Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/IV.2011.00165.html 

Entscheide



IV.2011.00165

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna

Sozialversicherungsrichter Hurst

Gerichtsschreiberin Bänninger Schäppi
Urteil vom 29. März 2012
in Sachen
X.___
 
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Luzius Hafen
advo5 Rechtsanwälte
Waltersbachstrasse 5, Postfach, 8021 Zürich 1

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin


Sachverhalt:
1.       X.___, geboren 1957, war vom 1. Mai 1994 bis 30. Juni 2007 bei der S.___ AG, vormals SA. ___ AG, als Creative Director resp. Senior Art Director angestellt (Urk. 11/8 und Urk. 11/27). Am 9. Oktober 2001 meldete er sich unter Hinweis auf den grauen Star bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an und beantragte medizinische Massnahmen (Übernahme der Kosten der Staroperation [Urk. 11/1]). Nach medizinischen Abklärungen sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügungen vom 20. Dezember 2001 und vom 10. April 2002 medizinische Massnahmen (Staroperation links resp. rechts einschliesslich Nachbehandlung [Urk. 11/9 und Urk. 11/15]) zu.

2.       Am 15. Juni 2007 erlitt der Versicherte bei einem Auffahrunfall vor einem Fussgängerstreifen eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS [Urk. 11/21/3 und Urk. 11/21/45-47)]. Am 5. Mai 2008 meldete er sich unter Hinweis auf rezidivierende Kopfschmerzen mit migräneformen Exazerbationen bei Status nach HWS-Distorsion sowie Weichteildysbalancen erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an und beantragte Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit, Arbeitsvermittlung sowie eine Rente (Urk. 11/18). Die IV-Stelle erkundigte sich bei der Arbeitgeberin des Versicherten nach dem Arbeitsverhältnis (Urk. 11/27), liess die Auszüge aus seinem Individuellen Konto erstellen (Urk. 11/38), zog die Akten des Unfallversicherers (AA.___ AG) bei (Urk. 11/21, Urk. 11/25, Urk. 11/31 und Urk. 11/40) und holte die Berichte von Y.___, FMH Innere Medizin, vom 21. Juni 2008 (Urk. 11/24) sowie der Klinik U.___ vom 9. September 2009 (Urk. 11/28) ein. Nach Rückfrage beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD [Urk. 11/48/4]) gab die IV-Stelle beim Institut T.___ (T.___), ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, wobei sie dem Unfallversicherer vorgängig Gelegenheit gab, Ergänzungsfragen an die Gutachter zu richten (Urk. 11/35). Das Gutachten des Instituts T.___ wurde am 11. Februar 2010 erstattet (Urk. 11/47) und dem RAD zur Stellungnahme vorgelegt (Urk. 11/48/5-6). Anschliessend stellte die IV-Stelle dem Versicherten unter Hinweis darauf, dass ihm gemäss ihren Abklärungen seine bisherige Tätigkeit wieder zu 90 % zumutbar sei, mit Vorbescheid vom 30. März 2010 die Abweisung seines Begehrens um Berufsberatung und, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 10 %, mit Vorbescheid vom gleichen Tag die Abweisung seines Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 11/49 und Urk. 11/52). Gegen den Vorbescheid betreffend Rente erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Luzius Hafen, am 29. April 2010 Einwand und beantragte die Ausrichtung mindestens einer halben Rente, eventuell die rechtsgenügliche Abklärung des Sachverhalts (Urk. 11/61). Dieser Eingabe legte er mitunter den an seinen Rechtsvertreter gerichteten Bericht des Neuropsychologischen Zentrums V.___ vom 22. April 2010 (Urk. 11/63) bei. Die IV-Stelle gab daraufhin nach Rücksprache mit dem RAD (Urk. 11/87/2) beim Zentrum W.___ ein neuropsychologisches Obergutachten in Auftrag, welches am 8. September 2010 erstattet wurde (Urk. 11/80/2-23). Nach Beizug einer neuerlichen Stellungnahme des RAD (Urk. 11/87/3) wies die IV-Stelle unter Hinweis darauf, dass gemäss ihren Abklärungen dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit wieder zu 90 % zumutbar sei, mit Verfügung vom 16. Dezember 2010 dessen Begehren um Berufsberatung ab (Urk. 11/84). Sodann sprach sie ihm mit Verfügung vom 13. Januar 2011, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 % resp. 34 %, mit Wirkung ab 1. Juni 2008 befristet bis 31. Oktober 2008 eine ganze Invalidenrente samt Kinderrenten zu (Urk. 11/90 = Urk. 2).

3.       Gegen die Rentenverfügung erhob X.___ durch Rechtsanwalt Luzius Hafen mit Eingabe vom 10. Februar 2011 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom 13. Januar 2011 sei teilweise aufzuheben und ihm ab 1. November 2008 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 42 %, zuzusprechen. Gleichzeitig ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (Urk. 1; vgl. Urk. 12). Die Beschwerdegegnerin ersuchte in ihrer Beschwerdeantwort vom 18. März 2011 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Mit Verfügung vom 29. März 2011 (Urk. 13) wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwalt Luzius Hafen als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt. Gleichzeitig wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet und dem Beschwerdeführer Frist zur Erstattung der Replik angesetzt. Der Beschwerdeführer reichte die Replik am 5. Mai 2011 ein, wobei er an den in der Beschwerde gestellten Anträgen vollumfänglich festhielt und diese mit dem Eventualantrag ergänzte, dass die Verfügung aufzuheben und zur ergänzenden Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei (Urk. 15). Die Beschwerdegegnerin erklärte am 17. Mai 2011 den Verzicht auf eine Duplik (Urk. 18), wovon dem Beschwerdeführer am 18. Mai 2011 Mitteilung gemacht wurde (Urk. 19).

4.       Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.      
1.1     Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
         Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
         Fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörungen oder sonstige vergleichbare pathogenetisch (ätiologisch) unklare syndromale Leidenszustände (BGE 132 V 393 E. 3.2) begründen als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass solche Leiden oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352). Beruht eine Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation liegt regelmässig keiner versicherte Gesundheitsschädigung vor (BGE 131 V 49 E. 1.2).
1.2     Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.       ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.       während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.       nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
         Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.3     Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4     Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5     Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6     Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, wenn die Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchtet und die Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 f. Erw. 1c, je mit Hinweisen; zum ärztlichen Gutachten vgl. auch Meyer-Blaser in: H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4., ergänzte Auflage 2003, S. 24 f.).

2.      
2.1     Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer ab dem 15. Juni 2007 bis 16. Juli 2008 zu 100 % arbeitsunfähig war (vgl. Urk. 11/48/6) und ihm nach Ablauf des Wartejahres (1. Juni 2008; vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 Satz 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) bis Ende Oktober 2008 (Art. 88a Abs. 1 IVV) eine ganze Invalidenrente zusteht (vgl. aber Erwägungen 1.4 und 3.5).
         Streitig und zu prüfen ist hingegen der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente ab 1. November 2008.
2.2     Die Beschwerdegegnerin machte geltend, seit dem 17. Juli 2008 sei der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Art Director oder in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 90 % arbeitsfähig. Die neuropsychologische Begutachtung des W.___-Zentrums vom 8. September 2010 habe medizinisch keine objektiven Gesichtspunkte, welche im Rahmen des polydisziplinären Gutachtens vom 11. Februar 2010 unerkannt geblieben oder geeignet seien, zu einer abweichenden Beurteilung oder gar zu einer psychiatrischen Begutachtung zu führen, ergeben. Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 147‘345.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 96‘589.-- resultiere eine Erwerbseinbusse von Fr. 50‘756.-- resp. ein Invaliditätsgrad von 34 % (Urk. 2).
2.3     Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, das T.___-Gutachten vom 11. Februar 2010 sei geprägt und nachweislich beeinflusst durch eine böswillige falsche Denunziation, von welcher er bis zur Vorlage des Gutachtens keine Kenntnis gehabt habe (Urk. 1 Seite 5). Er habe das Gutachten einer Gutachtensqualitätskontrolle durch das Institut BB.___ (BB.___-Institut) unterziehen lassen. Die Qualitätskontrolle falle vernichtend aus. Er habe sich selber noch einmal einer neuropsychologischen Untersuchung unterzogen, welche ergeben habe, dass seine Arbeitsfähigkeit aus rein neuropsychologischer Sicht zu 30 % eingeschränkt sei (Urk. 1 Seite 6). In der von der Beschwerdegegnerin eingeholten Nachbegutachtung des W.___-Zentrums sei die Arbeitsunfähigkeit aus rein neuropsychologischer Sicht mit 20 % angenommen worden. Dieser Wert sei in der Verfügung verworfen worden, ohne dass sich die Beschwerdegegnerin einlässlich damit auseinandergesetzt hätte. Das Resultat dürfe aber nicht einfach unbeachtet bleiben (Urk. 1 Seite 7).

3.
3.1
3.1.1   Z.___, FMH Neurologie, diagnostizierte in seinem Bericht an Y.___ vom 14. November 2007 ein HWS-Distorsionstrauma mit unspezifischen Beschwerden, Schwindel, Kopfdruck sowie Nackenverspannungen sowie einen Status nach Nierentransplantation (Urk. 11/21/38). Im detailliert geprüften Neurostatus fänden sich keine pathologischen Befunde, lediglich gewisse Druckdolenzen im HWS-Bereich. Die Problematik liege vor allem in Kopfschmerzen, Antriebs- und Leistungsminderung sowie einem Fatique-Syndrom. Eine Rolle spiele sicher auch eine gewisse vegetative Dystonie (Urk. 11/21/39).
         In seinem Bericht an den Unfallversicherer vom 17. November 2007 hielt Z.___ fest, dass die Arbeitsunfähigkeit zur Zeit 100 % betrage (Urk. 11/21/41).
3.1.2   A.___, FMH Innere Medizin, speziell Rheumatologie, erhob in seinem im Auftrag des Unfallversicherers erstellten Konsiliarbericht vom 5. Februar 2008 therapieresistente persistierende diffuse und allmählich generalisierende Weichteildysbalancen im Bereiche parazervikal, Schulterregion, Musculus infraspinatus und parathorakal bis Höhe Th9, immer linksseitig, ohne Hinweise weder für eine Hypermobilität noch Instabilität oder segmentale Dysfunktion an der HWS resp. im zervikothorakalen Übergang, mit Hinweisen für eine vegetative Dystonie bei psychosozial belastender Situation (Urk. 11/21/34-35). Aus seiner Sicht bestünden beim Beschwerdeführer die Gefahr einer Chronifizierung und offensichtlich auch vegetative Symptome mit einer nicht zu unterschätzenden psychosozialen Belastungssituation, weshalb er eine stationäre Rehabilitation empfehle (Urk. 11/21/36).
3.1.3   Y.___ führte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 21. Juni 2008 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine HWS-Distorsion, bestehend seit dem 15. Juni 2007, und als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Nierentransplantation an (Urk. 11/24/3). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär (Urk. 11/24/4). In der bisherigen Tätigkeit sei er seit dem 18. Juni 2007 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (11/24/2).
3.1.4   Die Ärzte der Klinik U.___, in welcher der Beschwerdeführer vom 13. Mai 2008 bis 24. Juni 2008 hospitalisiert war, erhoben in ihrem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 9. September 2008 (1) einen Status nach Schleudertrauma am 15. Juni 2007 (ICD-10 S13.4) mit chronischem Zervikozephalsyndrom mit Fehlfunktion C4/5 links, (2) eine Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt (ICD-10 F43.25), (3) eine psychosoziale Belastungssituation (ICD-10 Z56.6) sowie (4) einen Tinnitus beidseits (ICD-10 H93.1). Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sei bis zum 16. Juli 2008 ausgestellt worden. Danach werde abhängig vom Verlauf die langsame Reintegration des Beschwerdeführers in das Berufsleben, eventuell auch mit Hilfe der IV, empfohlen (Urk. 11/28).
3.1.5   B.___ vom Institut CC.___ (CC.___), bei welcher der Beschwerdeführer seit dem 26. Juni 2008 alle zwei Wochen in psychotherapeutischer Behandlung stand, diagnostizierte in ihrem Bericht an den Unfallversicherer vom 13. Oktober 2008 eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22). Es dränge sich allerdings zunehmend der Verdacht auf, dass differentialdiagnostisch an eine posttraumatische Belastungsstörung gedacht werden müsse (Urk. 11/31/2-3).
3.1.6   Im Gesamtgutachten des Instituts T.___ vom 11. Februar 2010 (Urk. 11/47) wurden als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein chronifiziertes zervikovertebrales/zervikozephales Schmerzsyndrom links (ICD-10 M53.0) bei/mit myofaszialen Befunden am Schultergürtel und nuchal links sowie rezidivierenden occipito-frontalen Kopfschmerzen linksseitig mit möglicher migräneformer Komponente und als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein Status nach Heckkollision am 15. Juni 2007 mit HWS-Distorsion (2) eine formal mittelschwere neuropsychische Störung bei deutlichem Anhalt für nicht authentische Einbussen/Aggravation (3) eine Verhaltensauffälligkeit bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (HWS-Distorsionstrauma [ICD-10 F54]), ein mittelgradiger, posttraumatischer Tinnitus beidseits (rechts bereits leichtgradig vorbestehend) bei leichtgradiger, hochbetonter Innenohrschwerhörigkeit beidseits, rechts ausgeprägter als links ohne Anhaltspunkte für retrokochleäre Läsion, (5) ein Status nach Nierentransplantation 1997 sowie (6) einen Zustand nach Katarakt-Operation vor Jahren, Reoperation 10/2007 bei anamnestisch guter Sehschärfe erhoben (Urk. 11/47/21-22). Gesamtmedizinisch erachteten die Gutachter des Instituts T.___ den Beschwerdeführer für seine bisherige Tätigkeit als Art Director in einem Umfang von 90 % für arbeitsfähig. Da er nach ihrer Überzeugung versucht habe, die Ergebnisse der neuropsychologischen Testung in seinem Sinne zu beeinflussen, verbleibe eine gewisse Restunsicherheit. Anderseits müsse festgehalten werden, dass in keinem der übrigen sechs Gutachten von 2-stündiger Dauer Ermüdungserscheinungen oder Konzentrationsstörungen dokumentiert worden seien. Falls tatsächlich eine Einschränkung auf diesem Gebiet bestehen würde, wäre ein möglicher, notwendiger erhöhter Pausenbedarf bereits in der aufgeführten Einschränkung von 10 % enthalten. Für alle körperlich leichten Alternativtätigkeiten ohne länger dauernde fixierte Körperstellung gelte ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 90 % (Urk. 11/47/27).
3.1.7   C.___ und D.___ vom Neuropsychologischen Zentrum V.___ hielten in ihrem zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers verfassten Bericht vom 22. April 2010 (Urk. 11/63/2-16) zusammenfassend fest, die Befunde deuteten aus neuropsychologischer Sicht auf eine insgesamt leichte kognitive Funktionsstörung im Bereich tieferer Strukturen (Hirnstamm) unter Einbezug rechts-parietaler und links-frontaler Strukturen hin (Urk. 11/63/11). Aus rein neuropsychologischer Sicht sei die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sowohl in seiner langjährigen und zuletzt ausgeübten Berufstätigkeit als stellvertretender Creative Director als auch in seiner heutigen selbständigen Tätigkeit mit eigenem Atelier in der Werbebranche aufgrund der insgesamt als leicht zu beurteilenden Befunde theoretisch zu ca. 30 % eingeschränkt (Urk. 11/63/12-13).
3.1.8   Im - von der Beschwerdegegnerin eingeholten - neuropsychiatrischen Obergutachten von E.___ und F.___, Psychologin FSP, vom W.___-Zentrum vom 8. September 2010 (Urk. 11/80) wurden mittelgradige Minderleistungen attentionaler Funktionen im Rahmen einer Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2; Differentialdiagnose: im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung) erhoben. Ohne Berücksichtigung der Genese würden die gemessenen neuropsychologischen Minderleistungen einer leichten neuropsychologischen Störung entsprechen. Bezogen auf die angestammte Tätigkeit als Creative Director wäre die Arbeitsfähigkeit zu ca. 20 % eingeschränkt. In Anbetracht der zu vermutenden psychischen Ätiologie sollte die Arbeitsfähigkeit jedoch psychiatrisch eingeschätzt werden. An einem strukturierten und ruhigen Arbeitsplatz sollten sich die attentionalen Minderleistungen höchstens minimal auswirken. In angepasster Tätigkeit ergebe sich rein neuropsychologisch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 11/80/20).
3.1.9   Die Ärzte des BB.___-Institutes führten in ihrem Bericht vom 10. Dezember 2010 betreffend die - im Auftrag des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vorgenommene - Gutachtensqualitätskontrolle unter dem Titel "Zusammenfassende Würdigung" aus, während das Gutachten des Instituts T.___ vom 11. Februar 2010 auf den ersten Blick schlüssig und nachvollziehbar erscheine, zeige es bei genauerer Betrachtung doch erhebliche formelle und materielle Mängel. Aus medizinischer Sicht genüge dieses Gutachten den unter BGE 122 V 160 festgehaltenen Qualitätskriterien nicht (Urk. 3/9 Seite 13).
3.2
3.2.1   Das T.___-Gutachten vom 11. Februar 2010 (Urk. 11/47) basiert auf allseitigen Untersuchungen (internistisch, rheumatologisch, neurologisch, neuropsychologisch, psychiatrisch und neurootologisch) und wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und seinem Verhalten auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation grundsätzlich einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Dem MEDAS-Gutachten kommt somit grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. Erwägung 1.6).
3.2.2   Der Beschwerdeführer brachte dagegen, gestützt auf die entsprechenden Ausführungen im genannten Bericht des BB.___-Institutes vom 10. Dezember 2010 (Urk. 3/9 Seite 5), zunächst vor, das Gutachten sei geprägt und nachweislich beeinflusst durch eine böswillige falsche Denunziation, welche vom 10. August 2007 datiere und von einem Arbeitskollegen stamme, mit welchem vor dem Unfall berufliche Spannungen bestanden hätten. Die Gutachter hätten die Denunziation zum Nennwert genommen und keiner von ihnen, nicht einmal der Psychiater, habe es für notwendig gehalten, ihn darauf anzusprechen und ihm damit die Chance zu einer Klarstellung zu geben. Aus Sicht der Qualitätskontrolle verliere das Gutachtergremium damit seine Neutralität (Urk. 1 Seiten 5 und 6).
         Gemäss der fraglichen - in den von der Beschwerdegegnerin beigezogenen Unfallakten (Urk. 11/21/1-47) befindlichen - Telefonnotiz von Q.___, Case-Managerin des Unfallversicherers, hatte sie sich am 10. August 2007 bei einem Herrn R.___ von der S.___ AG nach dem BVG-Versicherer des Beschwerdeführers erkundigt. Herr R.___ habe sich erstaunt gezeigt und sich, mit der Bitte um vertrauenswürdige Behandlung, mitunter dahingehend geäussert, dass der Beschwerdeführer ein Simulant sei. Er sei am Montag ins Büro gekommen und hätte gesagt, dass es ein kleiner Unfall gewesen sei und er keine Schmerzen hätte. Die Frage, ob er ein Schleudertrauma erlitten habe, habe er mit "nein, er habe keine Probleme" beantwortet. Im Weiteren habe Herr R.___ noch mitgeteilt, dass der Beschwerdeführer immer finanzielle Probleme gehabt hätte und sicher sein Bestes tue, die jetzige Situation finanziell auszukosten (Urk. 11/21/23).
         Dieses Dokument wurde - wie auch die weiteren Vorakten, welche die Beschwerdegegnerin vor der Begutachtung dem Institut T.___ und ausserdem auch dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zugestellt hatte (Urk. 11/46) - im Gesamtgutachten unter dem Titel "Auflistung der Akten in chronologischer Reihenfolge" angeführt und unter dem Titel "Vorgeschichte zum Gutachten mit Eckdaten gemäss Aktenlage" im Wortlaut wiedergegeben (Urk. 11/47/3-4), ebenso im neuropsychologischen Fachgutachten vom 17. Juni 2009 (Urk. 11/47/60). Im psychiatrischen Fachgutachten vom 25. August 2009 wurde das Dokument ebenfalls unter dem Titel "Vorgeschichte gemäss Aktenlage aus Fachgutachtersicht" aufgelistet. Zum Inhalt wurde darin bemerkt, dass der Arbeitgeber der Taggeldversicherung mitteile, der Beschwerdeführer sei ein Simulant. Er habe zugegeben, dass es sich um einen kleinen Unfall gehandelt und er keine Schmerzen habe. Der Rest der Darstellung des Inhaltes der Telefonnotiz wurde im psychiatrischen Fachgutachten - versehentlich - nicht vollständig abgedruckt (Urk. 11/47/72).
         Darüber hinaus findet die besagte Telefonnotiz, welche im Übrigen eingangs als "Telefonnotiz AA.___, Q.___ mit Herrn R.___, S.___ AG" (Urk. 11/47/3) und erst danach als "Telefonnotiz AA.___, Q.___ mit Herrn XY, S.___ AG" (Urk. 11/47/4) beschrieben und somit faktisch gar nicht anonymisiert wurde, sowohl im Gesamt- als auch in den beiden Fachgutachten keine weitere Erwähnung mehr. Insbesondere wurde darauf weder im Rahmen der fachgutachterlichen noch im Rahmen der gesamtgutachterlichen Beurteilung je Bezug genommen.
         Die Gutachter des Instituts T.___ begründeten den von ihnen geäusserten Verdacht auf das Vorliegen einer Aggravation resp. Simulation vielmehr damit, dass beim Beschwerdeführer keine Erkrankungen hätten objektiviert werden können, welche einen bedeutsamen Einfluss auf seine Arbeitsfähigkeit als Art Director haben. Besonders in der neuropsychologischen Testung würden klar Befunde erhoben, welche den Verdacht auf eine Aggravation bis hin zur Simulation erweckten. Auch im Rahmen der rheumatologischen und neurologischen Beurteilung hätten sich auffällige Widersprüche zwischen den objektivierten Befunden und der geäusserten Symptomatik/Leistungsfähigkeit ergeben, welche psychiatrisch allenfalls im Rahmen der Diagnose „Verhaltensauffälligkeit bei andernorts klassifizierten Erkrankungen“ erfasst werden könne, ohne dass diese jedoch einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätte (Urk. 11/47/26). Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, steht diese Beurteilung mit den im neuropsychologischen, rheumatologischen sowie im neurologischen Fachgutachten gemachten Feststellungen und Beobachtungen im Einklang und erscheint nachvollziehbar. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers resp. des BB.___-Institutes bestehen somit keine Anzeichen für eine Voreingenommenheit der Gutachter des Instituts T.___.
3.2.3   Die Schlussfolgerungen im Gesamtgutachten des Instituts T.___ vom 11. Februar 2010 (Urk. 11/47/22-27) basieren im Wesentlichen auf den Feststellungen in den einzelnen Fachgutachten (rheumatologische Fachgutachten vom 12. Mai und vom 13. Oktober 2009 [Urk. 11/47/37-49], neurologisches Fachgutachten vom 17. Dezember 2009 [Urk. 11/47/50-58], neuropsychologisches Fachgutachten vom 17. Juni 2009 [Urk. 11/47/59-71], psychiatrisches Fachgutachten vom 25. August 2009 [Urk. 11/47/72-76] sowie neurootologisches Fachgutachten vom 16. Mai 2009 [Urk. 11/47/77-81]).
         Dass der Beschwerdeführer rheumatologisch und neurologisch zweimal, in den übrigen Fachgebieten jedoch nur einmal untersucht wurde, hängt gemäss den Angaben im Gesamtgutachten ausschliesslich damit zusammen, dass dem Institut T.___ die zusätzlichen Fragen des Unfallversicherers sowie des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers erst am 31. Juli 2009 bekannt wurden. Es sei notwendig geworden, zur Beurteilung der Kausalität zwei zusätzliche Untersuchungstermine anzuberaumen (Urk. 11/47/1-2).
3.3
3.3.1   G.___, FMH Rheumatologie und Physikalische Medizin/Rehabilitation, legte in ihrem - ersten - rheumatologischen Fachgutachten vom 12. Mai 2009 begründet dar, dass und weshalb die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im geltend gemachten Ausmass aus rheumatologischer Sicht nicht vollständig erklärt werden können. So führte sie aus, in der klinischen Untersuchung vom 11. Mai 2009 sei der Beschwerdeführer, welcher einen schlechten Tag angebe und seine Position auf dem Stuhl ständig verändere, lebhaft gestikuliere und sich mehrfach den Nacken und das Gesicht reibe, durch eine psychomotorische Unruhe aufgefallen. Die spontanen Kopfbewegungen seien frei. In der funktionellen Untersuchung der HWS zeige sich eine geringe Bewegungseinschränkung sämtlicher Rotationen nach links mit paravertrebraler Schmerzangabe. Palpatorisch würden im Bereich der leicht hypertonen Nackenmuskulatur links bereits auf Berührung Schmerzen angegeben, im Sinne einer Hyperpathie. Die Schultergürtelmuskulatur sei linksbetont mässig hyperton und auf der linken Seite diffus druckdolent. Sämtliche Dornfortsätze der gesamten Wirbelsäule seien druckdolent, zum Teil würden auch fortgeleitete Schmerzen bis zervikal/Schulterregion links angegeben. Es bestünden keine Hinweise für eine zervikoradikuläre Symptomatik. In den aktuellen Röntgenaufnahmen der HWS stellten sich weder posttraumatische Veränderungen dar, noch fänden sich relevante degenerative Veränderungen. Insgesamt ergebe sich aus muskuloskelettaler Sicht eine Diskrepanz zwischen der Eindrücklichkeit der klinischen und der radiologischen Befunde und der geltend gemachten Leistungsunfähigkeit im Beruf. Diese Diskrepanz sowie auch der protrahierte, chronifizierte Verlauf könnten durch die muskuloskelettalen Faktoren nicht erklärt werden. Vielmehr seien dafür nicht-muskuloskelettale Faktoren wie Krankheitsverarbeitung, Krankheitseinschätzung und subjektive Perspektivewahrnehmung verantwortlich. Aufgrund der aktuell am Bewegungsapparat erhobenen Befunde sei aus rheumatologischer Sicht sowohl die angestammte Tätigkeit als Art und Creative Director als auch die aktuelle Tätigkeit in einem Werbeatelier ganztags zumutbar. Dabei bestehe eine Einschränkung von 10 % bis 20 % aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs, sodass eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bis 90 % resultiere. Jede andere körperlich leichte, wechselbelastende Verweistätigkeit ohne längerdauernde fixierte Körperstellung sei ebenfalls zu 80 % bis 90 % zumutbar.
         Im zweiten rheumatologischen Fachgutachten vom 13. Oktober 2009 wies G.___ ebenfalls darauf hin, dass beim Beschwerdeführer während des 40-minütigen Interviews freie spontane Kopfbewegungen, freies Gestikulieren mit den Armen sowie flüssige Bewegungen beim Entkleiden sowie beim Benutzen der Untersuchungsliege zu beobachten gewesen seien (Urk. 11/47/46). Aus muskuloskelettaler Sicht seien die angestammte Tätigkeit als Art und Creative Director und auch die aktuelle Tätigkeit unverändert ganztags zumutbar. Aufgrund der leichten Befundverbesserung reduziere sich die Einschränkung dabei auf 10 % bei erhöhtem Pausenbedarf, das heisse, es sei von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % auszugehen. Für eine körperlich leichte Alternativtätigkeit ohne länger dauernde fixierte Körperstellung gelte ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 90 % (Urk. 11/47/47).
         Die von G.___ gestellte Diagnose eines chronischen zervikovertebralen/zervikozephalen Schmerzsyndroms links bei/mit myofaszialen Befunden am Schultergürtel und nuchal links sowie rezidivierenden okzipitofrontalen Kopfschmerzen (Urk. 11/47/48; vgl. Urk. 11/47/42) steht mit den von ihr erhobenen - weitgehend unauffälligen - klinischen Befunden (Urk. 11/47/40-41 und Urk. 11/47/46) sowie den Ergebnissen der am 11. Mai 2009 im Universitätsspital Basel durchgeführten bildgebenden Abklärungen (Urk. 11/47/41) in Einklang.
         Bei einem "Syndrom" handelt es sich um die Benennung eines bestimmten Symptomenkomlexes, und es geht beim chronischen zervikovertebralen/-zephalen Syndrom lediglich um die Benennung eines Schmerzzustandes (vgl. Urteil des Bundesgerichtes U 58/06 vom 2. August 2006 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Schmerzen heben aber das funktionelle Leistungsvermögen grundsätzlich nicht auf (vgl. Urteil des Bundesgerichtes I 994/06 vom 29. August 2007 E. 3.3 mit Hinweisen). Vielmehr besteht nach der Rechtsprechung eine - auf medizinische Empirie gestützte - Vermutung, dass pathogenetisch-aetiologisch unklare syndromale Leidenszustände (vgl. BGE 132 V 65) oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung in der Regel überwindbar sind (vgl. Erwägung 1.1). Dementsprechend geht das Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung davon aus, dass pathogenetisch-aetiologisch unklare Beschwerdebilder die Ausübung (zumindest) leichterer Tätigkeiten aller Erfahrung nach nicht ausschliessen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes I 994/06 vom 29. August 2007 E. 3.3 mit Hinweisen).
         Die von G.___ vorgenommene Beurteilung, wonach dem Beschwerdeführer die bisherige wie auch jede andere körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne längerdauernde fixierte Körperstellung grundsätzlich ganztags zumutbar ist, erscheint deshalb überzeugend. Mangels Begründung sowie mit Blick auf die von ihr erhobenen objektiven Befunde nicht ohne Weiteres nachvollziehbar ist hingegen, weshalb beim Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht ein erhöhter Pausenbedarf von 20 % (Urk. 11/47/43) resp. 10 % (Urk. 11/47/47) bestehen soll (vgl. Erwägung 3.4).
3.3.2   Die neurologischen Untersuchungen fanden gemäss den Angaben im Gesamtgutachten des Instituts T.___ am 3. April und am 17. Dezember 2009 statt (Urk. 11/47/2), wobei im neurologischen Fachgutachten vom 17. Dezember 2009 (Urk. 11/47/50-58) nur über die Ergebnisse der Untersuchung vom gleichen Tag berichtet wurde. Die Ergebnisse der Untersuchung vom 3. April 2009 wurden in diesem Fachgutachten nicht erwähnt. Ein betreffendes separates Fachgutachten liegt nicht vor. Hingegen fielen die neuropsychologischen Untersuchungen auf dieses Datum (Urk, 11/47/59). Entgegen den Angaben im Bericht des BB.___-Institutes vom 10. Dezember 2010 (Urk. 3/9 Seite 4) wurde aber im Gesamtgutachten durchaus auch auf die erste neurologische Untersuchung vom 3. April 2009 Bezug genommen. Deren Ergebnisse wurden darin dahingehend zusammengefasst, dass sich eine leichtgradige Einschränkung der Beweglichkeit im Bereich der Halswirbelsäule sowie eine leichte Verspannung der paravertebralen Nackenmuskulatur gezeigt hätten. Hinweise auf fokalneurologische Ausfälle, insbesondere Zeichen eines radikulären Reiz- oder Ausfallsyndroms hätten sich nicht gefunden. Die im Rahmen „dieses Fachgutachtens“ geklagten permanenten Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Hinterkopf sowie deren Verbindung mit linksseitigen Kopfschmerzen der Schläfenregion liessen sich aufgrund einer lärm- und lichtabhängigen Zunahme möglicherweise als migräneforme Komponente interpretieren. Eine minimale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 10 % werde aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs gesehen, wobei diese Einschränkung überwiegend auf den Angaben des Beschwerdeführers beruhe. In der ca. acht Monate später durchgeführten neurologischen Fachbegutachtung würden keine bedeutsamen neuen Befunde erhoben (Urk. 11/47/23).
         Im betreffenden - aktenkundigen - neurologischen Fachgutachten vom 17. Dezember 2009 hatten H.___, FMH Neurologie, und I.___ ausgeführt, der Beschwerdeführer habe in der Folge des Unfalles ein erst chronisches, nun intermittierendes zervikozephales Schmerzsyndrom entwickelt, wobei weder aufgrund der Angaben in den Akten und aufgrund seiner Eigenangaben noch aufgrund der aktuellen klinisch-neurologischen Untersuchung Hinweise auf eine auslösende bzw. begleitende Radikulo- oder Myelopathie vorhanden seien. Im Ausmass korrelierend zu den Schmerzen berichte der Beschwerdeführer von unsystematischen Schwindelbeschwerden, welche aufgrund eigenanamnestischer Angaben keiner zentral- oder periphervestibulären Störung zuzuordnen seien. Bei nun gleichzeitig klinisch-neurologisch fehlenden Hinweisen auf eine zentral- oder peripher vestibuläre Störung seien diese Schwindelbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Rahmen des Zervikalsyndroms zu beurteilen. Die ausschliesslich im Zusammenhang mit Schmerzen auftretende isolierte Geschmacksstörung sei aufgrund der Anamnese sowie auch des blanden Hirnnervenstatus organisch nicht erklärbar und ebenfalls im Zusammenhang mit den Schmerzen zu erklären. In der klinisch-neurologischen Untersuchung sei zudem eine diskrete und unscharf begrenzte Hemihypästhesie linksseitig aufgetreten. Auffällig sei dabei die Diskrepanz bei Prüfung des Temperaturempfindens gewesen, wobei sowohl bei Prüfung auf Kälte und Wärme linksseitig ein kälteres Empfinden angegeben worden sei. Da sowohl bei einer peripher als auch bei einer zentralen Schädigung des Nervensystems zu erwarten wäre, dass Kälte auf der betroffenen Seite vermindert und Wärme ebenfalls vermindert wahrgenommen werde, könne die vom Beschwerdeführer angegebene Störung ebenfalls nicht organisch erklärt werden und sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit funktionell einzustufen. Zudem wiesen die bei der klinisch-neurologischen Untersuchung festgehaltene phasische Innervation (Tremorinnervation) und der auffällige Finger-Nasen-Versuch (FNV) linksseitig ebenfalls auf eine überwiegend funktionelle Störung hin (Urk. 11/47/57).
         H.___ und I.___ kamen zum Schluss, dass aus rein neurologischer Sicht für jegliche Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorhanden sei (Urk. 11/47/57). Diese - im Rahmen des Gesamtgutachtens (Urk. 11/47/3) übernommene - Beurteilung erscheint mit Blick auf die von H.___ und I.___ gemachten Feststellungen überzeugend. Wohl hätten die Gutachter des Instituts T.___ korrekterweise auch die anlässlich der ersten neurologischen Untersuchung erhobenen Befunde vollständig wiedergeben müssen. Es besteht jedoch kein Anlass, die im Rahmen des Gesamtgutachtens gemachte Angabe, wonach sich die neurologischen Befunde zwischen der ersten und der zweiten neurologischen Untersuchung nicht bedeutsam verändert hätten (Urk. 11/47/23), in Frage zu stellen. Es kann deshalb ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass aus neurologischer Sicht die geklagten Beschwerden auch im Zeitpunkt der ersten Untersuchung im Institut T.___ vom April 2009 nicht hatten objektiviert werden können. Dies gilt umso mehr, als sich auch aus den früheren Arztberichten kein fassbares neurologisches Korrelat für die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden ergibt. Namentlich stellte auch Z.___ in seinen Berichten an Y.___ vom 14. November 2007 und 5. Februar 2008 fest, dass sich im detaillierten Neurostatus keine pathologischen Befunde und nur gewisse Druckdolenzen im HWS-Bereich gefunden hätten (Urk. 11/21/39) resp. dass keine relevanten neurologischen Defizite vorlägen (Urk. 11/21/30).
3.3.3   J.___, FMH Otorhinolaryngologie, speziell Hals- und Gesichtschirurgie, erhob in ihrem neurootologischen Fachgutachten vom 16. Mai 2009 einen mittelgradigen, kompensierten posttraumatischen Tinnitus beidseits (rechts bereits leichtgradig vorbestehend) bei/mit leichtgradiger hochtonbetonter Innenohrschwerhörigkeit beidseits, rechts ausgeprägter als links, ohne Anhaltspunkte für eine retrocochleäre Läsion, sowie einen Status nach HWS-Distorsionstrauma nach Auffahrunfall im Juni 2007. Gemäss dem Tinnitus-Fragebogen nach Goebel und Hiller handle es sich um einen mittelgradigen Tinnitus, wobei insbesondere dessen Penetranz wie auch Hör- und Schlafprobleme im Vordergrund stünden. Auch im Rahmen der ausführlichen Anamnese und Untersuchung des Beschwerdeführers habe sie den Eindruck gewonnen, dass der Tinnitus lediglich in Belastungssituationen erschwerend zu der dann vorhandenen Konzentrationsschwäche, den Kopfschmerzen, den Nackenschmerzen sowie der Müdigkeit hinzu komme und den Beschwerdeführer zusätzlich beeinträchtige. Nach Erholungsphasen stehe der Tinnitus jedoch nicht ausgeprägt im Vordergrund (Urk. 11/47/80). Spezifische Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aus Hals-Nasen-Ohren-ärztlicher Sicht seien kaum möglich. Der Beschwerdeführer sollte im Lernen und Anwenden von aktiven Entspannungsmethoden bestärkt werden. Arbeiten in extrem lärmiger Umgebung seien eher zu vermeiden, seien jedoch aufgrund des Berufes des Beschwerdeführers auch nicht sehr wahrscheinlich. Aus rein Hals-Nasen-Ohren-ärztlicher Sicht liege lediglich aufgrund des mittelgradigen kompensierten Tinnitus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (Urk. 11/47/81).
         Die von J.___ erhobenen Befunde (Urk. 11/47/79-80) stimmen im Wesentlichen mit denjenigen im Bericht von K.___, Facharzt für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, an Y.___ vom 26. September 2008 überein (Urk. 11/31/1). Insbesondere hatte auch dieser eine lediglich leichtgradige hochtonbetonte sensorineurale Schwerhörigkeit erhoben und festgestellt, dass der Tinnitus knapp kompensiert sei. Mit Blick auf diese Befunde sowie die von J.___ wiedergegebenen Angaben des Beschwerdeführers selbst (Urk. 11/78-79) ist in der Tat nicht ersichtlich, weshalb die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus Hals-Nasen-Ohren-ärztlicher Sicht massgeblich beeinträchtigt sein sollte.
3.3.4   L.___ führte in seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 25. August 2009 aus, die seitens der Klinik U.___ vermutete Diagnose einer Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt, welche von der behandelnden Psychologin übernommen worden sei, stelle sich in der von ihm durchgeführten Untersuchung so nicht dar. Der Beschwerdeführer selber berichte, eigentlich nie unter depressiven Verstimmungen gelitten zu haben, er sei eher verärgert über die Leistungsminderung und dass er aufgrund der kognitiven Defizite mehr Zeit für die Umsetzung von Projekten benötige. Auch Zukunftssorgen oder Existenzängste liessen sich beim Beschwerdeführer derzeit kaum nachweisen, was jedoch mit der neuen Perspektive durch Aufbau einer eigenen Werbeagentur seit einem Monat zusammenhänge. Die von der behandelnden Psychologin erwähnte differentialdiagnostische Überlegung einer posttraumatischen Belastungsstörung scheine wenig plausibel, da sich keine Symptome wie Flashbacks oder Albträume oder dergleichen zeigten. Der Beschwerdeführer sei zukunftsorientiert und möchte gerne wieder in das Berufsleben einsteigen, brauche jedoch eine Betätigung mit freier Zeiteinteilung, wie er sich dies nun durch das selbständige Arbeiten geschaffen habe (Urk. 11/47/76).
         L.___ kam zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer eine Verhaltensauffälligkeit bei andernorts klassifizierten Erkrankungen (HWS-Distorsionstrauma [ICD-10 F54]) vorliege. Aus psychiatrischer Sicht ergäben sich keine Einschränkungen, welche eine berufliche Tätigkeit in Frage stellten könnten. Auch Hinweise für das Zugrundeliegen einer psychischen Störung mit Krankheitswert vor dem Unfall zeigten sich nicht. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit vollumfänglich gegeben (Urk. 11/47/76).
         Bei den Störungen gemäss ICD-10 F50-59 handelt es sich um Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung mit körperlichen Störungen und Faktoren. Die Kategorie 54 beinhaltet psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Krankheiten; sie sollte verwendet werden, um psychische Faktoren und Verhaltenseinflüsse zu erfassen, die eine wesentliche Rolle in der Ätiologie körperlicher Krankheiten spielen, die in anderen Kapiteln der ICD-10 klassifiziert werden. Die sich hierbei ergebenden psychischen Störungen sind meist leicht, oft lang anhaltend (wie Sorgen, emotionale Konflikte, ängstliche Erwartung) und rechtfertigen nicht die Zuordnung zu einer der anderen Kategorien des Kapitels V (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_567/2009 vom 17. September 2009 E 5, mit Hinweis; Weltgesundheitsorganisation [WHO], Internationale Kodifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], 7. Auflage, Bern 2010, Seite 237).
         Mit Blick auf die von L.___ unter den Titeln "Aktuelle Beschwerden" (Urk. 11/47/74) und "Untersuchung" (Urk. 11/47/75) gemachten Angaben ist in der Tat nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit massgeblich beeinträchtigt sein sollte. Insbesondere besteht kein Grund zur Annahme, dass beim Beschwerdeführer eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) bestehen könnte. Diese Diagnose setzt gemäss ICD-10 mitunter voraus, dass die Störung innerhalb von 6 Monaten nach einem traumatisierenden Ereignis von aussergewöhnlicher Schwere auftritt. Zusätzlich zu dem Trauma muss eine wiederholte unausweichliche Erinnerung oder Wiederinszenierung des Ereignisses in Gedächtnis, Tagträumen oder Träumen auftreten. Diese Kriterien sind - wie im psychiatrischen Fachgutachten vom 25. August 2009 (Urk. 11/47/76) sowie im Gesamtgutachten des Instituts T.___ vom 11. Februar 2010 (Urk. 11/47/25) zu Recht bemerkt wurde - vorliegend offensichtlich nicht erfüllt (vgl. WHO, Internationale Klassifikation psychischer Krankheiten, ICD-10 Kapital V [F], 7. Auflage, Bern 2010, Seite 182).
         Die Diagnose einer Anpassungsstörung gemäss ICD-10 F43.2 wurde erstmals im Bericht der Abteilung für Psychosoziale Medizin des Spitals P.___ vom 29. April 2008 (Urk. 11/40/17) erwähnt, wobei in diesem Zusammenhang, festgehalten wurde, es sei beim Beschwerdeführer im Zuge des äusserst protrahierten Heilungsverlaufes zu einer emotionalen Symptomatik, am ehesten vergleichbar mit einer Anpassungsstörung im Sinne von ICD-10 F43.23, gekommen. In der Folge wurde auch in den Berichten von B.___ vom Institut CC.___ vom 13. Oktober 2008 (Urk. 11/31/2-3; vgl. demgegenüber Urk. 11/40/9 und Urk. 11/80/10-11) sowie der Klinik U.___ vom 9. September 2009 (Urk. 11/28) eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.22 resp. ICD-10 F43.25) erhoben. Aufgrund der weiteren Angaben in diesen beiden Berichten lässt sich die Diagnose einer Anpassungsstörung aber nicht nachvollziehen. Selbst wenn die medizinische Richtigkeit der Diagnose einer Anpassungsstörung unterstellt und überdies angenommen wird, dass sie bis zum hier massgebenden Zeitpunkt der Verfügung vom 13. Januar 2011 (Urk. 2) bestanden hat, bleibt dies vorliegend ohne entscheiderhebliches Gewicht. Die Diagnose einer Anpassungsstörung gemäss ICD-10 F43.2 ist nämlich rechtsprechungsgemäss ganz allgemein im Grenzbereich dessen zu situieren, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und potentiell invalidisierendes Leiden gelten kann (Urteile des Bundesgerichtes 9C_636/2007 vom 28. Juli 2008 E. 3.3.2 und 9F_9/2007 vom 15. September 2008 E. 2.4.3.2). Hinzu kommt, dass vorab im Bericht der Abteilung für Psychosoziale Medizin des Spitals P.___ vom 29. April 2008 auf das Bestehen von psychosozialen Belastungen des Beschwerdeführers (Schwierigkeiten in der ehelichen und der familiären Beziehung, zugespitzte finanzielle Situation, gewisse Versicherungsstreitigkeiten [Urk. 11/40/17]) hingewiesen wurde. Sodann stellten auch A.___ und Y.___ in ihren Berichten an den Unfallversicherer vom 5. Februar 2008 resp. 21. Juni 2008 fest, dass beim Beschwerdeführer psychosoziale Faktoren den Krankheitsverlauf beeinflussten (Urk. 11/21/35 und Urk. 11/24/6; vgl. Urk. 11/21/16). Psychosozialen Belastungsfaktoren wird aber grundsätzlich die Eignung abgesprochen, dergestaltete psychische Beeinträchtigungen hervorzurufen, dass ihretwegen die Zumutbarkeit der von der versicherten Person geforderten Willensanstrengung, eine Arbeit zu verrichten, dahinfiele (vgl. Erwägung 1.1; BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichtes 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
         Im Hinblick darauf sowie aufgrund der weiteren Feststellungen von L.___ leuchtet ohne Weiteres ein, dass er - nur - eine Verhaltensauffälligkeit nach ICD-10 F54, nicht aber ein psychisches Leiden mit Krankheitswert diagnostiziert hat. Entgegen der im Bericht des BB.___-Institutes vom 10. Dezember 2010 vertretenen Auffassung (Urk. 3/9 Seite 10) ist sodann mit Blick auf die medizinische Aktenlage durchaus nachvollziehbar und nicht zu beanstanden, dass er als "andernorts klassifizierte Erkrankung" die HWS-Distorsion angeführt hat (Urk. 11/47/75; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_674/2008 vom 30. April 2009 E. 5.2.2).
3.3.5   M.___ hielt in seinem neuropsychologischen Fachgutachten vom 17. Juni 2009 im Wesentlichen fest, die beim Beschwerdeführer objektivierbaren neuropsychologischen Defizite seien von einer Deutlichkeit (Prozentrang > 1), dass dadurch relevante Einschränkungen im Alltag erwartet werden müssten. Die Testbefunde seien diskrepant zum Umstand, dass der Beschwerdeführer beruflich aktiv sei, dass die Selbständigkeit im Alltag gegeben sei, dass er zu den Tagesaktualitäten aus den Medien informiert sei, dass die kognitiven Defizite der Familie, nicht aber Freunden und Bekannten auffalle und dass die Erinnerung (anamnestisch zur Zeit vor und nach dem Unfall) differenziert und kohärent ausfalle. Aufgrund der Verhaltensbeobachtung zeige sich ein auffälliger Unterschied zwischen der Anamnese und der neuropsychologischen Testung. Erst ab der Testung beklage er eine auffällige Müdigkeit, erhöhte Ermüdung und deute wiederholt auf Schmerzen im Nackenbereich hin. Zusammen mit dem auffälligen Befund im Symptomvalidierungstest müsse von einer bewusstseinsnahen Verdeutlichungstendenz oder Aggravation ausgegangen werden. Formal entsprächen die Befunde einer mittelschweren neuropsychologischen Störung bei Status nach HWS-Distorsionstrauma am 15. Juni 2007 (Differentialdiagnose: Aggravation). Aufgrund der fehlenden Validität könne aus neuropsychologischer Sicht die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im angestammten Beruf sowie für eine Verweisungstätigkeit nicht beurteilt werden (Urk. 11/47/71).
         Die Schlussfolgerungen von M.___ basieren auf einlässlichen Untersuchungen (Urk. 11/47/67-70) und wurden nachvollziehbar begründet. Sie wurden denn vom Beschwerdeführer an sich auch nicht in Frage gestellt.
         Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 Seite 6) ist dem Institut T.___ nicht vorzuwerfen, dass es seinerseits von der Durchführung einer neuerlichen neuropsychologischen Untersuchung abgesehen hat. Wie dargelegt, fanden sich in den im Institut T.___ durchgeführten neurologischen Untersuchungen keine Anhaltspunkte für eine hirnorganische Verletzung (vgl. Erwägung 3.3.3). Im Hinblick darauf sowie angesichts der von M.___ gemachten Feststellungen (Inkonsistenzen im Verhalten, auffälliger Befund im Symptomvalidierungstest) musste seitens des Instituts T.___ nicht angenommen werden, dass sich die geklagten Beschwerden aufgrund einer erneuten neuropsychologischen Begutachtung objektivieren lassen würden.
3.4     Wie erwähnt, kamen die Gutachter des Instituts T.___ im Rahmen des Gesamtgutachtens vom 11. Februar 2010 zum Schluss, dass gesamtmedizinisch sowohl in der bisherigen als auch in allen anderen körperlich leichten Tätigkeiten ohne länger dauernde fixierte Körperstellung eine Arbeitsfähigkeit von 90 % besteht (Urk. 11/47/27), was mit den in den Fachgutachten vorgenommenen Einschätzungen in Einklang steht. Nach dem Gesagten (vgl. Erwägung 3.3.1) ist diese Beurteilung jedenfalls als äusserst grosszügig zu betrachten (vgl. Erwägung 3.8).
3.5     Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers wurde im Gesamtgutachten des Instituts T.___ vom 11. Februar 2010 auf den Unfalltag festgelegt (15. Juni 2007 [Urk. 11/47/27]). Die Gutachter äusserten sich dabei nicht explizit, ob ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mit 90 % bereits ab diesem Zeitpunkt gelten soll.
         Wie dargelegt, attestierte Y.___ dem Beschwerdeführer in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 21. Juni 2008 seit dem 18. Juni 2007 bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 11/24/2). Auch Z.___ ging in den genannten Berichten vom 17. November 2007 und 5. Februar 2008 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus (Urk. 11/21/41 und Urk. 11/21/31; vgl. Erwägungen 3.1.1 und 3.1.3). Selbst A.___ hielt in seinem Bericht an den Unfallversicherer vom 5. Februar 2008 fest, dass er die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bis zur Durchführung einer stationären Massnahme nicht steigern würde (Urk. 11/21/36). Einer solchen unterzog sich der Beschwerdeführer in der Folge, wie erwähnt, vom 13. Mai bis 24. Juni 2008 in der Klinik U.___, wobei ihm dort bei Austritt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis zum 16. Juli 2008 ausgestellt wurde (Urk. 11/28/2). Mit Blick auf die in den besagten Berichten von Y.___, Z.___ und A.___ sowie der Klinik U.___ erhobenen - weitgehend unauffälligen - objektiven Befunde erscheint zwar fraglich, ob die durchgehende Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall vom 15. Juni 2007 bis zum 16. Juli 2008 gerechtfertigt war. Die dahingehenden - einhelligen -Einschätzungen der genannten Ärzte lassen sich aber nicht ohne Weiteres widerlegen.
3.6     Es ist deshalb - mit der Beschwerdegegnerin resp. N.___, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, vom RAD (Urk. 11/48/6) - davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit dem 15. Juni 2007 bis zum 16. Juli 2008 zu 100 % arbeitsunfähig war und seit dem 17. Juli 2008 in der angestammten sowie in einer (anderen) angepassten Tätigkeit zu mindestens (vgl. Erwägungen 3.4 und 3.8) 90 % arbeitsfähig ist.
3.7
3.7.1   Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wird diese Beurteilung weder durch den Bericht des Neuropsychologischen Zentrums V.___ vom 22. April 2010 (Urk. 11/63/2-16) noch durch das neuropsychiatrische Gutachten des W.___-Zentrum vom 8. September 2010 (Urk. 11/80) in Frage gestellt.
3.7.2   Vorwegzunehmen ist, dass aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht entscheidend ist, ob die seitens des Neuropsychologischen Zentrums sowie des W.___-Zentrums gemessenen neuropsychologischen Minderleistungen nachvollziehbar und überzeugend durch ein medizinisch-diagnostisch fassbares Leiden mit Krankheitswert erklärbar sind, das mit Blick auf Schweregrad, Dauer und Intensität zugleich als eine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Krankheit im gesetzlichen Sinne gelten kann (Urteile des Bundesgerichtes 9F_9/2007 vom 15. September 2008 E. 4.2.4.3 und 9C_1063/2008 vom 15. Juni 2009 E. 4.3).
3.7.3   Das neurologische Fachgutachten des Instituts T.___ vom 17. Dezember 2009 (Urk. 11/47/50-58) weist nach dem Gesagten kein neurologisches Krankheitssubstrat für die gemessenen neuropsychologischen Defizite aus. Im Bericht des neuropsychologischen Zentrums V.___ vom 22. April 2010 wurden die Befunde zwar ätiologisch als „leichte kognitive Funktionsstörung im Bereich tieferer Strukturen (Hirnstamm) unter Einbezug rechts-parietaler und links-frontaler Strukturen“ gedeutet (Urk. 11/63/11). Einen entsprechenden Nachweis vermochte das Neuropsychologische Zentrums V.___ aber - ebenfalls - nicht zu leisten. Das W.___-Zentrum kam zum Schluss, dass die gemessenen neuropsychologischen Minderleistungen überwiegend wahrscheinlich psychischer (und nicht organischer) Genese sind (Urk. 11/80/19-21), weshalb die Arbeitsfähigkeit psychiatrisch abgeklärt werden sollte (Urk. 11/80/20).
3.7.4   Wie dargelegt, wurde das Vorliegen eines psychischen Leidens mit Krankheitswert im psychiatrischen Fachgutachten vom 25. August 2009 (Urk. 11/47/72-76) - zu Recht - verneint. Dass sich seit der diesem Gutachten zugrundeliegenden psychiatrischen Untersuchung vom 1. April 2009 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 13. Januar 2011 (Urk. 2) der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers massgeblich verschlechtert hat, ist nicht ersichtlich und wurde seinerseits auch nicht geltend gemacht. Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allgemein der Grundsatz "(Selbst-)Eingliederung vor Rente" gilt. Danach hat die versicherte Person von sich aus das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beizutragen, in erster Linie durch Ausschöpfung sämtlicher zumutbarer medizinischer Behandlungs- und weiterer therapeutischer Möglichkeiten. Kommt sie dieser Schadenminderungspflicht nicht in genügender Weise nach, kann dies im Rahmen von Art. 21 Abs. 4 ATSG zur ganzen oder teilweisen, vorübergehenden oder dauernden Ablehnung der beruflichen Massnahme resp. Rente führen (vgl. BGE 127 V 298 E. 4.b.cc mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichtes I 271/05 vom 10. November 2005 E. 2 mit Hinweisen). Gemäss den vorliegenden Akten unterzog sich der Beschwerdeführer zwar seit dem 26. Juni 2008 regelmässig (alle 14 Tage) einer kognitiven Verhaltenstherapie bei B.___ vom Institut CC.___ (Urk. 11/31/2 und Urk. 11/80/10). Eine eigentliche Psychotherapie und/oder psychopharmakologische Behandlung wurde aber bislang noch nicht durchgeführt (Urk. 11/80/10). Der Beschwerdeführer hat somit die medizinischen Möglichkeiten zur Behandlung eines allfälligen psychischen Leidens bei Weitem nicht voll ausgeschöpft.
3.7.5   Somit ergeben sich - wie O.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom RAD in seiner Stellungnahme vom 30. November 2010 (Urk. 11/87/3) zu Recht bemerkte - aufgrund des Berichtes des Neuropsychologischen Zentrums V.___ vom 22. April 2010 sowie des neuropsychologischen Gutachtens des W.___-Zentrums vom 8. September 2010 medizinisch keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte, welche auf eine massgebliche neuropsychologische Beeinträchtigung des Beschwerdeführers schliessen lassen oder zu weiteren medizinischen Abklärungen Anlass geben würden.
3.8      Der Vollständigkeit halber ist zu bemerken, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 18. März 2011 zu Recht anführte, es gehe im vorliegenden Fall um die Beurteilung der Leistungsansprüche infolge einer HWS-Distorsion, weshalb die Rechtsprechung gemäss BGE 136 V 279 zur Anwendung komme (Urk. 10 Seite 2). Gemäss diesem (vom Bundesgericht seither mehrfach bestätigten [vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_771/2011 vom 6. Dezember 2011 E. 6.1]) Entscheid ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (vgl. Erwägung 1.1) sinngemäss auch auf die Frage nach der invalidisierenden Wirkung einer spezifischen und unfalladäquaten Verletzung im Bereich von Kopf oder HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle anwendbar. Für die invalidisierende Wirkung einer solchen Schmerzproblematik ist somit entscheidend, ob sie mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar ist.
         Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 15 Seite 2) vermögen klinisch feststellbare Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen und Druckdolenzen kein klar fassbares organisches Korrelat eines Beschwerdebildes zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_369/2007 vom 6. Mai 2008 E. 3 mit Hinweisen). Sodann besteht in der Tat kein Grund zur Annahme, dass beim Beschwerdeführer die rechtsprechungsgemäss relevanten Kriterien, die einem adäquaten Umgang mit den geklagten Schmerzen und Beschwerden entgegen stehen können (vgl. Erwägung 1.1), erfüllt sein könnten. Insbesondere ist nach dem Gesagten das Vorliegen eines psychischen Leidens von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer zu verneinen. Auch ein anhaltender sozialer Rückzug in allen Lebensbelangen liegt offensichtlich nicht vor (Urk. 11/47/12). Angesichts des fehlenden ausreichenden organischen Korrelats für die geltend gemachten Schmerzen und Beschwerden ist auch das Kriterium der chronischen Begleiterkrankungen als nicht erfüllt zu betrachten (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_771/2011 vom 6. Dezember 2011 E. 6.3, bezüglich Tinnitus vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_811/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.3). Sodann lassen die Akten nicht auf einen primären Krankheitsgewinn schliessen. Ein chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung liegt ebenfalls nicht vor, gab doch der Beschwerdeführer selbst gegenüber den Gutachtern des Instituts T.___ an, der Aufenthalt in der Klinik U.___ sei für ihn gut verlaufen (Urk. 11/47/11), und es gehe im Moment deutlich aufwärts mit ihm (Urk. 11/47/12). Im Hinblick darauf kann auch nicht vom Scheitern einer konsequent durchgeführten Behandlung die Rede sein. Ausserdem hat der Beschwerdeführer nach dem Gesagten zumindest die Möglichkeiten zur Behandlung der psychischen Problematik bislang nicht voll ausgeschöpft. Da ferner nach dem Gesagten Hinweise auf ein aggravatorisches Verhalten bestehen, ist in Anwendung von BGE 136 V 279 grundsätzlich von der Zumutbarkeit der Schmerzbewältigung auszugehen.
         Auch vor diesem Hintergrund erscheint die seitens des Instituts T.___ vorgenommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mit 90 % somit äusserst grosszügig (vgl. Erwägung 3.4).

4.
4.1     Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades bemass die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen aufgrund des Durchschnitts der Einkommen, welches der Beschwerdeführer gemäss den Auszügen aus seinem Individuellen Konto (Urk. 11/38) in den Jahren 2002 bis 2006 bei der SA.___ AG als Art Director erzielt hat (Urk. 11/83 und Urk. 2). Indessen hat diese Firma dem Beschwerdeführer noch vor dem Unfall vom 15. Juni 2007 und damit noch vor Eintritt des Gesundheitsschadens wegen einer Umstrukturierung der Agentur gekündigt (Urk. 11/27/2). Das bei dieser Firma erzielte Einkommen kann deshalb nicht als Grundlage für die rechnerische Bestimmung des Valideneinkommens dienen. Vielmehr sind sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen aufgrund der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2008 des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes I 1/03 vom 15. April 2003 E. 4.3 und E. 5.1 mit Hinweisen).
4.2     Es kann offen bleiben, ob die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des Invalideneinkommens zu Recht den Lohn für Männer mit Fachabschluss im unteren Kader von Fr. 9'166.-- gemäss LSE 2008 TA11 (publiziert in BFS Aktuell, LSE 2008, Wichtigste Ergebnisse, Seite 15) herangezogen hat (Urk. 11/83). Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich nämlich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichtes I 175/06 vom 19. April 2006 E. 3 mit Hinweis). Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
4.3     Selbst unter der Annahme einer - lediglich - 90%igen Arbeitsfähigkeit in angestammter sowie (anderer) angepasster Tätigkeit und unter Vornahme des maximal zulässigen Abzuges vom Tabellenlohn von 25 % würde ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 35 % resultieren (Art. 28 Abs. 2 IVG). Ein über den 31. Oktober 2008 hinausgehender Rentenanspruch des Beschwerdeführers (vgl. Erwägung 2.1) ist deshalb ohne Weiteres zu verneinen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
5.1     Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
         Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 1’000.-- als angemessen. Ausgangsgemäss ist diese dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge der mit Verfügung vom 29. März 2011 (Urk. 13) gewährten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.2     Mit Verfügung vom 29. März 2011 wurde Rechtsanwalt Luzius Hafen als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt (Urk. 13). Mit Eingabe resp. Honorarnote vom 26. März 2012 machte dieser einen Aufwand von insgesamt 9,9 Stunden sowie Barauslagen von Fr. 83.15 (Kleinkostenpauschale von 3 %), je zuzüglich Mehrwertsteuer, geltend (Urk. 21/2).
         Die geltend gemachten Bemühungen von 9,9 Stunden erscheinen angemessen und führen, ausgehend vom gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 200.-- sowie unter Berücksichtigung einer Kleinspesenpauschale von 3 %, zu einer Entschädigung (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) von Fr. 2'202.55 (= Fr. 1'980.-- Honorar, Fr. 59.40 Barauslagen, Fr. 163.15 Mehrwertsteuer).
         Rechtsanwalt Luzius Hafen ist deshalb für seine Bemühungen mit Fr. 2'202.55 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
5.3     Der Beschwerdeführer ist zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (vgl. § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer]).


Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Die Gerichtskosten von Fr. 1’000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.
3.         Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Luzius Hafen, Zürich 1, wird mit Fr. 2'202.55 (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.
4.         Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwalt Luzius Hafen
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
- Gerichtskasse
5.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
           Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
           Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).