Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/UV.2005.00186.html 

Entscheide



UV.2005.00186

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Meyer

Sozialversicherungsrichter Walser

Gerichtssekretärin Lienhard
Urteil vom 18. Juli 2006
in Sachen
E.___
 
Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur
Bahnhofstrasse 55, 8600 Dübendorf

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Rechtsanwalt Mathias Birrer
Kaufmann Rüedi & Partner
Löwenplatz, Zürichstrasse 12, 6004 Luzern


Sachverhalt:
1.       E.___, geboren 1959, war seit dem 1. Oktober 1989 bei der A.___ AG, B.___, als Monteur angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 21. April 2003 erlitt er in den Ferien einen Autounfall (Urk. 11/1 Ziff. 1, Ziff. 3-4, Ziff. 5 und Urk. 2/1). Nach seiner Rückkehr in die Schweiz wurde im Spital C.___ am 26. Juni 2003 eine Luxationsfraktur C6/7 diagnostiziert (Urk. 11/3 S. 2). In der Folge wurde der Versicherte am 1. Juli 2003 operiert (Urk. 11/4). Vom 8. Juni bis 14. Juli 2004 hielt er sich zur stationären Behandlung in der Rehaklinik D.___ auf (Urk. 11/46 S. 1).
Für die vom Unfallereignis vom 21. April 2003 verbliebenen Restfolgen, welche zu einer Verminderung der Erwerbsfähigkeit führten, sprach die SUVA dem Versicherten am 27. Oktober 2004 mit Wirkung ab 1. November 2004 eine Rente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 31 % sowie eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 10 % zu (Urk. 11/75). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 25. November 2004 Einsprache (Urk. 11/79), die die SUVA mit Entscheid vom 22. März 2005 abwies (Urk. 11/88 = Urk. 2).
Die Invalidenversicherung sprach dem Versicherten nach durchgeführtem Einspracheverfahren (Urk. 11/85/2; Urk. 11/94/3) mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 3. Juni 2005 (Urk. 11/94/2) ab 1. April 2004 eine Dreiviertelsrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 61 % sowie eine Kinderrente zu.
2.       Gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 22. März 2005 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 6. Juni 2005 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Zusprache einer Rente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 61 % sowie einer Integritätsentschädigung in Höhe von 35 % (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 14. September 2005 (Urk. 10) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Am 18. Oktober 2005 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 12).


Das Gericht zieht in Erwägung:
1.      
1.1 Die massgeblichen rechtlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung zum Gegenstand der Unfallversicherung (Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG) sowie zur Kausalitätsbeurteilung bei Schleudertraumata und bei psychischen Beschwerden nach Unfällen sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S. 2 f.). Dies gilt auch für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 UVG), die Invaliditätsbemessung und die Integritätsentschädigung (Art. 24 f. UVG; Urk. 2 S. 5 f.). Darauf kann, mit der nachfolgenden Ergänzung, verwiesen werden.
1.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).

2.
2.1 Streitig und zu prüfen ist der Kausalzusammenhang zwischen den gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und dem Unfallereignis vom 21. April 2003. Damit in Zusammenhang steht die Frage nach der Höhe der Rente und der Integritätsentschädigung.
2.2 Die Beschwerdegegnerin machte geltend, es sei kein Halswirbelsäulen- (HWS) Distorsionstrauma diagnostiziert worden. Zudem fehle es am typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung; die Beeinträchtigung des Beschwerdeführers beschränke sich im Wesentlichen auf Nackenschmerzen mit diversen Ausstrahlungen. Dem als mittelschwer zu betrachtenden erlittenen Unfall könne im Rahmen einer Gesamtwürdigung keine massgebende Bedeutung für eine psychische Fehlentwicklung beigemessen werden. Somit sei der adäquate Kausalzusammenhang nicht gegeben; es bestehe keine Leistungspflicht für die psychischen Beschwerden (Urk. 2 S. 5).
In somatischer Hinsicht seien dem Beschwerdeführer gemäss ärztlicher Einschätzung leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus psychischen Gründen sei nicht zu berücksichtigen. Der verfügte Invaliditätsgrad von 31 % sei korrekt, ebenso die Integritätsentschädigung von 10 % (Urk. 2 S. 7 f.).
Hinsichtlich des von der Invalidenversicherung festgestellten Invaliditätsgrades des Beschwerdeführers sei zu beachten, dass dieser an unfallfremden Einschränkungen leide, die zwar von der Invalidenversicherung, nicht aber von der Beschwerdegegnerin versichert seien (Urk. 10 S. 11).
2.3 Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, seine Halsverletzung müsse rechtlich wie ein Schleudertrauma betrachtet werden. Er leide an einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit und sei nicht mehr in der Lage, seine Restarbeitsfähigkeit zu verwerten. Er sei weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 1 S. 4 f.). Diese Arbeitsunfähigkeit sei nicht durch unfallfremde Faktoren bedingt (Urk. 1 S. 8). Entsprechend seiner Arbeitsunfähigkeit von 50 % und der Einschätzung der Invalidenversicherung resultiere ein Erwerbsunfähigkeitsgrad von 61 %. Weiter sei die Integritätsentschädigung aufgrund der Wirbelsäulenproblematik und der psychischen Beschwerden auf 35 % festzulegen (Urk. 1 S. 9 f.).

3.      
3.1 Die Erstbehandlung des Beschwerdeführers erfolgte am 21. April 2003 in der Türkei durch Dr. med. F.___, der ein Hämatom an der Stirn und eine Fussverletzung feststellte. Der Nacken des Beschwerdeführers sei schmerzhaft (Urk. 11/2/2).
Eine am 26. Juni 2003 am Spital C.___ durchgeführte bildgebende Untersuchung ergab eine Luxationsfraktur C6/7 mit links lateralem Locked Facets, einer links lateralen Fraktur des Processus transversus C 6 mit möglicher Alteration der Arteria vertebralis sowie einer Abscherfraktur des inferioren Gelenkfortsatzes von C6 mit Rotation und geringer Dislokation sowie Knochenfragmente im linksseitigen Neuroforamen C6/7. Weiter fänden sich kleinere Kantenabscherungen dorsal im Bereich der Unterkante C6 und der Oberkante C7 sowie eine deutliche, posttraumatische intersegmentale Stenose des Spinalkanals mit Abwinkelung des Myelons, ein geringes, prävertebrales Hämatom auf Frakturhöhe sowie leichtergradige Signalitätsalterationen in den linkslateralen Weichteilen über der mittleren HWS als indirekten Hinweis auf eine ligamtentäre Alteration interspinal (Urk. 11/3 S. 2).
3.2 Mit Austrittsbericht vom 11. Juli 2003 (Urk. 11/5) diagnostizierten die Ärzte des Universitätsspitals K.___, wo sich der Beschwerdeführer vom 26. Juni bis 8. Juli 2003 stationär aufhielt und am 1. Juli 2003 operiert worden war (Urk. 11/4; Urk. 11/5 S. 1), eine HWS-Luxation C6/C/7 bei Status nach Autounfall vor drei Monaten und Parästhesien der Fingerkuppen links mit normalem Elektromyogramm. Der postoperative Verlauf sei komplikationslos mit problemloser Mobilisation. Bei Austritt habe lokal bei der Beckenspanentnahme rechts noch eine diffuse Druckschmerzhaftigkeit bei jedoch absoluter Reizlosigkeit bestanden. Auch zervikal seien die Wundverhältnisse reizlos. Bis zum 15. Juli 2003 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 11/5 S. 1).
Die am 11. Juli 2003 gestellte Diagnose wurde von den Ärzten des Universitätsspitals K.___ mit Verlaufsbericht vom 12. August 2003 (Urk. 11/7) wiederholt. Anamnestisch klage der Beschwerdeführer über starke Schmerzen. Der Befund habe reizlose Operationsnarben, einen paravertebralen beidseitigen zervikalen Hartspann und starke Druckdolenzen über der ganzen Halswirbelsäule ergeben. Die Bewegung sei stark eingeschränkt, und es beständen Sensibilitätsstörungen in den linken Fingern. Es werde eine Physiotherapie eingeleitet. Als Kanalreiniger sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig (Urk. 11/7).
3.3 Dr. med. G.___, FMH Allgemeine Medizin,  diagnostizierte mit Bericht vom 1. September 2003 (Urk. 11/9) einen Status nach HWS-Luxation C6/C7 mit Parästhesien. Im Verlauf sei nach der Operation eine massive Verschlechterung eingetreten. Der ganze Hals des Beschwerdeführers sei sehr steif und schmerzhaft, er könne ihn kaum bewegen. Eine physikalische Therapie sei schmerzbedingt unmöglich (Urk. 11/9). Am 15. September 2003 hielt Dr. G.___ fest, dass die vollständige Arbeitsunfähigkeit andauere (Urk. 11/12).
3.4 Kreisarzt Dr. med. H.___ führte mit Bericht vom 2. Oktober 2003 (Urk. 11/13) aus, der Beschwerdeführer berichte über starke Schmerzen im Nacken, die sich sofort verstärkten, wenn er versuche, den Kopf zu bewegen. Die Schmerzen strahlten in den ganzen linken Arm und die rechte Gesichtshälfte und Schulter aus. Der Befund habe eine hochgradige schmerzhafte Funktionseinschränkung der Halswirbelsäule mit nur ganz geringfügigen Bewegungen in alle Richtungen ergeben. Die Arbeitsunfähigkeit sei weiter ausgewiesen (Urk. 11/13 S. 1).
3.5 Dr. G.___ führte mit Bericht vom 31. Oktober 2003 aus, die Laserpunktur bringe eine wesentliche Besserung. Der Beschwerdeführer habe beim letzten Mal lediglich noch bei Bewegung einschiessende Schmerzen erlitten (Urk. 11/14).
3.6 Mit Bericht vom 12. November 2003 (Urk. 11/16) hielten die Ärzte der Universitätsklinik K.___ bei unveränderter Diagnose fest, der Beschwerdeführer klage anamnestisch weiterhin über starke Schmerzen in der Region des Trapezmuskels und paravertebral entlang der ganzen Wirbelsäule, die in letzter Zeit zugenommen hätten. Es träten weiterhin Spannungskopfschmerzen auf, und die Beweglichkeit der gesamten Wirbelsäule und des Kopfes sei stark eingeschränkt. Zudem leide er an krampfhaften Wadenbeschwerden (Urk. 11/16 S. 1).
Der Befund habe reizlose Operationsnarben, einen paravertebralen Hartspann entlang der gesamten Wirbelsäule mit starker Druckdolenz sowie Parästhesien und eine Kraftminderung im linken Arm ergeben. Computertomographisch sei eine fortschreitende ossäre Konsolidierung im Zwischenwirbelraum C6/C7 bei intaktem Spinalkanal festgestellt worden. Als Kanalreiniger sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig (Urk. 11/16 S. 1).
Die bildgebende Untersuchung habe regelrechte postoperative Verhältnisse bei Status nach Diskotomie C6/7 sowie dorsaler Stabilisierung ergeben. Es lägen degenerative Veränderungen C4/5 mit leichter Einengung des Neuroforamens auf der rechten Seite bei ansonsten unauffälliger Darstellung der HWS vor. Weiter bestehe eine eine breitbasige Diskusprotrusion L4/5 mit Einengung des Neuroforamens. Der Spinalkanal sei auf der gesamten Höhe bei Ligamenti flava und hypertrophierten Facettengelenken leicht stenosiert. Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe seit 26. März 2003 bis vorerst zum 9. März 2004 (Bericht vom 20. Februar 2004; Urk. 11/24 S. 1 f.).
3.7 Kreisarzt Dr. H.___ hielt mit Bericht vom 15. April 2004 (Urk. 11/30) hinsichtlich der Anamnese fest, der Beschwerdeführer klage immer noch über die gleichen Nackenschmerzen, die sich bei Bewegung sofort verstärkten und in die Arme und den Kopf ausstrahlten. Die Beschwerden seien seit der letzten Untersuchung nur ganz leicht zurückgegangen und hätten sich weiter bis zur Lendenwirbelsäule ausgedehnt, wo eine Diskusprotrusion festgestellt worden sei. Anlässlich eines neurologischen Konsiliums hätten sich keine Hinweise für ein radikuläres Reiz- und Ausfallsyndrom ergeben. Der Verlauf stagniere unter ambulanter Behandlung. Gewisse psychogene Faktoren dürften für den protrahierten Verlauf mitverantwortlich sein; dieser lasse sich jedenfalls mit dem objektiv beurteilbaren Operationsresultat nicht erklären. Auch sprächen die bei der repetitiven Prüfung deutlich höheren Kraftresultate für einen Einfluss nicht organischer Faktoren (Urk. 11/30 S. 1 f.).
3.8 Dr. phil. I.___, Fachpsychologe für klinische Psychologie und Psychotherapie, und Dr. med. J.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Leitender Arzt der Rehaklinik D.___, diagnostizierten mit Konsiliarbericht vom 18. Juni 2004 (Urk. 11/45) eine gemischte Angststörung mit hypochondrischer und kinesiophober Komponente und anderen Angstsymptomen (Klaustrophobie, herzneurotische Beschwerden) sowie starker Somatisierungsneigung (ICD-10: F41.3; Urk. 11/45 S. 1).
Der Beschwerdeführer habe im Anschluss an seinen Autounfall vom 21. April 2003 und die operative Behandlung mit einem ausgeprägten zervikospondylogenen und zusätzlich lumbalen Schmerzsyndrom sowie zusätzlich, vor allem aufgrund seiner ängstlichen Verunsicherung, auch mit hypochondrischen Ängsten sowie einer ausgeprägten Kinesiophobie (Befürchtung von heraustretenden Schrauben oder Wirbeln bei Kopfbewegungen) reagiert. Er erwecke mit seiner motorischen Unruhe einen ängstlich-agitierten Eindruck. Die Beschreibung der Schmerzqualität, hin- und herlaufende Kopfschmerzen mit Schwitzen der Kopfhaut und Kratzimpulsen, habe zusammen mit der nur geringen Schmerzvariabilität eine deutlich somatoforme Komponente. Wahrscheinlich habe die mit einer Latenz von zwei Monaten entdeckte Fraktur mit dringlicher Operationsindikation den Beschwerdeführer in eine ängstliche Verunsicherung versetzt; er habe sich sowohl vor der Operation wie auch davor, ohne diese gelähmt zu werden, gefürchtet (Urk. 11/45 S. 5).
Der Beschwerdeführer zeige in Untersuchungs- und Behandlungssituationen ein inkonsistentes und selbstlimitierendes Verhalten. Seine Ehefrau sei im Vorfeld seines Unfalls in die Türkei zurückgekehrt, wie er sich dies auch selbst zum Ziel gesetzt habe und was mit einer Rente vielleicht eher realisiert werden könnte (Urk. 11/45 S. 5 f.).
Es sei auf Visiten und bei Therapien kontinuierlich darauf hinzuweisen, dass die Nackenverhältnisse medizinisch stabil seien und der Kopf trotz der Schmerzen bewegt werden dürfe und solle, wobei im günstigsten Fall durch entsprechend positive Erfahrungen das Vertrauen in den Körper wieder etwas zurückgewonnen werden könne (Urk. 11/45 S. 6).
3.9 Bei Eintritt in die Rehaklinik D.___, wo sich der Beschwerdeführer vom 8. Juni bis 14. Juli 2004 stationär aufhielt (Urk. 11/46 S. 1), ergab die Befunderhebung im muskuloskelettalen System eine abgeflachte Brustkyphose und eine thorakolumbale konvexe Skoliose. Die Inklination erfolge zunächst bis 60°, dann bis 30°, das Aufrichten sei problemlos. Die Halswirbelsäule werde aktiv wenig bewegt, im Gespräch erfolge ein etwas weiteres Bewegungsausmass. Über der Lenden- und Brustwirbelsäule sei die Beweglichkeit mit Angabe massiver Schmerzen ebenfalls eingeschränkt. Im Lasègue-Test gebe der Beschwerdeführer links ab 30° Schmerzen an, zeige dann aus dem Liegen heraus, bis wohin die Beschwerden ausstrahlten und hebe dabei das Bein mühelos bis 80° (Urk. 11/46 S. 7).
Mit Austrittsbericht vom 14. Juli 2004 (Urk. 11/46) diagnostizierten die Ärzte der Rehaklinik D.___ als Folge des Unfalls vom 21. April 2003 eine HWS-Kontusion sowie eine am 1. Juli 2003 operativ behandelte Luxationsfraktur C6/7, ein zervikospondylogenes Schmerzsyndrom und eine gemischte Angststörung mit hypochondrischer und kinesiophober Komponente und anderen Angstsymptomen (Klaustrophobie, herzneurotische Beschwerden) sowie starker Somatisierungsneigung (ICD-10: F41.3). Unfallfremd bestehe ein lumbales, degeneratives Schmerzsyndrom mit breitbasiger Diskusprotrusion L4/5 mit leichter Neuroforameneingengung rechts, leicht stenosiertem Spinalkanal, Hypertrophie der Fazettengelenke und der Ligamenta flava. Die Arbeitsfähigkeit betrage 50 %, ganztags mit reduzierter Leistung (Urk. 11/46 S. 1). Aus psychiatrischer Sicht werde eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert (Urk. 11/46 S. 3).
Arbeitsrelevante Problembereiche seien die Psyche sowie Schmerzen im Hals- und Lendenwirbelsäulenbereich. Das Ausmass der Beschwerden und die demonstrierte Behinderung liessen sich durch die objektivierbaren Befunde nicht hinreichend erklären. Eine Testung der Belastbarkeit sei wegen Selbstlimitierung nicht möglich gewesen. Theoretisch seien bezüglich der Halswirbelsäule leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar (repetitive Gewichtsbelastung bis 10 kg, vereinzelt bis 15 kg, keine Arbeiten über Kopf, solche mit häufigen HWS-Rotationen seien nicht zumutbar). Hinsichtlich der krankheitsbedingten LWS-Beschwerden sei eine wechselbelastende Tätigkeit ohne Wirbelsäulenzwangshaltung in Form von längerem Kauern oder Knien zumutbar. Psychiatrischerseits bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Global betrage die Arbeitsfähigkeit 50 % (Urk. 11/46 S. 3).
3.10 Am 5. Oktober 2004 (Urk. 11/67) schätzte Kreisarzt Dr. H.___ den Integritätsschaden auf 10 %. Der massgebende Referenzwert sei die Wirbelsäulenfraktur, konsolidiert unter Hinterlassung einer Achsenabweichung der Wirbelsäule im Sinne einer Kyphose oder Skoliose unter 10° und Beschwerden in der Schmerzfunktionsskala ++. Diese Einteilung ergebe sich aus dem in der Rehaklinik D.___ erhobenen Zumutbarkeitsprofil, das eine Einteilung des Schmerzbildes in die Kategorie +++ (starke Dauerschmerzen ohne mögliche Zusatzbelastung) nicht zulasse. Der Integritätsschaden könne deshalb auf 5-10 % geschätzt werden. Unter Berücksichtigung des Umstands, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers längerfristig infolge beschleunigter Degeneration der benachbarten Bewegungssegmente vielleicht noch etwas verschlimmern könnte, und da eine recht deutliche Funktionseinschränkung der HWS vorliege, die sich zwar durch die objektivierbaren Befunde nicht hinreichend erklären lasse, werde der Integritätsschaden auf die obere Limite von 10 % festgelegt (Urk. 11/67).
3.11 Dr. G.___ diagnostizierte mit Bericht vom 8. Februar 2005 (Urk. 11/83) einen Status nach Unfall mit Halswirbelsäulenkontusion und Luxationsfraktur C6/7. Es liege ein massivstes zervikales Schmerzsyndrom vor. Der Beschwerdeführer leide immer noch unter entsetzlichen Kopf- und Nackenschmerzen und könne den Kopf kaum bewegen. Physikalische Therapien brächten immer wieder Erleichterung. Er leide nun auch unter Lumbalgien, die sicher auch auf den Unfall zurückzuführen seien (Urk. 11/83).
3.12 Kreisarzt Dr. H.___ führte mit Bericht vom 15. März 2005 (Urk. 11/86) aus, der Beschwerdeführer leide anamnestisch immer noch an den selben Kopfschmerzen. Die Kreuzschmerzen würden gegen die Hüfte ausstrahlen, zeitweilig habe er auch Schmerzen im rechten Knie. Eine Physiotherapie sei nicht mehr durchgeführt worden, diese habe auch nicht geholfen. Er sei nach dem Aufenthalt in D.___ noch zwei- oder dreimal bei einem Psychologen gewesen, der jedoch auch nicht habe helfen können (Urk. 11/86 S. 1).
Im Vordergrund der klinischen Befunde stehe der hochgradig positive Waddell-Index. Der Beschwerdeführer sei in diesem Zustand den Verbesserungsmöglichkeiten einer Physiotherapie gar nicht zugänglich, was auch zu seinen Angaben passe, wonach diese Therapie keine Besserung zur Folge gehabt hätte. Dies dürfte für alle Behandlungsmassnahmen zutreffen, die beim organischen Kern des Beschwerdebildes ansetzten. Die Diagnose einer starken Somatisierungsneigung vermöge die Wirkungslosigkeit der auf das Somatische ausgerichteten Behandlungsmassnahmen hinreichend zu erklären (Urk. 11/86 S. 2).

4.
4.1 In der Folge ist zu prüfen, welche der festgestellten gesundheitlichen Beschwerden in rechtsgenüglichem Kausalzusammenhang mit dem erlittenen Unfall stehen. Es stellt sich die Frage, ob nebst den Folgen der Halswirbelfraktur, für die die Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Leistungen erbringt (Urk. 11/75 S. 2), weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers auf den Unfall vom 21. April 2003 zurückzuführen sind. Dabei sind zunächst die organischen Beschwerden zu prüfen.
4.2 Im Austrittsbericht des Universitätsspitals K.___ vom 11. Juli 2003 (Urk. 11/5) wurden Parästhesien der Fingerkuppen links diagnostiziert, jedoch postoperativ ein problemloser Verlauf beschrieben (Urk. 11/5 S. 1). Die Sensibilitätsstörungen in der linken oberen Extremität wurden in der Folge weiterhin beobachtet (Urk. 11/7 S. 1; Urk. 11/13 S. 1; Urk. 11/16 S. 1; Urk. 11/21; Urk. 11/30 S. 1; Urk. 11/34 S. 1). In der Rehaklinik D.___ wurde jedoch festgestellt, dass die Schmerzen im Hals- und Lendenwirbelsäulenbereich sowie die psychische Situation arbeitsrelevant seien (Urk. 11/46 S. 3); entsprechend wirken sich allfällige Fehlempfindungen im linken Arm nicht auf die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Dieser erwähnte denn auch im März 2005 gegenüber Kreisarzt Dr. H.___ keinerlei diesbezügliche Beschwerden mehr (Urk. 11/86 S. 1). Eine über die erfolgte Übernahme der Behandlungskosten für diese Unfallfolge hinausgehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist somit nicht gegeben.
4.3 Was die Rückenprobleme des Beschwerdeführers angeht, so erwähnte er diese erstmals am 12. November 2003 (Urk. 11/16 S. 1), somit mehr als ein halbes Jahr nach dem Unfall. Bildgebend wurde eine Diskusprotrusion festgestellt (Urk. 11/24 S. 1). Gemäss dem Bericht der Ärzte der Rehaklinik D.___ vom 14. Juli 2004 (Urk. 11/46), der den praxisgemässen Anforderungen an einen Arztbericht (vgl. vorstehend Erw. 1.2) zu genügen vermag, handelt es sich um eine degenerative Veränderung, die nicht auf das Unfallereignis zurückzuführen ist (Urk. 11/46 S. 3; vgl. auch Urk. 11/84). Davon ist auszugehen; zudem ist aufgrund der in den LWS-Untersuchungen festgestellten Diskrepanzen (vgl. Urk. 11/46 S. 7; Urk. 11/86 S. 1 unten f.) nicht von einer schweren diesbezüglichen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers auszugehen. Die Beschwerdegegnerin trifft somit keine Leistungspflicht für die Rückenprobleme des Beschwerdeführers.
4.4 Nach dem Gesagten steht fest, dass in somatischer Hinsicht keine weiteren als die bereits von der Beschwerdegegnerin anerkannten gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers unfallkausal sind.

5.
5.1 Bezüglich des psychischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers dia-gnostizierten die Ärzte der Rehaklinik D.___ mit Konsiliarbericht vom 18. Juni 2004 (Urk. 11/45) eine gemischte Angststörung mit hypochondrischer und kinesiophober Komponente und anderen Angstsymptomen (Klaustrophobie, herzneurotische Beschwerden) sowie starker Somatisierungsneigung (ICD-10: F41.3; Urk. 11/45 S. 1).
5.2 Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu betonen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 360 Erw. 4b). Die zum Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung wendet das Eidgenössische Versicherungsgericht sinngemäss auch bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas (BGE 117 V 382 f. Erw. 4b) oder den Folgen einer dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzung der Halswirbelsäule an (vgl. RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 Erw. 3b; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2).
5.3 Der Beschwerdeführer erlitt anlässlich des Unfalls vom 21. April 2003 eine Kontusion und Luxationsfraktur der Halswirbelsäule (Urk. 11/3 S. 2; Urk. 11/46 S. 1). Ein Schleudertrauma wurde nicht diagnostiziert und von einer einem Schleudertrauma ähnlichen (Distorsions-) Verletzung der Halswirbelsäule (RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408; SVR 1995 UV Nr. 23) ist aufgrund der medizinischen Berichte ebenfalls nicht auszugehen. Zudem litt der Beschwerdeführer im unmittelbaren Anschluss an den Unfall vom 21. April 2003 und bis zur Operation vom 1. Juli 2003 einzig an Nackenschmerzen und anamnestisch an Beschwerden im Schulter- und Armbereich (Urk. 11/2/2; Urk. 11/17 S. 1). Direkt nach der Operation wurde zudem ein komplikationsloser Verlauf mit problemloser Mobilisation beobachtet (Bericht vom 11. Juli 2003; Urk. 11/5 S. 1); der Beschwerdeführer war somit in diesem Zeitpunkt sogar weitgehend beschwerdefrei. Entsprechend fehlt es für ein Schleudertrauma beziehungsweise einer damit vergleichbaren Verletzung an dem typischen, vorstehend genannten vielfältigen Beschwerdebild.
Fehlt es an einem Schleudertrauma oder einer äquivalenten Verletzung, so hat die Prüfung der Adäquanz der psychischen Beeinträchtigung rechtsprechungsgemäss nach den in BGE 115 V 133 für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall aufgestellten Kriterien zu erfolgen.

6.
6.1 Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergangenen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 135 Erw. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 Erw. 3b; BGE 115 V 141 Erw. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 139 Erw. 6; vgl. auch BGE 120 V 355 Erw. 5b/aa; SVR 1999 UV Nr. 10 Erw. 2).
6.2 Die Beschwerdegegnerin ordnete das Unfallereignis vom 21. April 2003, bei dem der Beschwerdeführer wegen Müdigkeit, geistiger Abwesenheit und Unaufmerksamkeit die Herrschaft über sein Fahrzeug verlor, von der Fahrbahn abkam und mit einem Stromkandelaber kollidierte (Urk. 11/2/1 S. 2), den mittelschweren Unfällen zu (Urk. 2 S. 5). Dies ist nicht zu beanstanden: Angesichts des erlittenen Halswirbelbruchs kann der Unfall nicht als leicht taxiert werden. In Anbetracht des nachfolgenden Geschehensablaufs, wonach der Beschwerdeführer im Anschluss an den Unfall noch eine Woche im Ausland verblieb (Urk. 11/17 S. 1), anfänglich nur Schmerzen im linken Arm verspürt habe (Urk. 11/45 S. 3) und eine genauere Abklärung der Beschwerden erst am 27. Juni 2003 im Spital C.___ erfolgte (Urk. 11/3), kann jedoch auch nicht von einem schweren Unfall ausgegangen werden, zumal kein ausserordentlich schweres, lebensbedrohliches Geschehen vorlag.
6.3 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie z.B. eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwierigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb, vgl. auch BGE 120 V 355 Erw. 5b/aa; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 Erw. 2).
6.4 Der Unfall vom 21. April 2004 spielte sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumständen ab. Die dabei erlittene Halswirbelkörperfraktur ist zwar von gewisser Schwere, verursachte dem Beschwerdeführer jedoch zunächst nur wenig Beschwerden (vgl. vorstehend Erw. 5.3, Erw. 6.2) und ist an sich nicht geeignet, eine psychische Fehlentwicklung hervorzurufen. Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung der physischen Unfallfolgen liegt sodann nicht vor: Mit Austrittsbericht vom 14. Juli 2004 (Urk. 11/46), somit etwa ein Jahr nach Behandlungsbeginn, attestierten die Ärzte der Rehaklinik D.___ dem Beschwerdeführer hinsichtlich der Halswirbelsäule eine ganztägige Arbeitsfähigkeit in leichter bis selten mittelschwerer Tätigkeit (Urk. 11/46 S. 3). Damit fallen auch Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht ins Gewicht.
Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung bestehen sodann ebenfalls nicht. Was die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung, der körperlichen Dauerschmerzen und des schwierigen Heilungsverlaufs mit erheblichen Komplikationen angeht, so müssten diese aufgrund der somatisch bedingten Beeinträchtigung verursacht worden sein, was nicht der Fall ist. Soweit psychische Gründe dafür verantwortlich sind, muss dies hier unberücksichtigt bleiben.
6.5 Die adäquate Kausalität der psychischen Leiden des Beschwerdeführers ist nach dem Gesagten zu verneinen. Somit steht lediglich die Halswirbelverletzung des Beschwerdeführers in rechtsgenüglichem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 21. April 2003. Für die weiteren gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers hat die Beschwerdegegnerin nicht einzustehen.
6.6 Gemäss der von den Ärzten der Rehaklinik D.___ vorgenommenen Beurteilung sind dem Beschwerdeführer bezogen auf die Halswirbelsäule leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten ohne repetitive Gewichtsbelastung bis 10 kg, vereinzelt bis 15 kg, ohne Arbeiten über Kopf und solche mit häufigen HWS-Rotationen ganztags zumutbar (Urk. 11/46 S. 3). Davon ist auszugehen. Die genannte Arbeitsunfähigkeit von 50 % ist auf psychiatrische (vgl. Urk. 11/46 S. 3) und nach dem Gesagten unfallfremde Gründe zurückzuführen und ist deshalb hier unbeachtlich. Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen gestützt auf den durch Dr. G.___ ausgestellten Unfallschein (Urk. 3/11) geltend macht, weiterhin vollständig arbeitsunfähig zu sein (Urk. 1 S. 5, S. 6), so kann dem nicht gefolgt werden, da ein Unfallschein den praxisgemässen Anforderungen an einen Arztbericht (vgl. vorstehend Erw. 1.2) nicht zu genügen vermag.

7.
7.1 Der Invaliditätsbegriff in der Invalidenversicherung stimmt mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich überein, weshalb die Schätzung der Invalidität mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden praxisgemäss den gleichen Invaliditätsgrad zu ergeben hat (BGE 126 V 291 Erw. 2a mit Hinweisen). Da nach dem Gesagten einzig die HWS-Verletzung des Beschwerdeführers unfallkausal ist, handelt es sich vorliegend jedoch nicht um den gleichen Gesundheitsschaden. Aus diesem Grund kann nicht auf die Einschätzung der Invalidenversicherung, wonach ein Invaliditätsgrad von 61 % gegeben ist, abgestellt werden (vgl. Urk. 1 S. 9). Dies ergibt sich auch aus dem Umstand, dass unfallbedingt und entgegen der Annahme des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 8) nicht von einer 50%igen, sondern von einer vollständigen behinderungsangepassten Arbeitsfähigkeit auszugehen ist (vgl. vorstehend Erw. 6.6).
7.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b, vgl. auch BGE 114 V 313 Erw. 3a).
7.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens stellt sich die Frage, was der Beschwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Dabei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b).
7.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens auf die Angaben der A.___ AG (Urk. 11/37 S. 2) und errechnete für das Jahr 2004 einen Betrag von Fr. 73'550.-- (Urk. 11/75 S. 2; Urk. 2 S. 7). Dies ist nicht zu beanstanden und im Übrigen unbestritten (vgl. Urk. 1 S. 8 unten f.).
7.5 Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin fünf DAP-Profile bei (Dokumentation über Arbeitsplätze; Urk. 11/72) und errechnete ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 50'535.-- (Urk. 2 S. 7). Nachdem es sich bei den verwendeten fünf Profilen um zumutbare Tätigkeiten handelt, die die körperlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend Erw. 6.6) berücksichtigen und die Profile Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe enthalten, erweist sich das Abstellen auf DAP-Profile als rechtsprechungskonform (BGE 129 V 472).
7.6 Nähme man zum Vergleich die Berechnung des hypothetischen Invalideneinkommens nach den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) vor, so ergäbe sich Folgendes:
Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 476 Erw. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die bis 1998 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41,9 Stunden, seit 1999 von 41,8 Stunden, seit 2001 von 41,7 und seit 2004 von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft 5/2006 S. 86 Tabelle B9.2; BGE 129 V 484 Erw. 4.3.2, 126 V 77 f. Erw. 3b/bb, 124 V 322 Erw. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 Erw. 2a).
Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechung zu tragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. In BGE 126 V 75 ff. hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die bisherige Praxis dahin gehend präzisiert, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-kategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen).
Angesichts der Zumutbarkeit einer 100%igen behinderungsangepassten Tätigkeit steht dem Beschwerdeführer eine breite Palette von Tätigkeiten offen. Es rechtfertigt sich daher, für die Bemessung des Invalideneinkommens auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors abzustellen (LSE 2004, Erste Ergebnisse, Tabellengruppe TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4).
Das im Jahr 2004 von Männern im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug Fr. 4'588.-- pro Monat (LSE 2004, Erste Ergebnisse, Tabelle TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4), mithin Fr. 55’056.-- pro Jahr (Fr. 4'588.-- x 12). Der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden angepasst ergibt dies den Betrag von Fr. 57'258.--  (Fr. 55’056.-- : 40 x 41,6). Nachdem der Beschwerdeführer gewisse Einschränkungen zu beachten hat (vgl. vorstehend Erw. 6.6), rechtfertigt sich ein behinderungsbedingter Abzug von 10 %. Somit ergäbe sich ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 51'532.-- (Fr. 57'258.-- x 0,9). Nachdem das aufgrund der DAP-Profile errechnete hypothetische Invalideneinkommen von Fr. 50'535.-- jedoch unbestritten ist (Urk. 1 S. 8), ist zugunsten des Beschwerdeführers auf dieses niedrigere Einkommen abzustellen.
7.7 Der Vergleich des hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 73'550.-- (vgl. vorstehend Erw. 7.4) mit dem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 50'535.-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 23'015.--. Dies entspricht einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von gerundet 31 % (BGE 130 V 121).

8.       Hinsichtlich der Höhe der Integritätseinbusse und -entschädigung stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Einschätzung von Kreisarzt Dr. H.___ vom 5. Oktober 2004 (Urk. 11/67), wonach die erlittene Wirbelsäulenfraktur massgebenden Referenzwert bilde, dies unter Hinterlassung einer Kyphose oder Skoliose unter 10° und Beschwerden in der Schmerzfunktionsskala ++. Demnach betrage der Integritätsschaden 10 % (Urk. 11/67).
Dr. H.___ stützte sich bei dieser Beurteilung auf die UVG-Feinrastertabelle Nr. 7.2 betreffend Integritätsschäden bei Wirbelsäulenaffektionen. Die Achsenabweichung von unter 10 ° wurde gemäss Dr. H.___ bildgebend begründet (Urk. 11/67). Die Schmerzfunktionsskala ++ bedeutet, dass es sich um geringe Dauerschmerzen handelt, die bei Belastung verstärkt werden und auch in Ruhe vorhanden sind. Dies entspricht dem von den Ärzten der Rehaklinik D.___ bezüglich der Halswirbelsäule erstellten Belastungsprofil, wonach ganztägig leichte Tätigkeiten mit gewissen Einschränkungen zumutbar sind (Urk. 11/46 S. 3). Nachdem in D.___ zudem eine Besserung der Belastbarkeit in dem Sinne erreicht werden konnte, dass der Beschwerdeführer für 30 Minuten in Bewegung sein kann, ohne eine Schmerzverstärkung zu erfahren (vgl. Urk. 11/46 S. 3 Mitte), erscheint die Einschätzung durch Dr. H.___ im oberen Bereich der Skala nicht als zu niedrig. Da die weiteren gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers unfallfremd sind (vgl. vorstehend Erw. 6.5), kommt eine höhere Integritätsentschädigung nicht in Betracht.

9.       Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Zusprache einer Rente ab 1. November 2004 basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 31 % sowie einer Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 10 % und somit der angefochtene Entscheid als rechtens erweisen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.


Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Das Verfahren ist kostenlos.
3.         Zustellung gegen Empfangsschein an:
- Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur
- Rechtsanwalt Mathias Birrer
- Bundesamt für Gesundheit
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.
Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).