Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/UV.2003.00098.html 

Entscheide



UV.2003.00098

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Meyer

Sozialversicherungsrichterin Pfiffner Rauber

Gerichtssekretär Wilhelm
Urteil vom 7. Januar 2004
in Sachen
B.___
 
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwältin Rita Diem
Holbeinstrasse 34, Postfach, 8034 Zürich 8

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf
Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee


Sachverhalt:
1.       B.___, geboren 1943, war seit 1983 als Hauswart mit besonderen Aufgaben Z.___ angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 2. Juni 1986 wurde er beim Überqueren einer Strasse von einem Auto angefahren und zog sich dabei am rechten Knie eine Ruptur des lateralen Bandapparates und des vorderen Kreuzbandes rechts zu. Die Verletzung wurde noch gleichentags im Stadtspital A.___ operativ behandelt (Urk. 9/1-2, Urk. 9/4).
         Rund ein Jahr zuvor, am 30. Juni 1985, hatte sich der Versicherte beim Fussballspiel am linken Knie eine Tibiakopffraktur zugezogen, welche am 17. Juli 1985 operativ behandelt worden war. In der Folge kam es zu einer vollständigen Abheilung der Verletzung. Es bildeten sich am Knie jedoch arthrotische Veränderungen (Urk. 9/47 S. 3, Urk. 9/48 S. 1, Urk. 9/49, Urk. 9/62 S. 3, Urk. 9/114 S. 2).
         Für die vom Ereignis vom 2. Juni 1986 verbliebenen Restfolgen, welche zu einer Verminderung der Erwerbsfähigkeit führten (vgl. Urk. 9/46-48), sprach die SUVA dem Versicherten am 5. Mai 1989 mit Wirkung ab 1. Mai 1989 eine Rente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 20 % sowie eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 10 % zu (Urk. 9/54).
         Am 16. Dezember 1994 kam es nach einer Beschwerdezunahme am rechten Knie zu einer ersten Rückfallmeldung (Urk. 9/66). Es folgten verschiedene ärztliche Abklärungen sowie Behandlungen (Urk. 9/67, Urk. 9/68-69, Urk. 9/71-72, Urk. 9/81). Am 26. Mai 1995 teilte die SUVA dem Versicherten mit, nach Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen stehe ihm weiterhin die zugesprochene Rente zu (Urk. 9/82).
Nach einem weiteren Ereignis, von welchem das rechte Knie betroffen war - am 20. März 1996 schlug ein Gerät mit einem Motor gegen das rechte Knie des Versicherten (vgl. Urk. 9/86/2) - erfolgte am 15. Mai 1998 eine weitere Rückfallmeldung wegen aufgetretener Kraftlosigkeit bei Belastung des rechten Knies. An die Meldung schloss sich eine physikalische Kräftigungstherapie an (Urk. 9/86/1, Urk. 9/87, Urk. 9/94).
Am 3. Februar 2000 erfolgte eine weitere Rückfallmeldung (Urk. 9/97), nachdem eine MRI-Untersuchung des rechten Knies eine Meniskusläsion nachgewiesen hatte (Urk. 9/97-98). Am 11. Februar 2000 erfolgte am rechten Knie ein arthroskopischer Eingriff mit Teilmeniskektomie des lateralen Hinterhorns (Urk. 9/103). Nachdem kein wesentlich besserer Zustand eintrat (vgl. Urk. 9/108), sprach die SUVA dem Versicherten nach einer Ganglion-Exzision am rechten Knie am 29. März 2001 (vgl. Urk. 9/124) gestützt auf verschiedene ärztliche Beurteilungen (vgl. Urk. 9/114, Urk. 9/117, Urk. 9/9/126, Urk. 9/127, Urk. 9/130, Urk. 9/137) und auf beruflich-erwerbliche Abklärungen (Urk. 9/109-110, Urk. 9/120, Urk. 9/122-123, Urk. 9/133-137, Urk. 9/142) mit Verfügung vom 5. Dezember 2001 eine Rente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 29 % sowie eine Integritätsentschädigung für die Vergrösserung des Integritätsschadens um 5 % zu (Urk. 9/139).
Am 25. Oktober 2001 hatte die Z.___ Zürich das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten invaliditätshalber per 31. Dezember 2001 aufgelöst (Urk. 9/129).
Gegen die Verfügung vom 5. Dezember 2001 erhob am 16. Januar 2002 die Kasse Y.___, BVG-Versicherer des Versicherten, Einsprache (Urk. 9/144). Der Einspracheentscheid erging am 18. Februar 2003 (Urk. 2 = Urk. 9/163).

2.       Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Rita Diem, Zürich, am 19. Mai 2003 Beschwerde mit dem Antrag, in Aufhebung des Einspracheentscheides sei ihm eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 67,54 % zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zwecks weiterer Abklärungen an die SUVA zurückzuweisen (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 14. August 2003 beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Am 27. August 2003 wurden von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Akten in Sachen des Versicherten beigezogen und der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 12, Urk. 15/1-6).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1     Die Beschwerdegegnerin wies im angefochtenen Einspracheentscheid darauf hin, gemäss Art. 82 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kämen dessen materielle Bestimmungen auf die bei Inkrafttreten am 1. Januar 2003 bereits laufenden Leistungen nicht zur Anwendung (Urk. 2 S. 2 Ziff. 1), und sie wandte auf die revisionsweise Erhöhung der Rente die altrechtlichen materiellen Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) an (Urk. 2 S. 3 f. Ziff. 3 f.).
1.2     Art. 82 Abs. 1 ATSG geht vom Prinzip aus, dass das Gesetz nur auf die nach seinem Inkrafttreten begründeten Rechtsverhältnisse Anwendung findet. Dabei ist als Rechtsverhältnis der durch die Entscheidung festgelegte Gegenstand zu betrachten. Anknüpfungszeitpunkt für die Anwendung neuen Rechts bildet mithin der Zeitpunkt des Entscheides über ein bestimmtes Rechtsverhältnis (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 82 Rz 4 mit Hinweisen).
1.3     Der Zeitpunkt der Entscheidung in vorliegendem Fall bildet nicht, wovon die Beschwerdegegnerin ausgeht, der Zeitpunkt der Rentenverfügung vom 5. Dezember 2001, sondern der Zeitpunkt des Einspracheentscheides, denn der materielle Einspracheentscheid - um einen solchen handelt es sich vorliegend - tritt an die Stelle der Verfügung, gegen welche Einsprache erhoben wurde. Erst mit dem Einspracheentscheid wird das Verwaltungsverfahren abgeschlossen, weshalb die Einspracheinstanz gegebenenfalls auch Entwicklungen des Sachverhaltes bis zum Erlass des Einspracheentscheides zu berücksichtigen hat (Kieser, a.a.O., Art. 52 Rz 25 mit Hinweisen). Dementsprechend stellt auch das Sozialversicherungsgericht grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. BGE 121 V 366 Erw. 1b).
         Aus dem Gesagten folgt, dass in vorliegendem Fall, da der Einspracheentscheid am 18. Februar 2003 erging, die materiellrechtlichen Bestimmungen des ATSG sowie die mit dessen Inkrafttreten abgeänderten Bestimmungen des UVG anwendbar sind.

2.
2.1     Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat eine versicherte Person Anspruch auf eine Rente, wenn sie infolge eines Unfalles mindestens 10 % invalid ist. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längerdauernde ganze oder teilweise Erwerbunfähigkeit (Art. 8 ATSG).
2.2     Die Bemessung des Invaliditätsgrades richtet sich nach Art. 16 ATSG, das heisst, es wird das Einkommen, das eine versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen) in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
2.3 Zutreffend wies die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid darauf hin, dass bei der Bestimmung des Invalideneinkommens nicht darauf abzustellen sei, welche Arbeitsleistung eine versicherte Person nach dem Unfall tatsächlich erbracht und was für ein Einkommen sie dabei erzielt habe, sondern welche Arbeitsleistung sie zumutbarerweise erbringen und welches Einkommen sie damit erzielen könnte (Urk. 2 S. 4 Ziff. 4.c). Ebenfalls zutreffend wies die Beschwerdegegnerin auf den Grundsatz der Schadenminderungspflicht sowie auf die Einzelheiten zum Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes hin, desgleichen auch auf den Grundsatz, dass Erwerbseinbussen aus unfallfremden Gründen bei der Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigen seien (Urk. 2 S. 3 f. Ziff. 4.b und d). Alle diese Grundsätze haben auch nach Inkrafttreten des ATSG Gültigkeit.
2.4     Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) des Weiteren auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b.cc).
2.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).
2.6     Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden; dies gilt insbesondere dann, wenn die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (ZAK 1991 S. 321 Erw. 3c, 1989 S. 458 Erw. 3b). Dabei kann auf die seit 1994 herausgegebene Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) abgestellt werden, die im Zweijahresrhythmus erscheint. Für den Verwendungszweck des Einkommensvergleichs ist dabei auf die im Anhang enthaltene Statistik der Lohnsätze, das heisst der standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abzustellen, wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die bis 1998 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41,9 Stunden respektive seit 1999 von 41,8 Stunden und seit 2001 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 9/2002 S. 88 Tabelle B9.2; BGE 126 V 77 f. Erw. 3b/bb, 124 V 322 Erw. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 Erw. 2a).
2.7     Nach der Rechtsprechung gilt es zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Deshalb kann in solchen Fällen ein Abzug von den statistisch ausgewiesenen Durchschnittslöhnen vorgenommen werden. Sodann trug die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 78 ff. mit Hinweisen; AHI 2002 S. 69 f. Erw. 4b).
2.8     Die Revision einer Rente erfolgt nach Art. 17 Abs. 1 ATSG, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers in erheblicher Weise ändert. Je nach dem Ausmass der Veränderung wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Für die Einzelheiten betreffend Beurteilung der Erheblichkeit einer Veränderung kann auf das im Einspracheentscheid Ausgeführte verwiesen werden, welches auch unter dem neuen Recht Gültigkeit hat (Urk. 2 S. 3 Ziff. 3.a).
2.9 Zutreffend erfolgte schliesslich im Einspracheentscheid der Hinweis darauf, dass die anspruchsbegründenden Voraussetzungen mindestens mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben sein müssen (Urk. 2 S. 5 Ziff. 4.e).


3.
3.1     Im angefochtenen Einspracheentscheid führte die Beschwerdegegnerin aus, der Beurteilung des Integritätsschadens vom 6. November 2001 (vgl. Urk. 9/131) sei zu entnehmen, dass sich der Zustand des rechten Knies seit 1989 etwas verschlechtert habe. Zudem habe sich mit dem Verlust der bisherigen Arbeitsstelle die erwerbliche Situation verändert. Folglich sei eine Rentenrevision zu prüfen. Wenn der Beschwerdeführer keinen Unfall erlitten hätte und weiterhin als Hauswart bei der Z.___ tätig gewesen wäre, hätte er 2001 ein Einkommen von etwa Fr. 74'000.-- erzielt. Dieser Betrag bilde das Valideneinkommen (Urk. 2 S. 3 Ziff. 3.b) und S. 5 Ziff. 5.a).
         Die den Beschwerdeführer begutachtenden Ärzte, Kreisarzt Dr. med. C.___, Orthopädische Chirurgie FMH, Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie, und Dr. med. E.___, Spezialarzt für Innere Medizin, speziell Herz- und Kreislaufkrankheiten (vgl. Urk. 9/114, Urk. 9/117, Urk. 9/126, Urk. 9/142), seien im Wesentlichen übereinstimmend zum Schluss gekommen, dass dem Beschwerdeführer trotz der durch das rechte Knie limitierten Gehfähigkeit eine Tätigkeit zumutbar sei, bei welcher er auf ebenem Gelände nicht länger als 30 Minuten ununterbrochen stehen und gehen müsse, nur gelegentlich Treppen begehen und nur kurzfristig Leitern besteigen müsse, was überdies nur möglich sei, wenn er sich mit beiden Händen halten könne. Arbeiten auf Leitern, zum Beispiel das Putzen von Fenstern oder das Montieren von Lampen, seien nicht mehr möglich. Das Tragen von Lasten sei über kurze Strecken und auf guter Unterlage bis 15 kg möglich. Etwa alle 30 Minuten müsse sich der Beschwerdeführer setzen können, wobei eine Zwangshaltung des rechten Knies hierbei zu vermeiden sei. Das Niederknien oder -kauern sei nur gelegentlich möglich. Auf einen ganzen Arbeitstag bezogen sollte der Beschwerdeführer mindestens 40 % der Arbeitszeit sitzend arbeiten können (Urk. 2 S. 5 ff. Ziff. 5.b/aa).
         Während die Dres. C.___ und D.___ eine angepasste Tätigkeit für ganztägig zumutbar erachteten, komme Dr. E.___ zum Schluss, es sei nur eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % gegeben. Diesbezüglich gelte es zu beachten, dass die Bezifferung der Erwerbsfähigkeit nicht dem Arzt obliege. Die Beurteilung von Dr. E.___ genüge insgesamt nicht, um ein Abweichen von den übereinstimmenden Einschätzungen der Dres. C.___ und D.___ zu rechtfertigen. Es sei somit davon auszugehen, dass eine angepasste Tätigkeit ganztägig ausgeübt werden könne (Urk. 2 S. 7 Ziff. 5.b/bb).
         Was das Invalideneinkommen betreffe, ergebe sich aus den evaluierten Tätigkeiten der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP), deren Ausübung dem Beschwerdeführer zumutbar wären, dass sich dieses auf Fr. 52'569.-- belaufe. Gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2000 ergebe sich, angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit, unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung sowie unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % ein vergleichbares Jahreseinkommen von Fr. 51'332.--. Das aufgrund der DAP-Profile ermittelte Invalideneinkommen sei somit nicht unangemessen. Die Erwerbseinbusse belaufe sich auf Fr. 21'431.--, was einer Verminderung von 29 % entspreche (Urk. 2 S. 7 f. Ziff. 5.c).
3.2     In der Beschwerdeschrift führt der Beschwerdeführer aus, unbestritten sei, dass die angestammte Tätigkeit als Hauswart nicht mehr zumutbar sei. Strittig sei, welche Tätigkeiten ihm behinderungsbedingt noch zumutbar seien und in welchem Umfang (Urk. 1 S. 5 Ziff. 11).
         Der Auffassung der Beschwerdegegnerin, dass nicht auf die Beurteilung von Dr. E.___ abzustellen sei, könne nicht gefolgt werden. Dr. E.___ habe seine Stellungnahme in Kenntnis aller bisherigen Unterlagen und gestützt auf eigene Untersuchungen abgegeben. Er sei in seiner Stellungnahme vom 31. März 2003 (vgl. Urk. 3/3) zum Schluss gekommen, dass eine Ganztagesarbeit auch in einer der Behinderung angepassten Tätigkeit nicht möglich sei. Dr. E.___ habe damit klarerweise die Arbeitsfähigkeit und nicht die Erwerbsfähigkeit bezeichnet. Im Vergleich zu früheren Untersuchungen habe Dr. E.___ eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes festgestellt, welche sich entsprechend auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auswirke. Die Beurteilung von Dr. C.___ sei gemäss den Feststellungen von Dr. E.___ nicht nachvollziehbar. Die Verschlechterung des Zustandes sei angesichts der posttraumatischen gonarthrotischen Veränderungen objektiv ausgewiesen. Gestützt auf die Beurteilung von Dr. E.___ im Gutachten vom 12. September 2001 (vgl. Urk. 9/142) sei die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Schluss gekommen, dass auch in einer angepassten Tätigkeit nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 50 % gegeben sei. Aufgrund der Beurteilung von Dr. E.___ vom 31. März 2003 (vgl. Urk. 3/3) könne keine Unklarheit mehr darüber bestehen, dass eine angepasste, körperlich leichte Tätigkeit mit Wechselbelastung nur noch in einem Halbtagespensum ausgeübt werden könne. Sollte nicht darauf abgestellt werden können, sei ein weiteres unabhängiges Gutachten einzuholen (Urk. 1 S. 5 ff. Ziff. 12-14).
         Bei den von der Beschwerdeführerin evaluierten Tätigkeiten handle es sich im Wesentlichen um rein sitzende Tätigkeiten. Gemäss Dr. C.___ seien aber Zwangshaltungen des Knies in Beugung zu vermeiden. Beim vorwiegenden Sitzen befinde sich das Knie jedoch in einer anhaltenden Zwangshaltung. Einzig bei der DAP-Tätigkeit 6410 (vgl. Urk. 9/137) handle es sich um eine Tätigkeit, welche wechselbelastend ausgeübt werden könne. Bei dieser betrage das durchschnittliche Einkommen aber nur Fr. 49'400.-- pro Jahr mit vollem Pensum respektive Fr. 24'700.-- bei einem hälftigen Pensum. Werde auf die Tabellenlöhne abgestellt, so rechtfertige sich aufgrund der behinderungsbedingten Einschränkungen sicher ein Abzug von 20 %, dies aufgrund des Umstandes, dass nur noch eine Teilzeiterwerbstätigkeit zumutbar sei, dass während Jahrzehnten dieselbe Tätigkeit ausgeübt worden sei, sowie aufgrund des Alters. Bei einem halben Pensum ergebe sich so ein Invalideneinkommen von Fr. 22'812.--. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 74'000.-- resultiere ein Invaliditätsgrad von 66.62 % (Urk. 1 S. 7 Ziff. 15-16).
         In Bezug auf das Valideneinkommen gelte es zu berücksichtigen, dass es seit dem Unfall zu keiner individuellen Beförderung mehr gekommen sei. 1992 sei lediglich ein genereller Stufenanstieg sowie über die Jahre hinweg die Anpassung an die Teuerung gewährt worden. Es könne indessen davon ausgegangen werden, dass es ohne die Unfallfolgen zu besseren Leistungen gekommen wäre und deshalb individuelle Beförderungen gewährt worden wären. Mit einer individuellen Beförderung in den Jahren seit dem Unfall hätte das Einkommen 2001 Fr. 74'489.-- und bei einem zweimaligen Stufenanstieg Fr. 76'086.-- betragen. Da trotz der Behinderung die Qualifikationen stets gut gewesen seien, könne davon ausgegangen werden, dass sie ohne Behinderung besser ausgefallen wären, weshalb es mit Bestimmtheit zu mindestens zwei Stufenanstiegen gekommen wäre. Es sei deshalb von einem Invaliditätsgrad von mindestens 67,54 % auszugehen (Urk. 1 S. 7 f. Ziff. 16-17).
3.3     Die Beschwerdegegnerin führt in der Beschwerdeantwort aus, die Entscheidungen des BVG-Versicherers des Beschwerdeführers sowie der Invalidenversicherung seien nicht massgebend. In beiden Fällen lägen diesen auch krankheitsbedingte Beeinträchtigungen zu Grunde. Aus dem Feststellungsblatt der IV-Stelle (vgl. Urk. 3/2) sei ersichtlich, dass auf die Beurteilung von Dr. E.___ abgestellt worden sei, mithin nicht auf einen Facharzt für die in vorliegendem Verfahren ins Gewicht fallenden medizinischen Fragen. Dr. E.___ sei Facharzt für Innere Medizin, speziell für Herz- und Kreislaufkrankheiten. Die Dres. F.___ (richtig: C.___) und D.___ hingegen seien Spezialärzte für orthopädische Chirurgie, dem vorliegend ins Gewicht fallenden Fachgebiet. Der Beurteilung von Dr. E.___ könne somit schon deshalb nicht dasselbe Gewicht zugemessen werden. Bezüglich der Beurteilung der IV-Stelle sei des Weiteren zu berücksichtigen, dass der IV-Arzt in seiner Stellungnahme vom 15. März 2003 (vgl. Urk. 3/1) weder eine Zumutbarkeitsbeurteilung vorgenommen noch eine Begründung für seine Annahmen zur Restarbeitsfähigkeit geliefert habe. Zu beachten sei bezüglich der Beurteilung von Dr. E.___ auch, dass er keine eigenen Untersuchungen vorgenommen, sondern wesentlich auf die Einschätzungen anderer Ärzte abgestellt habe, dort aber, wo er Einschätzungen der Fachärzte kritisiert habe, dafür keine fundierte Begründung angebracht habe. Auch Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie FMH, habe in seiner Stellungnahme vom 30. Mai 2003 betont, dass auf die Einschätzung von Dr. E.___ nicht abzustellen sei. Namentlich wiederspreche gemäss Dr. G.___ die Auffassung, dass jemand wegen einer Gonarthrose generell nur noch halbtags arbeiten könne, jeglicher Lehrmeinung in der Orthopädie. Es bestehe effektiv kein Grund, weshalb eine angepasste Tätigkeit nicht ganztags ausgeübt werden könnte (Urk. 8 S. 2 f. ad 9 und ad 12-14).
         Zur Kritik des Beschwerdeführers bezüglich der DAP-Profile gelte es zu beachten, dass es sich bei den Profilen Nr. 3510, 3524, 6795 und 2601 (vgl. Urk. 9/133-136) um Tätigkeiten handle, die vorwiegend sitzend ausgeübt werden könnten. Jedoch sei bei sämtlichen Tätigkeiten die Verrichtung auch stehend möglich. Zwischen Sitzen und Stehen könne somit abgewechselt werden. Abgesehen davon habe Dr. C.___ keine Einschränkungen bezüglich Sitzen erwähnt, sondern im Gegenteil, dass ein Drittel der Arbeitszeit sitzend zugebracht werden solle. Auch Dr. D.___ habe keine Limitierung bezüglich sitzender Tätigkeiten erwähnt, sondern lediglich das Gehen auf 30 Minuten begrenzt (Urk. 8 S. 5 ad. 15).
         Ein leidensbedingter Abzug von mehr als 10 % falle ausser Betracht. Dem Beschwerdeführer sei nicht mehr bloss eine Teilzeittätigkeit zuzumuten. Des Weiteren sei der weitere genannte Grund, er sei während Jahrzehnten für den gleichen Arbeitgeber tätig gewesen, nicht schlüssig. Der Beschwerdeführer sei erst ab 1983 für diesen Arbeitgeber tätig gewesen. Unzutreffend seien auch die Ausführungen betreffend Beförderungen. Auf blosse Mutmassungen könne nicht abgestellt werden. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer bis anhin auch nie geltend gemacht, es sei beim Valideneinkommen zu Unrecht keine Lohnzunahme wegen zu erwartender Beförderungen berücksichtigt worden (Urk. 8 S. 5 f. ad. 17).



4.
4.1 Betreffend das beim Unfallereignis vom 2. Juni 1986 verletzte rechte Knie ergibt sich aus dem Bericht von Dr. C.___ vom 6. November 2001 über die letzte, vor Erlass der Revisionsverfügung vom 5. Dezember 2001 durchgeführte kreisärztliche Untersuchung, der Beschwerdeführer habe angegeben, es bestünden eher wieder zunehmende Beschwerden. Gehen könne er etwa 15 Minuten. Danach müsse er sich jeweils hinsetzen. Beim Sitzen müsse er das Knie jeweils möglichst strecken; wenn er es stark beuge, mache es nach kurzer Zeit ebenfalls Beschwerden. Im Liegen bestünden nur geringe Beschwerden, er müsse aber darauf achten, das Knie sorgfältig zu lagern. Treppen könne er im Wechselschritt besteigen. Etwa die Hälfte des Tages benötige er für die Erledigung des Haushaltes, wobei er nicht alle Reinigungsarbeiten selber erledigen könne. Die andere Hälfte des Tages sitze er viel herum, da das Knie zu stark schmerze. Das linke, beim Unfallereignis vom 30. Juni 1985 verletzte Knie mache nur gelegentlich etwas Beschwerden. Begrenzt sei die Leistungsfähigkeit aber durch die Beschwerden rechts (Urk. 9/130 S. 1).
         Zu den Untersuchungsbefunden erwähnte Dr. C.___, das linke Kniegelenk sei gut beweglich. Es bestünden leichte, arthrotische Veränderungen. Für die verminderte Gehfähigkeit des Beschwerdeführers sei es nicht verantwortlich. Zum rechten Knie hob Dr. C.___ hervor, durch den Unfall vom 2. Juni 1986 sei es zu einer komplexen Bandschädigung gekommen, welche eine chirurgische Versorgung nötig gemacht habe. Die Belastbarkeit des Knies sei beschränkt geblieben, weswegen dem Beschwerdeführer 1989 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 20 % zugesprochen worden sei. Am 20. März 1996 habe der Beschwerdeführer durch eine rutschende Maschine einen Schlag gegen das Knie erlitten, was länger dauernde Beschwerden zur Folge gehabt habe. Infolge der Einschränkung der Gehfähigkeit sei der Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit als Hauswart nicht mehr universell einsetzbar gewesen. Bei der Zuteilung der Arbeiten habe auf die Behinderung Rücksicht genommen werden müssen. Dies sei bis vor kurzem möglich gewesen, nunmehr jedoch infolge einer Umstrukturierung nicht mehr. 1998 und hernach im Jahre 2000 sei es am rechten Knie zu arthrotischen Schüben gekommen. Am 11. Februar 2000 sei eine Arthroskopie mit Teilmensikektomie am medialen Hinterhorn durchgeführt worden. Es habe am medialen Condylus eine Chondropathie zweiten Grades und am medialen Tibiaplateau eine solche ersten Grades bestanden. Intercondylär und lateral hätten unauffällige Verhältnisse bestanden, femoro-patellar hätten wiederum erstgradige Chondropathien bestanden. Die Erholung habe sich etwas in die Länge gezogen, im Juni sei der Vorzustand aber wieder erreicht gewesen. Am 29. März 2001 habe ein ganglionartiges Gebilde am rechten Knie entfernt werden müssen. Der Verlauf sei kompliziert gewesen. Die Zyste habe sich immer wieder gefüllt. Aktuell liege keine wesentliche Schwellung am rechten Knie mehr vor. Es bestehe noch eine gewisse Druckempfindlichkeit und eine Dysästhesie lateral der Narbe. Ein Niederknien auf das rechte Knie sei nicht möglich gewesen. Das Knie weise nach wie vor eine Tendenz zu Reizzuständen auf und wiederholt habe Steroid infiltriert werden müssen. Der Beschwerdeführer schlucke Antiphlogistika. Die Situation habe sich aber dennoch einigermassen eingependelt. In absehbarer Zukunft seien keine weiteren, insbesondere chirurgischen Massnahmen, für das rechte Knie mehr nötig. Erst langfristig könnte es zur Implantation einer Endoprothese kommen. Aktuell sei dies jedoch noch nicht indiziert. Die Belastbarkeit des rechten Knies bleibe beschränkt. Aus diesem Grund werde der Beschwerdeführer auch frühzeitig in den Ruhestand versetzt. Es bestehe eindeutig eine Limitierung der Belastbarkeit des rechten Knies (Urk. 9/130 S. 2 ff.).
Neben Dr. C.___ erwähnten auch Dr. D.___, behandelnder Chirurge des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 9/103, Urk. 9/124), sowie Dr. E.___, Vertrauensarzt der Pensionskasse des Beschwerdeführers, die genannten funktionellen Einschränkungen in verschiedenen Berichten und Stellungnahmen (Urk. 9/98, Urk. 9/103, Urk. 9/107, Urk. 9/108, Urk. 9/117, Urk. 9/142).
4.2     Was die bisherige Tätigkeit betrifft, kamen die erwähnten Ärzte übereinstimmend zum Schluss, dass diese nur noch äusserst eingeschränkt beziehungsweise nicht mehr ausgeübt werden könne. Diese Beurteilungen sind unbestritten und sie vermögen zu überzeugen (Urk. 9/114 S. 3, Urk. 9/117, Urk. 9/126 S. 3, Urk. 9/130 S. 3 f., Urk. 9/142 S. 5).
4.3 Einigkeit besteht auch dahingehend, dass dem Beschwerdeführer weiterhin die Ausübung einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit grundsätzlich zumutbar wäre (Urk. 9/114 S. 3, Urk. 9/117, Urk. 9/126 S. 3, Urk. 9/130 S. 3 f., Urk. 9/142 S. 5 f.). Dr. C.___ skizzierte diese im einzelnen wie folgt: Eingeschränkt sei der Beschwerdeführer vor allem in der Geh- und Stehfähigkeit. Eine Limite von 15 Minuten (Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers; vgl. Urk. 9/130 S. 1) sei angesichts der guten Muskulatur und des minimalen Reizzustandes zu pessimistisch. Auszugehen sei von einer Geh- und Stehfähigkeit auf ebenem Gelände von 30 Minuten ohne Unterbrechung. Das Treppensteigen sei gelegentlich möglich, das Kauern kurzfristig, das Ersteigen von Leitern nur ausnahmsweise und nur, wenn sich der Beschwerdeführer mit beiden Händen festhalten könne. Das Niederknien sei nur auf das linke Knie möglich, das rechte Bein werde dabei vorgestellt. Lasten könne der über 100 kg schwere Beschwerdeführer über kurze Strecken und auf guter Unterlage bis zu 15 kg tragen. Bei einer leidensangepassten Tätigkeit müsse vor allem berücksichtigt werden, dass der Beschwerdeführer sich alle 30 Minuten setzen könne und hierbei keine Zwangshaltung des rechten Knies in starker Beugung einnehmen müsse. Bezogen auf einen ganzen Tag sollte der Beschwerdeführer mindestens 40 % der Zeit sitzend arbeiten können (Urk. 9/130 S. 3 f.).
4.4    
4.4.1   Strittig ist, in welchem Umfang dem Beschwerdeführer trotz der unfallbedingten limitierenden Kniebeschwerden die Ausübung einer angepassten Tätigkeit zumutbar ist. Währenddem die Dres. C.___ und D.___ für eine leidensangepasste Tätigkeit ein volles Pensum als zumutbar erachten, kam Dr. E.___ zum Schluss, auch in einer solchen Tätigkeit sei lediglich noch ein Pensum von 50 % möglich (Urk. 9/142, Urk. 3/3-4). Darauf stützt sich der Beschwerdeführer.
4.4.2   Bei Dr. E.___ gilt es zunächst zu beachten, dass er, anders als die Dres. C.___ und D.___, Spezialarzt für Innere Medizin FMH, speziell Herz- und Kreislaufkrankheiten, ist und nicht Facharzt für orthopädische Chirurgie, obschon für die Beurteilung der vorliegend relevanten unfallbedingten Kniebeschwerden letztgenanntes Fachgebiet im Vordergrund steht.
4.4.3   Des Weiteren gilt es zu berücksichtigen, was insbesondere anhand der Stellungnahme vom 31. März 2003 ersichtlich wird, dass Dr. E.___ die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht nur unter Berücksichtigung der unfallkausalen Beschwerden am rechten Knie beurteilte, sondern auch unter Berücksichtigung der Beschwerden am linken Knie, indem er im Gutachten vom 12. September 2001 ausführte, der Beschwerdeführer leide links wie rechts an einer posttraumatischen Gonarthrose. Die gonarthrotischen Veränderungen im Bereich beider Kniegelenke hätten zugenommen und beeinträchtigten den Beschwerdeführer erheblich, so dass er auch eine angepasste Tätigkeit zumutbarerweise nur noch im Umfang von 50 % ausüben könne (Urk. 9/142 S. 5). In der Stellungnahme vom 31. März 2003 führte Dr. E.___ aus, nicht nur das rechte Kniegelenk, sondern auch das linke beeinträchtige die Geh- und Stehfähigkeit des Beschwerdeführers. Aufgrund der schweren Beeinträchtigung beider Kniegelenke zeige sich eine messbare Muskelatrophie (Urk. 3/3 S. 2).
Währenddem betreffend das rechte Knie auch Dr. D.___ von einer posttraumatisch bedingten Gonarthrose ausging (vgl. Urk. 9/117), für deren Behandlung als Rückfall zum Unfall vom 2. Juni 1986 die Beschwerdegegnerin aufkam (vgl. Urk. 9/66 ff., Urk. 9/86 ff., Urk. 9/97 ff.), stellt die rechtsseitige Gonarthrose ein krankhaftes und somit unfallfremdes Geschehen dar. Die durch den Unfall vom 30. Juni 1985 verursachte Verletzung am linken Bein steht in keinem Zusammenhang mit diesen Beschwerden. Damals zog sich der Beschwerdeführer keine Knieverletzung, sondern eine Tibiakopffraktur, das heisst eine Fraktur des Schienbeins links zu, welche danach rasch vollständig ausheilte und ab 7. Januar 1986 wieder ein volles Arbeitspensum in der angestammten Tätigkeit erlaubte (vgl. Urk. 9/6 S. 2).
4.4.4   Da vorliegend, anders als im Bereich der Invalidenversicherung, nur auf durch das Unfallereignis verursachte Gesundheitsschädigungen abzustellen ist, ist nach dem Gesagten die Einschätzung von Dr. E.___ nicht geeignet zur Beurteilung der Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführer aufgrund der unfallbedingten gesundheitlichen Störungen eine leidensangepasste Tätigkeit auszuüben vermöchte. Hierzu ist die Beurteilung von Dr. C.___, welche von derjenigen von Dr. D.___ gestützt wird, heranzuziehen. Bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit drängen sich keine Zweifel auf. Bei Dr. C.___ handelt es sich um einen für das massgebende Fachgebiet kompetenten Arzt, der den Beschwerdeführer im Lauf der Zeit mehrfach selbst allseitig untersuchte und seine Beurteilungen unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden abgab. Des Weiteren berücksichtigte Dr. C.___ die bestehenden Vorakten. Schliesslich vermögen seine Schlussfolgerungen in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge zu überzeugen (vgl. Urk. 9/114, Urk. 9/126, Urk. 9/130). Zu beachten ist auch, dass die Einschätzung von Dr. C.___ auch von Dr. D.___, einem weiteren Facharzt für orthopädische Chirurgie, geteilt wird. Es ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bezogen auf die unfallbedingten Beschwerden zumutbarerweise in der Lage wäre, eine leidensangepasste Tätigkeit ganztägig auszuüben. Weitere medizinische Abklärungen sind bei der vorliegenden Sachlage nicht erforderlich, weshalb die vom Beschwerdeführer eventualiter beantragte Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen ausser Betracht fällt.
         Der Vollständigkeit halber sei auch auf die Stellungnahme von Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 30. Mai 2003 verwiesen (vgl. Urk. 10), welcher die Einschätzung von Dr. C.___ ebenfalls teilt. Dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit aus medizinisch-theoretischer Sicht eine volle Arbeitsleistung erbringen könnte, ist jedoch bereits aufgrund der vorerwähnten medizinischen Unterlagen hinreichend dargetan.

5.
5.1    
5.1.1   Das Valideneinkommen beträgt gemäss angefochtenem Einspracheentscheid respektive gemäss Revisionsverfügung vom 5. Dezember 2001 Fr. 74'000.--. Der Beschwerdeführer macht ein solches zwischen Fr. 74'489.-- und Fr. 76'086.-- geltend mit der Begründung, es sei davon auszugehen, dass seine Qualifikationen ohne den Gesundheitsschaden über die Jahre hinweg sehr gut und nicht nur gut gewesen wären, weshalb er auch befördert worden wäre und somit ein höheres Einkommen erzielt hätte.
5.1.2   Zur Höhe des Valideneinkommens liegen verschiedene Angaben vor. Zum einen die Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers, der Z.___, vom 27. April 2001, der sich entnehmen lässt, ohne den Gesundheitsschaden hätte der Beschwerdeführer 2001 einschliesslich 13. Monatslohn Fr. 72'890.-- verdient. Offensichtlich handelt es sich um den vollen Lohn für die Tätigkeit an dieser Stelle, von welchem dem Beschwerdeführer gemäss den Angaben jeweils Fr. 5'580.-- für die laufende Rente abgezogen wurden. 2000 kam zum Jahreslohn noch eine Zulage von Fr. 1'056.--. Wie viel diese 2001 betragen hätte beziehungsweise ob eine solche wiederum ausbezahlt worden wäre, war im Zeitpunkt der Auskunftserteilung noch offen (Urk. 9/122).
Des Weiteren liegt eine Aufstellung der Arbeitgeberin vom 15. April 2003 über den Lohn des Beschwerdeführers in den Jahren 1989 bis 2001 vor. 2001 betrug der Lohn des Beschwerdeführers gemäss der Aufstellung Fr. 72'890.-- pro Jahr. Des Weiteren kann der Aufstellung entnommen werden, dass der Beschwerdeführer ohne Beförderungen im Jahr 2003 Fr. 73'767.-- verdient hätte. Mit einer Beförderung in den Jahren ab 1993 hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2001 hingegen Fr. 74'489.-- und mit einer zweiten Beförderung Fr. 76'086.-- verdient. Eine Beförderung erhielt der Beschwerdeführer gemäss Auskunft trotz seines Gesundheitsschadens im Jahr 1992 (Urk. 3/5 S. 1-2).
5.1.3   Indem die Beschwerdegegnerin von einem Valideneinkommen von Fr. 74'000.-- im Jahr 2001 ausging (Zeitpunkt der Revisionsverfügung), stellte sie auf ein höheres Einkommen ab, als der Beschwerdeführer, der bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses trotz seiner verminderten funktionellen Belastbarkeit ein volles Gehalt, abzüglich der Rentenleistungen der Beschwerdegegnerin, bezog, im Jahr 2001 erzielte. Damit kam die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer, der die Berücksichtigung mindestens einer Beförderung in den Jahren nach 1993 beantragt, entgegen. Dass der Beschwerdeführer ohne den Gesundheitsschaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mehrmals befördert worden wäre, insbesondere weil er im Gesundheitsfalle besser, das heisst mit "sehr gut" anstelle von "gut", qualifiziert worden wäre, ist hingegen nicht dargetan. Der Beschwerdeführer vermochte diese Behauptung nicht näher zu belegen, beispielsweise durch Vorlegung von Qualifikationen vor und nach dem Eintritt des Gesundheitsschadens oder einer Bestätigung der Arbeitgeberin, dass aufgrund der unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigung Beförderungen nicht mehr in Betracht fielen. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer 1993 trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung einmal befördert wurde. Ein kausaler Zusammenhang zwischen dem unfallbedingten Gesundheitsschaden und dem Fehlen weiterer Beförderungen ist nach dem Gesagten nicht hinreichend ersichtlich. Das von der Beschwerdegegnerin ermessensweise mit Fr. 74'000.-- bezifferte Valideneinkommen kann demzufolge nicht beanstandet werden.
5.2
5.2.1   Das Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 52'570.-- ermittelte die Beschwerdegegnerin anhand von 5 DAP-Profilen (DAP-Nr. 6410, 3510, 35246795 und 2601; Urk. 9/133-137). Es handelt sich bei allen Tätigkeiten um körperlich leichte und wechselbelastende. Insbesondere erfordert keine der Tätigkeiten eine für den Beschwerdeführer ungünstige Haltung oder Fortbewegung. Die Kritik des Beschwerdeführers, es handle sich um rein sitzende Tätigkeiten, ist in Bezug auf die Profile Nr. 3525, 6795 und 2601 (Urk. 9/133-135) zwar zutreffend, jedoch kann dem pauschalen Einwand des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang, eine sitzende Tätigkeit sei nicht ausübbar, weil sie zu einer Zwangshaltung des rechten Beins führe, nicht beigepflichtet werden. Aus den betreffenden Profilen ist nicht ersichtlich, dass beim Sitzen eine ganz bestimmte Beinstellung eingenommen werden müsste. Gemäss ärztlicher Beurteilung wurden im Übrigen für sitzende Tätigkeiten hinsichtlich der zumutbaren Sitzdauer keine Einschränkungen formuliert, solange das betroffene rechte Bein nicht in einer Zwangshaltung stark gebeugt werden muss (vgl. vorstehende Erw. 4.3). Auch Dr. E.___ erwähnte betreffend Sitzen keine Einschränkungen (vgl. Urk. 9/142 S. 5). Bei den fraglichen Tätigkeiten handelt es sich somit um zumutbare. Bei den weiteren DAP-Profilen (Nr. 6410 und 3510; Urk. 9/136-137) ist manchmaliges Sitzen und Stehen beziehungsweise häufiges Sitzen und seltenes Stehen erforderlich. Es handelt sich somit ebenfalls um leidensangepasste Tätigkeiten.
5.2.2   Das Mittel der in den Profilen angegebenen Durchschnittseinkommen für das Jahr 2001 (vgl. Urk. 9/133-137 je S. 2) beträgt, wie von der Beschwerdegegnerin korrekt errechnet wurde, Fr. 52'569.-- (Fr. 49'400.-- gemäss DAP-Nr. 6410 + Fr. 50'388.-- gemäss DAP-Nr. 3510 + Fr. 53'040.-- gemäss DAP-Nr. 3524 + Fr. 54'600.-- gemäss DAP-Nr. 6795 + Fr. 55'149.-- gemäss DAP-Nr. 2601 : 5; vgl. Urk. 2 S. 7 Ziff. 5c).
5.2.3   Zur Plausibilitätsprüfung ermittelte die Beschwerdegegnerin auch gestützt auf die Tabellenlöhne das Einkommen, dass der Beschwerdeführer mit einer zumutbaren Tätigkeit im privaten Sektor auf dem untersten Anforderungsniveau erzielen könnte. Sie passte den in der LSE 2000 hierfür angegebenen Lohn von Fr. 4'437.-- einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,8 Stunden sowie dem Lohnniveau des Jahres 2001 an. Das so errechnete Monatseinkommen beläuft sich auf Fr. 4'753.--. Von diesem Einkommen machte die Beschwerdegegnerin sodann einen leidensbedingten Abzug von 10 %, was ein Monatseinkommen von Fr. 4'278.-- respektive ein Jahreseinkommen von Fr. 51'322.-- ergibt (vgl. Urk. 2 S.7 Ziff. 5.c).
Hierbei übersah die Beschwerdegegnerin, dass die betriebsübliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2001 nicht 41,8 sondern 41,7 Stunden betrug (vgl. vorstehende Erw. 2.6). Des Weiteren ist, um den Vergleich mit den evaluierten DAP-Tätigkeiten zu verfeinern, auf Tätigkeiten in der Industrie und im verarbeitenden Gewerbe abzustellen, für welche Männer im Jahr 2000 auf dem untersten Anforderungsniveau monatlich Fr. 4'618.-- verdienen konnten (LSE 2000 S. 31 Tab. A1 Ziff. 15-37 Kolonne 4). Angepasst an die erwähnte betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden beträgt der Monatslohn Fr. 4'814.--. Die Lohnentwicklung im Jahr 2001 betrug 2,5 % (vgl. Die Volkswirtschaft 5-2003 S. 80 Tab. B 10.2), was bezogen auf ein Monatseinkommen von Fr. 4'814.-- Fr. 120.35 (Fr. 4'814.-- x 0,025) und damit ein Total von Fr. 4'934.35 ergibt. Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 %, das heisst von Fr. 493.40, beläuft sich das massgebliche Einkommen auf Fr. 4'441.-- im Monat respektive auf Fr. 53'292.-- im Jahr.
Das aufgrund der Tabellenlöhne ermittelte Invalideneinkommen bewegt sich somit im Bereich des aufgrund der DAP-Tätigkeiten ermittelten. Das von der Beschwerdegegnerin ermessensweise aufgrund der DAP-Profile errechnete zumutbare Invalideneinkommen kann vor diesem Hintergrund nicht beanstandet werden.
5.3     Die Differenz zwischen dem Valideneinkommen von Fr. 74'000.-- und dem Invalideneinkommen von Fr. 52'596.-- beträgt Fr. 21'431.--, was einen Invaliditätsgrad von 29 % ergibt. Es kann hierzu auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid verwiesen werden (Urk. 2 S. 8 Ziff. 5.d).

6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die revisionsweise Erhöhung der Rente, wie sie der Verfügung vom 5. Dezember 2001 respektive dem Einspracheentscheid vom 18. Februar 2003 zu Grunde liegt, nicht beanstandet werden kann. Mithin erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.
Die ebenfalls revisionsweise Erhöhung der Integritätsentschädigung (vgl. Urk. 9/139 S. 2) wurde nicht mehr beanstandet, womit im Beschwerdeverfahren darauf nicht weiter einzugehen war.



Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Das Verfahren ist kostenlos.
3. Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwältin Rita Diem
- Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf
- Bundesamt für Sozialversicherung
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.
Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).