Zürich Sozialversicherungsgericht

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Entscheide



UV.2006.00025

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Engler, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Weibel-Fuchs

Ersatzrichterin Arnold Gramigna

Gerichtssekretärin Randacher
Urteil vom 26. September 2006
in Sachen
B.___
 
Beschwerdeführer

gegen

Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft
Generaldirektion
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin


Sachverhalt:
1.       B.___, geboren 1952, arbeitete bei der A.___ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 26. Oktober 2004 zog er sich einen Meniskusriss links zu. Am 17. Dezember 2004 erfolgten eine Arthroskopie des linken Kniegelenks und die Resektion des medialen Meniskushinterhornes durch Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Chirurgie am Krankenhaus D.___, E.___ (Operationsbericht vom 18. Dezember 2004, Urk. 13/M4). Die Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft verneinte in der Folge mit Verfügung vom 22. Juli 2005 (Urk. 12/A30) ihre Leistungspflicht, da weder ein Unfall vorliege, noch die Voraussetzungen für die Übernahme als unfallähnliche Körperschädigung erfüllt seien. Dagegen erhoben B.___ (Urk. 12/A32) wie auch die F.___ als Krankenversicherer Einsprache (Urk. 12/A35), welche mit Entscheid vom 11. November 2005 (Urk. 2) abgewiesen wurden.

2.       Gegen diesen Einspracheentscheid erhob B.___ am 22. November 2006 Beschwerde (Urk. 1 und 7) und beantragte sinngemäss, die Beschwerdegegnerin habe die gesetzlichen Leistungen in Zusammenhang mit dem Unfall vom 26. Oktober 2004 zu erbringen.
Nachdem die Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft in ihrer Beschwerdeantwort vom 3. März 2006 (Urk. 11) um Abweisung der Beschwerde ersucht hatte, wurde der Schriftenwechsel mit Gerichtsverfügung vom 7. März 2006 (Urk. 14) als geschlossen erklärt.

3.       Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.


Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1     Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin eine gesetzliche Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 26. Oktober 2004 trifft.
1.2     Die Beschwerdegegnerin verneinte eine solche mit der Begründung, der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, das massgebende Geschehen klar und nachvollziehbar wiederzugeben. Dass er sich nicht im Detail erinnern könne, lasse den Schluss zu, dass es sich nicht um ein sinnfälliges Ereignis handeln könne. Es erscheine somit zwar möglich, dass die in Frage stehende Knieschädigung auf ein Unfallereignis oder allenfalls auf eine unfallähnliche Körperschädigung im Rechtssinn zurückzuführen sei; die von Gesetz und Rechtsprechung geforderten Voraussetzungen, insbesondere das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors im ersten und ein sinnfälliges Ereignis im zweiten Fall, seien jedoch nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben (Urk. 2 und 11).
1.3 Dagegen macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, ein Meniskusriss sei auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt. Es sei zudem nicht korrekt, nach über 7 1/2 Monaten nach dem Unfall und nach ursprünglicher Bestätigung der Leistungsübernahme neue Argumente vorzuschieben. Die Beschwerdegegnerin habe die Kosten der verordneten Physiotherapie daher zu übernehmen (Urk. 7).

2.
2.1     Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) werden die Versicherungsleistungen - soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt - bei Berufsunfällen, Nichtbetriebsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 404 Erw. 2.1).
2.2     Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherungen einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) Gebrauch gemacht und folgende, abschliessend aufgeführte Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt:
a.     Knochenbrüche;
b.     Verrenkungen von Gelenken;
c.     Meniskusrisse;
d.     Muskelrisse;
e.     Muskelzerrungen;
f.     Sehnenrisse;
g.     Bandläsionen;
h.     Trommelfellverletzungen.
2.3     Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat sich in BGE 129 V 466 erneut zu den Leistungsvoraussetzungen bei unfallähnlichen Körperschädigungen geäussert. Es hat dabei in Fortsetzung der Rechtsprechung (BGE 123 V 43 und RKUV 2001 Nr. U 435 S. 332) daran festgehalten, dass mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein müssen. Besondere Bedeutung kommt dabei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles. Wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor. Kein unfallähnliches Ereignis liegt in all jenen Fällen vor, in denen der äussere Faktor mit dem (erstmaligen) Auftreten der für eine der in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV enthaltenen Gesundheitsschäden typischen Schmerzen gleichgesetzt wird. Auch nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors, wenn das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben in der Lage ist; denn für die Bejahung eines äusseren, auf den menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Wer hingegen beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen und so weiter einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Erfüllt ist demgegenüber das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, also im Sinne der bisherigen Rechtsprechung das plötzliche Aufstehen aus der Hocke, die heftige und/oder belastende Bewegung und die durch äussere Einflüsse unkontrollierbare Änderung der Körperlage im Sinne der von der Rechtsprechung positiv beurteilten Sachverhalte, woran festzuhalten ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 11. Dezember 2003 in Sachen Helsana Versicherungen AG gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, U 159/03).
         Im bereits erwähnten Entscheid BGE 129 V 468 Erw. 4.1 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht seine Rechtsprechung zur unfallähnlichen Körperschädigung in Bezug auf die einzelnen „sinnfälligen Vorfälle“ kasuistisch zusammengestellt. Das Gericht hat das Vorliegen eines äusseren Faktors (neben den bereits oben erwähnten) insbesondere auch in folgenden Fällen bejaht (Fundstellennachweise in BGE 129 V 468 Erw. 4.1): Fehlschlag beim Fussballspiel; Aufheben oder Abstellen von Gewichten von 40 bis 50 kg; Verschieben eines schweren Wäschekorbes mit dem linken Fuss; Sprung von einer Verpackungskiste; Misstritt beim Volleyballspiel mit einschiessendem Zwick im linken Knie; Sprung aus einer Höhe von 60 cm aus einem Bahngepäckwagen; Zerrung der Adduktorenmuskeln im Rahmen eines Fussballtrainings; brüskes Umdrehen beim Kochen in Richtung Küchenschrank mit einschiessenden Schmerzen im Knie; Verstauchung des Knöchels als Folge einer Rotationsbewegung. Hingegen verneinte das Eidgenössische Versicherungsgericht das Vorliegen eines äusseren Faktors etwa bei vermehrter Arbeitsbelastung, die zu einer kontinuierlichen Zunahme und Verschlechterung von Kniebeschwerden führten, bei wiederholten Anstrengungen (Arbeiten mit Hammer oder Bohrer) und beim Auftreten von Schmerzen „nachts bei Drehbewegungen und nach längerem Gehen“.
2.4 Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 47 Erw. 2a, 115 V 143 Erw. 8c mit Hinweis).

3.
3.1     In der Unfallmeldung vom 14. November 2004 (Urk. 12/A1) wurde der Vorfall vom 26. Oktober 2004 folgendermassen geschildert: „Durch plötzliche, unerwartete Laufbewegung erfolgt in Zürich Kreis 2, als ich mich auf dem Weg befand Richtung Geschäft.“ Im Schreiben vom gleichen Tag führte der Beschwerdeführer Folgendes aus: „Plötzliche falsche Bewegung Verlagerung eines geschädigten Meniskus(teils) dessen Belastungszone des Kniegelenks. Dies danach mit Schmerz und Bewegungssperre blockiert (Urk. 12/A2)".
3.2 Anlässlich des Telefonats vom 16. November 2004 mit der Beschwerdegegnerin gab der Beschwerdeführer an, er werde demnächst einen Unfall melden. Der Arzt habe ihm gesagt, dass dies ein Unfall sei. Er habe sich den Meniskus verletzt und werde Anfangs Dezember 2004 operiert. Er sei von zu Hause zur Arbeit gegangen, als er plötzlich Knieschmerzen verspürt habe. Er habe sich irgendwie das Knie verdreht oder verrenkt. Er könne sich nicht mehr genau daran erinnern. Das Gelände von seiner Wohnung zum Bahnhof verlaufe leicht abwärts (Urk. 12/A3).
3.3     Im Arztzeugnis vom 29. November 2004 über die Erstbehandlung vom 1. November 2004 gibt Dr. med. G.___, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, bes. Rheumatologie, folgenden Unfallhergang an: „Am 26.10.04 Misstritt im schnellen Lauf zur Arbeit, plötzlich auftretender Schmerz im linken Kniegelenk". Als Diagnose nennt sie einen Meniskusriss medial am linken Kniegelenk (Urk. 13/M1).
3.4     Im ärztlichen Bericht vom 12. Dezember 2004 (Urk. 13/M3) diagnostiziert Dr. C.___ eine mediale Meniskusläsion links und beschreibt den Unfallhergang gemäss den Angaben des Beschwerdeführers wie folgt: „Erstmaliges Auftreten innenseitiger Knieschmerzen links beim gewöhnlichen Geradeausgehen, ohne äusseren Anlass, vor etwa anderthalb Wochen, mit stetiger Zunahme der Schmerzintensität in den folgenden drei Tagen".
         Im Operationsbericht vom 18. Dezember 2004 (Urk. 13/M4) diagnostiziert Dr. C.___ eine mediale Meniskusläsion links sowie eine Chondromalazie Grad II am medialen Femurkondyl. Aspektmässig zeitlich zurückliegender, d.h. partiell vernarbter Abriss des medialen Meniskus-Hinterhornes, mit Umschlagen des desinserierten Hinterhornes auf die Oberfläche des dorsalen Meniskussegmentes. Der übrige mediale Meniskus sei intakt. Es bleibe fraglich, ob die relativ kleine Läsion im Bereiche des medialen Meniskushinterhorns und die Chondromalazie am medialen Femurkondyl die Beschwerden ausreichend zu erklären vermögen.
3.5     In der Beschwerdeschrift vom 22. Januar 2006 (Urk. 7) führt der Beschwerdeführer nun sinngemäss Folgendes zum Unfallereignis an: Als er vom Strassenrand auf die Strasse getreten sei, habe er mit dem Fuss schräg auf einer Dole aufgesetzt, die sich nicht auf der gleichen Ebene wie der Boden befunden habe. Dieser Unfall habe sich an der Kreuzung Bederstrasse/Bürglistrasse im Kreis 2 in Zürich ereignet. Daraufhin habe er Schmerzen im linken Knie verspürt, als würde auf der linken und rechten Seite des Knies je ein Knochen kurz herausstossen. Dies sei sehr rasch erfolgt und ihm sei kurz schlecht geworden. Nach zwei bis drei Minuten habe er versucht weiterzulaufen, was starke Schmerzen im Knie hervorgerufen habe.

4.
4.1     Dass das Ereignis vom 26. Oktober 2004, bei welchem sich der Beschwerdeführer eine Meniskusläsion zuzog, welche operativ behandelt werden musste, nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG qualifiziert werden kann, da es am Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors als Auslöser für die Gesundheitsschädigung fehlt, ist unbestritten. Darauf braucht somit nicht weiter eingegangen zu werden.
4.2     Auch zur Bejahung einer unfallähnlichen Körperschädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV müssen mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Tatbestandsmerkmale der Unfallbegriffs erfüllt sein.
Die Ausführungen des Beschwerdeführers zum Unfallhergang sind nicht einheitlich. In der Unfallmeldung vom 14. November 2004 (Urk. 13/A1) machte er eine plötzliche, unerwartete Laufbewegung geltend. Eine plötzliche falsche Bewegung führt er auch im Schreiben vom 14. November 2004 (Urk. 13/A2) an. Im Telefonat mit der Beschwerdegegnerin (Urk. 13/A3) sprach er ebenfalls von einem Verdrehen oder Verrenken des Knies, wobei er sich nicht mehr genau daran erinnern könne. Dr. G.___ zitiert einen Misstritt im schnellen Lauf zur Arbeit (Urk. 13/M1) und Dr. C.___ ein erstmaliges Auftreten innenseitiger Knieschmerzen links beim gewöhnlichen Geradeausgehen, ohne äusseren Anlass (Urk. 13/M3). Bei all diesen Schilderungen fehlt es an der Voraussetzung eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles. Erst anlässlich der Beschwerde ans hiesige Gericht führt der Beschwerdeführer ein schräges Auftreten mit dem linken Fuss auf eine über dem Boden liegende Dole auf, was allenfalls einem Misstritt gleichgestellt werden könnte und eventuell einem äusseren Ereignis entsprechen würde. Die Tatsache aber, dass der Beschwerdeführer erst nach mehr als zwei Jahren den Hergang so detailliert wiedergibt, lässt hingegen Zweifel an dieser Schilderung aufkommen. Es erscheint genauso wahrscheinlich, dass ursprünglich keine besondere Begebenheit zu den plötzlichen Knieschmerzen geführt hat und der Beschwerdeführer erst in Kenntnis der einschlägigen Rechtsprechung den Vorgang entsprechend ausgestaltet hat, weshalb er einen unfallähnlichen Vorfall im Ergebnis nicht glaubhaft darlegen konnte.
4.3     Im Weiteren sprechen denn sowohl die Chondromalazie Grad II am medialen Femurkondyl wie auch die Tatsache eines bei der Operation festgestellten aspektmässig zeitlich zurückliegenden, d.h. partiell vernarbten Abrisses des Hinterhorns (vgl. Urk. 13/M4) für eine vorbestehende Schädigung und nicht für einen sinnfälligen Vorfall am 26. Oktober 2004, wenngleich der Beschwerdeführer angibt, davor nie unter Kniebeschwerden gelitten zu haben, denn eine plötzliche Symptomatik ohne programmwidrigen Bewegungsablauf reicht nicht aus, eine Leistungspflicht der Unfallversicherung zu begründen.
4.4     Nichts zu ändern vermag an diesem Ergebnis auch, dass die Beschwerdegegnerin zuerst Leistungen ausgerichtet zu haben scheint, da sie damit nicht ihre grundsätzliche Leistungspflicht anerkannt hat und es ihr vorbehalten bleibt, bei weitergehenden Forderungen die Gewährung zusätzlicher Leistungen zu verweigern, falls die späteren Abklärungen das Fehlen eines Unfalltatbestandes ergeben.

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist, dass die Meniskusläsion auf einen unfallähnlichen Vorfall zurückzuführen ist, wofür der Beschwerdeführer die Beweislast trägt. Die Beschwerdegegnerin ist daher nicht leistungspflichtig, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

Das Gericht erkennt:
1.         Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.         Das Verfahren ist kostenlos.
3. Zustellung gegen Empfangsschein an:
- B.___
- Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft
- Bundesamt für Gesundheit
- F.___ Krankenversicherung
4.         Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden.
Die Beschwerdeschrift ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der beschwerdeführenden Person oder ihres Vertreters zu enthalten; die Ausfertigung des angefochtenen Entscheides und der dazugehörige Briefumschlag sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die beschwerdeführende Person sie in Händen hat (Art. 132 in Verbindung mit Art. 106 und 108 OG).