Zürich Sozialversicherungsgericht

kantone/zh_sozverger/UV.2012.00250.html 

Entscheide




Sozialversicherungsgericht

des Kantons Zürich


UV.2012.00250




IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichterin Philipp

Sozialversicherungsrichter Vogel

Gerichtsschreiber Wyler

Urteil vom 26. Mai 2014

in Sachen

X.___

Beschwerdeführer


vertreten durch Rechtsanwalt Markus Bischoff

Schifflände 22, Postfach 126, 8024 Zürich


gegen


Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

Rechtsabteilung

Postfach 4358, 6002 Luzern

Beschwerdegegnerin




Sachverhalt:

1.

1.1Der 1948 geborene X.___ war als Spartenleiter bei der Y.___ angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 27. November 1996 bei einem Fussballspiel mit dem gegnerischen Torwart zusammenstiess (Unfallmeldung vom 28. November 1996, Urk. 9/1). Die am 28. November 1996 erstbehandelnde Dr. med. Z.___, Fachärztin FMH für Chirurgie, diagnostizierte eine Prellung und Distorsion des rechten Knies mit teilweiser oder totaler Ruptur des vorderen bzw. hinteren Kreuzbandes (Arztzeugnis vom 13. Dezember 1996, Urk. 9/2). Dr. med. A.___, Oberarzt Orthopädie der B.___, an welchen Dr. Z.___ den Versicherten überwies, diagnostizierte eine Zerrung des Zentralpfeilers Knie rechts (Bericht vom 21. Februar 1997, Urk. 9/5/1). Im Frühjahr 1997 schloss die SUVA den Fall folgenlos ab (vgl. Schreiben von X.___ vom 3. April 1997, Urk. 9/6).

Am 25. Mai 1998 liess X.___ der SUVA einen Rückfall melden (Urk. 9/7). Nach Durchführung medizinischer Behandlungen wurde der Fall erneut folgenlos abgeschlossen (vgl. Urk. 1 S. 2 und Urk. 2 S. 2).

1.2Am 14. August 2003 zog sich X.___, welcher weiterhin bei der Y.___ tätig und bei der SUVA obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert war, beim Tennisspielen einen Riss im Hinterhornbereich des medialen Meniskus Kniegelenk links zu. Am 1. Dezember 2004 führte Dr. med. C.___, Leitender Arzt Orthopädie der B.___, eine Arthroskopie und transarthroskopische Teilmeniskusentfernung im Hinterhorn medial Kniegelenk links durch (Unfallmeldung vom 20. Oktober 2004, Urk. 10/1, und Operationsbericht vom 2. Dezember 2004, Urk. 10/7). Am 11. Oktober 2006 wurde X.___ bei schmerzhafter Varusgonarthrose durch Dr. C.___ eine Innex-Knieprothese links implantiert (Operationsbericht vom 11. Oktober 2006, Urk. 10/24). X.___ löste sein Arbeitsverhältnis mit der Y.___ im gegenseitigen Einvernehmen per 31. August 2007 auf (EMail der Arbeitgeberin vom 7. Juni 2007, Urk. 10/54). Mit Verfügung vom 11. September 2007 (Urk. 10/72) sprach die SUVA X.___ betreffend das linke Knie eine auf einer Integritätseinbusse von 30 % basierende Entschädigung zu. Gleichentags teilte sie ihm mit, dass sie die Taggeldleistungen per 31. August 2007 einstelle (Urk. 10/71). Per 7. Januar 2008 trat X.___ eine Stelle bei der D.___ an (Anstellungsvertrag vom 7. Januar 2008, Urk. 10/75). Mit Schreiben vom 4. April 2008 (Urk. 10/77) verneinte die SUVA die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Invalidenrente und stellte die Heilkostenleistungen ein. Das Arbeitsverhältnis mit der D.___ endete aufgrund des Konkurses der Arbeitgeberin im April 2009 (Urk. 1 S. 3 und Urk. 2 S. 2).

1.3Mit Schreiben vom 18. Juni 2009 (Urk. 9/15) teilte Prof. h.c. PD Dr. med. E.___, Chefarzt Orthobiologie und Knorpelregeneration der B.___, der SUVA mit, dass X.___ über belastungsabhängige Kniegelenksbeschwerden rechtsbetont medial sowie im patellofemoralen Gelenkabschnitt mit Ergussbildung und blockadeähnlichen Zuständen klage. Am 14. September 2009 führte Dr. C.___ eine Arthroskopie, eine transarthroskopische Teilmeniskusentfernung medial im Hinterhorn und eine Knorpelglättung im femoropatellaren Gleitlager des rechten Kniegelenks durch (Operationsbericht vom 14. September 2009, Urk. 9/19). Die SUVA erachtete diese Operation als Folge des Unfalls vom 27. November 1996. Entsprechend kam sie hierfür (Urk. 9/17) und für weitere Heilbehandlungskosten auf und erbrachte Taggeldleistungen. Am 23. November 2010 wurde X.___ bei diagnostizierter schmerzhafter Gonarthrose rechts eine Innex-Knieprothese implantiert (Operationsbericht vom 23. November 2010, Urk. 9/69). Am 2. Februar 2012 teilte die SUVA X.___ mit, dass sie ihre Heilungskosten- und Taggeldleistungen per 28. Februar 2012 einstelle (Urk. 9/116). Mit Verfügung vom 11. Juli 2012 (Urk. 9/132) sprach die SUVA X.___ für die aus dem Unfall vom 27. November 1996 verbliebenen Beeinträchtigungen im rechten Knie eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 30 % zu und verneinte die Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Invalidenrente mit der Begründung, es liege weder eine wesentliche Behinderung noch eine unfallbedingte Erwerbseinbusse vor. Hiergegen erhob X.___ am 4. September 2012 Einsprache (Urk. 9/136) und beantragte, es sei ihm ab 1. März 2012 eine Invalidenrente von mindestens 30 % auszurichten. Die SUVA wies die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 24. September 2012 ab (Urk. 2).


2.Hiergegen erhob X.___ am 24. Oktober 2012 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es seien der angefochtene Einspracheentscheid und die Verfügung vom 11. Juli 2012 aufzuheben und es sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Festsetzung einer Invalidenrente ab 1. März 2012 zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2013 (Urk. 8) auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer reichte am 6. Februar 2013 eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort ein (Urk. 12), welche der Beschwerdegegnerin am 8. Februar 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 14).


3.Mit Verfügungen vom 11. September 2013 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Beschwerdeführer von April 2010 bis Januar 2011 eine halbe und von Februar 2011 bis März 2012 eine ganze Rente zu, wobei die Leistungen infolge verspäteter Anmeldung erst mit Wirkung ab 1. August 2010 ausgerichtet werden. Die vom Beschwerdeführer hiergegen am 1. Oktober 2013 erhobene Beschwerde (Prozess Nr. IV.2013.00882) wurde mit heutigem Urteil insoweit gutgeheissen, als dem Beschwerdeführer bis 30. April 2012 eine ganze Rente zugesprochen wurde; im Übrigen wurde der angefochtene Entscheid bestätigt.


4.Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.



Das Gericht zieht in Erwägung:

1.

1.1Der Beschwerdeführer lässt zur Begründung seiner Beschwerde vorbringen (Urk. 1 und Urk. 12), DrC.___ habe im April 2012 eine erhebliche Zunahme der Beschwerden diagnostiziert, wobei er darauf gehofft habe, der Spontanverlauf werde eine Besserung bringen, was bis heute nicht geschehen sei. Die Beschwerden verhinderten eine längere Belastung des rechten Knies. Es sei somit offensichtlich, dass der Endzustand noch nicht eingetreten sei.

Falls der Fall abgeschlossen werde, sei ihm eine Rente zuzusprechen. Wenn sich im Knie, wie von Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, festgehalten, bereits am frühen Vormittag ein Erguss bilde, könne das Knie nicht länger belastet werden. Auch das ständige Sitzen führe zu einem Erguss. Einzig das Hochlagern könne dies verhindern. Wer sein Bein aber ständig hochlagern müsse, sei auch für einen Büroarbeitsplatz mehr als eingeschränkt.

Aus seiner Biographie ergebe sich, dass er lange Zeit in der Geschäftsleitung einer grossen Elektrofirma, der Y.___, gearbeitet habe. Dort sei er von 1972 bis 2007 tätig gewesen und habe sich in die Geschäftsleitung hochgearbeitet. Die Tätigkeit bei der D.___ habe dagegen nur einen Zeitraum von etwa 14 Monaten umfasst. Danach sei er wegen des Konkurses der Firma arbeitslos geworden. Für den Betätigungsvergleich sei somit jene Tätigkeit heranzuziehen, welche für ihn lebensprägend gewesen sei. Diese Position habe es sich mit sich gebracht, dass er als Kadermitglied stets auch für Akquisition, Bauüberwachung und Baukontrolle die volle Verantwortung inne gehabt habe. Dies habe bedingt, dass er sich vor dem Erstellen eines Devis auf die Baustelle begeben und sich dort mit den Bauherren/Bauleitern zu Sitzungen habe treffen müssen. Sodann habe er die Arbeiten seines Unternehmens auf dem Bau überwachen und sich deswegen immer vor Ort mit den Zuständigen treffen müssen. Er gehe davon aus, dass er etwa zwei Drittel der Arbeitszeit im Büro und einen Drittel auf der Baustelle verbracht habe.

Das Arbeitsprofil bei der D.___ sei entgegen der Ansicht von Kreisarzt Dr. F.___ dasselbe wie bei der Y.___ gewesen. Auch dort habe er auf den Baustellen präsent sein müssen. Eine Tätigkeit in der Geschäftsleitung sei zwar im schriftlichen Arbeitsvertrag vorgesehen gewesen. Nach Antritt der Stelle habe er sich jedoch geweigert, in die Geschäftsleitung einzutreten, weil ihm dies zu riskant gewesen sei. Er sei deshalb als Berater und Baustellenkontrolleur eingesetzt worden.

Völlig unbeachtet lasse die Beschwerdegegnerin den Umstand, dass auch am linken Knie eine Einschränkung vorliege. Der Kreisarzt habe am 29. Juli 2010 festgestellt, dass er verschiedensten Einschränkungen unterliege. Auch bei reinen Büroarbeiten liege eine Verlangsamung vor. Darauf werde im Bericht von DrF.___ mit keinem Wort Bezug genommen. Wenn nun aber eine zusätzliche Behinderung im linken Knie hinzukomme, müsse dies zu einer zusätzlichen Verlangsamung führen. Auch aus diesem Grund liege eine rentenbegründende Einschränkung der Erwerbsfähigkeit vor.

1.2Die Beschwerdegegnerin bringt hiergegen vor (Urk. 2 und Urk. 8), Dr. C.___ habe mit Bericht vom 5. Dezember 2011 festgestellt, dass die Behandlung in der B.___ abgeschlossen werden könne. Zum selben Ergebnis sei Kreisarzt Dr. F.___ am 11. Januar 2012 gelangt. Der Fallabschluss sei somit nicht verfrüht erfolgt.

Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers beeinträchtige ein Streckausfall (von 10°) des Knies die Arbeitsfähigkeit in seinem bisherigen Beruf nicht; ebenso wenig schränke ein Erguss – sofern er überhaupt täglich auftrete die Arbeitsfähigkeit als Berater in der Elektrobranche ein. Dafür sei der Beschwerdeführer mit der ihm zugesprochenen Integritätsentschädigung von zweimal 30 % entschädigt worden. Die von Kreisarzt Dr. F.___ beschriebene zumutbare Tätigkeit decke sich vollumfänglich mit der vom Beschwerdeführer früher ausgeübten Tätigkeit bei der D.___. Diese Tätigkeit und nicht die zuvor bei der Y.___ ausgeübte sei für die Bestimmung der Arbeitsfähigkeit massgebend. Bei der D.___ habe der Beschwerdeführer im Wesentlichen im Büro gearbeitet. Dies habe er selber so gegenüber Kreisarzt Dr. F.___ gesagt.

Selbst wenn eine leichte Verlangsamung bei einer Bürotätigkeit vorliegen sollte, wäre dies nicht relevant, weil eine solche nicht zu einer Invalidität von mindestens 10 % führen würde. Bei einer Bürotätigkeit werde überwiegend mit dem Kopf gearbeitet, eine gewisse körperliche Einschränkung könne nur marginal als einkommensrelevant berücksichtigt werden.


2.

2.1Der Fallabschluss durch die obligatorische Unfallversicherung - und damit verbunden die Prüfung des Anspruchs auf Rente und Integritätsentschädigung - hat in dem Zeitpunkt zu erfolgen, in welchem von der Weiterführung der medizinischen Massnahmen keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist (Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG).

2.2Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG).

2.3Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).

Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).


3.

3.1Folgende Arztberichte, welche für die Beurteilung der strittigen Fragen von Belang sind, liegen vor:

3.2Kreisarzt Dr. G.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, hielt mit Bericht vom 29. Juli 2010 (Urk. 10/78) fest, beim Unfall vom 27. November 1996 habe sich der Beschwerdeführer eine Schädigung beider Kreuzbänder des rechten Knies zugezogen. Langsam habe sich eine Arthrose entwickelt. Im Jahr 2009 sei diese ausgeprägt gewesen, wobei vor allem das mediale Kompartiment betroffen gewesen sei, wie sich dies bei einer Arthroskopie am 14. September 2009 bestätigt habe. Es sei eine gereizte Gonarthrose geblieben. Heute sei am rechten Knie das Bewegungsumfeld ansprechend, die Muskulatur gut. Es liege ein geringer Reizzustand vor. Radiologisch seien die Veränderungen deutlich. Die Schmerzhaftigkeit halte sich in Grenzen, so dass der Beschwerdeführer vorerst von einer endoprothetischen Versorgung absehen möchte. Diese könne ihm offeriert werden, die Voraussetzungen dazu seien gegeben.

Im linken Knie liege eine Endoprothese, die gut funktioniere. Für die Belastbarkeit des Beschwerdeführers sei diese nicht limitierend.

Die jetzige Situation sei einigermassen stabil, gegenüber den Untersuchungen im November 2009 hätten sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben, die mögliche Belastbarkeit sei deshalb geschätzt. Versicherungstechnisch werde man zum Abschluss schreiten, bei Bedarf könne ein Rückfall gemeldet werden, um die Endoprothese zu implantieren.

Aktuell komme für den Beschwerdeführer nur eine Bürotätigkeit in Frage. Stehen und Gehen sei manchmal bis 15 Minuten, Begehen von Treppen selten möglich. Kauern, Knien, Erklettern von Leitern und Gehen in unwegsamem Gelände sei ihm nicht möglich. Beim Sitzen seien Zwangsstellungen für die Knie nicht möglich, ein etwa stündliches Vertreten der Beine müsse möglich sein. Tragen von Lasten sei bis 10 Kilogramm in der Ebene über kurze Strecken zumutbar. Unter diesen Voraussetzungen dürfe ein etwa achtstündiger Einsatz erwartet werden. Eine leichte Verlangsamung sei zu akzeptieren, da sich der Beschwerdeführer nach dem Sitzen nur langsam erheben könne und auch beim Anlaufen zuerst einige Schritte sehr langsam machen müsse. Bis auf Weiteres brauche er Antirheumatika. Wie gesagt, werde die Endoprothese zum Zeitpunkt der Wahl eingebaut.

3.3Dr. C.___ teilte der Beschwerdegegnerin am 18. April 2011 mit (Urk. 9/88), fünf Monate nach der Implantation einer Innex-Knieprothese rechts berichte der Beschwerdeführer subjektiv, dass der Verlauf ähnlich sei wie seinerzeit am linken Kniegelenk. Es beständen noch gewisse Restbeschwerden auf der medialen Seite sowie ein leichter Erguss. Der Beschwerdeführer mache Physiotherapie und Lymphdrainage. Zurzeit sei er noch zu 100 % arbeitsunfähig. Ob der Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit erreiche und in welchem Ausmass, müsse vorerst abgewartet werden. Um diesbezüglich verbindliche Aussagen machen zu können, müsse mindestens das Jahresergebnis abgewartet werden.

3.4Der Beschwerdeführer wurde am 9. Juni 2011 von Kreisarzt Dr. G.___ untersucht. Mit Bericht vom 10. Juni 2011 (Urk. 9/92) erklärte dieser, beim Beschwerdeführer bestehe eine beidseitige Gonarthrose. Links sei im Jahr 2006 eine Endoprothese implantiert worden. Rechts sei die Prothesenimplantation am 23. November 2010 erfolgt. Während betreffend das linke Knie ein erfreuliches Resultat vorliege, sei der Verlauf betreffend das rechte Knie enttäuschend. Es bestehe im rechten Knie ein Reizzustand. Das Knie sei leicht überwärmt. Ein deutlicher Erguss sei vorhanden. Es beständen ein Streckdefizit von 15°, ein ausgeprägter Anlauf- und ein mässiger Belastungsschmerz. Entsprechend stark limitiert sei die Gehfähigkeit. Sogar im Sitzen beständen etwas Beschwerden. Das Bein müsse sorgfältig gelagert werden. Die Ursache des Reizzustandes sei nicht klar. Eine bakterielle Ursache sei wenig wahrscheinlich. Er kenne allerdings die Laborparameter nicht. In einem ersten Ansatz würde er für eine vorerst begrenzte Zeit statt des Dafalgans ein nichtsteroidales Antirheumatikum einsetzen. Um das Gehen zu erleichtern, solle der Beschwerdeführer einen linksgeführten Stock verwenden. So werde man etwa zwei Monate beobachten müssen, bevor eine tiefgreifende Suche nach der Ursache des unbefriedigenden Resultats eingeleitet werde. Aktuell könne vom Beschwerdeführer lediglich halbtags eine reine Bürotätigkeit erwartet werden.

3.5DrC.___ berichtete der Beschwerdegegnerin am 5. Dezember 2011 (Urk. 9/110), dem Beschwerdeführer werde noch eine Lymphdrainage-Verordnung abgegeben, um die restliche Schwellung des rechten Kniegelenks zu behandeln. Grundsätzlich könne aber trotzdem die Behandlung bei ihnen jetzt abgeschlossen werden. Der Beschwerdeführer solle sich melden, falls im Frühjahr 2012 immer noch irgendwelche störenden Restbeschwerden vorhanden sein sollten.

3.6Am 11. Januar 2012 wurde der Beschwerdeführer von Kreisarzt Dr. F.___ untersucht. Dieser hielt hierzu mit Bericht vom gleichen Tag fest (Urk. 9/112), bezüglich des linken Knies ergäben sich keine Veränderungen im Vergleich mit der kreisärztlichen Untersuchung vom 11. Juni 2007: Bei Zustand nach Implantation einer Endoprothese am 11. Oktober 2006 finde sich ein sehr günstiges Behandlungsergebnis. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und des Integritätsschadens blieben gleich. Bezüglich des linken Knies sei auch keine Behandlung notwendig, hingegen seien postoperative Kontrollen im Abstand von Jahren zu übernehmen und das Rückfallrecht bestehe selbstverständlich weiterhin.

Betreffend das rechte Knie zeige die klinische Untersuchung ein wechselnd ausgeprägtes Schonhinken rechts mit einer Behinderung beim Treppensteigen. Teile des gezeigten Verhaltens wirkten aber deutlich demonstrativ. Objektiv zeige sich ein Streckausfall im rechten Knie von 10° bei einer günstigen Flexion von 125°. Bei der Untersuchung am frühen Vormittag sei der Erguss auf 25 bis 30 Milliliter geschätzt worden. Die ligamentäre Stabilität des Knies sei gut. Klinisch bestehe eine leichte Varusstellung. Das Ausmass sei auch radiologisch schwierig zu messen. Nach radiologischen Kriterien seien die Implantate stabil. Annähernd 14 Monate nach der Implantation der Endoprothese sei der Zustand seit längerer Zeit stabil. Die Voraussetzungen für den Fallabschluss seien erfüllt. Er vermöge keine erfolgsversprechenden Behandlungsmöglichkeiten anzugeben. Insbesondere müsse der mässige Streckausfall akzeptiert werden. Die vom Beschwerdeführer wegen der Kniegelenke benötigten Schmerzmittel seien weiterhin zu übernehmen.

Eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit, gelegentlich etwas aufzustehen und herumzugehen und vor allem ohne die Notwendigkeit einer fixierten Flexionshaltung beider Kniegelenke sei dem Beschwerdeführer vollzeitlich zumutbar. Die früher geleistete Arbeit sei entsprechend wieder vollzeitlich möglich.

3.7DrC.___ führte am 30. Mai 2012 zuhanden der Beschwerdegegnerin aus (Urk. 9/129), nachdem am 16. Mai 2012 ein Szintigramm erstellt worden sei, empfehle er, den weiteren Spontanverlauf abzuwarten und im November 2012 die nächste klinische und radiologische Kontrolle durchzuführen. Solange sich im Röntgenbild nichts abzeichne und die subjektiven Beschwerden es zuliessen, sollte aus dem Szintigrafiebefund vorerst keine weitere therapeutische Konsequenz gezogen werden.

3.8Am 22. Oktober 2012 erklärte Dr. C.___ auf Frage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (Urk. 9/142), vor allem wegen des rechten Kniegelenks müsse der Beschwerdeführer immer wieder die Beine hochlagern. Die Intervalle zwischen hochlagern und nicht hochlagern würden etwa 30 bis 60 Minuten betragen. Baustellenbesuche seien so nicht möglich. Der Beschwerdeführer könne nicht ganztägig sitzende oder stehende Tätigkeiten ausüben. Nach seinen eigenen Angaben vermöge er je eine halbe Stunde stehen und sitzen. Er müsse dann aber wieder die Position wechseln. Auf unebenem Gelände fortbewegen und uneingeschränkt Treppensteigen auf Baustellen könne er mit Sicherheit bis auf Weiteres nicht.


4.

4.1Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Entscheid vom 24. September 2012 (Urk. 2) betreffend Fallabschluss und Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Wesentlichen auf den Bericht von Dr. F.___ vom 11. Januar 2012 (E. 3.6; vgl. Urk. 2 E. 3 f).

Es bestehen keine Indizien, welche gegen die Beweistauglichkeit der medizinischen Einschätzung von Dr. F.___ sprechen würden (vgl. E. 2.3). Vielmehr erfüllt sein Bericht die rechtsprechungsgemässen Anforderungen, welche an beweistaugliche medizinische Berichte gestellt werden: Der Bericht ist für die streitigen Belange umfassend, er beruht auf eingehender Untersuchung, er berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden, er ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden, er leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).

Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 4-5) ist nicht widersprüchlich, dass Dr. F.___ dem Beschwerdeführer trotz der Einnahme von Schmerzmitteln und des vorhandenen Ergusses für eine sitzende Tätigkeit grundsätzlich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hat. Dr. F.___ hält nämlich ausdrücklich fest, dass eine sitzende Tätigkeit dem Beschwerdeführer nur zumutbar sei, wenn die Möglichkeit bestehe, gelegentlich aufzustehen und herumzugehen und wenn nicht notwendig sei, eine fixierte Flexionshaltung einzunehmen (S. 9). Durch das Vermeiden der Flexionshaltung liegt keine dauernde Belastung des Knies vor. Einem Versicherten ist es zudem im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht grundsätzlich zumutbar, zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit in einem gewissen Umfang Schmerzmittel einzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_31/2008 vom 2. Juli 2008 E. 5.2.1.3).

Betreffend den Einwand des Beschwerdeführers, Dr. F.___ habe bei seiner Einschätzung nicht berücksichtigt, dass gemäss Bericht von Kreisarzt Dr. G.___ vom 29. Juli 2010 bereits aufgrund der Beeinträchtigung des linken Knies eine Verlangsamung bestehe, gilt es darauf hinzuweisen, dass Dr. G.___ in seinem Bericht für das linke Knie keine Einschränkung festhielt (E. 3.2, Urk. 10/78 S. 4): „Im linken Knie liegt eine Endoprothese die gut funktioniert, (die) für die Belastbarkeit des Patienten nicht limitierend ist.“ Die von Dr. G.___ festgehaltene Einschränkung bezog sich auf das rechte Knie. Dass Dr. F.___ hierzu rund anderthalb Jahre später und nach Implantation einer Endoprothese zu einer anderen Einschätzung gelangt, ist schlüssig und bedarf keiner Weiterungen.

4.2

4.2.1Die Übrigen sich in den Akten befindenden Berichte vermögen die Einschätzung von Dr. F.___ nicht in Frage zu stellen.

4.2.2Die Einschätzung von Dr. C.___ im Bericht vom 18. April 2011 (E. 3.3), dass der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig sei, steht nicht im Widerspruch zur Einschätzung von Dr. F.___ bzw. der Beschwerdegegnerin, ging doch die Beschwerdegegnerin für den damaligen Zeitraum auch von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus.

4.2.3Analoges gilt für den Bericht von Dr. G.___ vom 10. Juni 2011 (E. 3.4), hat die von Dr. F.___ am 11. Januar 2012 attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit doch erst ab Untersuchungsdatum Gültigkeit und erachtete er auch erst ab dann den Endzustand als erreicht.

4.2.4Im Bericht vom 5. Dezember 2011 (E. 3.5) äusserte sich Dr. C.___ nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Es geht aus diesem Bericht jedoch hervor, dass er bereits im Dezember 2011, also rund einen Monat vor der abschliessenden Untersuchung durch Dr. F.___, grundsätzlich davon ausging, dass die Behandlung abgeschlossen und somit der Endzustand erreicht sei.

Auch aus dem Bericht von Dr. C.___ vom 30. Mai 2012 gehen keine Anhaltspunkte hervor, dass der Endzustand noch nicht erreicht sei (E. 3.7). Die Tatsache, dass Dr. C.___ noch Beschwerden festhielt, steht dem Fallabschluss nicht entgegen. Massgebend für den Fallabschluss ist nicht, ob noch Beschwerden vorliegen, sondern ob noch eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (vgl. E. 2.1). Dies bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 4.3). Dass eine solche Verbesserung des Gesundheitszustandes zu erwarten sei, hält Dr. C.___ nicht fest, vielmehr erklärt er, dass von weiteren Behandlungsmassnahmen abzusehen sei.

4.2.5Die Feststellung von Dr. C.___ im Bericht vom 22. Oktober 2012 (E. 3.8), dass der Beschwerdeführer immer wieder die Beine hochlagern müsse, steht in Übereinstimmung mit der Einschätzung von Dr. F.___ vom 11. Januar 2012, hielt dieser doch fest, dass der Beschwerdeführer nur eine sitzende Tätigkeit ausüben könne, bei welcher keine Notwendigkeit für eine fixierte Flexionshaltung bestehe. Auch Dr. F.___ geht davon aus, dass der Beschwerdeführer nicht ganztags eine rein sitzende oder stehende Tätigkeit ausüben kann. Eine sitzende Tätigkeit ist ihm nur möglich, wenn er dazwischen aufstehen kann und – wie ausgeführt - eine dauernde Flexionshaltung verhindern kann. Dass der Beschwerdeführer grundsätzlich keine Arbeiten auf einer Baustelle mehr ausüben kann, stellte Dr. F.___ ebenfalls fest.

4.3Nach dem Gesagten steht fest, dass aus medizinischer Sicht ab Januar 2012 keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war. Der Beschwerdeführer konnte ab diesem Zeitpunkt eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit, gelegentlich etwas aufzustehen und herumzugehen, und ohne die Notwendigkeit einer fixierten Flexionshaltung beider Kniegelenke vollzeitlich ausüben.


5.

5.1Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.

Der Beschwerdeführer arbeitete bis am 31. August 2007 bei der Y.___ (Urk. 10/54). Dieses Arbeitsverhältnis wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst (Urk. 10/61). Gemäss den unangefochten gebliebenen Feststellungen der Beschwerdegegnerin wäre es dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht zumutbar gewesen, seine Tätigkeit bei der Y.___ weiter auszuüben (Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 15. Juni 2007, Urk. 10/62, vom 11. September 2007, Urk. 10/71, und vom 4. April 2008, Urk. 10/77 sowie Bericht von Kreisarzt Dr. F.___ vom 11. Juni 2007, Urk. 10/58). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers massgebende Tätigkeit ist daher die zuletzt bei der D.___ ausgeübte Tätigkeit, wo er vom 7. Januar 2008 bis April 2009 arbeitete.

Während die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass diese Tätigkeit einer dem Beschwerdeführer noch zumutbaren Tätigkeit entsprach und er diese daher weiterhin vollumfänglich ausüben kann, verneinte dies der Beschwerdeführer, da er häufig Baustellen habe besuchen müssen, was ihm nicht mehr möglich sei (E. 1.1 und E. 1.2).

5.2

5.2.1Es liegen folgende Unterlagen vor, welche Hinweise auf die konkrete Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers bei der D.___ geben:

5.2.2Gemäss Arbeitsvertrag vom 7. Januar 2008 war die Tätigkeit des Beschwerdeführers Geschäftsleitung (Urk. 10/75).

5.2.3Auf der Schadenmeldung UVG vom 19. März 2009 (Urk. 7/11/32 im Prozess Nr.: IV.2013.00882) ist vermerkt, dass der übliche Arbeitsplatz des Beschwerdeführers im Büro und auf Baustellen war.

5.2.4Am 16. Juni 2009 erklärte der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin, bei der D.___ sei er im Büro tätig gewesen. Er habe dabei für die Bestandesaufnahme aber auch auf Baustellen gehen müssen. Er sei nicht operativ tätig gewesen (Urk. 7/16/49 im Prozess Nr.: IV.2013.00882).

5.2.5Am 30. November 2009 sagte der Beschwerdeführer gegenüber Dr. G.___ (Urk. 9/27 S. 2), er habe lange Jahre in der Geschäftsleitung von grossen Elektrounternehmen gearbeitet. Im Jahr 2007 habe er vorgehabt, sich vorzeitig in den Ruhestand zu begeben. Nach drei Monaten habe er nochmals eine Aktivität aufgenommen, nun als Unternehmensberater. Diese habe dann 16 Monate gedauert und sei wegen eines Konkurses ausgelaufen.

5.2.6Am 13. September 2010 beantragte der Beschwerdeführer von der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft (PAX) Leistungen infolge Erwerbsunfähigkeit (Urk. 9/84). Er erklärte dabei betreffend seine Tätigkeit bei der D.___, dass er dem höheren Kader angehört habe, er sei Bereichsleiter gewesen. Seine Tätigkeit habe Personalmanagement, Akquisition, Beratung etc. umfasst.

5.2.7Im Bericht von Dr. F.___ vom 11. Januar 2012 (Urk. 9/112 S. 6) ist festgehalten: „Er sei ursprünglich Elektriker, hätte sich weitergebildet und sei schliesslich in der Geschäftsleitung einer grossen Elektrofirma gewesen. Ende 2007 sei er einige Monate arbeitslos gewesen, von Januar 2008 bis April 2009 hätte er dann als Berater für eine Elektrofirma gearbeitet. Es sei um Betriebsorganisation, EDV und andere Projekte gegangen, im Wesentlichen sei dies eine Bürotätigkeit mit häufiger Arbeit auch am Computer. Seit 15.04.2009 sei er nicht mehr erwerbstätig. Das mitgehörte Diktat wird als korrekt beurteilt, aktuell keine Ergänzungen.

5.2.8Am 29. Oktober 2012 äusserte sich der Beschwerdeführer gegenüber der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau betreffend seine Tätigkeit bei der D.___ (Urk. 13/2). Er erklärte dabei unter anderem, er sei als Berater und Baustellen-Controller tätig gewesen. Er sei zur Hälfte im Büro und zur Hälfte auf Baustellen gewesen. Seine Aufgaben seien gewesen: der Aufbau einer Nachkalkulation, die Arbeitsvorbereitung, das Personalmanagement, die Beratung und das Controlling, die Baustellenorganisation und die Behandlung von Schadenfällen.

5.3Der Beschwerdeführer wurde bei der D.___ als Mitglied der Geschäftsleitung angestellt (E. 5.2.2). Wie der Beschwerdeführer im Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau vom 29. Oktober 2012 (Urk. 13/2) festhält, teilte er der Arbeitgeberin aber nach Einsicht in diverse Unterlagen noch am ersten Arbeitstag mit, dass er nicht bereit sei, der Geschäftsleitung beizutreten. Er erachtete offenbar eine solche Tätigkeit bei der D.___ als zu riskant (vgl. Urk. 12), da er aufgrund seiner betriebswirtschaftlichen Kenntnisse erkannte, dass sich die D.___ in einer finanziell schwierigen Lage befand.

Der Beschwerdeführer arbeitete in der Folge als Berater und Baustellencontroller. Aus den zitierten Unterlagen (E. 5.2.2-5.2.8), insbesondere seinem Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau vom 29. Oktober 2012 (E. 5.2.8; Urk. 13/2), geht hervor, welche konkreten Aufgaben er dabei zu erledigen hatte. Seine Tätigkeit umfasste den Aufbau einer Nachkalkulation, die Arbeitsvorbereitung, das Personalmanagement, die Beratung und das Controlling, die Baustellenorganisation und die Behandlung von Schadenfällen (E. 5.2.8). Der Beschwerdeführer hatte demnach Aufgaben zu erledigen, die zwar teilweise im Baustellenbüro zu verrichten sind, jedoch keine spezifischen Baustellenarbeiten sind. Sämtliche dieser Arbeiten können auch im Sitzen ausgeübt werden, was naturgemäss die Möglichkeit mit sich bringt, dass die Beine hochgelagert werden können. Dies bedeutet, dass die vom Beschwerdeführer zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei der D.___ weitgehend einer ihm noch zumutbaren Tätigkeit entsprach, weshalb er, da er diese weiter ausüben kann, als zu 100 % arbeitsfähig zu qualifizieren ist.


6.Nach dem Gesagten erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin den Fall abgeschlossen und einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.



Das Gericht erkennt:

1.Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.Das Verfahren ist kostenlos.

3.Zustellung gegen Empfangsschein an:

Rechtsanwalt Markus Bischoff

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

Bundesamt für Gesundheit

4.Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).


Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich


Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber




HurstWyler