Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/IV.2011.01224.html 

Entscheide



IV.2011.01224

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Käch

Ersatzrichterin Romero-Käser

Gerichtsschreiberin Schüpbach
Urteil vom 19. Februar 2013
in Sachen
X.___
 
Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Zollinger
Rämistrasse 5, Postfach 462, 8024 Zürich

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin



Sachverhalt:
1.      
1.1     X.___, geboren 1962, arbeitete seit 1979 als Reinigungsmitarbeiterin in der Klinik Y.___, als sie sich am 31. Januar 2005 wegen einer Diskushernie bei der Invalidenversicherung zum Bezug eines Hilfsmittels anmeldete (Urk. 12/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte einen medizinischen Bericht (Urk. 12/7) ein und verneinte in der Folge mit Verfügung vom 23. August 2005 (Urk. 12/9) einen Anspruch der Versicherten auf eine Kostengutsprache für einen Halswirbelsäulenentlaster.
1.2     Am 9. Juli 2006 meldete sich die Versicherte aufgrund chronischer Nackenschmerzen, Kreuzschmerzen bei Diskushernie sowie eines chronischen Angstleidens mit Panikattacken erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Urk. 12/10).
         Die IV-Stelle holte medizinische Berichte (Urk. 12/12, Urk. 12/14, Urk. 12/16, Urk. 12/22), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 12/13) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug; Urk. 12/15) ein und zog die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers (Urk. 12/23) bei.
         Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 12/25-34) und Auferlegung der Schadenminderungspflicht im Sinne einer Teilnahme an einem interdisziplinären stationären Schmerzprogramm über 3-4 Wochen mit anschliessender aktiv orientierter Physiotherapie und Weiterführung der bestehenden psychotherapeutischen Behandlung (Urk. 12/32) bejahte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. August 2007 einen Anspruch der Versicherten auf eine ganze Rente mit Wirkung ab Dezember 2006 (Urk. 12/52).
1.3     Nach durchgeführten Vorbescheidverfahren (Urk. 12/53-66) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Dezember 2007 (Urk. 12/67) aufgrund des Nichtbefolgens der auferlegten Schadenminderungspflicht einen weiteren Anspruch der Versicherten auf eine Rente. Dagegen erhob die Versicherte am 18. Januar 2008 Beschwerde beim hiesigen Gericht (Urk. 12/68), welche mit Urteil vom 23. November 2009 (Urk. 12/74) abgewiesen wurde. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 18. März 2010 ab (Urk. 12/81).
1.4     Am 15. April 2010 meldete sich die Versicherte erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 12/82).
         Die IV-Stelle holte wiederum medizinische Berichte (Urk. 12/88-89) ein und liess die Versicherte polydisziplinär begutachten. Das Gutachten datiert vom 3. Juni 2011 (Urk. 12/94).
         Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens (urk. 12/99-106) holte die IV-Stelle bei der Gutachterstelle eine Stellungnahme zu den Einwänden der Versicherten ein (Urk. 12/104-105) und verneinte in der Folge mit Verfügung vom 12. Oktober 2011 (Urk. 12/107 = Urk. 2) einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung.

2.       Gegen die Verfügung vom 12. Oktober 2011 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 14. November 2011 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, dem im Gesuch vom 19. April 2010 gestellten Leistungsbegehren sei vollumfänglich zu entsprechen (S. 2 Ziff. 1). Gleichzeitig ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (S. 2 Ziff. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 20. Dezember 2011 (Urk. 11) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 4. Januar 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 14). Mit Schreiben vom 6. Februar 2012 zog die Beschwerdeführerin ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurück (Urk. 15).


Das Gericht zieht in Erwägung:
1.      
1.1     Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2     Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.       ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.       während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.       nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
         Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3     Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades oder der Hilflosigkeit auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad oder die Hilflosigkeit oder der Hilfebedarf seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität oder Hilflosigkeit oder einen anspruchsbegründenden Hilfebedarf zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4     Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

2.
2.1     Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 12. Oktober 2011 (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass kein somatischer oder psychischer Gesundheitsschaden vorliege, welcher in der Art und Schwere Art. 8 ATSG erfülle (S. 1). Zusammenfassend würden die von der Beschwerdeführerin vorgetragenen Einwände jeglicher medizinischer Grundlage entbehren, und aus dem geschilderten Sachverhalt ergäben sich keine neuen Gesichtspunkte (S. 2). 
2.2     Die Beschwerdeführerin hielt dem (Urk. 1) entgegen, sie habe sich der auferlegten Therapie aufgrund ihres behinderten Kindes nicht unterziehen können und ersatzweise eine ambulante Therapie gemacht (S. 3). Sie leide an einem chronischen Schmerzsyndrom, welches von einer generalisierten Angststörung begleitet werde. Dieser Gesundheitsschaden bewirke eine voraussichtlich länger dauernde Erwerbsunfähigkeit (S. 4 f.). Die anlässlich der Begutachtung durchgeführten psychiatrischen Explorationsgespräche seien zudem ungenügend, da diese lediglich 20-30 Minuten gedauert hätten. Die Beurteilung ihrer Arbeitsfähigkeit erscheine als ungenügend (S. 5).
2.3     Strittig und zu prüfen ist somit, ob seit der anspruchsverneinenden Verfügung vom 13. Dezember 2007 (Urk. 12/67) eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten ist beziehungsweise wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin verhält und auf welche medizinischen Berichte diesbezüglich abzustellen ist.

3.
3.1     Der ursprünglichen, rechtskräftigen Verfügung vom 13. Dezember 2007 (Urk. 12/67) lagen die folgenden medizinischen Berichte zu Grunde.   
3.2     Die Ärzte der Z.___ Klinik berichteten am 25. Juli 2006 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 12/12/5-6) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (lit. A):
- chronisches zervikocephales Schmerzsyndrom mit/bei
- Status nach Frontalkollision vor 20 Jahren
- Status nach Facettengelenksinfiltration C5/6 links Januar 2005, schlecht toleriert
- elektrophysiologisch keine Hinweise für eine Affektion der Wurzel C6 links  
- rezidivierende Angstsymptome/-attacken
- chronisches lumbospondylogenes Syndrom mit möglicher radikulärer Kompression bei Diskushernie L5/S1
         Sie führten aus, die Frage der Arbeitsfähigkeit sei nicht Gegenstand ihrer Konsultationen gewesen.
3.3     Dr. med. A.___, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 31. August 2006 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 12/14/3-4) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (lit. A):
- chronisches zervikospondylogenes und zervikocephales Schmerzsyndrom bei Status nach Autounfall vor 20 Jahren mit Kopfanprall
- Status nach Facettengelenksinfiltration C5/6 links Januar 2005 bei bekannter Osteochondrose C5/6 mit Höhenminderung der Bandscheibe C5/6
- rezidivierende Angstsymptome mit Panikattacken
- chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit möglicher radikulärer Kompression bei Diskushernie L5/S1
- panvertebrales vornehmlich myofasziales Schmerzsyndrom mit Haltungsinsuffizienz
         Er führte aus, er behandle die Beschwerdeführerin bereits seit 1981 (lit. D). Die Beschwerdeführerin sei seit dem 29. Dezember 2005 zu 100 % arbeitsunfähig (lit. B). Ihre Arbeitsfähigkeit könne mit medizinischen Massnahmen verbessert werden (lit. C).
3.4     Dr. med. B.___, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 16. November 2006 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 12/22) und nannte keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (lit. A). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie eine leichte depressive Episode, bestehend seit 2004.
3.5     Dr. med. C.___, Rheumatologie FMH und Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, Dr. med. D.___, Neurologie FMH und Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, lic. phil. E.___, klinische Psychologie, sowie Dr. med. F.___, Rheumatologie FMH und Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, RehaClinic G.___, erstatteten am 3. Oktober 2006 ihre interdisziplinäre Standortbestimmung (Urk. 12/23/4-20) zuhanden des Krankenversicherers gestützt auf ihre Untersuchungen vom 19. und 21. September 2006, die Labor- und Röntgenuntersuchung, die Akten sowie die anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin. Sie nannten folgende Diagnosen (S. 16 lit. C):
- chronisches generalisiertes unspezifisches Schmerzsyndrom
- deutliche Dekonditionierung
- chronische Kopfschmerzen vom Spannungstyp
- Verdacht auf phobischen Schwankschwindel
- Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10: F43.22)
         Sie führten aus, das chronische generalisierte Schmerzsyndrom könne aus rheumatologischer Sicht nicht erklärt werden. Weder klinisch noch labormässig ergäben sich klare Hinweise für eine entzündlich-rheumatische Systemerkrankung. Es finde sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den subjektiven Beschwerden und den geringen objektiven Befunden (S. 13 unten). Psychisch lasse sich eine resignierte, verunsicherte, sorgenvolle sowie ängstliche Stimmungslage objektivieren. Die subjektiv geschilderten Symptome liessen auf eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt schliessen. Aufgrund der starken physischen Dekonditionierung, der dysfunktionalen Fokussierung auf das Schmerzerleben sowie des Verlusts des Selbstwirksamkeitsgefühls werde aus klinisch-psychologischer Sicht die Teilnahme an einem interdisziplinären stationären Schmerzprogramm  sowie die Weiterführung der ambulanten psychotherapeutischen Behandlung empfohlen (S. 15 f.). Nach Durchführung dieser beschriebenen Therapie-Massnahmen sei spätestens nach 3-4 Monaten die Wiederaufnahme der bisherigen beruflichen Tätigkeit im Reinigungsdienst zu 50 % des angestammten 80%-Pensums, also zu 40 % eines Vollpensums, zumutbar. Im weiteren Verlauf könne die Arbeitsfähigkeit monatlich in 10%-Schritten gesteigert werden. Mittelfristig bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 16 unten).

4.
4.1     Für die Zeit nach der rechtskräftigen Verfügung vom Dezember 2007 finden sich in den Akten die folgenden medizinischen Berichte:
4.2     Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte am 22. Juni 2010 (Urk. 12/87/1) aus, die Beschwerdeführerin komme einmal wöchentlich zu den Gesprächen. Die weiterhin bestehende Angst- und Depressionsstörung, die den chronischen körperlichen Schmerzzustand überlagerten, hätten Einfluss auf ihre eingeschränkte Sichtweise in ihrer Lebenssituation. Insbesondere falle es ihr schwer, von ihrem behinderten Sohn Distanz zu nehmen, da sie sich für seinen Gesundheitszustand stark schuldig fühle. Trotzdem habe sich die Beschwerdeführerin nun bereit erklärt, sich einer von der Beschwerdegegnerin geforderten interdisziplinären stationären Behandlung unterziehen zu lassen.  
4.3     Dr. med. H.___ berichtete am 17. August 2010 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 12/88) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
- schwere Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt (ICD-10: F43.2)
- Karzinophobie, Schwankschwindel, kognitive Einbusse
- Belastung mit behindertem Sohn
- Differentialdiagnose: generalisierte Angststörung
- Somatisierungsstörung (ICD-10: F45)
- chronisches Schmerzsyndrom seit Halswirbelsäulen (HWS)-Schleudertrauma 1982 bei Autounfall im HWS-Bereich
- Diskushernie Lendenwirbelsäule (LWS)-Bereich L5/S1
         Sie führte aus, aufgrund des chronifizierten Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin müsse die Prognose als verhalten schlecht formuliert werden (Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin sei seit Januar 2010 zu 100 % arbeitsunfähig (Ziff. 1.6).
4.4     Mit Austrittsbericht vom 13. Oktober 2010 berichteten die Ärzte der RehaClinic C.______ (Urk. 12/89) über die Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 7. bis 28. September 2010. Sie nannten folgende Diagnosen:
- chronisches Schmerzsyndrom mit/bei
- HWS-Distorsionstrauma nach Autounfall 1982
- persistierende zerviko- und lumbospondylogene Schmerzen, Konzentrationsstörungen und Schwankschwindel
- fibromyalgieformes Beschwerdebild
- Diskushernie L5/S1
- schwere Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt
- Karzinophobie, kognitive Einbusse
- Belastung mit behindertem Sohn
- anamnestisch Hiatushernie   
         Sie führten aus, zwischen den objektiven Befunden und der subjektiven Wahrnehmung der Beschwerdeführerin habe eine deutliche Diskrepanz bestanden. Auffallend sei die vom ganzen Behandlungsteam beobachtete Diskrepanz zwischen den geschilderten starken Schmerzen verbunden mit einem hohen Leidensdruck sowie ihrer stets gepflegten Erscheinung, ihrem entspannten Gesichtsausdruck und lebhaften Sprechweise (S. 2 unten). Unter der durchgeführten Therapie sei es zu keiner Verbesserung des Schmerzzustandes gekommen, weshalb die Beschwerdeführerin mit unveränderter Symptomatik nach Hause entlassen worden sei (S. 2 Mitte). Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin ab dem 28. September 2010 zu 100 % arbeitsfähig. Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht solle sich die behandelnde Psychiaterin äussern (S. 4 unten).
4.5     Die Ärzte des J.___ erstatteten ihr polydisziplinäres Gutachten am 3. Juni 2011 (Urk. 12/94) gestützt auf die Akten sowie auf die persönliche Befragung und klinischen Untersuchungen der Beschwerdeführerin. Sie nannten keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17 lit. E Ziff. 1), jedoch folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17 lit. E Ziff. 2):
- Angst- und depressive Störung gemischt (F41.2)
- undifferenzierte Somatisierungsstörung (F45.1)  
- generalisiertes Schmerzsyndrom mit Zervikozephalgie, Zervikobrachialgie und lumbospondylogener Betonung, ohne Nachweis nervenbezogener neurologischer Ausfälle, jedoch mit deutlicher histrionisch geprägter Schmerzverarbeitung und Selbstlimitierung
- statisch-myalgisch bedingtes Lumbovertebralsyndrom bei Insuffizienz von Bauch- und Rückenmuskulatur und degenerativen Veränderungen L5/S1 ohne Nachweis einer Radikulärsymptomatik
- chronifiziertes Schmerzsyndrom bei Zervikocephalgien/-brachialgien bei muskulärer Dysbalance, kernspintomographisch nachgewiesener Osteochondrose C5/6 mit leichtgradiger Spinalkanalstenose C5/6, aktuell ohne radikuläre Symptomatik
- Verdacht auf Analgetikaabusus (Tramadolübergebrauch)
- Rhizarthrose beidseits
- Spannungskopfschmerzen
         Sie führten aus, aus psychiatrischer Optik könne keine Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt werden (S. 14 unten). Die von der Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen im ganzen Körper liessen sich durch somatische Untersuchungsbefunde nicht hinreichend erklären (S. 17 unten). Die psychiatrische Untersuchung zeige eine histrionisch geprägte Schmerzverarbeitung mit ausgeprägter Selbstlimitierung. Die Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung seien nicht erfüllt (S. 17 unten).
         Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, sämtliche leichten und mittelschweren körperlichen Arbeiten ohne längeres Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, ohne Zwangshaltungen, möglichst in einer Wechselhaltung, einfacher geistiger Art mit geringen Verantwortungsbereichen sowie ohne besonderen Zeitdruck und ohne Nachtarbeitsbedingungen zu verrichten (S. 18 unten). Die bisher ausgeübte Tätigkeit als Reinigungskraft könne sie ohne Minderung der Leistungsfähigkeit ausüben. Es bestehe somit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 19 oben).   
         Eine Hilfestellung bei der Stellensuche nach langer Arbeitsabstinenz sei zu empfehlen (S. 22 unten).
4.6     Am 30. Juni 2011 führte Dr. med. H.___ aus (Urk. 12/101), im Gutachten fehle die Dauer der Explorationsgespräche. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin habe das psychiatrische Gespräch knapp 20-30 Minuten gedauert. Dies im Gegensatz zu den neurologischen und rheumatologischen Untersuchungen, welche jeweils 1.5 Stunden gedauert hätten. In Anbetracht der Komplexität der Leidensgeschichte der Beschwerdeführerin könne dies die Sorgfaltspflicht bei der Erstellung des Gutachtens nicht erfüllen. Zudem sei die grosse Diskrepanz zwischen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch sie, den Ärzten der RehaClinic sowie den Rückmeldungen des Hausarztes und den Gutachter auffällig (S. 1 oben). Sie würde diagnostisch der generalisierten Angststörung deutlich mehr Gewicht geben oder gar von einer Persönlichkeitsänderung wegen andauernder Belastung sprechen (S. 2 oben). Aufgrund der langjährigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei es nicht realistisch, dass sie einfach wieder 100 % arbeiten könne. Vielmehr brauche es zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit ein Aufbautraining der Beschwerdegegnerin.
4.7     Die Ärzte des J.___ nahmen am 7. September 2011 Stellung (Urk. 12/105) zu den Einwänden der Beschwerdeführerin und führten aus, aus dem geschilderten Sachverhalt ergäben ich keine neuen Gesichtspunkte, welche zu einer Abänderung der Einschätzung im Gutachten beitragen könnten (S. 2 oben). Die diagnostischen Algorithmen einer generalisierten Angststörung lägen nicht vor, eine Gefangenheit der Beschwerdeführerin in pathologischen Angstattacken habe sich nicht gezeigt. Bemerkenswert sei zudem der von Dr. H.___ H.___ vollzogene Diagnosewechsel. So habe sie am 10. Juni 2010 und 17. August 2010 noch eine Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt diagnostiziert. Wie bereits im Gutachten dargestellt, zeige sich bei der Beschwerdeführerin in der psychiatrischen Exploration ein ängstlich hypochondrisches Bild mit histrionischer Färbung der Beschwerdedarstellung. Des Weiteren zeigten sich einzelne, jedoch nur geringe depressive Merkmale. Insgesamt könne daher entsprechend den diagnostischen Vorgaben des ICD-10 nur eine gemischte ängstlich depressive Störung diagnostiziert werden. Das Vollbild einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung liege nicht vor. Gegen die Angabe der Beschwerdeführerin, die Exploration habe lediglich 20 Minuten betragen, spreche bereits die umfassende Darstellung der Anamnese, einschliesslich Psychobiographie sowie die detaillierte psychopathologische Befundbeschreibung. Zusammenfassend würden die vorgetragenen Rügen jeglicher medizinischer Grundlage entbehren. Es ergäben sich aus den vorgetragenen Einwänden keine neuen Gesichtspunkte.
4.8     Am 24. November 2011 führte Dr. med. H.___ aus (Urk. 8), ihre Diagnose einer generalisierten Angststörung werde als nicht plausibel beurteilt. Eine generalisierte Angststörung beinhalte über eine längere Zeitdauer, mindestens 6 Monate, vorherrschende Anspannung, Besorgnis und Befürchtung auf allfällige Ereignisse. Bei der Beschwerdeführerin seien die diagnostischen Kriterien der generalisierten Angststörung vorhanden. Im Gutachten vom 3. Juni 2011 würden Angstsymptome beschrieben, im psychopathologischen Befund jedoch kaum erhoben und differenziert. Gerade bei diesem Krankheitsbild sei eine sorgfältige Exploration mit Aufbau einer Vertrauensbeziehung wichtig, um die Symptome erfassen zu können. 

5.
5.1     Da vorliegend die auf die Nichterfüllung der auferlegten Schadenminderungspflicht und somit auf eine Hypothese gestützte Ablehnung eines weiteren Anspruchs auf eine Rente Anfechtungsgegenstand bildet, ist in erster Linie nicht nur die Veränderung des Gesundheitszustandes in einem rentenbegründenden Ausmass zu prüfen, sondern vielmehr wie es sich nun mit dem Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit verhält und auf welche medizinische Grundlage diesbezüglich abzustellen ist.
5.2     Die Verfügung vom 13. Dezember 2007 beruhte in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf der Beurteilung der RehaClinic G.___ vom 3. Oktober 2006 (vgl. vorstehend E. 3.5). Gestützt auf diese Einschätzung wurde angenommen, dass nach Durchführung der auferlegten Therapiemassnahmen spätestens nach 3-4 Monaten die Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit zu 40 % mit einer monatlichen Steigerung des Pensums um 10 % zumutbar sei und mittelfristig keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. 
5.3     Die Verfügung vom 12. Oktober 2011 basiert hauptsächlich auf dem polydisziplinären Gutachten des J.___ vom 3. Juni 2011 (vgl. vorstehend E. 4.5). Die Ärzte des J.___ attestierten der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit.
         Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das Gutachten des J.___ vom 3. Juni 2011 (Urk. 12/94) für die Beantwortung der Fragen umfassend ist. Es beruht auf den für die strittigen Belange umfassenden und allseitigen Untersuchungen und berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden in angemessener Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstellt und trägt der konkreten medizinischen Situation Rechnung. So machten die Gutachter darauf aufmerksam, dass sich die von der Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen im ganzen Körper durch somatische Untersuchungsbefunde nicht hinreichend erklären liessen und die Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht erfüllt seien (S. 17 unten). Die Gutachter zeigten zudem auf, dass die eingehende psychiatrische Exploration ein ängstlich-hypochondrisches Bild mit histrionisch ausgestalteter Beschwerdedarstellung ergeben und die Grundstimmung einzelne depressive Merkmale aufgewiesen habe, ohne dass die Kriterien einer depressiven Episode erfüllt gewesen seien (S. 14 Mitte). Weiter bezogen die Gutachter ausdrücklich Stellung zur abweichenden Einschätzung bezüglich einer Anpassungsstörung (S. 18 Mitte). Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigten die Gutachter in nachvollziehbarer Weise auf, dass die Beschwerdeführerin ihre Beschwerdesymptomatik subjektiv in Zusammenhang mit einem 1982 erlittenen Autounfall bringe, jedoch weder aus psychiatrischer noch aus neurologischer oder rheumatologischer Sicht eine Diagnose gestellt werden könne, welche mit dem Unfallgeschehen im Jahre 1982 zusammenhänge (S. 17 f.). Überdies begründeten sie einlässlich und sorgfältig, dass in der Primärpersönlichkeit der Beschwerdeführerin expressiv histrionische Akzente erkennbar seien, jedoch nicht von einer krankheitswertigen Persönlichkeitsstörung  gemäss den Merkmalen des ICD-10 ausgegangen werden könne (S. 13 unten). Schliesslich zeigten sie auf, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, sämtliche leichten und mittelschweren körperlichen Arbeiten ohne längeres Heben und Tragen von Lasten über 15 kg ohne Zwangshaltungen, möglichst in einer Wechselhaltung, einfacher geistiger Art mit geringen Verantwortungsbereichen sowie ohne besonderen Zeitdruck und ohne Nachtarbeitsbedingungen zu verrichten.
         Das J.___-Gutachten erfüllt damit entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin die praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.
5.4     Demgegenüber kann auf die Beurteilung der behandelnden Psychiaterin Dr. med. H.___ (vgl. E. 4.2, E. 4.3, E. 4.6, E. 4.8) nicht abgestellt werden. So nannte diese in ihren ersten Berichten einzig die Diagnosen einer schweren Anpassungsstörung und einer Somatisierungsstörung und legte weder die erhobenen psychopathologischen Befunde dar, noch nahm sie eine nachvollziehbar begründete und durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vor. Sie machte demnach auch nie nähere Angaben zu funktionellen Einschränkungen und äusserte sich nicht zu möglichen adaptierten Tätigkeiten, sondern führte lediglich aus, aufgrund des chronifizierten Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin müsse die Prognose als schlecht formuliert werden. In ihren letzten zwei Berichten führte sie kurzerhand aus, sie würde diagnostisch der generalisierten Angststörung deutlich mehr Gewicht geben oder gar von einer Persönlichkeitsänderung wegen andauernder Belastung sprechen. Dieser Diagnosewechsel ist nicht ohne weiteres nachvollziehbar und wird von Dr. med. H.___ auch nicht näher begründet. So können ihren Berichten insgesamt keine neuen Aspekte entnommen werden und ihre Einschätzungen vermögen somit das ausführliche und eingehend begründete Ergebnis der J.___-Gutachter nicht zu entkräften.
5.5     Soweit die Beschwerdeführerin rügte, die psychiatrischen Explorationsgespräche seien aufgrund ihrer Dauer ungenügend (Urk. 1 S. 5 Ziff. 2.2), kann dieser Ansicht nicht beigepflichtet werden.
         So ist, was die behauptete kurze Untersuchungsdauer betrifft, auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts hinzuweisen, wonach es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt, sondern in erster Linie massgebend ist, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_942/2009 vom 29. März 2010 E. 5.2 mit Hinweisen), was vorliegend zutrifft.
5.6     Die Beschwerdeführerin vermochte ausserdem nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unvollständig ist. Die vorliegenden medizinischen Akten erweisen sich als ausreichend, weshalb auf weitere Abklärungen verzichtet werden kann. Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinischen Abklärungen sind nach dem Gesagten unbehelflich. Weitere substantiierte Einwände brachte sie nicht vor.
5.7     Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich im Vergleich zur Einschätzung der RehaClinic (vgl. vorstehend E. 3.5) keine wesentlichen Änderungen ergeben, zumal bereits damals gestützt auf die von der Beschwerdeführerin subjektiv geschilderten Symptome eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt diagnostiziert wurde. Das J.___-Gutachten vom 3. Juni 2011 bestätigt somit im Wesentlichen die seinerzeitigen Feststellungen sowie den Schluss der uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit. Es ist somit sowohl in Bezug auf die Diagnosen wie auch in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf dieses abzustellen und von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin auszugehen.
         Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

6.       Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 
        
          
Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.         Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwalt Bernhard Zollinger
- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
- Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
           Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, H.___hofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
           Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).