

Gerichtsschreiberin Steiner
Urteil vom 31. Juli 2011
in Sachen
X.___
 
Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. André Largier
Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin



Sachverhalt:
1.       X.___, geboren 1952, arbeitete ab 1975 als Krankenschwester in verschiedenen Kliniken. Am 4. Januar 1994 meldete sie sich aufgrund von seit 1992 bestehenden Rückenschmerzen erstmals zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an und beantragte einerseits Berufsberatung und andererseits die Umschulung auf eine neue Tätigkeit (Urk. 8/1). Nach Vornahme der notwendigen Abklärungen sprach die damals zuständig gewesene Ausgleichskasse Privatkliniken der Versicherten mit Verfügung vom 24. August 1994 berufliche Massnahmen (berufsbegleitende Umschulung zur Büroangestellten mit Bürofachdiplom VSH) zu (Urk. 8/4). Am 31. Januar 1995 erlitt die Versicherte einen Unfall, als sie von einer Arbeitskollegin zwischen zwei Betten eingeklemmt wurde. In diesem Zusammenhang richtete die „Zürich“ Versicherungs-Gesellschaft als zuständiger Unfallversicherer bis zum 31. Juli 1995 Taggelder aus (Urk. 8/7). Die Umschulung scheiterte in der Folge, der Versicherten konnte kein Bürofachdiplom ausgestellt werden (Urk. 8/8). Mit Verfügung vom 19. Februar 1996 lehnte die nun zuständige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Weiterausrichtung von beruflichen Massnahmen sowie die Ausrichtung einer Rente ab (Urk. 8/10); verfügte jedoch am 16. Januar 1997 die Kostenübernahme für ein Hilfsmittel in der Form einer Rumpforthese (Urk. 8/12).
         Am 23. April 1997 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an und beantragte eine Rente (Urk. 8/13). Mit Verfügung vom 21. Januar 1998 lehnte die IV-Stelle das Leistungsbegehren erneut ab (Urk. 8/21). Ab Dezember 2000 war die Versicherte unter dem Namen „A.___“ als private Krankenpflegerin selbständig tätig und arbeitete ab dem 29. September 2002 zudem im Nebenverdienst als Krankenschwester bei der B.___ (Urk. 8/33). Für diese Tätigkeit war sie ab dem 26. August 2003 krankheitsbedingt arbeitsunfähig, das Arbeitsverhältnis wurde per 26. August 2004 beendet und die Versicherte infolge Invalidität per 1. September 2004 (teil-)pensioniert (Urk. 8/40).
         Am 1. Oktober 2004 meldete sich die Versicherte wiederum zum Leistungsbezug an (Urk. 8/29 = Urk. 8/33). Die IV-Stelle nahm weitere erwerbliche (Urk. 8/39, 8/40, 8/45, 8/48) und medizinische Abklärungen vor (Urk. 8/36, 8/38, 8/44, 8/46, 8/47, 8/49) und sprach der Versicherten mit Verfügung vom 19. Mai 2005 ab Februar 2005 eine halbe Rente zu (Urk. 8/52 und 8/58). Die IV-Stelle ging davon aus, dass die Versicherte in ihrer ursprünglichen Tätigkeit als angestellte und/oder selbständige Krankenschwester aufgrund der Polyarthritis zu 100 % arbeitsunfähig, in der leidensangepassten Tätigkeit als selbständigerwerbende Krankenpflegerin jedoch im tatsächlich ausgeübten Umfang von 38 % arbeitsfähig sei (Urk. 8/50 S. 4 und Urk. 8/52 S. 1).
         Am 3. August 2005 stellte die Versicherte ein Revisionsgesuch und beantragte eine ganze Rente und die Prüfung von beruflichen Massnahmen, da sie ihren Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben könne (Urk. 8/59 und 8/70 S. 1). Mit Verfügung vom 12. April 2006 entschied die IV-Stelle, dass die Versicherte mit ihrer Tätigkeit als selbständigerwerbende Krankenpflegerin angemessen eingegliedert sei und daher keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe (Urk. 8/68 und 6/69), am 25. September 2006 wurde das Gesuch um Erhöhung der Rente abgewiesen und an der bisherigen halben Rente festgehalten, da die Versicherte ihre Tätigkeit als selbständige Krankenpflegerin im bisherigen Umfang von 38 % ausüben könne (Urk. 8/70 und 8/73). 
         Auch im Rahmen der amtlichen Revision im Mai 2008 teilte die Versicherte mit, dass die Gelenkprobleme zugenommen hätten und sich ihr Gesundheitszustand dadurch verschlechtert habe (Urk. 8/78). Die IV-Stelle veranlasste im September 2008 eine Begutachtung bei Dr. med. und Dr. sc. nat. ETH C.___, Fachärztin FMH für Innere Medizin und Rheumatologie. Die Begutachtung fand am 18. November 2008 statt, und das Gutachten wurde am 29. November 2008 erstattet (Urk. 8/83).
         Mit Vorbescheid vom 14. Januar 2009 stellte die IV-Stelle die Aufhebung der Rente in Aussicht (Urk. 8/89). Dagegen liess die Versicherte, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Dr. André Largier, Einwand erheben (Urk. 8/94 und 8/99). In der Folge holte die IV-Stelle bei Dr. C.___ eine Stellungnahme ein (Urk. 8/102 und 8/103 = 8/104). Am 2. November 2009 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinn und hob die bisherige halbe Rente auf das Ende des folgenden Monats auf (Urk. 2).
2.       Gegen die Verfügung der IV-Stelle liess die Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Largier, am 4. Dezember 2009 Beschwerde erheben und unter Kosten- und Entschädigungsfolge beantragen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine halbe Invalidenrente zuzusprechen und auszurichten (Urk. 1 S. 2). 
         Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2010 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
         Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht zieht in Erwägung:

1.
1.1     Die Beschwerdeführerin lässt in formeller Hinsicht geltend machen, dass die angefochtene Verfügung mangelhaft begründet sei. Eine Berücksichtigung und Auseinandersetzung mit der Stellungnahme von PD Dr. D.___, Facharzt FMH für Rheumatologie, vom 14. April 2009 zum Gutachten von Dr. C.___ fehle vollständig, und die IV-Stelle habe es auch unterlassen darzulegen, weshalb sie der Meinung von Dr. C.___ folge und nicht derjenigen von PD Dr. D.___. Der Anspruch auf rechtliches Gehör sei dadurch nicht gewahrt und auch der Untersuchungsgrundsatz sei verletzt worden, weshalb die angefochtene Verfügung nur schon deshalb aufzuheben sei (Urk. 1 S. 6 und 7).
1.2     Vorab ist daher zu prüfen, ob die IV-Stelle den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör sowie den Untersuchungsgrundsatz derart grob verletzt hat, dass sich allein deshalb eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung rechtfertigt.
1.3         Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, d.h. eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000; ATSG). Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 80 E. 5b/dd mit Hinweis, 118 V 58 E. 5b).
1.4     Der Versicherungsträger (und im Beschwerdefall das Sozialversicherungsgericht) hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf er beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte  das Verfahren nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351, ZAK 1986 S. 188 E. 2a, Urteil des Bundesgerichtes 8C_94/2009 vom 16. Juni 2009).
1.5     Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entscheidenden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 2 f.). Gemäss der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes kann es jedoch nicht der Sinn des durch die Rechtsprechung geschaffenen Instituts der Heilung des rechtlichen Gehörs sein, dass Versicherungsträger sich über den elementaren Grundsatz des rechtlichen Gehörs hinwegsetzen und darauf vertrauen, dass solche Verfahrensmängel in einem vom durch den Verwaltungsakt Betroffenen allfällig angehobenen Gerichtsverfahren behoben würden. Der Umstand, dass eine solche Heilungsmöglichkeit besteht, rechtfertigt es demnach nicht, auf die Anhörung des Betroffenen vor Erlass eines Entscheides zu verzichten. Denn die nachträgliche Gewährung des rechtlichen Gehörs bildet häufig nur einen unvollkommenen Ersatz für eine unterlassene vorgängige Anhörung. Abgesehen davon, dass ihr dadurch eine Instanz verloren gehen kann, wird der betroffenen Person zugemutet, zur Verwirklichung ihrer Mitwirkungsrechte ein Rechtsmittel zu ergreifen.
         Von der Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 120 V 362 E. 2b, 116 V 186 E. 3c und d).
1.6     In der angefochtenen Verfügung erfolgte keine Auseinandersetzung mit den im Einwandverfahren gemachten Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend übersteigertes Misstrauen, unsorgfältige Recherche und falsche Schlussfolgerungen von Dr. C.___ sowie die daraus folgende Nichtverwertbarkeit des Gutachtens von Dr. C.___. Die IV-Stelle verwies lediglich auf die eingeholte und der Verfügung beigelegte Stellungnahme von Dr. C.___ zum Bericht von PD Dr. D.___ (Urk. 8/103 und 8/104) und gab an, dass der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) das bisherige Abklärungsergebnis, wonach sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Rentenzusprache verbessert habe, nach nochmaliger Prüfung bestätigt habe (Urk. 2 S. 2). Weshalb die IV-Stelle trotz geltend gemachter Kritik am Gutachten von Dr. C.___ und der diametral entgegenstehenden Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin durch den Facharzt PD Dr. D.___ auf die Einschätzung von Dr. C.___ abstellte, wurde in der Verfügung nicht dargelegt. Dadurch ist das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt worden. Das Fehlen einer substantiierten Begründung nötigte die Beschwerdeführerin, den ergangenen Entscheid anzufechten, was unter Berücksichtigung der Kostenpflicht des Beschwerdeverfahrens stossend ist.
1.7     Dem Feststellungsblatt zum Beschluss vom 2. November 2009 ist jedoch zu entnehmen, dass die IV-Stelle die Fragen von Rechtsanwalt Dr. Largier an PD Dr. D.___ vom 6. März 2009, den Bericht von PD Dr. D.___ vom 14. April 2009 sowie die daraufhin veranlasste Stellungnahme von Dr. C.___ vom 7. Juli 2009 am 8. Juli 2009 dem RAD zur medizinischen Beurteilung vorgelegt hatte (Urk. 8/107).
         Am 27. Juli 2007 (richtig: 27. Juli 2009) hielt der RAD (Dr. med. E.___, Praktischer Arzt FMH) fest, dass Dr. C.___ die Kritikpunkte sach- und fachgerecht widerlegt habe und dem medizinisch nichts hinzuzufügen sei. Aufgrund dieser fundierten Gegendarstellung könne das Schreiben von PD Dr. D.___ als entkräftet gelten, die IV-Stelle solle weiter auf das Gutachten von Dr. C.___ abstellen (Urk. 8/107). Dies hielt die IV-Stelle auch in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2010 fest (Urk. 7), welche der Beschwerdeführerin am 8. Januar 2010 zugestellt wurde (Urk. 9).
1.8     Die IV-Stelle ist ihrer Begründungspflicht in der angefochtenen Verfügung nicht rechtsgenügend nachgekommen und hat dadurch das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt. Da sich die IV-Stelle jedoch aktenkundig insofern mit der Stellungnahme der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt hat, als sie die Gutachterin Dr. C.___ zur Stellungnahme aufgefordert und diese Stellungnahme sowie diejenige von PD Dr. D.___ durch den RAD hat prüfen lassen, würde es einen formalistischen Leerlauf darstellen, wenn die Sache zur gehörigen Begründung, der Verfügung (beziehungsweise zur Begründung weshalb die IV-Stelle auf das Gutachten von Dr. C.___ abstellte) an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen würde. Die Sache ist vielmehr materiell zu entscheiden.



2.
2.1         Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
2.2     Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
2.3     Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010, E. 1 mit Hinweisen).
2.4     Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b.cc).

3.
3.1     Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 2. November 2009 davon aus, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert habe. Die Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht die Ausübung ihrer Tätigkeit als freiberufliche Pflegefachfrau zu 100 % zumutbar sei. Ohne einen Einkommensvergleich vorzunehmen schloss die IV-Stelle daraus, dass keine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse mehr vorliege, dementsprechend kein Rentenanspruch mehr bestehe und die bisherige halbe Rente daher auf Ende des der Zustellung folgenden Monats aufgehoben werde (Urk. 2).
3.2     Die Beschwerdeführerin stellt sich in ihrer Beschwerde demgegenüber auf den Standpunkt, dass keine revisionsbegründende Tatsachenänderung eingetreten sei, und dass die IV-Stelle in ihrem Entscheid unzulässigerweise auf das Gutachten von Dr. med. C.___ abgestellt habe. Dieses Gutachten basiere auf mangelhaft recherchierten sowie falschen tatsächlichen Annahmen und Schlussfolgerungen. Zudem habe Dr. C.___ durch ihre ungewöhnlichen detektivischen Bemühungen den Eindruck erweckt, dass sie es sich zur Aufgabe gemacht habe, der Beschwerdegegnerin Mittel zu verschaffen, damit diese die Rentenleistung einstellen könne. Mit ihrer Vorgehensweise habe die Gutachterin dokumentiert, dass sie nicht unvoreingenommen an die Arbeit gegangen sei, sondern von Anfang an das Ziel verfolgt habe, die Glaubwürdigkeit der Angaben der Beschwerdeführerin in Frage zu stellen. Der Zweck der gutachterlichen Untersuchung, nämlich wertungsfrei Auskunft zu geben über den Gesundheitszustand, allfällig zwischenzeitlich eingetretene Veränderungen sowie über den Grad der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin habe so nicht erfüllt werden können. Zudem habe sich Dr. C.___ lediglich zur Arbeitsfähigkeit als freiberufliche Pflegefachfrau geäussert, indes nicht Stellung genommen zum Grad der Arbeitsfähigkeit als Krankenschwester, obwohl aktenkundig sei, dass die Beschwerdeführerin gelernte diplomierte Krankenschwester sei und vor Ausbruch der Krankheit auch als diplomierte Krankenschwester und nicht als freiberufliche Pflegefachfrau gearbeitet habe (Urk. 1 S. 7 und 8).

4.
4.1         Massgebende medizinische Grundlage im Rahmen der letzten revisionsweisen Überprüfung der Rente im September 2006, welche als zeitliche Vergleichsbasis massgebend ist, war der Bericht von PD Dr. D.___ vom 16. Januar 2006 (Urk. 8/63) sowie seine ergänzenden Angaben vom 20. März 2006 (Urk. 8/65). In diesen Berichten teilte PD Dr. D.___ der IV-Stelle mit, dass sich die Polyarthritis der Beschwerdeführerin eindeutig verschlechtert habe, da jetzt beide Hände befallen seien. PD Dr. D.___ führte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 8/63 S. 1):
- Polyarthritis und Psoriasis
- Diabetes mellitus
- Diabetisch bedingte Neuropathie
- Zervikovertebrales und lumbovertebrales Syndrom bei Status nach Unfall
- Arterielle Hypertonie.
         Bezüglich Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass die Beschwerdeführerin als Krankenschwester die körperlich schweren Arbeiten nicht mehr durchführen könne, was die gesamte mögliche Arbeitsfähigkeit reduziere. Weiter hielt PD Dr. D.___ fest, dass die Beschwerdeführerin einen Arbeitsversuch zu 50 % mit leichterer körperlicher Arbeit beginnen werde, dass jedoch noch unklar sei, ob sie das effektiv werde durchhalten können (Urk. 8/63 und 8/65).
4.2     Gemäss Feststellungsblatt zum Beschluss kam die IV-Stelle gestützt auf diese Beurteilung von PD Dr. D.___ sowie gestützt auf die Angaben ihres eigenen Aussendienstes und die Einschätzungen des RAD revisionsweise zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin als selbständigerwerbende Krankenpflegerin eine leidensangepasste Tätigkeit ausübe und gut eingegliedert sei, trotz der Verschlechterung der Arthritis im bisherigen Umfang tätig sein könne und diesbezüglich daher keine Verschlechterung festgestellt werden könne (Urk. 8/70).

5.
5.1     Im Zusammenhang mit dem im Mai 2008 eingeleiteten und mit Verfügung vom 2. November 2009 abgeschlossenen Rentenrevisionsverfahren finden sich die folgenden, einander aber diametral entgegenstehenden medizinischen Berichte in den Akten:
         Der Bericht von PD Dr. med. D.___ vom 14. Juli 2008 (Urk. 8/80), in welchem festgehalten wurde, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bei unveränderter Diagnose verschlechtert habe. Die Beschwerdeführerin habe zunehmend Probleme von Seiten der Arthritis. Sie habe vor allem Schmerzen in der Schulter und in den Händen, was Hosen anziehen oder Knöpfe schliessen (auch an Blusen) erschwere. Im Zusammenhang mit Fragen zur allfälligen Hilflosigkeit wurde ergänzend angegeben, dass sich die Beschwerdeführerin wegen der Schulter und der Hände nach dem Duschen häufig nicht anziehen oder am Abend nicht ausziehen könne (Urk. 8/80 S. 5). Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich PD Dr. D.___ in seinem Bericht nicht.
         Im Gutachten vom 29. November 2008 (Urk. 8/83) kam Dr. med. C.___ zum Schluss, dass bei der Beschwerdeführerin einzig der seit 1999 bestehende, seit November 2003 insulinpflichtige, aktuell ungenügend eingestellte Diabetes mellitus Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe (Urk. 8/83 S. 23 und 26). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein Status nach Psoriasis-Arthritis/rheumatoider Arthritis (ED 08/2003) aufgeführt, welche gegenwärtig in Remission sei (DAS28-Score 1.0), aktuell mit inadäquater Basistherapie (Humira), ohne Nachweis wesentlicher erosiver Veränderungen, unauffälligen Entzündungszeichen (Blutsenkung, CRP), normalem Rheumafaktor und normalen Anticitrullin-Antikörpern. Weiter wurde festgehalten, dass im Zeitpunkt der Begutachtung keine Psoriasis vulgaris der Haut festgestellt worden sei, bei der Beschwerdeführerin jedoch ein Nikotinabusus bestehe und ein persistierender Vitamin-D-Mangel (39 nmol/l) festgestellt worden sei (Urk. 8/83 S. 23). Abschliessend kam Dr. C.___ zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit als freiberufliche Pflegefachfrau zu 100 % (8 bis 9 Stunden pro Tag mit den üblichen Pausen) ausüben könne (Urk. 8/83 S. 26).
5.2     Gemäss Feststellungsblatt zum Beschluss schloss sich der RAD (Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Innere Medizin) in seiner Beurteilung vom 17. Dezember 2008 der Einschätzung von Dr. C.___ vollumfänglich an und ging ebenfalls von einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes seit 2005 aus. Der RAD erachtete die Beschwerdeführerin ab „sofort“ für die Arbeit als freiberufliche Pflegefachfrau zu 100 % arbeitsfähig. Weiter ging der RAD davon aus, dass für die gemäss Dr. C.___ offenbar ebenfalls ausgeübte Tätigkeit im Handel aus medizinischer Sicht ebenfalls eine 100%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen sei (Urk. 8/87 S. 4). Dies teilte die Beschwerdegegnerin alsdann in ihrem Vorbescheid vom 14. Januar 2009 mit und stellte ohne Vornahme eines Einkommensvergleichs die Aufhebung der bisherigen halben Invalidenrente in Aussicht (Urk. 8/89).
5.3     In seiner Stellungnahme zum Vorbescheid machte Rechtsanwalt Dr. Largier am 16. März 2009 vorab geltend, dass sich Dr. C.___ nicht darauf beschränkt habe, den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zu beurteilen, sondern mit zusätzlichen, für eine medizinische Begutachtung äusserst ungewöhnlichen detektivischen Abklärungen (Handelsregisterauszug, Kontrolle des Passes auf Reisen ins Heimatland, Einholung einer Aufstellung über sämtliche, seit 1. Januar 2007 bezogene Medikamente) die Glaubwürdigkeit der Angaben der Beschwerdeführerin geprüft habe, was die Unvoreingenommenheit und Objektivität der Gutachterin in Frage stelle. Die Gutachterin habe zudem sehr unsorgfältig recherchiert und ihre Beurteilung auf falsche tatsächliche Annahmen gestützt, weshalb an der Verlässlichkeit der Angaben und Schlussfolgerungen von Dr. C.___ erhebliche Zweifel bestünden (Urk. 8/94 S. 5). Rechtsanwalt Dr. Largier legte seiner Stellungnahme einen Bericht von Prof. Dr. med. G.___, Chefarzt der Klinik H.___, über das Ergebnis des Arthro-MRI der linken Schulter vom 26. Februar 2009 bei, in dem „Hinweise auf frozen shoulder“ festgehalten wurden (Urk. 8/93 S. 3).
5.4     Am 6. Mai 2009 reichte Rechtsanwalt Dr. Largier eine Stellungnahme von PD Dr. D.___ vom 14. April 2009 zum Gutachten von Dr. C.___ ein (Urk. 8/98 und 8/99). Darin legte PD Dr. D.___ dar, dass er im Gegensatz zu Dr. C.___ der Beschwerdeführerin von Seiten des Bewegungsapparates eindeutig Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit attestiere. Diese beträfen sowohl die Wirbelsäule als auch die peripheren Gelenke (Schultern und Hände). Zudem leide die Beschwerdeführerin an einer Neuropathie im Rahmen des Diabetes mellitus, was zusätzliche Schmerzen induzieren könne. Die Arbeitsfähigkeit wurde als im bisherigen Masse möglich erachtet. Wegen aller Faktoren inklusive des Diabetes, welcher schlecht eingestellt sei, und der Neuropathie müsse mit einer Verschlechterung gerechnet werden (Urk. 8/98).
         Im Detail führte PD Dr. D.___ aus, dass der von Dr. C.___ angegebene „Daumen-Vertebra-Prominenz-Abstand (DVP) von 36 cm“ eindeutig eine verminderte Beweglichkeit darstelle, die Beschwerdeführerin bei einer Innenrotation der Schultern beidseits Schmerzen verspüre, beidseits mindestens im Bereich der Daumensattelgelenke deutlich eine Druckdolenz bestehe, die Beschwerdeführerin eine eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule und vor allem lumbosakral Schmerzen habe. Das Arthro-MRI, welches aufgrund der vermehrten Schulterschmerzen links (gering auch rechts) veranlasst worden sei, zeige eine frozen shoulder. Weiter kritisierte PD Dr. D.___, dass die Muskelschmerzen von Dr. C.___ nur mit dem Vitamin D-Mangel zusammen referiert worden seien, obwohl bekannt sei, dass viele Polyarthritiker sekundäre Fibromyalgie-Beschwerden hätten. Zudem habe die Beschwerdeführerin einen Diabetes mellitus, weswegen man nie wisse, ob den Beschwerden nicht auch eine small-fibre-Neuropathie zu Grunde liege. Neben der Arthritis leide die Beschwerdeführerin auch an bereits früher dokumentierten, erheblichen degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS), welche eine verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule zeigten, so dass die Beschwerdeführerin auch in der Hauspflege nicht voll arbeiten könne (Urk. 8/98 S. 3 - 5).
5.5     Die Beschwerdegegnerin stellte in der Folge am 2. Juli 2009 die Fragen von Rechtsanwalt Dr. Largier an PD Dr. D.___ vom 6. März 2009 sowie die daraufhin ergangene Antwort von PD Dr. D.___ vom 14. April 2009 Dr. C.___ zur Stellungnahme zu den geäusserten Kritikpunkten zu (Urk. 8/103). Die Eingabe von Rechtsanwalt Dr. Largier vom 16. März 2009, in welcher er das übersteigerte Misstrauen von Dr. C.___, die ungewöhnlichen zusätzlichen Abklärungen und die daraus gezogenen falschen Schlussfolgerungen kritisiert sowie die Unvoreingenommenheit und Objektivität der Gutachterin in Frage gestellt hatte, wurde Dr. C.___ jedoch nicht zugestellt.
5.6     Mit Schreiben vom 7. Juli 2009 nahm Dr. C.___ zum Bericht von PD Dr. D.___ Stellung, hielt an ihren Einschätzungen betreffend normalen Daumen-Vertebra-Prominenz-Abstand fest, attestierte erneut eine normale Beweglichkeit beider Schultergelenke und bestritt das Vorliegen einer „frozen shoulder“. Weiter hielt sie fest, dass bei ihrer Untersuchung an den Händen keine Druckdolenzen vorhanden gewesen seien. Im Übrigen hielt Dr. C.___ daran fest, dass die Arthritis in Remission sei, dass die Beschwerdeführerin bei der Untersuchung nie über Rückenschmerzen geklagt habe und die lumbalen Beschwerden im Hintergrund gestanden hätten (Urk. 8/103 S. 2 und 3 = 8/104 1 - 2).
5.7     Die Stellungnahme von PD Dr. D.___ sowie die dazu erfolgte Stellungnahme von Dr. C.___ wurden dem RAD am 8. Juli 2009 zur Beurteilung unterbreitet (Urk. 107). Dr. E.___ hielt am 27. Juli 2007 (richtig: 27. Juli 2009) für den RAD sodann fest, dass das Schreiben von PD Dr. D.___ zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin von Dr. C.___ sach- und fachgerecht widerlegt worden sei und dem medizinisch nichts hinzuzufügen sei. Weiter hielt der RAD fest, dass das Schreiben von Dr. D.___ aufgrund dieser fundierten Gegendarstellung als entkräftet gelten könne und weiter auf das Gutachten von Dr. C.___ abgestellt werden solle (Urk. 8/107).
5.8         Gestützt auf diese Beurteilung des RAD hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 2. November 2009 fest, dass am bisherigen Entscheid, wonach eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten und keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr bestehe, festgehalten werde (Urk. 2 S. 2).

6.
6.1     Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztgutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 109 f. E. 7.1, 120 V 364 E. 3).
6.2     Die gegen die Gutachterin erhobenen Vorwürfe bezüglich Voreingenommenheit und mangelnder Objektivität gründen einerseits auf den zusätzlichen, mehrheitlich nicht medizinischen Abklärungen durch Dr. C.___, welche diese vor oder anschliessend an die Begutachtung selbst vorgenommen hatte, und andererseits auf der unsorgfältigen Vornahme dieser Abklärungen und den daraus gezogenen falschen Schlussfolgerungen. Die Gutachterin hatte sich aktenkundig nicht nur darauf beschränkt, den Gesundheitszustand zu prüfen, sondern hatte auch abgeklärt, ob die Beschwerdeführerin im Handelsregister eingetragen sei (Urk. 8/83 S. 2). Zudem hatte sie die Homepage der Beschwerdeführerin geprüft, auf welcher diese Angaben zu ihrer selbständigen Tätigkeit und zu ihrer freien Kapazität als private Krankenpflegerin machte (Urk. 8/84  S. 18). Weiter hatte Dr. C.___ den Pass der Beschwerdeführerin kopiert, um zu prüfen, wie oft die Beschwerdeführerin (in ihre frühere Heimat) gereist war (Urk. 8/86). Zudem hatte Dr. C.___ nicht nur das Blut der Beschwerdeführerin untersucht, sondern auch bei der Apotheke eine Aufstellung über sämtliche seit dem 1. Januar 2007 bezogenen Medikamente eingeholt (Urk. 8/84 S. 27 - 49).
6.3         Rechtsanwalt Dr. Largier machte in seiner Stellungnahme vom 16. März 2009 geltend, dass Dr. C.___ verschiedentlich falsche Schlussfolgerungen aus ihren zusätzlichen Abklärungen gezogen habe (Urk. 8/94):
         Ohne die Beschwerdeführerin auf die noch im Handelsregister eingetragene Firma „I.___“ und die allfällig im Zusammenhang mit dieser Firma von der Beschwerdeführerin ausgeübten Tätigkeiten anzusprechen, sei Dr. C.___ fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die Firma im Zeitpunkt der Begutachtung aktiv sei und die Beschwerdeführerin Lebensmittel und weitere Waren aus K.___ und anderen südostasiatischen Ländern importiere und verkaufe und damit einer entsprechenden Erwerbstätigkeit nachgehe. Zutreffend sei jedoch, dass die Firma im Handelsregister noch nicht gelöscht worden, seit 1989 aber inaktiv sei. Bei sorgfältiger Abklärung hätte der Gutachterin nicht entgehen können, dass z.B. ein Lebensmittelgeschäft eine entsprechende Infrastruktur (Geschäftslokal, Lager etc.) benötige und nicht von zu Hause aus betrieben werden könne. Sodann ergebe sich auch aus dem IK-Auszug keinerlei Hinweis auf eine solche Geschäftstätigkeit. Die Gutachterin sei fälschlicherweise von einer entsprechenden Erwerbstätigkeit ausgegangen.
         Entgegen der Gutachterin sei die Beschwerdeführerin im vergangenen Jahr auch nur ein Mal (vom 4. bis 10. November 2008) nach K.___ gereist (und nicht wie von Dr. C.___ angegeben im September und November 2008). Zuvor sei sie vom 25. September bis 1. Oktober 2006 und vom 14. bis 29. Mai 2007 in ihrer früheren Heimat gewesen.
         Hinsichtlich der von Dr. C.___ in der Apotheke eingeholten Liste über den Medikamentenbezug seit 1. Januar 2007 und ihrer Schlussfolgerung, die Beschwerdeführerin habe von allen Medikamenten (Naproxen, Humira, Neurontin, Glucophage) weniger bezogen als sie angegeben habe (Urk. 8/83 S. 25), und im Jahr 2008 habe sie keine Hautcrème in der Apotheke bezogen, was darauf hinweise, dass 2008 keine wesentliche Psoriasis vulgaris vorhanden gewesen sei, legte Rechtsanwalt Dr. Largier in seiner Stellungnahme dar, dass die Beschwerdeführerin die Dosis Naproxen erst im Juni 2008 (und nicht wie von Dr. C.___ ab Januar 2008 angegeben) im Einverständnis mit PD Dr. D.___ von einer auf zwei Tabletten täglich erhöht und dementsprechend im ersten Halbjahr einen geringeren Tablettenverbrauch gehabt habe. Auch beim Medikament Humira habe Dr. C.___ übersehen, dass PD Dr. D.___ im Herbst 2008 neu Orensia verordnet habe und daher Humira nicht während des ganzen Jahres bezogen worden sei. Die zwischen dem 28. Januar und dem 18. November 2008 (295 Tage) bezogenen drei Schachteln Neurontin (à 100 Tabletten) hätten sodann ausgereicht, um während dieser Zeitspanne täglich eine Tablette zu nehmen. Auch die gekaufte Menge an Glucophage habe ausgereicht, um täglich zwei Tabletten zu nehmen. Statt cortisonhaltiger Haut-crèmen oder Salben von der Apotheke habe die Beschwerdeführerin feuchtigkeitsspendende Produkte von der Apotheke (Antidry-Lotion etc.) benutzt, was ebenfalls zeige, dass die Gutachterin Schlussfolgerungen gezogen habe, ohne sich zuvor vollständig zu informieren.
6.4         Gestützt auf die glaubhaften und soweit möglich belegten Ausführungen der Beschwerdeführerin ist dieser Einschätzung zuzustimmen.
         Es ist nicht Aufgabe der medizinischen Gutachterin, Abklärungen zur erwerblichen Situation der Beschwerdeführerin vorzunehmen. Dies obliegt allein dem involvierten Sozialversicherungsträger. Dass Dr. C.___ ohne Veranlassung und ohne Auftrag (und damit in Verkennung und Überschreitung ihres Gutachterauftrages) zusätzliche, überwiegend nicht medizinische Abklärungen (Handelsregisterauszug, Homepageausdruck, Passkopien) vorgenommen und die Ergebnisse verwertet hat, und dass sie diese Abklärungsergebnisse zudem ohne Thematisierung im Gespräch mit der Beschwerdeführerin beziehungsweise ohne Vornahme ergänzender, verifizierender Abklärungen falsch übernommen beziehungsweise falsch interpretiert hat, vermag die Unvoreingenommenheit und Objektivität der Gutachterin in Frage zu stellen.
         Durch die verschiedenen nachweislich falschen Schlussfolgerungen aus den zusätzlich getroffenen Abklärungen wird auch das Gutachten als solches in Frage gestellt, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann.
         Der Vollständigkeit halber ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass das Gutachten auch in anderer Hinsicht die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen nicht erfüllt, da es sich nicht mit der diametral entgegenstehenden Einschätzung von PD Dr. D.___ auseinandergesetzt und die abweichende Meinung nicht nachvollziehbar begründet hat. Die Schlussfolgerung der Gutachterin, wonach es kaum wahrscheinlich sei, dass die Beschwerdeführerin als Pflegefachfrau arbeiten und weite Reisen hätte machen können, wenn bei ihr Beschwerden im von PD Dr. D.___ beschriebenen Ausmass vorhanden wären (Urk. 8/83 S. 28), vermag weder zu überzeugen noch die anderslautende Meinung von PD Dr. D.___ zu entkräften.
7.      
7.1     Da die IV-Stelle ihren Entscheid auf das Gutachten von Dr. C.___ abgestellt hat und dieses Gutachten wie vorstehend ausgeführt rechtlich nicht verwertbar ist, ist zu prüfen, ob das Gericht die allfälligen Veränderungen des Gesundheitszustandes und deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin und damit auf den Invaliditätsgrad dennoch anhand der Akten für den massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (2. November 2009) bestimmen kann, oder ob ergänzende Abklärungen notwendig sind, um revisionsweise über die Rente entscheiden zu können.
7.2         Zusammen mit der Beschwerde reichte Rechtsanwalt Dr. Largier den Bericht von PD Dr. D.___ vom 3. Dezember 2009 (inklusive verschiedener Beilagen; Urk. 3/3) ein, welcher zwar nach Erlass der angefochtenen Verfügung erstellt worden war, der jedoch Auskunft gibt über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und dessen Veränderungen im vorliegend massgebenden Zeitraum zwischen der letzten Rentenrevision im September 2006 und dem Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 2. November 2009 (Urk. 3/3).
         In diesem Bericht hielt PD Dr. D.___ fest, dass die Beschwerdeführerin seit über 10 Jahren bei ihm in Behandlung sei. Zunächst sei sie wegen ihres lumbospondylogenen Syndroms (beidseits bei medianer Diskushernie L4/5 und Chondrose L4/5) bei ihm in Behandlung gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sich mit ihrem Rückenleiden arrangiert und in der Privatpflege gearbeitet. 2002 sei dann ein neues Problem aufgetaucht. Im damals angefertigten Röntgenbild der Hände seien schon beginnende Usuren von MCP I, II und III links zu sehen gewesen; rechts habe eine Usur im Daumensattelgelenk bestanden. In den folgenden Jahren habe die Psoriasis-Arthritis im Vordergrund gestanden, wie dies das Szinitigramm vom Juni 2005 belegt habe. Die Basisbehandlung der chronischen Polyarthritis sei recht erfolgreich gewesen, so dass die letzte Szintigraphie vom 26. November 2008 einen Rückgang der entzündlichen Befunde gezeigt habe. Die Beschwerdeführerin habe aber nach wie vor Schulterschmerzen sowie Knie- und Handschmerzen. Was das Kniegelenk anbelange, zeige dieses bereits eine deutliche Gonarthrose, eine Femoropatellararthrose mit Gelenkserguss. Bei der Beschwerdeführerin zeigten sich die Beschwerden vor allem auch in den oberen Extremitäten und zwar in den Schultern und Händen. Ein MRI habe Hinweise auf eine frozen shoulder links gezeigt, rechts seien ebenfalls Beschwerden vorhanden.
        
         Gemäss Beurteilung von PD Dr. D.___ seien bei der Beschwerdeführerin drei Problemkreise zu berücksichtigen:
1. Die Beschwerdeführerin habe ein lumbospondylogenes und lumbovertebrales Syndrom, welches primär dafür verantwortlich gewesen sei, dass sie in ihrem Beruf als Krankenschwester nicht mehr voll habe arbeiten können und zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als Krankenschwester geführt habe, was 2006 bestätigt worden sei. Sie habe eine nachgewiesene Diskushernie und immer noch sicher deutliche degenerative Veränderungen der Wirbelsäule. Klinisch habe sie diesbezüglich zur Zeit keine Probleme, die pathologischen Veränderungen der Lendenwirbelsäule stellten aber immer noch ein Krankheitspotential dar. Nur Dank der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin nicht voll arbeitete und sich in ihrer Arbeit anpassen könne, trete dies klinisch nicht in Erscheinung. PD Dr. D.___ betonte, dass die Adaption für die Beschwerdeführerin das Wichtigste sei. Bei stärkerer Belastung der Wirbelsäule, zum Beispiel durch vermehrte Arbeit im Pflegeberuf, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Krankheitsbild wieder manifestieren würde. In der privaten Krankenpflege könne sie sich die Aufträge aussuchen und müsse nicht schwer tragen. Sie arbeite in wechselnden Positionen und auch die IV-Stelle habe die Beschwerdeführerin als angemessen eingegliedert beurteilt.
2. Der zweite Themenkreis umfasse die Polyarthritis (Psoriasisarthritis). Die neue Szintigraphie im November 2008 habe eine Verbesserung betreffend die Entzündungsaktivität gezeigt, wobei die Restproblematik in der Schulter geblieben sei. Was die Remission betreffe, so könne beim einzelnen Patienten nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden, wie lange eine solche anhalte. Das Schulterproblem bei der Beschwerdeführerin sei etwas ganz anderes. Die Schulter könne einerseits im Rahmen der Arthritis befallen sein, andererseits sei bekannt, dass gerade bei Diabetikern gehäuft Periarthropathien der Schulter auftreten. Die MRI-Untersuchung, welche in der Klinik H.___ durchgeführt worden sei, zeige Anzeichen für eine retraktile Kapsulitis. Bezugnehmend auf das Gutachten von Dr. C.___ hielt PD Dr. D.___ nochmals fest, dass der DVP von 36 cm bei einer Frau im Alter der Beschwerdeführerin schlecht sei und auch die von Dr. C.___ fotografisch festgehaltenen Bewegungen dies nicht widerlegen würden. Es sei die Komplexbewegung des Schürzengriffes eingeschränkt; eine Einschränkung, welche absolut zur retraktilen Kapsulitis passe. Das Schmerzbild in der Schulter sei ein Mischbild aus gewöhnlicher Periathropathie, arthropathischem Schmerz im Rahmen der Polyarthritis und diabetischer Neuropathie. Die Beschwerdeführerin habe immer noch Schmerzen im Bereich der Hände. Diese verstärkten sich bei feinmotorischer Arbeit. Auch wenn die Beschwerdeführerin zur Zeit dort keine relevante Entzündungsaktivität mehr aufweise, könnten die Beschwerden im Bereich der Hände auch durch die diabetische Neuropathie induziert sein.
3. Als Drittes habe die Beschwerdeführerin eine diabetische Stoffwechsellage, welche trotz Insulin zur Zeit schlecht eingestellt sei, wobei diesbezüglich noch eine Verbesserung und eine engmaschigere endokrinologische Betreuung hilfreich wäre. Eine Verbesserung des Diabetes mellitus sei bekanntlich in der Lage, die Neuropathie günstig zu beeinflussen. Was das Problem des Vitamin D-Stoffwechsels betreffe, so sei das Schmerzfeld der Beschwerdeführerin nicht relevant mit diesem Vitamin D-Mangel verbunden, wie ihn die Beschwerdeführerin aufweise.
         Insgesamt kam PD Dr. D.___ zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin eine veränderte Lendenwirbelsäule habe, was zu einer verminderten Belastbarkeit führe. Sie habe sich mit ihrer 50%igen Tätigkeit diesbezüglich gut adaptiert, so dass der Rücken zur Zeit klinisch nicht dekompensiert sei. Bei stärkerer Belastung des Rückens würde dieser zweifelsohne klinisch manifest werden. Sie habe eine Arthritis, welche zum jetzigen Zeitpunkt kaum aktiv sei. Die Beschwerdeführerin habe aber deutliche Schulter- und Handschmerzen, welche zum Teil auf die Arthritis zurückzuführen seien und zum Teil durch die, durch die MRI-Untersuchung belegten, somatischen Befunde in der Schulter verursacht würden. Zudem habe die Beschwerdeführerin einen nicht optimal eingestellten Diabetes mellitus, welcher die Beschwerden unterhalte.
         Insgesamt sei das Beschwerdebild der Beschwerdeführerin dergestalt, dass mehr als eine 50%ige Tätigkeit nicht angezeigt sei.
7.3         Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
         Der Bericht von PD Dr. D.___ vom 3. Dezember 2009 basiert auf umfassenden, fachärztlichen Untersuchungen und Abklärungen und gibt die Veränderungen und die Entwicklung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin der letzten 10 Jahre und im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung detailliert und nachvollziehbar wieder. Der Bericht setzt sich auch eingehend mit der anderslautenden Meinung von Dr. C.___ auseinander und begründet die abweichende Schlussfolgerung einleuchtend. Er erfüllt damit die rechtsprechungsgemässen Anforderungen, weshalb darauf abgestellt werden kann.

8.      
8.1     Ist zu prüfen, ob sich ein Gesundheitsschaden invalidisierend auswirkt beziehungsweise ob er sich invalidenversicherungsrechtlich relevant verändert hat oder nicht, darf dies nicht einzig aufgrund der gestellten Diagnosen, sondern immer nur aufgrund der daraus folgenden Einschränkungen im Erwerbs- und/oder Aufgabenbereich beurteilt werden. Zudem sind gleichzeitig nebeneinander bestehende, verschiedene gesundheitliche Einschränkungen nicht einzeln, sondern immer in ihren Auswirkungen insgesamt zu beurteilen. Massgebend für die Beurteilung ist weiter der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle (2. November 2009).
8.2     Die Beurteilungen und Einschätzungen von PD Dr. D.___ hatten gemäss Feststellungsblatt zum Beschluss im Jahre 2006 zur revisionsweisen Bestätigung der halben Invalidenrente geführt (Urk. 8/70). Im Rahmen dieser letzten Rentenrevision hatte PD Dr. D.___ im Vergleich zu seinem Bericht vom 3. Dezember 2009 zwar teilweise andere Diagnosen gestellt, doch ging er bereits damals davon aus, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Krankenschwester zu 100 % arbeitsunfähig war und ihr nur noch leichtere, leidensangepassten Tätigkeiten im Umfang von voraussichtlich 50 % möglich seien (Urk. 8/63 und 8/65).
         Auch wenn sich der Gesundheitszustand in gewissen Bereichen seit 2006 verbessert hatte, ging PD Dr. D.___ im vorstehend genannten Bericht vom 3. Dezember 2009, auf welchen abzustellen ist, nach wie vor von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der leidensadaptierten Tätigkeit als private Pflegefachfrau aus.
         Als Grund dafür gab er einleuchtend an, dass die leidensangepasste Tätigkeit als selbständigerwerbende Krankenpflegerin zur Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin geführt hatte. Nachvollziehbar und massgebend wurde weiter dargelegt, dass eine Steigerung des Arbeitspensums oder eine weniger angepasste Tätigkeit schnell zu einer Verschlechterung der Situation führen würden. Dies ist jedoch nicht zumutbar und es ist daher insgesamt nach wie vor von einem unveränderten Zustand und einer unveränderten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (wie der von der Beschwerdeführerin ausgeübten Tätigkeit als selbständige Pflegefachfrau) auszugehen.
         Somit steht fest, dass sich zwar die einzelnen gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin in den für die Revision massgebenden Vergleichszeitpunkten verändert haben, deren Auswirkungen insgesamt jedoch unverändert geblieben sind, was für die Beurteilung der Revision einzig massgebend ist.
         Damit gibt es für eine Neuberechnung des Invaliditätsgrades beziehungsweise der Invalidenrente keine Grundlage.
         Die bisherige halbe Rente ist daher weiter auszurichten. Die Beschwerde ist dementsprechend gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 2. November 2009 ist aufzuheben.

9.
9.1         Abweichend von Art. 61 lit. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Gericht kostenpflichtig. Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Die Kosten sind auf Fr. 1’000.-- anzusetzen und entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
9.2     Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht obsiegende, beschwerdeführende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten.
         Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sind der obsiegenden Partei die notwendigen Kosten eines Privatgutachtens unter dem Titel der Parteientschädigung zu vergüten, wenn dieses im Hinblick auf die Interessenwahrung einer Partei im Prozess notwendig war (BGE 115 V 63). Da die Frage der allfällig vorliegenden Revisionstatbestände beziehungsweise der Aufhebung der Rente am Ende erst aufgrund des Berichtes von PD Dr. D.___ vom 3. Dezember 2009 hatte geklärt werden können, ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die Kosten für den Bericht von PD Dr. D.___ vom 3. Dezember 2009 von Fr. 2'500.-- (Urk. 3/4) zu vergüten.
         Die Parteientschädigung für die Vertretung vor dem Sozialversicherungsgericht wird unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und nach Massgabe des Obsiegens auf Fr. 2’800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) festgesetzt, zuzüglich Fr. 2'500.-- Gutachterkosten, was gesamthaft eine Entschädigung von Fr. 5’300.-- ergibt.


Das Gericht erkennt:
1.         In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2. November 2009 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente hat.
2.         Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.         Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent-schädigung von Fr. 5’300.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
4.           Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwalt Dr. André Largier
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- Bundesamt für Sozialversicherungen
5.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
           Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
           Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).